Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon tinto » So 19. Sep 2010, 07:58

dimaew hat geschrieben:.. Statt "Integration" und Verständigung der Menschen untereinander wird Trennung, Grüppchenbildung und Abschottung gepredigt. Das führt nicht zu weniger Konflikten, sondern zu mehr. ...
Aber genau das ist doch seit 30 Jahren die Relität in Deutschland. Trennung, Grüppchenbildung, Abschottung. Integration oftmals Fehlanzeige. Das ist letztlich bisweilen auch den religiösen Unterschieden zwischen Islam und Christentum geschuldet. Da passen die unterschiedlichen Vorstellungen von Toleranz mitunter einfach nicht zusammen. Stichwort Ehrenmord, z.B.
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon Kalango » So 19. Sep 2010, 12:13

tinto hat geschrieben:Stichwort Ehrenmord, z.B.

Schönes Schlagwort. Hier in meinem Landstrich sind in den letzten beiden Monaten Familien durch Familienväter und -mütter ausgerottet worden. Die Motive lagen anfangs im Dunkeln und danach schrieb die Presse nichts mehr drüber. Ich traf letztens zufällig einen der Ermittler, der meinte, diese Morde hätten was mit Familie zu tun. Als ich fragte, ob die so etwas Ehrenmorde seien, kam die Verneinung, es seinen Deutsche und keine Türken. Deutschen haben keine Ehrenmorde. Und dann fiel mir letztes Jahr nach Weihnachten die Zeitungsmeldungen ein, dass deutsche Väter und deutsche Mütter ihre deutschen Familienangehörigen zum Weihnachtsfest versuchten umzubringen und das zum Teil auch mit Erfolg. Als "Ehrenmorde" wurden diese nicht beschrieben, sondern als Tragödie.
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon dimaew » So 19. Sep 2010, 14:07

tinto hat geschrieben:
dimaew hat geschrieben:.. Statt "Integration" und Verständigung der Menschen untereinander wird Trennung, Grüppchenbildung und Abschottung gepredigt. Das führt nicht zu weniger Konflikten, sondern zu mehr. ...
Aber genau das ist doch seit 30 Jahren die Relität in Deutschland. Trennung, Grüppchenbildung, Abschottung. Integration oftmals Fehlanzeige. Das ist letztlich bisweilen auch den religiösen Unterschieden zwischen Islam und Christentum geschuldet. Da passen die unterschiedlichen Vorstellungen von Toleranz mitunter einfach nicht zusammen. Stichwort Ehrenmord, z.B.


Über dieses Thema könnte man locker eine Bibliothek mit Büchern füllen. Denn das Problem ist nicht neu, es ist uralt. Unterschiedliche Auffassungen, was nach des jeweiligen Gottes Wille und Regelwerk richtig oder falsch ist haben schon vor Hunderten von Jahren zu Konflikten geführt, 30-jähriger Krieg, Kriege zwischen England und Frankreich, Judenprogrome (weit vor Hitler!), Besetzung Spaniens mit Verfolgung von Christen, Juden, Muslimen - je nach Region usw.).

Solange ein Mensch damit argumentiert, er sei für seine Taten nicht selbst verantwortlich, sondern er folge nur Anweisungen eines höheren Wesens, ist er nicht wirklich in der Lage, andere tun und lassen zu lassen, was sie möchten. Ich weiß, dass der Mensch, der andere akzeptiert wie sie sind, ein Idealbild ist, das es nirgends auf der Welt gibt (mich eingeschlossen). Aber es sollte das Ziel sein.

Wenn gegenüber demjenigen, der einen Mord begeht, weil er vermeintlich in seiner Ehre oder der Ehre der Familie gekränkt wurde, nicht mit den christlichen Werten - als Gegensatz zu den muslimischen Werten - argumentiert wird, sondern mit dem Wert des Mensch an sich, wird aus meiner Sicht nicht über eine Grenze hinweg diskutiert (Christentum gegen Islam; Deutsch gegen Türkisch) sondern ohne Grenze. Es geht in diesem Fall nicht darum, dass das Christentum einen Mord verbietet. Es geht darum, dass es den Menschen nicht nützt, einen anderen Menschen umzubringen. Das gilt für den Ehrenmord wie für den elektrischen Stuhl.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt (chin. Sprichwort)
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon Brazil53 » So 19. Sep 2010, 14:49

Ich denke, wir haben hier in Deutschland eine gezielt gesteuerte Ausländer- und Muslimedebatte.

Was würde hier in den Medien laufen, wenn bei uns ähnliche Verhältnisse, wie in den USA wären?

Es leben rund 293 Millionen Menschen in den USA, mehr als 41 Millionen sprechen nur Spanisch. Daneben gibt es 11 bis 12 Millionen illegale Einwanderer, zumeist aus Mexiko.
Übrigens auch mit den Muslimen hat man dort wenig Probleme.

USA: Wie die Integration von Muslimen gelingt
In den USA sind die Muslime besser integriert als in Europa. Zurückzuführen ist das vor allem auf die größere Durchlässigkeit der amerikanischen Gesellschaft. In Europa hingegen sind die Strukturen starrer. Kein Wunder also, dass die Assimilationsbereitschaft hier schwächer ausgeprägt ist.


http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... lingt.html


Und bei uns wird es auch Neuerungen geben

Nicht EU-Ausländer sollen in der Zukunft eine Aufenthaltskarte mit Chip bekommen.
Damit will man besser gegen illegale Einwanderung und illegalen Aufenthalten vorgehen können.

19.9.2010

Aufenthaltskarte für Ausländer?
Dokument im Scheckkartenformat soll auch Fingerabdrücke erfassen
Bundesinnenminister Thomas de Maizière plant eine elektronische Aufenthaltskarte, mit der sich Ausländer in Deutschland ausweisen sollen, die keine EU-Bürger sind. Auf dem Dokument im Scheckkartenformat befinde sich ein Chip, auf dem neben Fingerabdrücken auch ein digitales Foto gespeichert werden soll. Grüne und Linke kritisierten die Pläne.



http://www.domradio.de/aktuell/67556/au ... ender.html

Brazil
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon giga » So 19. Sep 2010, 17:10

Hallo,
es kommt halt auch darauf an wie sehr sich jemand bemüht.

Ich bin seit über 20Jahren mit einer Brasilianerin verheiratet.Als wir in Deutschland waren (sie sprach zumindest schon englisch) war sie ruck zuck im Deutschkurs,Abschluß Goetheinstitut und nach 2,5 Jahren hat sie mich in der Sprache
(bin Schwabe) schon berichtigt. Nach 6 Jahren hat sie in Deutsch promoviert.

Ein starker Wille ist wichtig.........und Deine Unterstützung......

Gruß
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Re: Auswirkung der Intgrationsdebatte auf Brasilianer-/Innen

Beitragvon giga » So 19. Sep 2010, 17:19

Hallo Marathonmann,

hatte da ähnliches.Meine Frau ist Ärztin.Aber Du mußt nur zur richtigen Stelle gehen.Studium wird anerkannt.Inzwischen hat sie sogar Dr.med. promoviert in deutsch.

Allerdings es muß ein Abschluß einer staatlichen UNI sein.

Diese ganzen Privatunis kannste vergessen,läuft nichts......

Gruß
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