Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon Regina15 » So 8. Apr 2012, 06:15

Du musst dem Makler nichts zusätzlich bezahlen. Das gehört zu seinen Diensten den Kunden Objekte zu zeigen. Mit dem Anruf würde ich auch nicht so ernst nehmen, ist ein beliebter Trick den Interessenten Angst zu machen, dass sich noch andere Kunden für das Objekt interessieren. Du kannst ja den Eigentümer fragen, ob die Provision vom Kaufpreis abgezogen werden kann und du sie dem Makler überweisen bzw. geben sollst. Auf jeden Fall nicht zusätzlich zum Kaufpreis.
Viel Erfolg
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon amazonasklaus » So 8. Apr 2012, 09:00

Du überweist grundsätzlich nur den Betrag und auf das Konto bzw. den Empfänger, die explizit im Kaufvertrag genannt werden. Weitere, über den Kaufvertrag hinausgehende mündliche Absprachen mit dem Makler machst Du auf keinen Fall. Wie der Makler an seine Provision kommt, kann Dir zu egal sein und zwar zu 100%. Darum soll er sich selber kümmern, ohne Dich zu belästigen.

Ob das Empfängerkonto in Brasilien oder in der Schweiz ist, macht für das Zustandkommen des Kaufvertrags keinen Unterschied. Die Registrierung bei der Zentralbank hilft sehr, um das Geld später ausser Landes zu transferieren. Möglich ist das prinzipiell aber auch, wenn sauber über Steuererklärungen nachvollziehbar ist, wo das Geld herkam, eine ordentliche Ausreisesteuererklärung gemacht wird und im Kaufvertrag klar ersichtlich ist, dass Du den Kaufpreis auf ein Konto in der Schweiz überwiesen hast.

Wenn Du Dich auf Tricksereien des Vorbesitzers oder des Maklers einlässt, wirst Du voraussichtlich beim späteren Verkauf der Immobilie und dem Transfer des Gelds die Dumme sein.
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon Fudêncio » Mo 9. Apr 2012, 21:14

Pernambucana11 hat geschrieben:Nun ist ja gerade dies der Fall, dass im Prinzip nicht ich das Haus gefunden und angerufen hab, sondern der Makler hat mich dorthin gebracht. Muss ich die Provision nun zusätzlich zum Kaufpreis dem Makler bezahlen??


In diesem Fall hast Du ja den Markler beauftragt, also musst Du auch ein Honorar/Provision zahlen. Was dann im Vermittlungsfall zu zahlen ist, muss doch im Vertrag mit dem Markler stehen. Hast Du nichts schriftliches ? :shock:


Es ist nur die Frage ob der Markler nicht auch vom VERKÄUFER bereits den Auftrag hat/hatte das Haus zu verkaufen. Sprich er würde hier versuchen ZWEI mal zu kassieren. Keine Ahnung ob das mit den bras. Gesetzen vereinbar ist. :roll:
Am besten Du fragst den Verkäufer, früher oder später müsst Ihr ja mal zusammen kommen.

:cool:
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon cabof » Mo 9. Apr 2012, 21:46

IN DE sieht es i.d.R. so aus, das der Käufer eine Courtage zwischen 3 und 6 Prozent an den Makler zahlt, der Verkäufer - als Auftrag-
geber für den Makler - zahlt nicht. (Praxis, so war es bei uns in der Familie gewesen). Ist aber auch eine Verhandlungssache...also
in BR auf jeden Fall mal schriftlich fixieren und die Kosten festlegen.
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon amazonasklaus » Mo 9. Apr 2012, 22:38

In Brasilien liegt die Maklerprovision beim Immobilienverkauf eher bei 6-8 Prozent und wird wie mehrfach gesagt vom Verkäufer getragen.

Der Käufer zahlt keine Maklergebühren, es sei denn, er hat den Makler mit der Immobiliensuche beauftragt, wodurch der Makler Anspruch auf eine Provision in gleicher Höhe vom Käufer hat..

Ob die TE den Makler mit einer Suche beauftragt hat oder nur ein paar bestehende Angebote des Maklers angesehen hat, ist mir nicht klar geworden. Ihr womöglich auch nicht. Man sollte so etwas von Anfang an klarstellen, um hinterher Stress und ungewollte Kosten zu vermeiden.
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon Pernambucana11 » Di 10. Apr 2012, 00:12

Der Makler hat die Immobilie nicht für mich gesucht, wir sind per Zufall dran heran gefahren, die Maklerin kannte es ja selbst noch nicht, sie fuhr hin, nachdem sie einen Anruf von ihrem Mann erhalten hatte, wo das Objekt ist. Ich habe bis jetzt immer und überall nur gelesen, dass der Verkäufer die Provision bezahlt und nicht der Käufer. Und in dem banalen Vorvertrag steht auch nichts drin, dass ich eine Provision an den Makler bezahlen muss.

Worüber ich aber nun eher skeptisch geworden bin, sind die Makler selber. Denn inzwischen hab ich herumgesurft und festgestellt, dass in Brasilien Anzahlungen von 10 bis 20% zu leisten sind, und diese ausschliesslich auf das Konto des Verkäufers. Die Makler hingegen wollten von mir 50% des Kaufpreises zum Vorraus auf das Konto von ihnen - also der Makler - überwiesen haben, ohne dass ich zuvor je ein Dokument zu lesen bekam, geschweige denn etwas unterschrieben habe. Zudem wollten sie, dass ich die Hälfte in 11 täglichen Raten zu je 10'000 Reais überweise. Warum auch immer, aber die Sache scheint mir nicht geheuer zu sein.

Ich kann mir vorstellen, dass sich der Makler seine Provision sichern wollte, darum wollte er, dass ich auf sein Konto überweise. Warum er aber grad 50% wollte, weiss ich nicht...ob er dem Verkäufer dann die Summe je überwiesen hätte, steht in den Sternen.

Mir schien es fast auch so, als hätte der Verkäufer einen anderen Makler beauftragt. Denn als ich den Verkäufer traf, und mein Makler kam hinzu, sahen die sich das erste mal, kannten sich gar nicht. Also ist es so, dass mein Makler Angst hat, dass der andere die Provision bekommt und nicht er, das wird wohl ein Grund sein, warum er wollte dass ich die Kohle an ihn überweise. Oder hat da jemand eine andere Erklärung?

Für mich steht jedoch nun fest, dass ich mich mit dem Verkäufer selber nochmals in Verbindung setzen werde, und nichts mehr über meinen Makler machen werde, da diese Leute durch diese 50%-Anzahlung-in-11-täglichen-Raten-Aktion bei mir alles andere als Vertrauen weckte. Was meint Ihr dazu?

Zudem würde mich immer noch interessieren, ob ich den Kaufpreis auch dem Verkäufer direkt in der Schweiz überweisen kann, da er 15 Minuten von mir entfernt wohnt...? Und kann man so das Geld immer noch auf der Banco Central registrieren, was ja notwendig ist, wenn man das Haus später mal wieder verkaufen möchte? Auch wenn jetzt angenommen keine Überweisung nach BR stattgefunden hätte, sondern alles in der Schweiz abgewickelt worden wäre?
Um abraço, Pernambucana
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon Itacare » Di 10. Apr 2012, 08:32

Pernambucana11 hat geschrieben:......Die Papiere sind alle bei einem Anwalt in Prüfung, darum mach ich mir weniger Gedanken....


Nehme mal an dass das ein brasilianischer Anwalt ist?
Warum kann der nicht den Verkauf für Dich abwickeln, die haben meist fertige Kaufverträge in der Schublade.
Ich habe es so gemacht. Ein kleiner Teil des Kaufpreises wurde auf das Konto der Awältin überwiesen. Davon wurde der Makler bezahlt und die rückständigen Steuern. Der große Rest direkt aufs Konto des Verkäufers.
Der Anwalt müsste Dir auch sagen können, ob es möglich ist, dem Verkäufer den Rest in der Schweiz zu überweisen.
Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon brasiuuu » Di 10. Apr 2012, 10:34

hällau pernambucana

wenn ich dich wäre würde ich zuerst mal nach deren CRECI nummer fragen. ohne diese nummer bist du nicht verplichtet irgend einem selbst ernannten möchtegern makler etwas zu zahlen!
dann würde ich mir alle nötigen certideus austellen und zeigen lassen.
diese zeigen dass alles i.o ist ( oder auch nicht).
bei mir haben ca. 9 certideus etwa 450 reais gekostet.

als nächstes würde der vertrag abgeschlossen. hier lohnt es sich einen echten fachmann zu bezahlen damit dieser einen guten vertrag macht. ich habe für meinen ca. 300 real bez.

den kaufbetrag kannst du dann bezahlen wo du willst, das geht die gar nichts an.
wichtig ist einfach das du beweisen kannst woher das geld kommt.
wenn der fiskus irgend etwas will kommt er schon.
die werden es sowiso erfahren da die escritura auf einem cartorio gemacht wird.

es empfiehlt sich sowiso auf der homepage der receita federal nachzusehen wer eine steuererklärung auszufüllen hat.

ich würde alles möglichst transparent durchführen, das heisst den offiziellen kaufbetrag richtig angeben damit du bei einem allfälligen wiederverkauf weniger gewinnsteuer bezahlen musst. meistens versucht der verkäufer den offiziellen preis möglichst klein zu halten damit weniger steuern bezahlt werden müssen.

falls der verkäufer nicht will kann man ihm vielleicht erklären dass er bei gewissen umständen keine gewinnsteuer bezahlen musss.





Em caso de compra e venda de imóveis como devo proceder e como se dá a incidência do imposto?

Em caso de compra, basta declarar todos os dados relativos à propriedade adquirida na área dedicada a bens e direitos.

No caso de venda, o princípio geral é simples. O imposto a ser pago, se houver, incidirá sobre a diferença entre o valor da venda do imóvel e o valor registrado na declaração do ano passado. Porém, o contribuinte ficará isento de pagamento nas seguintes situações:

– se o valor da operação atingir no máximo 35 000 reais por mês;

– se o valor de venda do imóvel atingir no máximo 440 000 reais, o imóvel for a única propriedade do contribuinte e este não tiver realizado outras operações de venda nos últimos cinco anos;

– se o imóvel for residencial e todo o valor obtido com a venda for empregado na compra de outra(s) propriedade(s) com o mesmo fim no prazo de 180 dias; e

- se o imóvel vendido foi adquirido antes até 1969.


hoffe es hat etwas geholfen

gruss
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon amazonasklaus » Di 10. Apr 2012, 10:43

Pernambucana11 hat geschrieben:Zudem würde mich immer noch interessieren, ob ich den Kaufpreis auch dem Verkäufer direkt in der Schweiz überweisen kann, da er 15 Minuten von mir entfernt wohnt...? Und kann man so das Geld immer noch auf der Banco Central registrieren

Eine nicht existierende Überweisung vom Ausland nach Brasilien kann man freilich nicht anmelden. Die Geldwäscher würden sich bedanken, wenn das möglich wäre.
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Re: Bei Immobilienkauf warum Transfer auf Banco do Brasil?

Beitragvon brasiuuu » Di 10. Apr 2012, 13:36

für die receita federal ist der besitzerwechsel, der kaufwert und die deklaration des geldes wichtig. wo das geld ist spielt keine rolle, denn auch wenn das geld in der schweiz ist wird es in brasilien steuerpflichtig (bei mieteinnahmen/ verkauf) und um das geht es ja.
die immobilie ist und bleibt in brasilien und kann nicht versteckt werden.
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