donesteban hat geschrieben:
In meinem Falle wäre die construtora eine LTDA Limitada, also eine "brasilianische GmbH".
War bei mir eine ltda mit CNPJ, inscricao municpal + estadual und allem Pipapo, keine microempresa.
Ins Rollen gekommen ist die Sache, da die Bauleute regelrecht gestreikt haben, d.h. sie kamen zwar, haben aber nicht gearbeitet, da die Lohnzahlungen schon 2 Wochen ausblieben.
Der Unternehmer stellt sich jetzt auf den Standpunkt, dass er ja die von ihm mit den Bauleuten vereinbarten Zahlungen geleistet habe (unbewiesen!) und die ausstehenden Löhne nur wegen Terminüberschreitungen zustande gekommen sind. Vertraglich vereinbart war eine Renovierungsdauer von 50 dias uteís, nach 3 Monaten kam es zu dem Eklat.
Mir blieb damals nichts weiter übrig als die schon bezahlten aber nicht ausgeführten Leistungen nochmals direkt an die Bauleute zu zahlen.
Mein Fehler war, dass ich die vertragliche Restrate, zahlbar nach Fertigstellung, zu niedrig angesetzt habe (20%) und nicht täglich mindestens von früh bis abend auf der Baustelle war.
Fakt ist, dass ich deswegen einen Prozess gegen den Unternehmer angeleiert habe und unabhängig davon vor Gericht gezerrt werde, da die Bauleute den Unternehmer auf Zahlung verklagt haben.
Da der Unternehmer angeblich über keine Mittel verfügt soll ich jetzt zahlen (Lohn, FGTS, anteilig 13tes+Urlaubsgeld).
Meine Anwältin meinte dazu, dass das sehr wohl sein kann, der Arbeitnehmer hat hier in rechtlicher Hinsicht nahezu Narrenfreiheit.
donesteban hat geschrieben:
Wie soll denn da eine Wirtschaft funktionieren...
Nee, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Wer sich am schlechtesten wehren kann, dem wird's genommen
Vor einigen Jahren konnte ich mir auch Vieles nicht vorstellen
