Bargeld f. Investment mitnehmen

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Bargeld f. Investment mitnehmen

Beitragvon Floripa » Fr 30. Mai 2008, 12:42

Hallo zusammen!
ich lebe (noch) in Deutschland, bin mit einer Brasilianerin verheiratet, und möchte in Brasilien für ca. 30.000 Euro ein Grundstück als Investment kaufen. Um einen niedrigen Wechselkurs und hohe Überweisungsgebühren (ca. 45 Euro deutsche Bank + 100$ Banco do Brasil) zu vermeiden, denke ich darüber nach, das Geld bar bei unserer nächsten Reise mitzunehmen. Wir wollen alles 100%ig legal machen (es ist kein Schwarzgeld): Beleg über Abhebung vom eigenen Konto in D, Anmeldung Ausfuhr beim deutschen Zoll (wegen Aussenwirtschaftsgesetz: Betrag über 10.000 €), Anmeldung Einfuhr beim brasil. Zoll. Danach würden meine Schwiegereltern - wenn der Wechselkurs mal wieder oben ist - das Geld vorübergehend auf das brasil. Konto meiner Frau einzahlen. Und später würden wir das Grundstück bargeldlos in BR kaufen. Soviel ich weiss ist das auf der deutschen Seite gesetzlich/steuerlich problemlos. Man darf aus D unbeschränkt Euros ausführen und in BR unbeschränkt, da Fremdwährung, einführen.

Wie wird nun das Bargeld beim brasil. Zoll behandelt? Es sind ja keine Reisedevisen. Ich habe gehört, man muss Geld zum Investieren immer überweisen (weil es bei diesem Betrag von der Banco do Brasil an die brasil. Zentralbank gemeldet wird - aber das würde der Zoll wohl auch tun), dürfe es also nicht bar einführen? Und falls doch bar würde eine Steuer bzw. Zoll in inakzeptabler Höhe (27% !) einbehalten?

Wer kennt sich hier aus?
Danke für alle Infos!
Floripa
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Re: Bargeld f. Investment mitnehmen

Beitragvon donesteban » Sa 31. Mai 2008, 10:22

Floripa, wir hatten das Thema hier schon sehr oft. Suche und blättere mal ein bisschen. Speziell zu Deinem Beitrag kann ich mir aber ein paar Bemerkungen nicht verkneifen.

Du möchtest 30K nach Brasilien schaffen und macht gleichzeitig wegen 100 Euro (das sind 3 Promille) rum? Das kann ich nicht nachvollziehen. Bedenke, dass die Kurse täglich um mehrere Prozent, also 10, 20 oder 30 Promille schwanken.

Dann legst Du die Kohle bei Deinen Schwiegereltern unter die Matratze, damit die bei einer günstigen Wechselkurssituation das Geld tauschen. Zum Einen weiß niemand, wie sich die Kurse entwickeln. Es muss nicht wieder rauf gehen für den Euro. Wäre dies gewiss, dann würden alle Forex-Spekulanten dieser Welt auf einen sinkenden Real setzen. Zum Anderen könntest Du die Überweisung ja dann anweisen, wenn die Kurse günstig sind und in der Zwischenzeit auf einem Tagesgeldkonto noch ein paar Zinsen bekommen. Deine 100 Euro Gebühren hast dann nach ca. 3 Wochen verdient.

Vergiss einfach dein Vorhaben und überweise das Geld wenn Du es brauchst.

Auf Grund von Deinem Posting schließe ich, dass Du generell noch wenig Erfahrung mit Geld und Investitionen hast. Das ist nicht schlimm. Jeder fängt mal an. Hole Dir aber bitte noch Rat bezüglich Deines geplanten Investments ein. Z.B. hier. Es gibt sehr viele Dinge, die Du beim Immobilienkauf in Brasilien beachten musst. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber lieber einmal zuviel als einmal zu wenig gewarnt.

Viel Erfolg
Stefan
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Re: Bargeld f. Investment mitnehmen

Beitragvon Floripa » So 1. Jun 2008, 15:16

Danke für die Antwort!
Ich denke, ich werde den Betrag also besser überweisen. Welches ist bei 30.000€ der günstigste Weg? Meine Hausbank (eine Sparkasse) hat keine bestimmte Referenzbank in BR und konnte mir leider keine exakte Auskunft geben. Meine Frau hat ein Konto bei der Banco do Brasil in BR. Welchen Weg nimmt die Überweisung? Kann man das beeinflussen? Z. B. via Banco do Brasil in Frankfurt? Oder machen andere Banken in D es günstiger, die z. B. auch in BR sind, wie die Citibank?
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Re: Bargeld f. Investment mitnehmen

Beitragvon donesteban » So 1. Jun 2008, 21:58

Hallo Floripa, Du benötigst ein Konto in Brasilien. Ich glaube nicht, dass dieses Konto bei der BdB sein muss. Dann von Deiner Hausbank auf die BdB in Frankfurt und die schicken es nach Brasilien. Details kann ich Dir nicht sagen. Es gibt Beiträge zu diesem Thema bzw. würde ich an deiner Stelle mir die Infos direkt von der BdB in Fra holen. Ich werde in ein paar Wochen meine erste große Überweisung machen. Bisher habe ich einen anderen Weg beschritten und noch keine wirklich großen Summen benötigt.
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Re: Bargeld f. Investment mitnehmen

Beitragvon Brasileiro » Mo 2. Jun 2008, 00:14

Floripa hat geschrieben:Hallo zusammen!
ich lebe (noch) in Deutschland, bin mit einer Brasilianerin verheiratet, und möchte in Brasilien für ca. 30.000 Euro ein Grundstück als Investment kaufen. Um einen niedrigen Wechselkurs und hohe Überweisungsgebühren (ca. 45 Euro deutsche Bank + 100$ Banco do Brasil) zu vermeiden, denke ich darüber nach, das Geld bar bei unserer nächsten Reise mitzunehmen. Wir wollen alles 100%ig legal machen (es ist kein Schwarzgeld): Beleg über Abhebung vom eigenen Konto in D, Anmeldung Ausfuhr beim deutschen Zoll (wegen Aussenwirtschaftsgesetz: Betrag über 10.000 €), Anmeldung Einfuhr beim brasil. Zoll. Danach würden meine Schwiegereltern - wenn der Wechselkurs mal wieder oben ist - das Geld vorübergehend auf das brasil. Konto meiner Frau einzahlen. Und später würden wir das Grundstück bargeldlos in BR kaufen. Soviel ich weiss ist das auf der deutschen Seite gesetzlich/steuerlich problemlos. Man darf aus D unbeschränkt Euros ausführen und in BR unbeschränkt, da Fremdwährung, einführen.

Wie wird nun das Bargeld beim brasil. Zoll behandelt? Es sind ja keine Reisedevisen. Ich habe gehört, man muss Geld zum Investieren immer überweisen (weil es bei diesem Betrag von der Banco do Brasil an die brasil. Zentralbank gemeldet wird - aber das würde der Zoll wohl auch tun), dürfe es also nicht bar einführen? Und falls doch bar würde eine Steuer bzw. Zoll in inakzeptabler Höhe (27% !) einbehalten?

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Hallo Floripa,

zu deiner Frage - wovon du gehört hast das bei Investieren das Geld immer überwiesen werden muss, sei gesagt, das dies nicht stimmt.

Sollte man ein Investitonsvisum anstreben, so wäre es von grossem Vorteil dies über den Schritt einer Überweisung zu vollziehen, da jedoch auch der umgekehrte Weg möglich ist, zum Beispiel zuvor Investieren und dann auf Auslandsinvestitions-Visum zu gehen - sei klargestellt, das es keine Pflicht gibt.

Einfacher (Papierkram), Schneller und Sicherer ist auf jedenfall die Auslandsüberweisung, das sollte jedem klar sein.

Viel Glück.

Bis dann
Alexander
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Re: Bargeld f. Investment mitnehmen

Beitragvon pedro_araguaia » Mo 2. Jun 2008, 09:02

Zu sagen wäre noch, dass das Geld welches Du via Banktransfer nach BRA überweist bei irgend so einer Stelle (hab den Namen grad nicht präsent) registriert wird. Das hat den grossen Vorteil, dass Du, wenn Du mal eventuelle Gewinne aus BRA ausführen möchtest, viel weniger Probleme haben wirst.
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Re: Bargeld f. Investment mitnehmen

Beitragvon donesteban » Mo 2. Jun 2008, 12:00

Prinzipiell spricht nichts dagegen, Bargeld mitzunehmen und bei der Einreise zu deklarieren. So glaube ich wenigstens. Praktisch ist es aber gefährlich(er) und eventuell teurer (beachtet: manchmal bekommt man temporär bei Cash-Tauschen auf dem Casa die Cambio sogar einen besseren Kurs). Die Cash-Deklaration sollte für einen späteren Rücktransfer auch ausreichen. So glaube ich wenigstens.

Wenn also keine anderen wichtigen Gründe gegen die Überweisung sprechen, dann sollte man dies auch so tun. Ein vermeintlicher Gebührenvorteil in der Höhe von ein paar Promille ist sicher kein wichtiger Grund.
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