|
25.000 Zuschauer am Bieberer Berg in Offenbach haben das erste öffentliche Training der brasilianischen Nationalmannschaft verfolgt. Nicht dabei war Stürmerstar Ronaldo.
"Wegen erhöhter Temperatur konnte der WM-Torschützenkönig von 2002 allerdings nicht an der Übungseinheit vor 25.000 restlos begeisterten Zuschauern im Stadion Bieberer Berg mitmischen. Am Abend gab Carlos Alberto Parreira Entwarnung. "Er wird morgen wieder trainieren", sagte der Trainer und kündigte für das erste Gruppenspiel gegen Kroatien an: "Meine Mannschaft steht, und Ronaldo wird dabei sein."
Fünf Tage vor dem ersten Gruppenspiel in Berlin gegen Kroatien bewegten sich die Brasilianer zunächst etwas vorsichtig auf dem Rasen. Intern hatte es heftige Kritik am Zustand des Spielfelds gegeben.
Die Karten für das Training waren bereits am Dienstag unter großem Andrang verteilt worden. Auf dem Schwarzmarkt wurden bis zu 100 Euro für die Tickets bezahlt. 400 Sicherheitskräfte waren in und um das Stadion im Einsatz. Dennoch gelang es einem jugendlichen Fan auf den Platz zu laufen, Stürmerstar Ronaldinho zu umarmen und ihn um ein Autorgramm zu bieten.
Als die Sicherheitsbeamten den zehnjährigen Jungen wegzerren wollten, verhinderte dies Ronaldinho und signierte seinem Anhänger das Brasilien-T-Shirt. Erst danach wurde der kleine Störenfried aus dem Stadion gebracht.
Bei strahlendem Sonnenschein machten Ronaldinho und Co. ihre Späßchen mit den Fans, feuerten sie an und zeigten ein paar Tänzchen. Außer Ronaldo waren alle 22 WM-Teilnehmer dabei. Nicht nur das Stimmungsbarometer der brasilianischen Fans, sondern auch der Erwartungsdruck für die Mannschaft steigt derweil täglich.
"Brasilien muss abwarten. Zu Hause sind wir schon Weltmeister, aber man muss vorsichtig mit solchen Erwartungen sein", warnte der frühere brasilianische Nationalspieler Giovane Elber. "Im Trainingslager haben die Spieler sehr locker gewirkt. Das ist gefährlich."
Vor dem Auftakt in der Gruppe F gegen Kroatien mahnte Parreira seine Spieler, sich nicht zu sehr an der 1:2-Testspielniederlage des Gegners gegen Spanien in Genf zu orientieren. "Sie haben ihre Startformation zu einem großen Teil ausgewechselt, deshalb hat es uns nicht so viele Erkenntnisse gebracht", sagte er über den WM-Dritten von 1998.
"Aber wir haben in der ersten Halbzeit gesehen, dass sie ihren Stil nicht sehr geändert haben. Für ist es wichtig, dass wir gewinnen - egal wie." Es sei eine sehr harte Gruppe, wer weiterkommt, werde sich erst am letzten Spieltag entscheiden.
o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.
hispaniolanews
|