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 Betreff des Beitrags: Berichte von Klaus Hart - Lateinamerikas schlimmster Knast
BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 21:44 
... hat geschrieben:
Berichte aus Brasilien
Massaker, Rebellionen, Massenfluchten
Sao Paulo: Lateinamerikas entsetzlichster Knast wird „Park der Jugend“
Gefangenenseelsorger: „Pervertieren statt resozialisieren“

von Klaus Hart


Man sah sie immer schon von der Hochbahn - ...

quelle: http://www.trend.infopartisan.net/trd1002/t171002.html
10/02 trend onlinezeitung

starker Tobak und das schlimme ist, das wohl alles wahr ist. Aber dieses unterschiedliche Verhältnis zur Gewalt ist hier ja täglich und überall zu beobachten. Natürlich nicht in den ShoppingCenters der Zona Suls, aber schon gleich nach der Ausfahrt holt einen die Realität ein.
Das ist auch das was mich hier am meisten stört - man muss sich zuhause verrammeln wie einen Knast aus Angst und Vorsicht wer da kommen könnte. Für mich als alten Dänemark und Schwedenliebhaber ein besonderer Schock, denn da brauchten wir nicht mal abzuschliessen. :cry:


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 Betreff des Beitrags: Re: Mann oh Mann, SG
BeitragVerfasst: 07 Dez 2004 06:04 
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...


Zuletzt geändert von belinda am 07 Sep 2007 05:25, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Liebe Belinda
BeitragVerfasst: 08 Dez 2004 02:51 
mein lieber alter Papa lebt seit über 5 Jahren in Dalsland in der Nähe von ED an der Lille und der Stora Lee und das passiert gar nichts!
Alle lassen ihre Häuser auf, bzw. die Türen unverschlossen.
Da ist die Welt seit ewigen Zeiten in Ordnung und nichts hat sich geändert, ate hoje !!!!!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08 Dez 2004 09:08 
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Der Staat handelt in Brasilien eigentlich nur auf Druck der Ober- und oberen Mittelschicht. Bisher scheint hier noch kein Einsehen dazusein, dass die Lebensbedingungen der Unterschicht (egal ob in Freiheit oder im Gefängnis) verbessert werden müssen um die Situation des gesamten Landes zu verbessern.

So wie es aussieht muß die Gewalt vor allem in den "zona suls" und den condominios noch gewaltig zunehmen, bis es hier zur Einsicht kommt.


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 Betreff des Beitrags: Da hast Du leider Recht Vasco
BeitragVerfasst: 08 Dez 2004 11:29 
wenn ich hier die Blasiertheit vieler Brasis sehe wird mir schlecht, die behandeln teilweise ihre Hunde besser als ihre Landsleute - ein so arrogantes Pack habe ich bisher eigentlich in noch keinem Land getroffen, doch ja in Venezuela, da sieht es ähnlich mies aus.
Wahrscheinlich aber eine Charakteristika der Latinogesellschaft in Südamerika oder sehe ich das falsch?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08 Dez 2004 13:52 
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Wer gerade einen leeren Magen hat, kann ja die Bilder hier angucken:

http://www.portaldapereba.hpg.ig.com.br ... andiru.htm


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09 Dez 2004 08:56 
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Bei manchen afrikanischen Ländern (z.B. Angola) habe ich mir oft schon gedacht, dass man die von erfahrenen ausländischen Berufspolitikern oder gar von Unternehmensberatungen führen lassen sollte, z.B. mit den Zielvorgaben den allgemeinen Lebensstandard zu erhöhen (das würde hier erst mal bedeuten die Grundversorgung zu gewährleisten). Die sind für mich absolut nicht in der Lage sich selbst halbwegs vernünftig zu regieren, obwohl sie von den Bodenschätzen her zu den reichsten Ländern der Erde zählen. bei Brasilien sehe ich das langsam ähnlich.

.vasco


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09 Dez 2004 10:44 
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vasco hat geschrieben:
Bei manchen afrikanischen Ländern (z.B. Angola) habe ich mir oft schon gedacht, dass man die von erfahrenen ausländischen Berufspolitikern oder gar von Unternehmensberatungen führen lassen sollte, z.B. mit den Zielvorgaben den allgemeinen Lebensstandard zu erhöhen (das würde hier erst mal bedeuten die Grundversorgung zu gewährleisten). Die sind für mich absolut nicht in der Lage sich selbst halbwegs vernünftig zu regieren, obwohl sie von den Bodenschätzen her zu den reichsten Ländern der Erde zählen. bei Brasilien sehe ich das langsam ähnlich.

.vasco


Dabei muss man aber auch bedenken, dass die Amerikaner überall ihre Finger im Spiel haben. Die Politiker die sich wirklich für das Volk einsetzten, stiessen dabei auf andere Ansichten der Amerikaner (und Belgier, etc.) und wurden dann indirekt durch diverse Geheimdienste getötet. Bestes Beispiel ist wohl der Mord durch den CIA an Lumumba im Kongo.
Ob ein Ausländer etwas bewirken würde, bezweifle ich. Qualifizierte und gebildete Politiker gibt es in Afrika genug. Aber die, die es ehrlich meinen, kommen niemals an die Macht.
Wenn man sich mal anguckt, wer eigentlich hinter den ganzen Unruhen steckt: Die westliche Industrie. Auch braucht man nicht lange raten, welche Nationalität die meisten Rebellen ausgebildet hat.
Komisch ist auch, dass die Amis schon mehrere Operationen im Kongo hatten. Was wollten sie dort? Natürlich nur um den armen Menschen dort zu helfen, weiss doch jeder. :crazy:

Gruss

P.S.: Da fällt mir gerade ein, dass es in Lima, Peru einen Prozess gegen die CIA gibt, da Beweise vorliegen, das die kolumbianische FARC von ihnen ausgebildet worden ist.
Warum liest man sowas nicht in Deutschland?


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 Betreff des Beitrags: Re: gesellschaftskritik
BeitragVerfasst: 09 Dez 2004 11:27 
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supergringo hat geschrieben:
(...)
irgendwann hab ich mal auf arte einen bericht über einen franzosen gesehen, der ganz allgemein die abschaffung des strafvollzugs fordert ...


Kein einfaches Problem. Sieh Dir z.B. mal die neue EU-Außengrenze im Osten an. Da lassen sich Weißrussen und Ukrainer in Polen bzw. Ungarn bei offensichtlichen Straftaten verhaften, nur damit sie den Winter überstehen, und zwar im doch irgendwie beheizten Knast. Schaffe bessere Bedingungen im Knast als sie die ärmsten Bevolkerungsschichten in Freiheit haben, und du wirst dein blaues Wunder erleben. Welche brasilianische Regierung will denn bessere Haftbedingungen durchsetzen, werde ein doch beachtlicher Teil ihrer Bevölkerung auf der Straße dahinvegetiert ?


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 Betreff des Beitrags: Re: gesellschaftskritik
BeitragVerfasst: 09 Dez 2004 12:26 
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Registriert: 29 Nov 2004 08:32
Beiträge: 588
Wohnort: Stuttgart
Macumba hat geschrieben:
supergringo hat geschrieben:
(...)
irgendwann hab ich mal auf arte einen bericht über einen franzosen gesehen, der ganz allgemein die abschaffung des strafvollzugs fordert ...


Kein einfaches Problem. Sieh Dir z.B. mal die neue EU-Außengrenze im Osten an. Da lassen sich Weißrussen und Ukrainer in Polen bzw. Ungarn bei offensichtlichen Straftaten verhaften, nur damit sie den Winter überstehen, und zwar im doch irgendwie beheizten Knast. Schaffe bessere Bedingungen im Knast als sie die ärmsten Bevolkerungsschichten in Freiheit haben, und du wirst dein blaues Wunder erleben. Welche brasilianische Regierung will denn bessere Haftbedingungen durchsetzen, werde ein doch beachtlicher Teil ihrer Bevölkerung auf der Straße dahinvegetiert ?


Das Problem der Überfüllung wird nie behoben werden, solange die Oberschicht sich nicht den Balken aus dem eigenen Auge zieht.
Anstatt auf ein bisschen Geld zu verzichten für eine bessere Verteilung, was ihnen nicht viel ausmachen würde, würden sie lieber die offizielle Todesstrafe einführen. Wenn man bedenkt, das die Oberschicht mehr als 80% der Gesamteinnahmen bekommt und von dem kleinen Rest die arme Bevölkerung leben muss, dann hat man auch keine Fragen mehr.

Es gibt eigentlich nur zwei Lösungen:

1. Es kommt ein Engel auf Erden, der das Denken der Ignoranten ändert.

2. Es gibt eine grausame Revolution, die so gross ist, dass sie von den Reichen und deren Militär nicht niedergeschlagen werden kann, und so eine bessere Änderung erzwungen wird.

Gruss


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