brasilienflug Portal - Infoportal für Flugreisen nach Brasilien
brasilblog Magazin - Nachrichten live aus Brasilien

Neu:


Condor




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ]  
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Berichte von Klaus Hart - Von Brasilien lernen ...
BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 14:40 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 29 Nov 2004 12:52
Beiträge: 128
supergringo hat geschrieben:
Berichte aus Brasilien

Dabei verbietet auch das brasilianische Recht ausdrücklich Kinderarbeit, feste Arbeitsverhältnisse vor dem sechzehnten Lebensjahr.


Wenn die Regierung statt nur verbieten, etwas mehr für diese Kinder tun würde, wären auf jeden Fall viel weniger Minderjährige auf der Strasse, es gäbe weniger Überfälle und weniger Kinderprostitution.
Wie sollen denn ohne diese Arbeit die Kinder, die in den favelas auf die Welt kommen, sonst überleben?
Ich finde, nicht nur die Regierung, sondern auch die gesamte brasilianische Gesellschaft sollte sich dafür schämen.
Die Armen, egal ob Chaffeur, Gärtner, Hausmeister, Köchin, Aufwartefrau gehören nicht wirklich zur "brasilianischen Gesellschaft".
Sie leben in einer Schattenwelt, sie werden von der brasilianischen Gesellschaft nur als Dienstpersonal, Nutten, Verbrecher oder "Klotz am Bein" angesehen.
Die Politiker machen so gut wie nichts nichts, um den armen Leuten zu helfen. Sie versprechen viel und sie verbieten viel.
Sie beschäftigen ( und was weiss ich noch :roll: ) genau so Minderjährige.
Die Geselschaft schaut weg :-# und geniesst weiter ihr Leben :assshaking: .

=D> =D>=D>=D>=D> Brasil, mostra a tua cara!!!
 :-)br :protest:


Nach oben
 Profil  
      


 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 14:56 
Offline

Registriert: 26 Nov 2004 21:23
Beiträge: 2034
Wenn man die Gesamtheit der Klaus-Hart-Artikel liest, merkt man eigentlich nur wie ohnmächtig und handlungsunfähig die brasilianische Regierung ist und wie ignorant und selbstherrlich die reiche Bevölkerung sich benimmt.

Bei mir jedenfalls hat noch nie eine Minderjährige als Putze gearbeitet. Auch hat sie immer ihr Arbeitsbuch fein säuberlich ausgefüllt bekommen. Gleiches gilt für Büro, Autoputzer und Damenwelt.

Das man nicht 100%-ig kaltherzig gegenüber Kinderarbeit bleiben kann, ist auch klar. Wenn so ein paar Jungs auf der Strassenkreuzung Kunststückchen vorführen, gebe ich auch schon mal was. Bei der Auto-Bewacher-Mafia, die nachts vor den Kneipen lungert, um vorm Auto Wache zu stehen, ist man regelrecht gezwungen etwas zu geben, da sie sonst die Autos beschädigen oder sogar Reifen zerstechen.



Man sieht sich,
Lemi

http://www.brasilien-forum.net


Nach oben
 Profil  
      
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23 Dez 2004 01:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 30 Nov 2004 16:40
Beiträge: 412
Wohnort: Sergipe / z.Z. Afrika
Vielleicht nicht gerade ein Brasilien-Thema, aber...

Durch die Beukottierung der Teppiche aus Nepal (Kinder knuepfen mit den kleinen Haenden die schoensten Teppiche) wurden alle Kinder arbeitslos. Was hat man dann gemacht ? nichts !

Viele sind in kriminelle Banden eingezogen und/oder haben sich prostituiert.

Es soll keine Werbung fuer Kinderarbeit sein, doch reines Verbieten bringt halt auch nichts.

patecuco


Nach oben
 Profil  
      
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23 Dez 2004 01:24 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28 Nov 2004 22:25
Beiträge: 1625
Wohnort: Lost in Translation
Candelaria. Rio de Janeiro.


Nach oben
 Profil  
      
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23 Dez 2004 11:14 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 26 Nov 2004 20:45
Beiträge: 1509
Bei diesem Artikel merkt man wieder mal wie dämlich Journalisten sein können. Natürlich kann man auf die Praxis von Hausangestellten rumhacken, aber dann doch bitte auf den richtigen Dingen:

- Umgang mit den Hausangestellten (Arrogant etc.pp.)
- Missbrauch
- keine Bildung / Perspektive

Die Tatsache selbst aber und auch der Hungerlohn sind immer noch besser als nichts. Wenn diese Arbeiten wegfallen würden, dann würden viele Leute doch buchstäblich hungern müssen.

These:
Wenn die männlichen Jugendlichen genauso wie die weiblichen Empregada-Jobs haben würden, dann würde die Kriminalität stark zurückgehen!


Thomas


Nach oben
 Profil  
      
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23 Dez 2004 11:38 
Offline

Registriert: 26 Nov 2004 21:23
Beiträge: 2034
thomas hat geschrieben:

These:
Wenn die männlichen Jugendlichen genauso wie die weiblichen Empregada-Jobs haben würden, dann würde die Kriminalität stark zurückgehen!


Thomas


Thomas, deine These kann ich aus eigener Erfahrung nicht unterstützen.

Es gibt natürlich auch massig Billigjobs für Männer, z.B. Maurergehilfe, Caseiro, Schrottsammler, Pappesammler usw.

Das Problem ist aber, dass die jungen Männer auf diese Jobs verzichten und dafür bevorzugen das schnelle Geld zu machen, sprich: Drogenhandel.

Ich kenne 2 aktuelle Beispiele aus meiner Umgebung. Ein junger Familienvater (ca. 26 Jahre alt) schmiss seinen Nachtwächter-Job, den er mit ca. 600 R$ vergütet bekam, um keine Alimente zahlen zu müssen ...... anschliessend begann er Drogen zu verkaufen.

Ein anderer Kerl arbeitete sogar in einem Krankenhaus (Verdienst so um die 800 R$) ........ schmiss alles hin (Streit mit dem Chef) .......... verkauft jetzt Drogen.

Maurer-Gehilfen verdienen so 10-15 R$ pro Tag. Dafür müssen sie 8 Stunden am Tag Ziegelsteine schleppen und Beton schaufeln. Stell dir mal vor, wie schnell die 10 R$ mit Drogenverkauf verdient sind ....... und ohne einen Finger krumm zu machen.

Die Verführung ist zu gross. Der Respekt vorm Gesetz zu gering. Ein Teufelskreis.



Man sieht sich,
Lemi

http://www.brasilien-forum.net


Nach oben
 Profil  
      
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23 Dez 2004 16:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 26 Nov 2004 20:45
Beiträge: 1509
Das unterstützt natürlich meine These der absolut positiven Konsequenzen der Drogenliberalisierung.

:)

Sicherlich gibt es diese Alternativen für Männer. Allerdings gibt es auch die Alternative Prostitution für Frauen. Und diese ist auch lukrativer und wird trotzdem nicht von jedem wahrgenommen.

Ich glaube schon, dass die fehlende Perspektive Leute zur Kriminalität führt.
Wobei das nicht monokausal zu sehen ist.

-t


Nach oben
 Profil  
      


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 





» Foren-Übersicht » INFOS, TIPPS UND HILFEN ZU BRASILIEN » Soziales Engagement

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde

Aktuelle Zeit: 13 Okt 2008 18:06


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Keine Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen

Dieses Thema durchsuchen:
Gehe zu:  




* Kontakt/Hilfe    * Brasilien Podcasts    * RSS News    * RSS Kanäle    * Brasilien Reisen    * Linienflüge Brasilien    * Flüge Salvador    * Urlaub Recife