Baukosten in Brasilien

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Baukostenschätzung

Beitragvon Severino » Do 27. Sep 2007, 16:20

Freundschaftsdienst wäre wohl der bessere Begriff. Im Prinzip schreibe ich da (von Hand) hin, dass Herr sowieso, portador do RG No. e CPF No. residente na rua no bairro neste cidade usw... eben eine unentgeltliche Freundschaftsleistung erbringt. Damit schützt Du dich vor Anzeigen wegen Schwarzarbeit. Natürlich darf dann davon auch nix auf der Quittung stehen, wenn Du ihn zahlst.
Normalerweise bin ich nicht für Schwarzarbeit, aber wenn einer unbedingt will, was soll ich da tun. Aber zumindest absichern will ich mich...
paz e amor
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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon winni » Do 27. Sep 2007, 17:46

Ola

Severino hat das ziemlich gut im Griff, auch die Bezahlung stimmt !
Nur eines solltest Du aufpassen Severino: Du solltest eine Unfallversicherung für den Maurer und servente abschließen!! Denn wenn er sich was bricht oder gar tödlich verunglückt bei der Arbeit (vom Dach stürzt z.B.) bist Du als Hausherr und Bauträger voll dran!
Mein Onkel in Sao Paolo machte 40 Jahre lang in Baukonstruktion, auch privat und so, d.h. ohne die Firma anzumelden oder die Arbeiter! Und dann verunglückte ein Mauerer , hat sich die Hüfte und das Bein gebrochen , und dann folgen viele viele Prozesse...!
Ich hatte in Ceara 6 Jahre lang gebaut, ohne Firma und ohne die arbeiter anzumelden, das haus gehörte ja mir! Aber immer hatte ich eine Unfallversicherung für die arbeiter abgeschlossen!!

Wenn was passiert dann ist es meistens aus mit der Freundschaft, mit Unfallversicherung kommt die versicherung für alles auf!

Um das Dokument "habite-se" zu bekommen (bei der Prefeitura anfordern), sollten die Elektroarbeiten von einem Elektroingenieur kontrolliert und abgesegnet werden (bestätigt) !
Manchmal (selten) kommen welche von der CREA und kontrollieren!!

tchau

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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon gringo » Do 27. Sep 2007, 17:47

Severino hat geschrieben:Damit schützt Du dich vor Anzeigen wegen Schwarzarbeit. Aber zumindest absichern will ich mich...


Wir wurden gerade letztens verklagt von einem Pedrero, er unterschrieb einen Vertrag und will nun mehr Geld, auch reklamierte er, er hätte immer an den Wochenenden gearbeitet und kein Geld bekommen, was beides nicht stimmt. Er musste nie an Wochenenden arbeiten ! Aber es steht wort gegen wort. Mal sehen wie der Richter entscheidet.

Ich persönlich bin extrem entäuscht das soetwas möglich ist. Er war eingetragen wir hatten das Geld immer pünktlich bezahlt und waren absolut korrekt er hat ja sogar einen Vertrag unterschrieben. Aber hier in Brasilien läuft es anders. Ich nehme an er wird Recht bekommen und wir müssen bezahlen, denn es liegt an uns zu beweisen das er nicht am Wochenende gearbeitet hat, wie willst du das Beweisen ? Ab heute lasse ich leute unterschreiben das sie nicht gearbeitet haben !

Zum Zement,
der kostet hier in Natal immer noch 16.95 pro 50k sack und wenn du glück hast ev. 16.50

Löhne sind wie severino geschrieben hast hier etwas gleich.
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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon Severino » Do 27. Sep 2007, 19:13

winni hat geschrieben:....Nur eines solltest Du aufpassen Severino: Du solltest eine Unfallversicherung für den Maurer und servente abschließen!! Denn wenn er sich was bricht oder gar tödlich verunglückt bei der Arbeit (vom Dach stürzt z.B.) bist Du als Hausherr und Bauträger voll dran!....

Oi winni,
danke für den Hinweis. Hab mir da auch schon so meine Gedanken gemacht, es aber bisher auf die lange Bank geschoben.
Werde ich mir nun aber auch in dieser Hinsicht absichern. Bisher sind ja alle Bauarbeiten auch für unser Haus - also nichts zum Weiterverkaufen oder so. Und Du hast sicherlich Recht. Kommt es zum Unfall, ist die gute Freundschaft schnell vergessen....
Habita-se ist im Moment noch kein Thema. Offiziell ist es immer noch ein Grundstück. Aber im nächsten Jahr werde ich mich wohl auch mit diesem Thema intensiver beschäftigen müssen....

gringo hat geschrieben:Ich persönlich bin extrem entäuscht das soetwas möglich ist. Er war eingetragen wir hatten das Geld immer pünktlich bezahlt und waren absolut korrekt er hat ja sogar einen Vertrag unterschrieben. Aber hier in Brasilien läuft es anders.

Ja, sowas ist wirklich traurig. Hier wäre ein guter Kontakt zur Familie hilfreich, wo Du Zeugen findest, die seine Aussagen widerlegen. Allgemein ist es jedoch meist sinnvoll einen concordo zu machen. Natürlich unter Beisein eines Anwalts. Der Ausgang bei brasilianischen Prozessen ist leider immer mehr als ungewiss - meist sind jedoch Ausländer, Personen afrikanischer Abstimmung und natürlich Frauen bei solche Prozessen benachteiligt. Das brasilianische Recht hat viel zu viele Lücken und gibt unendlich viel Interpretationsspielraum.....
Eine gute Idee eine Art Logbuch zu führen, wann gearbeitet wurde und wann eben nicht. So ist man vor Überraschungen sicher.
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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon chegei » Do 27. Sep 2007, 19:20

gringo hat geschrieben:
Severino hat geschrieben:Damit schützt Du dich vor Anzeigen wegen Schwarzarbeit. Aber zumindest absichern will ich mich...


Wir wurden gerade letztens verklagt von einem Pedrero, er unterschrieb einen Vertrag und will nun mehr Geld, auch reklamierte er, er hätte immer an den Wochenenden gearbeitet und kein Geld bekommen, was beides nicht stimmt. Er musste nie an Wochenenden arbeiten ! Aber es steht wort gegen wort. Mal sehen wie der Richter entscheidet.

Ich persönlich bin extrem entäuscht das soetwas möglich ist. Er war eingetragen wir hatten das Geld immer pünktlich bezahlt und waren absolut korrekt er hat ja sogar einen Vertrag unterschrieben. Aber hier in Brasilien läuft es anders. Ich nehme an er wird Recht bekommen und wir müssen bezahlen, denn es liegt an uns zu beweisen das er nicht am Wochenende gearbeitet hat, wie willst du das Beweisen ? Ab heute lasse ich leute unterschreiben das sie nicht gearbeitet haben !

Zum Zement,
der kostet hier in Natal immer noch 16.95 pro 50k sack und wenn du glück hast ev. 16.50

Löhne sind wie severino geschrieben hast hier etwas gleich.


was heisst bitte,er war eingetragen???
hat du seine carteira de trabalho unterschrieben und sozialabgaben bezahlt?
wenn ja sieht die sache nämlich anders aus
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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon gringo » Do 27. Sep 2007, 21:19

klar haben wir alles richtig gemacht, der Mann war wie alle auf der Baustelle richtig bezahlt worden gemäss seinem Vertrag welchen er unterschrieben hatte und auch sein Büchlein.
Er behauptet was aber nicht stimmt, dass er immer an den Wochenenden arbeiten musste und das er auch 2 Wochen vorher schon gearbeitet hätte was auch nicht stimmt.

Richterspruch von heute.....
50% müssen wir bezahlen von dem was er will.

Leute das problem ist nicht das Geld, das problem ist, wenn der Typ gewinnt erzählt er es anderen und die können auch das gleich klagen und das wollen wir nicht, wir wollen das Urteil solange rauszögern bis die 2 jahre abgelaufen sind so das kein anderer mehr auf die gleiche idee kommt.

Problem ist er muss nichts beweisen wir müssen beweisen das er nicht gearbeitet hat und das können wir nicht, noch nicht.... bei der ersten Anhörung gelten nur Papiere es werden keine Zeugen vorgeladen, nun werden wir Zeugen suchen und versuchen seine Wochenendarbeiten zu belegen das er nicht gearbeitet hat.

Am Schluss bezahle ich ihm sogar was, freiwillig aber erst wenn die 2 Jahre abgelaufen sind nach Baubeginn was ja in 5 monaten der Fall sein wird.

Aber trotzdem Brasilien ist ein Land wo du mit Lügen und Faulheit zu Geld kommst. Ich hatte schon so viele Angestellte die wollen nur arbeiten bis sie wieder ihre 4 monate vom staat geld kriegen oder einen finden den sie verklagen können.

Ich hatte schon einen Angestellten der mir diverse Sachen geklaut hat und verkauft hat und als wir rausfanden wer es war und ihn zur Rede stellten, sagte er die sachen seien ihm in die tasche gelegt worden, er wisse nicht wer das gemacht hat und er wisse auch nicht vom wem die waren.... da lachen doch die Kühe !!

Aber mir ist hier bald das Lachen vergangen, kommt mir bald vor wie in Amerika du musst dich nur noch mit Anwälten rumschlagen.

So ich gehe jetzt ein bier auf den richterspruch trinken, immerhin habe ich bereits 50% gespart und kann somit wieder in den Alk investieren.
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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon chegei » Do 27. Sep 2007, 22:39

gringo hat geschrieben:klar haben wir alles richtig gemacht, der Mann war wie alle auf der Baustelle richtig bezahlt worden gemäss seinem Vertrag welchen er unterschrieben hatte und auch sein Büchlein.
Er behauptet was aber nicht stimmt, dass er immer an den Wochenenden arbeiten musste und das er auch 2 Wochen vorher schon gearbeitet hätte was auch nicht stimmt.



Problem ist er muss nichts beweisen wir müssen beweisen das er nicht gearbeitet hat und das können wir nicht, noch nicht.... bei der ersten Anhörung gelten nur Papiere es werden keine Zeugen vorgeladen, nun werden wir Zeugen suchen und versuchen seine Wochenendarbeiten zu belegen das er nicht gearbeitet hat.



wenn du ihn ordnungsgemäss angemeldet hast dann liegt die beweislast bei ihm,d.h. er muss beweisen dass er überstunden gemacht und an samstagen und sonntagen gearbeitet hat.
es gilt der lohnzettel den er unterschrieben hat,da stehen keine stunden drauf die er nicht gearbeitet hat,da unterschreibt er was ihm ausgezahlt worden ist und das bezieht sich auf normale arbeitszeit ohne überstunden,die sind extra aufgeführt,sollte das nicht der fall sein dann war er nicht angemeldet
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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon Africa » Do 27. Sep 2007, 22:57

Sorry, wenn ich als Europaer aus Lissabon auch meinen Senf dazugeben darf: Aus den Beitraegen kommt es mir fast so vor, dass ein bras. Hilfsarbeiter sich besser mit Arbeitsrecht auskennt, als mit dem Handwerk selbst. Fuer einen Englaender habe ich hier einen runtergekommenen Laden mit einem wirklich patenten Polen (ueber 20 Jahre Erfahrung auf dem Bau) ausgebaut. Natuerlich alles ohne Rechnung. Der Pole hat die Hilfsarbeiter (Portugiesen) gemanagt. Habe die Typen kommen und gehen gesehen. War gutes Wetter, haben die gestoehnt: "O meu deus, tem muito calor", gabs Nieselregen: "O meu deus, tem muito frio". Hat er sich einen klitzekleinen Schnitzer im Finger dazugezogen, haette der Portugiese am liebsten die Ambulância gerufen.

Die Sanierung ist mit dem Polen extrem glatt gelaufen. Nachteil bei Arbeit ohne Rechnung ist natuerlich, dass man keine Gewaehrleistungsansprueche bei Baumaengeln in der Zukunft hat. Hat man allerdings bei einer port. Limitada auch nicht.

Wollte sagen: Der Pole war mein "Bauunternehmer", wurde immer nach Orçamento und Baufortschritt bezahlt und wenns mit den Hilfsspackos Aerger gibt, dann ist das sein Bier. Mit echten Portugiesen haette das nie so glatt funktioniert. Kann man vielleicht auch auf B uebertragen?!

Nachtrag: Die Debatte wegen Sonntagsarbeit oder Ueberstunden gabs uebrigens nicht, weil alles auf Festpreisbasis vereinbart wurde. Es gab immer eine kleine Anzahlung, um das Material zu kaufen. Dann alle drei Tage. Wenn der vereinbarte Bauabschnitt fertig war gabs den Rest des Geldes. Leider ist das hier eine Anregung die vielleicht nicht ganz korrekt ist, aber meine Erfahrung mit registrierten Firmen ist schauderlich, weil die Mondpreise abrufen, weil die denken, dass sie mit ihren offiziellen Lizenzen alles koennen. Man bezahlt den 4-fachen Preis und sieht die gleichen Hilfsarbeiter auf der Baustelle.
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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon winni » Fr 28. Sep 2007, 02:29

Ola

Das ist ein hilfreicher Arbeitsvertrag, frag mal den Anwalt was er davon haltet!
Bei mir mußte der Maurer, wenn er die Arbeit eines "mestre de obras" ausgeführt hatte, also er machte außer Maurerarbeiten noch anders und übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit und stabilität usw..:, er mußte diesen vertrag unterschreiben und natürlich wurde er beglaubigt in einem Cartorio:

empreitar = im Akkord arbeiten
empreiteiro = gewisse Arbeiten zu einem Fixpreis übernehmen

CONTRATO DE PRESTAÇÃO DE SERVIÇOS

Pelo presente instrumento particular, de um lado ...NOME......, portador da Carteira de Identidade para Estrangeiros NR...........e do CPF nº .............., residente e domiciliado à Rua ................., Fortaleza – CE, doravante denominado CONTRATANTE e de outro lado o empreiteiro autônomo, Sr. (Name, Nr. des Ausweises und CPF, Adresse), doravante denominado CONTRATADO, têm entre si como justo e contratado o seguinte:

1. O CONTRATADO compromete-se a prestar ao CONTRATANTE os serviços de empreitada de construção para a reforma na residência do CONTRATANTE no endereço acima citado, abaixo descriminados:

· ........................
· ....................... (die zu machenden Arbeiten angeben)
· .......................

2. O CONTRATADO compromete-se a executar os serviços contratados acima a pleno contento do CONTRATANTE e de forma a satisfazer plenamente todas as exigências legais, declarando-se responsável pelos seus empregados no que diz respeito a quaisquer acidentes na obra que possam ocorrer no decorrer dos serviços contratados, bem como do pagamento das despesas com Leis Sociais (INSS, FGTS e outros) concernentes aos seus empregados.

3. O CONTRATANTE se obriga a pagar a CONTRATANTE a importância de R$ ................... por semana até o término dos serviços.

4. O presente Contrato tem vigência pelo prazo de ........ (einen Termin angeben), facultada às partes a possibilidade de alterá-lo ou denunciá-lo a qualquer momento, mediante comunicação escrita à outra parte com antescedência mínima de 1 (uma) semana.

5. Fica eleito o foro da Comarca de ......... (den Ort des nächsten Forums angeben) para a solução de quaisquer questões oriundas deste Contrato, com expressa exclusão de outro, por mais privilegiado que seja. Todos os casos não previstos neste instrumento contratual se regerão pela legislação em vigor.

E, por estarem as partes justas e contratadas, firmam o presente em (2 (duas) vias de igual teor e forma, juntamente com as testemunhas,

6. O CONTRATANTE se obriga a fornecer todo o material necessário para a execução dos serviços contratados.



Fortaleza, ............ (Datum)

________________________________ (Deine Unterschrift)


________________________________ (Unterschrift des empreiteiros)
.................... (Name des empreiteiros)


TESTEMUNAS:

________________________________ (Unterschrift des Zeugen)
........................... (Name des Zeugen)
........................... (Nr. des CPF des Zeugen)


________________________________ (Unterschrift des Zeugen)
........................... (Name des Zeugen)
........................... (Nr. des CPF des Zeugen)

Den Auftraggeber, also den Hauseigentümer kann man nicht wegen Schwarzarbeit verklagen, denn er arbeitet ja nicht!
Der Maurer der die arbeiten ausführt ist derjenige der die steuer bescheißt! Denn woanders muß er für seine 40 Real am tag steuern abgeben!

tchau

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Re: Baukostenschätzung

Beitragvon gringo » Fr 28. Sep 2007, 15:41

Also nochmals, bei dem ersten Termin werden nur die Papiere verglichen.

Nun werden wir Einspruch gegen das Urteil erheben und wir müssen das Geld (Busse) auf ein Konto einzahlen.
Es wird nun Monate wenn nicht Jahre gehen bis ein definites Urteil gesprochen wird.

Das Problem ist nicht das er etwas beweisen muss, ich muss belegen das er nicht gearbeitet hat an den Wochenenden.
Denn wie die papiere die er unterschrieben hat sind alle korrekt.

Der Richter hat dies nun auch anerkannt, strafte uns aber weil wir ihm die Samstags und Sonntagsarbeit die er verrichtete (er hatte keine Beweise) nicht bezahlt haben.

Er hat bei uns einen Vertrag von 480 Reais unterschrieben und wollte nun 700 (für 2 Wochen Arbeit), da wir alle 2 Wochen die Löhne bezahlt haben. Dies hat der Richter nun abgeschmettert, also wurde seine Forderung auf mehr als 50% reduziert, nun bei der nächsten Verhandlung müssen wir beweisen, dass er nie am Wochenende gearbeitet hat.
Er wird seine Zeugen bringen und wir werden unsere Zeugen bringen. Nur ist es nach 1 1/2 Jahren relativ schwer die Bauarbeiter zu finden die auf der Baustelle waren (Bewachung und die wurden mit 40R$ bezahlt pro Tag).
Diese Arbeiter haben waren meisten Hilfsarbeiter die einfach bleiben wollten und sich die 40 pro Tag am Samstag und Sonntag mit relativ wenig arbeit verdienen wollten, es gab auch solche die haben bei uns auf der Baustelle geschlafen aber wurden nicht entschädigt, es gab immer nur 2 die offiziell bezahlt wurden fürs Wochenende. Es gab immer mehr die sich freiwillig meldeten da sie auch nicht in der Nähe wohnten. Und nun müssen wir diese Leute suchen.
Wobei ich wie gesagt auf Zeit spiele und ich die Busse bezahlen werde aber nicht so schnell das noch mehr Leute kommen und klagen können.

Der Typ ist zur Zeit arbeitslos und das erklärt ja schon viel, wie kann ein Pedrero ohne Arbeit sein wenn in Natal so extrem nach Pedreiros gesucht wird und extrem gebaut wird ? Der Typ ist einfach nur faul und will Geld.

Total sind es nun 1110 R$ was wir bezahlen sollen, er klagte auf 2500 R$, wie ich bereits sagte 50% und eine paar Zerquetschte weniger. Was ich einfach nicht verstehe und ich nehme an viele andere auch nicht, der Typ hat nichts in der Hand und konnte nichts also kein Papier vorweisen und gewinnt nur anhand seiner Aussage.

Mal schauen wer am Schluss gewinnt bzw. wieviel es mich kostet, Anwalt habe ich in der Familie muss ich also wenigsten nicht auch noch bezahlen, und der ist richtig gut da er genau auf diese Fälle spezialisiert ist und sich täglich mit sowas rumschlagen muss.

Er sagte zu meist gewinnen die Ex-Angestellten vor dem Richter, die Firmen verlieren meistens, da sie sich aussergerichtlich einigen, was unser Richter 3x fragte ob wir das nicht auch wollen.
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