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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 01 Feb 2008 12:14 
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chegei hat geschrieben:
das fettgedruckte ist definitiv NICHT richtig
du brauchst auch für eine 15m² veranda eine ART (Anotações de Responsibilidade Técnica - vom verantwortlichen ingenieur unterzeicnetes und tributpflichtiges projekt incl. unterschriebenen bauplänen) von der für den jeweiligen bundesstaat zuständigen CREA (Conselho Regional de Engenharia,Arquitetura e Agronomia - ingenieursvereinigung);
und dass jeder auch nur für einen tag für dich arbeitende (theoretisch) operário angemeldet sein muss kann dir jede örtliche niedeerlassung des arbeitsministeriums bestätigen
was deine prefeitura anbelangt,wo sind die zu hause???
ist das erste mal dass ich von sowas höre
abraço



Hallo chegei! (sollte nicht Cheguei sein? :? )
Ich muss hier mich bei Dir entschuldigen :god
Ich habe meinen Bruder über die Anmeldung für die operários gefragt. Du hast Recht, alle müssen angemeldet sein (irgendwie habe ich was falsch verstanden, sogar Port. verstehe ich nicht mehr :oops:). Nur bei dem Bauingenieur habe ich Recht gehabt, wenn der Bauplan - für Haus, nicht für Balkon, Varanda oder ä.!!! - von der Prefeitura kommt, erst ab 71 m² ist einen erforderlich. :kiss:



Ignoranz ist die schlimmste Krankheit... aber heilbar!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 01 Feb 2008 13:14 
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Toni hat geschrieben:
Cuco hat geschrieben:
Wenn Du nicht willst, dass sich Dein schön angefülltes Gelände irgendwann verselbständigt, empfehle ich Dir das Auffüllmaterial (dt. Bodenklasse 3-5, bloss kein Sand oder Mutterboden) auf der Baustelle mit Kalk (Siloware) zu vermischen...dann hast Du was Ordentliches...

Viel besser noch: statt Kalk gleich Zement im Verhältnis 1:5 untermischen !!
Dann rennt der nie wieder....
Und Rasen mähen muss man auch nicht mehr !


...war nicht spassig gemeint, so stellt man z.B. auch kostengünstige Baustrassen her...

Später wird dann natürlich noch Mutterboden aufgefüllt, obwohl Rasen ja Kalk bzw. saure Böden regelrecht liebt...

:wink:

Cuco


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 01 Feb 2008 13:24 
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Bahiasol hat geschrieben:
...Zur Auffüllung meiner Fundamente benutze ich ausschliesslich sauberen, verdichteten Sand. Der Grund, Kiesel, Split oder ähnliches würde mir meine Folie unter der Bodenplatte perforieren. Aber selbst wenn der Sand absacken würde, meine 12cm Bodenplatte mit Stahleinlage würden keine Rissbildung bekommen, meine Zimmerdecken bekommen ja auch keine. Die Bodenplatte hat viele Auflagepunkte, sie liegt ja nicht frei schwebend. Ich habe kürzlich in einem von mir beim Bau betreuten Haus wegen eines Umbaus die Bodenplatte öffnen müssen. Die Folie war in einem Zustand wie am ersten Tag und die Platte lag bündig auf dem Sand ohne Zwischenräume, dieser war trocken. Dann zu den Bewehrungen. Es ist auf dem Foto nicht gut zu erkennen. Es war zu dunkel und ich mußte es aufhellen, so sehen die Bewehrungen dünn aus. In Wirklichkeit sind horizontal verlaufend 10mmStähle und vertikal 12mm Stähle.

...Bauphysiker bezeichnen es als kapillarbrechende Schicht und Sand hat diese Eigenschaft nicht...ist ungefähr wie das Salz in der Küche...

16/32 er Kies ist rundkörnig und durchstösst deshalb die PE-Folie (0,4 mm) nicht...Nachteil ist das er sich kaum verdichten lässt, deshalb ist man in den letzen Jahren immer mehr zu schotterartigem Material gekommen...Wenn Du Schotter verdichtest (Flächenrüttler) hast Du eine absolut planebene Oberfläche...da kann die Folie von nichts durchstossen werden...

Aber wir waren uns ja einig, dass jeder so baut wie er meint und dass es bei beiden irgendwie klappt, né...

:wave:

Cuco


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 01 Feb 2008 18:18 
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Registriert: 15 Nov 2007 19:39
Beiträge: 459
Wohnort: Stuttgart 7/12 Recife 5/12
Cuco hat geschrieben:
...ich könnte mir vorstellen, dass Du für das Anheben Deines Grundstücks auch eine Genehmigung brauchst und da nicht jede prefeitura mit einverstanden ist...
Ja, vorstellen könnte ich es mir auch aber gehört habe ich davon nix. Ich wage es jedoch nicht, bei der Prefeitura anzufragen. Die haben sicherlich noch nichts davon gehört und es würde eine "Never Ending Story" werden. An der Stelle riskiere ich einfach mal etwas ohne Genehmigung zu machen.
Cuco hat geschrieben:
Oder baust Du etwa auch im NordOSTEN ??? :lol:
Ganz genau :cool:
Cuco hat geschrieben:
Wenn Du nicht willst, dass sich Dein schön angefülltes Gelände irgendwann verselbständigt, empfehle ich Dir das Auffüllmaterial (dt. Bodenklasse 3-5, bloss kein Sand oder Mutterboden) auf der Baustelle mit Kalk (Siloware) zu vermischen...dann hast Du was Ordentliches...
Uff, wo soll ich denn den Boden herkriegen? Nee, ich hoffe es geht auch so. Das gesamte Grundstück wird mit einer richtig dicken Mauer umrandet. Das reicht hoffentlich, um den Boden vom Weglaufen abzuhalten. Im Fundamentbereich werde ich dann wohl laut Anleitungen weiter oben verfahren. Glaubt Ihr, das könnte ausreichen?

Bei allen Maßnahmen geht es mir hauptsächlich um die wirtschaftliche Kosten/Nutzen Abwägung. Z.B. am Fundament ein paar Tausender zu sparen, um dann alle zwei Jahre den Schimmel zu überstreichen -> wirtschaftlich unklug. Viele Tausender für einen optimalen Untergrund zu investieren, wenn es auch billigere, nicht ganz so gute (aber ausreichende) Möglichkeiten gibt -> wirtschaftlich klug. Mein Problem ist leider, dass ich diese Beurteilungen auf Grund meiner fehlenden Kompetenz nicht wirklich machen kann. Tja, vermutlich bin ich nachher schlauer. Ich bin schon froh, wenn ich mit Eurer Hilfe die gröbsten Fehler vermeiden kann. Ich mache mir jedenfalls keine Illusionen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 01 Feb 2008 19:03 
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Wohnort: Sergipe
donesteban hat geschrieben:
Bei allen Maßnahmen geht es mir hauptsächlich um die wirtschaftliche Kosten/Nutzen Abwägung.


Du kannst bindigen Boden zum Auffüllen verwenden, aber das Verdichten nicht vergessen.
Das Problem ist der Wassergehalt, ist der Boden zu trocken muss man befeuchten, ist er zu nass muss man Kalk zumischen. Den Laborversuch zur Ermittlung der optimalen Feuchte zum Erreichen von 95% Proctor Dichte ist dem Häuslebauer meist zu teuer. Der Boden sollte sich noch kneten lassen, beim ausrollen aber reissen, dann ist es mais ou menos ok.
Auch Sand und Schotter kann sich setzen wenn nicht gut verdichtet wurde. Vorteil ist, dass man Sand einschlämmen kann.
Lass aber die Fundamente vorher herstellen, damit sie nicht in der Auffüllung sitzen, sondern im gewachsenen Boden.
Mutterboden nimmt man generell nicht, d.h. alle Erde mit Wurzeln und Bewuchs ist nur für den Garten ok.

Falls Du deine Bodenplatte doppelt bewehrst, also wie schon beschrieben als Decke,dann passiert auch nichts wenn mal eine kleine Setzung auftritt.

Prinzipiell ist man nach dem Bauen immer schlauer, auch die Architekten und Ingenieure, nur darf man das dem Bauherrn nicht eingestehen.
:lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 02 Feb 2008 15:57 
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Registriert: 04 Jan 2007 22:11
Beiträge: 144
Wohnort: Valinhos SP
Habe in Brasilien für unser Stammwerk eine Fabrik erstellen lassen. Da dies alles mit internationalem Rechtsanwalt voranging wurden die Gesetze genau erörtert. Lt. Rechtsanwalt ist bei Gebäuden 5 Jahre Garantie einzuhalten. Wie dies allerdings bei Privathäusern aussieht weiss ich nicht. Bei meinen Privatbauten war ich immer selbst mit dabei und überprüfte die Bauqualität.
Was mich am Bauen im Nordosten interessiert:
Soll das Eisen das man zur Bodendecke bzw. an den Säulen verbaut vorab mit Rostschutzfarbe gestrichen werden? In Deutschland lässt man den Baustahl etwas anrosten damit der Beton besser daran haftet. Am Strand wurde mir gesagt um ein Aufplatzen des Betons zu vermeiden vorab mit Rostschutzfarbe streichen wegen der Luftfeuchtigkeit die auch in Beton eindringt.
Welches Holz ist bei Meeresfeuchtigkeit am Besten.
Die Bauweise von Alessandra gefällt mir gut - hoffe es klappt im Mai



Rolf Geissinger
http://www.rorotravel.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 02 Feb 2008 20:29 
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Registriert: 19 Jan 2007 00:34
Beiträge: 109
Wohnort: Salvador
Roro.
Mai klappt mit Sicherheit. Danke für die Vorschußlorbeeren. Ich bin schon an Deiner Kalkulation.

Cuco.
Du sagst kein Sand als Auffüllmaterial sondern Bodenklasse 3-5. Bodenklasse 3 sind aber leicht lösbare Böden Sand- und Kiesboden mit geringem Steinanteil (Anteil < 30 % über einem Durchmesser von 63 mm Korngröße) Also doch Sand.
Dann zu dem Schotter. Dein Tip die Folie über diesem auszulegen , dann die Bodenplatte darauf zu gießen...geht wirklich nur auf Sand, die Folie ist sonst zu überlastet. Selbst eine Teichfolie für einen Gartenteich hat Sand als idealen Untergrund und nicht Schotter.

Gruß Alessandra



Helfe in Salvador beim umschreiben von Fuehrerschein,Fahrzeugkauf und Detran(KFZ-Meldestelle),Fahrzeugmiete,CPF,Vermittlung von Miethaeusern-Wohnungen oder Kauf- Abwicklung,Zollabwicklung am Hafen,Ausfluege nach Euren Wuenschen.Flughafentransfer und mehr


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 03 Feb 2008 14:34 
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Registriert: 30 Nov 2004 16:40
Beiträge: 365
Wohnort: Sergipe
Roro hat geschrieben:
Lt. Rechtsanwalt ist bei Gebäuden 5 Jahre Garantie einzuhalten.

Soll das Eisen das man zur Bodendecke bzw. an den Säulen verbaut vorab mit Rostschutzfarbe gestrichen werden? In Deutschland lässt man den Baustahl etwas anrosten damit der Beton besser daran haftet. Am Strand wurde mir gesagt um ein Aufplatzen des Betons zu vermeiden vorab mit Rostschutzfarbe streichen wegen der Luftfeuchtigkeit die auch in Beton eindringt.


Wenn beide Seiten unterschreiben können auch 100 Jahre Gewährleistung vereinbart werden, mehr geht immer, Gesetze regeln nur das Minimum.

Die Mär dass verrostetes Eisen besser an Beton haftet ist so alt wie die Geschichte von Monier der seine Blumenkübel mit Draht bewehrte und damit den Stahlbeton erfand. Es ist schlichtweg Quatsch. Beton ist alkalisch und schützt durch den hohen pH Wert des Porenwassers (pH>9) den Stahl vor weiterer Korrosion. Bei Verwendung von schlaffem Bewehrungsstahl ist eine geringe Rostschicht ungefährlich, bei Spannstahl ist jeder Rostbefall bedenklich.

Bei den üblichen 2,5cm Überdeckung ist die Bewehrung vor weiterer Korrosion geschützt, ist der Beton chemisch aggressiven Stoffen ausgesetzt (z.B. Chloriden (Salz) aus Meerluft) ist die Überdeckung (Schutzschicht) auf 4 cm zu vergrössern.
Leider kennt der übliche pedreiro in BR aber keinerlei Abstandshalter und damit ist die Überdeckung oft 0cm was man an den Rostspuren im Beton nach dem Ausschalen sieht. Danach wird sowieso dick verputzt, damit man die krumme Schalung versteckt, nutzen tut es nichts.

Betonstahl anzustreichen ist absoluter Blödsinn.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bauen lassen in Brasilien
BeitragVerfasst: 05 Feb 2008 14:36 
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Beiträge: 174
Wohnort: Ostfildern
Bahiasol hat geschrieben:
Cuco.
Du sagst kein Sand als Auffüllmaterial sondern Bodenklasse 3-5. Bodenklasse 3 sind aber leicht lösbare Böden Sand- und Kiesboden mit geringem Steinanteil (Anteil < 30 % über einem Durchmesser von 63 mm Korngröße) Also doch Sand.
Dann zu dem Schotter. Dein Tip die Folie über diesem auszulegen , dann die Bodenplatte darauf zu gießen...geht wirklich nur auf Sand, die Folie ist sonst zu überlastet. Selbst eine Teichfolie für einen Gartenteich hat Sand als idealen Untergrund und nicht Schotter

@Bahiasol

...Du bringst da etwas durcheinander...Bodenklasse 3-5 zum auffüllen um das Haus...Schotter unterhalb der Bodenplatte...

Ich hoffe auf den Fotos kann man´s erkennen...

@Roro

Beton und Stahl führen eine wundervolle Ehe...nicht nur weil der Beton (bei entspr. Überdeckung) den Stahl vor Korrossion schützt und der Stahl dem Beton dazu verhilft Zuglasten aufnehmen zu können, sondern auch weil beide den fast gleichen Ausdehnungskoeffizienten haben...

:wink:

Cuco


Dateianhänge:

HLRS Baustelle 2.JPG

HLRS Baustelle 2.JPG   [ 47.58 KB | 561-mal betrachtet ]

HLRS Baustelle 1.JPG

HLRS Baustelle 1.JPG   [ 62.95 KB | 559-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Kleiner Nachtrag...
BeitragVerfasst: 15 Feb 2008 08:51 
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Beiträge: 174
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...auch wenn das Thema inzwischen eingeschlafen ist, muss ich ich noch einen kleinen Nachtrag los werden:

Gesetzt den Fall, dass dies nicht jedem klar war/ ist...

Die Folie ist nicht dazu da evtl. aufsteigende Feuchtigkeit "aufzuhalten", sondern lediglich um während des Betonierens, das Eindringen von Betonmilch in die kapillarbrechende Schicht zu verhindern...

Entendeu ???

:wink:

Cuco


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