Befragung unter Bewohnern von Favelas

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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon Limao » Di 10. Dez 2013, 15:59

bruno grenz hat geschrieben:Hier neuer Stoff für Eure Streitlust: www.welt.de/wirtschaft/article122750372/Auslaender-gentrifizieren-die-brasilianischen-Favelas.html
Ich kenne übrigens beide Herren persönlich und sie sind beide seit vielen vielen Jahren in Rio, wissen also wovon sie erzählen.


Interessant finde ich den Hinweis im Artikel, dass die Kaufverträge nicht vor dem Notar geschlossen werden sondern allein mit der Bewohnervertretung. Das hört sich nach autonomen "Favelarecht" an. Von sowas ähnlichem habe ich in anderem Zusammenhang schon mal gehört, aber sind das Rechte auf die man sich ggf. auch mal berufen kann, werden da Protokolle geführt oder wie soll so was laufen?
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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon Berlincopa » Sa 14. Dez 2013, 00:49

bruno grenz hat geschrieben:Hier neuer Stoff für Eure Streitlust: www.welt.de/wirtschaft/article122750372/Auslaender-gentrifizieren-die-brasilianischen-Favelas.html
Ich kenne übrigens beide Herren persönlich und sie sind beide seit vielen vielen Jahren in Rio, wissen also wovon sie erzählen.



Langsam kommt das Thema der Gentrifizierung der befriedeten Favelas mit Meerblick also doch im Forum an. Ja, jetzt haben viele Leute dort nicht das Problem, daß sie nichts zu essen haben oder daß sie ständig von Kriminalität bedroht sind, vielmehr sorgen sie sich darum, ob sie es sich noch lange leisten können, in ihrer Ex-Favela wohnen zu bleiben oder ob sie von reichen/findigen Brasilianern oder Ausländern verdrängt werden. Habt Ihr schon Pläne, was man unternehmen kann oder will jeder einfach nur sein Schnäppchen machen? Unterrichte uns doch mal regelmäßig über Eure Aktivitäten.
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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon Limao » Sa 14. Dez 2013, 06:04

Nur mal als Gedankengang und zur regen Diskussion.

Ich habe hier in unserem aufstrebenden Arbeiterwohnquartier (quasi Ex-Favela) gehört, dass das Problem mittlerweile darin besteht, dass sich die Kauf-/Baupreise aktuell nicht mehr rechnen, trotz (ehemaliger nicht zu unterschätzender) Wertsteigerung. Das liegt erstens an den aktuell überhitzten Kaufpreisen und zweitens, an den demgegenüber zu niedrigen Mieten auch angesichts der hohen Zinsen. Dazu kommen nicht kalkulierbarer Kostensteigerungen, anspruchsvollere Bewohner hinsichtlich Ausstattung, Instandhaltung und sonstiges. Verspätete Mietzahlungen und andere Probleme gibt es auch. Also keine einfache Gemengelage auch nicht für Käufer oder Vermieter.

Gentrifizierung in der Favela warum? Das kann man meiner Meinung nach nicht so einfach übertragen. Es gibt sicherlich einige Investoren, aber niemand hat die Verkäufer gezwungen zu verkaufen. Man schliesst auch in der “Favela” so etwas wie einen Kaufvertrag, der dann auch gilt, wenn nicht vorm Notar dann eben vor der Bewohnervertretung. Mit Sozialromantischem, wie, “die armen Bewohner werden weggetrieben”, hat das erst einmal gar nichts zu tun. Die Verkäufer haben ein Ziel und entscheiden selbst, so gesehen schon ein freies Land.

Die Verkäufer sind sowas wie die ursprünglichen “Eigentümer”. Es ist allerdings die Gier: So eine Summe, die Chance meines Lebens etc... auf der Verkäuferseite. Dagegen die vielleicht recht spekulative Perspektive des schnellen “Rein und Raus” mit Gewinn auf Käuferseite. Trittbrettfahrer (auch Eigentümer/ehemalige liebe Nachbarn!), welche Mieterhöhungen durchsetzen, sind sicherlich auch dabei. Doch dabei gilt immer, dass bei Mietwohnungen, auch wenn die Preise allgemein steigen, nicht mehr Miete eingeholt werden kann, als die örtliche Einkommens- und Kaufkraft auf Dauer hergibt. Es sei denn, es gibt wirklich erheblichen Zuzug von aussen mit entsprechend dauerhaft höherer Kaufkraft , das sehe ich dort nicht. Auht nicht Trotz aufgrund guter Aussicht aufs Meer. Die portugiesischen/spanischen Wirtschaftsflüchtlinge sind es erst einmal auch nicht, die dem schlechthin mit negativer Konotation behafteten Viertel eine spürbare Aufwertung geben könnten. Gesättigte Europäer oder “kulturinteressierte und multikulturelle “Amis auch nicht, Asiaten, Araber? - Quatsch! Es sei denn es sprudelt wirklich irgendwann Öl. Für mich eine Blase! Wird sich bereinigenen, wenn auch nur sukzessive!

Einige "ursprüngliche Bewohner" ärgern sich später wiederum, wie zu lesen war, dass sie vielleicht zu früh verkauft haben. Die Ärmsten! Sie zogen/ziehen dennoch erst einmal ohne Groll um. Sie kaufen sich per Anzahlung als erstes einen "Fiat" und dann, wenn die Kreditkarte vor Ultimo glüht, wird gejammert. Es wurde nicht gelernt, wie man damit umgeht, einerseits, und andererseits, besteht auch auch kein Interesse daran in Brasilien etwas dagegen zu unternehmen, warum auch, verdienen ja genug daran.

Maximal in Deutschland oder bei "deutschen" Brasilianern wird das thematisiert. Wenn das geliebte Problem nicht mehr da wäre, hätte ich ja keins mehr! Worüber soll man dann noch reden?

Die hohen Mieten, bezogen auf vorhandene Einkommen, mögen viele aufzählbare Beispiele darstellen, dazu kommt, dass sich der Durchschnittsmieter erst mal nicht wehrt und sich dem Schicksal ergibt. Sich einen Marktüberblick zu verschaffen und Umzug sind zu aufwendig. Das scheint mir fast das Entscheidende. Aber eine lange Zeit mit Leerstand oder gegenüber der eigentlichen Planung zu niedrigen Mieten kann sich ein Investor auch nicht auf Dauer leisten, Das führt sogar dazu, dass in vielen Gegenden die Heuschrecken wider Willen vom "Händler" mit kurzfristiger Gewinnerzielungsabsicht zum mittel- und langfristigen "Bestandshalter" geworden sind und sein werden oder mit Verlust verkaufen müssen.
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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon Berlincopa » Sa 14. Dez 2013, 14:57

Limao hat geschrieben:Nur mal als Gedankengang und zur regen Diskussion.

Ich habe hier in unserem aufstrebenden Arbeiterwohnquartier (quasi Ex-Favela) gehört, dass das Problem mittlerweile darin besteht, dass sich die Kauf-/Baupreise aktuell nicht mehr rechnen, trotz (ehemaliger nicht zu unterschätzender) Wertsteigerung. Das liegt erstens an den aktuell überhitzten Kaufpreisen und zweitens, an den demgegenüber zu niedrigen Mieten auch angesichts der hohen Zinsen. Dazu kommen nicht kalkulierbarer Kostensteigerungen, anspruchsvollere Bewohner hinsichtlich Ausstattung, Instandhaltung und sonstiges. Verspätete Mietzahlungen und andere Probleme gibt es auch. Also keine einfache Gemengelage auch nicht für Käufer oder Vermieter.

Gentrifizierung in der Favela warum? Das kann man meiner Meinung nach nicht so einfach übertragen. Es gibt sicherlich einige Investoren, aber niemand hat die Verkäufer gezwungen zu verkaufen. Man schliesst auch in der “Favela” so etwas wie einen Kaufvertrag, der dann auch gilt, wenn nicht vorm Notar dann eben vor der Bewohnervertretung. Mit Sozialromantischem, wie, “die armen Bewohner werden weggetrieben”, hat das erst einmal gar nichts zu tun. Die Verkäufer haben ein Ziel und entscheiden selbst, so gesehen schon ein freies Land.
Na ja, wenn sich plötzlich innenstadtnahe Wohngebiete als Investionsobjekt auftun, die vorher off topic waren, lockt das schon viele Investoren an, seriöse wie unseriöse. Und da wird der eine oder andere Eigentümer schon mal schwach und greift zu; daß seine Mieter später mit höheren Mieten rechnen müssen oder gar entmietet werden, interessiert ihn ggf. nur marginal solange er seine Schäfchen ins Trockene gebracht hat. Damit spreche ich mich gar nicht gegen eine Entwicklung der vorher marginalisierten Quartiere aus, sehe jedoch ganz klar die Tendenz eines Bevölkerungsaustauschs. Im Prenzlauer Berg und in Berlin Mitte lief es ja auch so ähnlich.

Die Verkäufer sind sowas wie die ursprünglichen “Eigentümer”. Es ist allerdings die Gier: So eine Summe, die Chance meines Lebens etc... auf der Verkäuferseite. Dagegen die vielleicht recht spekulative Perspektive des schnellen “Rein und Raus” mit Gewinn auf Käuferseite. Trittbrettfahrer (auch Eigentümer/ehemalige liebe Nachbarn!), welche Mieterhöhungen durchsetzen, sind sicherlich auch dabei. Doch dabei gilt immer, dass bei Mietwohnungen, auch wenn die Preise allgemein steigen, nicht mehr Miete eingeholt werden kann, als die örtliche Einkommens- und Kaufkraft auf Dauer hergibt. Es sei denn, es gibt wirklich erheblichen Zuzug von aussen mit entsprechend dauerhaft höherer Kaufkraft , das sehe ich dort nicht. Auht nicht Trotz aufgrund guter Aussicht aufs Meer. Die portugiesischen/spanischen Wirtschaftsflüchtlinge sind es erst einmal auch nicht, die dem schlechthin mit negativer Konotation behafteten Viertel eine spürbare Aufwertung geben könnten. Gesättigte Europäer oder “kulturinteressierte und multikulturelle “Amis auch nicht, Asiaten, Araber? - Quatsch! Es sei denn es sprudelt wirklich irgendwann Öl. Für mich eine Blase! Wird sich bereinigenen, wenn auch nur sukzessive!
In erster Linie werden es natürlich Cariocas selbst sein, die sich die begehrten Lagen zu sichern versuchen, wer möchte nicht lieber zentrums- und strandnah wohnen als sich täglich zwei Stunden zur Arbeit aus den weit entfernten Vororten quälen.

Einige "ursprüngliche Bewohner" ärgern sich später wiederum, wie zu lesen war, dass sie vielleicht zu früh verkauft haben. Die Ärmsten! Sie zogen/ziehen dennoch erst einmal ohne Groll um. Sie kaufen sich per Anzahlung als erstes einen "Fiat" und dann, wenn die Kreditkarte vor Ultimo glüht, wird gejammert. Es wurde nicht gelernt, wie man damit umgeht, einerseits, und andererseits, besteht auch auch kein Interesse daran in Brasilien etwas dagegen zu unternehmen, warum auch, verdienen ja genug daran.

Maximal in Deutschland oder bei "deutschen" Brasilianern wird das thematisiert. Wenn das geliebte Problem nicht mehr da wäre, hätte ich ja keins mehr! Worüber soll man dann noch reden?
Am besten Du unterhälst Dich mal mit den von Verdrängung bedrohten Bewohnern in diesen Gegenden, dann wirst Du sehen, daß es sich nicht um ein erfundenes Luxusproblem handelt, sonderm um die Realtiät, auch wenn man den Begriff "Gentrifizierung vielleicht gar nicht verwendet.

Die hohen Mieten, bezogen auf vorhandene Einkommen, mögen viele aufzählbare Beispiele darstellen, dazu kommt, dass sich der Durchschnittsmieter erst mal nicht wehrt und sich dem Schicksal ergibt. Sich einen Marktüberblick zu verschaffen und Umzug sind zu aufwendig. Das scheint mir fast das Entscheidende. Aber eine lange Zeit mit Leerstand oder gegenüber der eigentlichen Planung zu niedrigen Mieten kann sich ein Investor auch nicht auf Dauer leisten, Das führt sogar dazu, dass in vielen Gegenden die Heuschrecken wider Willen vom "Händler" mit kurzfristiger Gewinnerzielungsabsicht zum mittel- und langfristigen "Bestandshalter" geworden sind und sein werden oder mit Verlust verkaufen müssen.
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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon bruno grenz » Mi 18. Dez 2013, 22:14

Berlincopa hat geschrieben:Unterrichte uns doch mal regelmäßig über Eure Aktivitäten.

Com certeza NÃO !!! Schon vergessen?
bruno grenz hat geschrieben: :!: Darum diskutiert ab sofort ohne mich weiter :!:
Für all diejenigen von Euch, die zur WM nach Brasilien fahren werden...
Hier findet Ihr das Buch über mein Leben im Endspielort Rio de Janeiro: http://brunogrenz.jimdo.com/mein-2-buch/
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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon Berlincopa » Fr 20. Dez 2013, 17:17

bruno grenz hat geschrieben:
Berlincopa hat geschrieben:Unterrichte uns doch mal regelmäßig über Eure Aktivitäten.

Com certeza NÃO !!! Schon vergessen?
bruno grenz hat geschrieben: :!: Darum diskutiert ab sofort ohne mich weiter :!:


Na ja, Trotz bringt uns hier ja auch nicht weiter. Insider-Informationen aus Deiner pazifizierten (Ex)-Favela wären aber sicher auch für viele "Nur-Leser" interessant.
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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon bruno grenz » Fr 27. Dez 2013, 14:03

Berlincopa hat geschrieben:Na ja, Trotz bringt uns hier ja auch nicht weiter.

Nenn es wie Du willst. Aber auch ich werde nun zukünftig meinen Teil dazu beitragen, dass dieses Forum weiter einschläft.
Es hat´s auch gar nicht anders verdient, wenn man sich einmal die Anwesenheitsnotiz einiger Moderatoren sowie ihre Versäumnisse im Unterbinden von Off-Topic-Diskussionen bzw. persönlichen Anfeindungen ansieht.


Berlincopa hat geschrieben:Insider-Informationen aus Deiner pazifizierten (Ex)-Favela wären aber sicher auch für viele "Nur-Leser" interessant.

"Nur-Leser" halten sich still im Hintergrund und schreiben nix, was dem Forum nützlich sein könnte. Genauso werd ich´s nun auch tun!
Das meine Infos hier jemanden (ausser Dich vielleicht?) interessieren, glaubst auch nur Du! Brauchste bloss mal auf meine erhaltenen Danke zu blicken ... Selbst da klicken die "Nur-Leser" nicht drauf ...
Ich kann meine Freizeit auch anders verschwenden, denn ich lebe keine 5 Gehminuten von einem Strand der GANZJÄHRIG nutzbar ist und muss mich daher nicht mehr dem durch Langeweile aufgestauten Frust einiger BFNer aus Kaltland bzw. dem brasilianischen Interior aussetzen! PONTO FINAL.
Für all diejenigen von Euch, die zur WM nach Brasilien fahren werden...
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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 27. Dez 2013, 16:02

Ich habe diese Wochen einen Stadtentwickler aus Rio getroffen. Der war hier in Belo auf einem Kongress über Stadtplanung.
Der hat über ganz massive "Entwohnung" von bevorzugten Lagen berichtet. Da geht's um schöne Lagen mit Aussicht am Rande der Favelas und um Zentrale Lagen in den Favelas wie asphaltierte Zufahrten die für Geschäfte und Bar interessant sind. Da wird seitens der "Stadt-Entwicklung Rio" mächtig Druck gemacht. Da werden wohl reihenweise Häuser als "nicht sicher" markiert und mit dem Abriss gedroht. Es werden wohl auch Entschädigungen angeboten, aber die sind lächerlich und schaffen keinen neuen Wohnraum für die Leute.

Klar, für die Stadtverwaltung ist der Ansatzpunkt die ehrenvolle Aufgabe "unsere Stadt soll schöner werden" zur WM und Olympia. Dieser Stadtentwickler, der wohl alternative Konzepte zur Stadt-Philosophie vertritt, meint jedoch, dass es da nur ums große Geschäft der Spekulanten geht. Sieht so aus als seien in Rio die Bewohner durch die Befriedung einzelner "baugrund-trächtigen" Favelas nun vom Regen in die Traufe gekommen.

Der Typ fragte mich dann scherzhaft, ob ich nicht auch in Belo Horizonte schon in Favela-Grund investieren würde, auch in Belo ginge (siehe Kongress) das schon los. Nur wird in Belo Horizonte, weil außen herum mehr Platz ist, wie mehr in diese "Sozial-Bauten" investiert. In Rio ist dafür einfach klein Platz mehr da.

Mal sehen wie sich das entwickelt. Irgendwann werden nach den Studenten und Busbenutzern dann auch die Leute aus den Favelas durch die Stadt marschieren.

Gruß
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Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon Trem Mineiro » So 5. Jan 2014, 14:51

Na, ob man diese Bewohner bei der Befragung auf befragt hat..................

http://www.zeit.de/2014/01/rio-fussballweltmeisterschaft-jardim-botanico-konflikt

Überregional liest man in Brasilien nichts davon, naja, wenn auch die Globo Familie dort gegenüber wohnt, wer soll denn darüber berichten.

Gruß
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Folgende User haben sich bei Trem Mineiro bedankt:
Brazil53, Regina15

Re: Befragung unter Bewohnern von Favelas

Beitragvon moni2510 » So 5. Jan 2014, 17:23

Die Bewohner von Gamboa, Saude und Providencia haben bei der Umfrage sicher auch nicht mitgemacht. Dort werden die Häuser über Nacht markiert und dann "dürfen" die Bewohner ihren Kram packen und ausziehen. Danach wird alles platt gemacht für den neuen Hafen... Auch darüber findet sich wenig auf Globo und co... Dafür empfiehlt sich Anonymous auf FB oder wer will noch weiter in die Tiefen des Deep Web...
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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