Besuch aus Brasilien, Einreise schwierig?

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Beitragvon mikelo » So 1. Apr 2007, 22:34

Giulie hat geschrieben:Vielen Dank! Das motiviert mich ja schon mal! Ja die Tel. von mir steht auch auf dem Einladungsschreiben, ich habe ein Muster von meinem Reisebüro bekommen. Ich denke da wird es keine Probleme geben.


gib mal bescheid wie es gelaufen ist.
guets naechtle
o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.

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Beitragvon Tudacudaduda » Mo 2. Apr 2007, 02:46

Giulie hat geschrieben:Kreditkarte? Wird die wirklich benötigt?? Diese Person die mich besuchen kommt, hat keine Kreditkarte. Aber auf dem Einladungsschreiben steht dass er nur für touristische Zwecke kommt, mit meiner Adresse und allem was benötigt wird an Infos. Viel Bargeld hat er auch nicht dabei, ca. 110 Euro. Ansonsten aber alles das benötigt wird. Kann doch net sein dass man zurück geschickt wird nur weil man keine Kreditkarte hat?


Oha, wenn sie ihn kontrollieren und er kann weder Kreditkarte noch ausreichend Bargeld vorweisen, dann kann's für ihn schneller wieder ab nach Hause gehen als ihr denkt. Auf das Glück, das Mikelos Frau hatte, würde ich besser nicht setzen, zumal die Kontrollen schärfer geworden sind. Dein Bekannter sollte sich lieber noch eine international gültige Kreditkarte besorgen.

Auf der Homepage des portugiesischen Konsulats in São Paulo heißt es, der brasilianische Tourist braucht

Beweise, daß er über die finanziellen Mittel für die Dauer des Aufenthalts verfügt: 75 Euro für die Einreise ins Land und 40 Euro für jeden weiteren Aufenthaltstag. Für einen Aufenthalt von 15 Tagen braucht er also nachweislich 675 €uro.

Dort steht zwar auch, daß auf die Nachweise verzichtet werden kann, wenn er eine Erklärung des Einladenden (termo de reponsabilidade) vorweisen kann, in der dieser sich verpflichtet, für die Kosten während der Dauer des Aufenthalts aufzukommen. Man beachte aber unbedingt das Wort kann!

Für Deutschland, Spanien und Frankreich beträgt der nachzuweisende Tagessatz übrigens 50 €uro. Siehe hier: http://www.sergitur.com.br/dicasVer.asp?codigo=19
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Beitragvon Giulie » Mo 2. Apr 2007, 07:00

Auf meinem Einladungsschreiben steht folgendes, natürlich haben wir es angepasst und ausgefüllt:

Einladungsschreiben und Verpflichtungserklärung
Passagier....................., Geburtsdatum................, Flug (Beispiel) Salvador - Lissabon - Zürich TP156 + TP576, Reisedatum............

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich, ………............, schweizer Staatsbürger, ausgewiesen durch den Reisepaß/Personalausweis mit Nr. ……………. ,
erkläre hiermit jeden, den es interessiert, dass ich Frau/Herrn …………………., brasilianische(r) Staatsangehörige(r),
zu mir auf meine Kosten und Verantwortung eingeladen habe.
Das Flugticket, mit dem Hinflug nach.......... am ………. und dem Rückflug nach Brasilien am ………. wurde von mir
gekauft. (xxx)
Mit dieser Einladung versichere ich, dass die oben genannte Person während des Aufenthaltes in der Schweiz bei meiner Adresse wohnen wird:..............................
Alle anfallenden Kosten von Frau/Herr............... während des Aufenthaltes werden von mir übernommen.
Ich erkläre ausdrücklich, dass der Grund des Aufenthaltes Tourismus ist.
Für den gesamten Aufenthalt in Europa wird von mir eine Krankenversicherung für sie/ihn abgeschlossen.
Weiter verpflichte ich mich gegenüber allen Behörden zur Übernahme aller sonstigen Kosten, wie Unterkunft und Verpflegung.
Ich werde sie/ihn persönlich am ............ Flughafen abholen.
Zu einer evtl. Problemlösung können Sie mich jederzeit unter folgender Telefonnummer erreichen:....................................
Mit freundlichen Grüßen
Name, Unterschrift, Datum



Termo de Responsibilidade
Passageiro/Passageira.................., Data de nascimento............., Voo (exemplo) Salvador - Lisboa - Zurich TP156 + TP576, Data da viagem............

Prezados Senhoras e Senhores,
Eu, ……… , suiça, portador do passaporte/identidade com n° ……….., declaro a quem interessa, de que convidei a
senhora/o senhor ……….. ,brasileira/brasileiro, passaporte com n°..................., aos meus custos e inteira responsabilidade.
A passagem com voo para ................no dia………….. e o retorno para o Brasil no dia………….. pela empresa......... foi comprada por mim. (xxx)
Com esta carta asseguro que a pessoa acima mencionada morará durante sua estadia na Suiça no meu endereco:..............................................
Todos os custos da senhora/do senhor........................ serao pagos por mim mesmo.
Eu afirmo que a senhora/o senhor............ é turista.
Durante a estadia na Europa ela/ele terá assistencia médica completa ( seguro para estrangeiros ). Alem disso me declaro responsavel, frente a todas as instituicoes, pelas demais despesas tais como hospedagem e alimentacao.
Eu irei pessoalmente recebe-la/recebe-lo no aeroporto de .............
Se houver algum problema, podem chamar-me pelo telefone:........................................
Cordialmente
Nome, Assinatura, Data

Ich musste in Lissabon nur einmal durch die Passkontrolle von Rio kommend, weil ich den Anschluss nach Zürich verpasste, die Umsteigezeit beträgt nur 60 Minuten und da verpasst man den Anschluss praktisch immer. Aber mein Besuch kommt nicht aus Rio und der Weiterflug ist erst in 2 Stunden. Ich konnte immer direkt durch den Security Check und grad ans nächste Gate, ohne Probleme.
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Beitragvon patecuco » Mo 2. Apr 2007, 07:30

Tudacudaduda hat geschrieben:
Frauen, die der Prostitution nachgehen...

werden postwendend wieder zurückgeschickt, da sich einfach der Verdacht aufdrängt, daß sie einer illegalen Arbeit nachgehen möchten.



Und deshalb müssen die armen VW- Mitarbeiter auf Firmenkosten nach Brasilien reisen, ..... :?

Vielleicht sollte Monsieur Hartz für die EU mal ein neues Ausländerrecht entwerfen. :wink:
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Beitragvon Boli » Mo 2. Apr 2007, 12:36

Mein Neffe (20) wurde letztes Jahr in Paris gestoppt und 2 Tage später zurück nach Brasilien geschickt.
Er hat ein Tkt SP - Barcelona (hin + rück), eine Hotelreservierung (Fax) in Barcelona (aber noch nicht bezahlt!), eine Int. Kreditkarte, außerdem € 2.000,- im Rücksack.
Nachdem er "gründlich" von 2 Polizisten in ein Nebenzimmer der Emigration durchsucht wurde, sie haben ihm sein Koffer und Rücksack zurückgegeben und zum "Sammelplatz für Verdächtigten" hingeschickt. Dort hat er sein Geld wieder gezählt: er war € 600,- leichter!!!
Dann hat er sein Vater (mein Bruder) in BR angerufen und mein Bruder hat mich angerufen. Von hier habe ich bei der Polizei am Paris-Flughafen angerufen und mich beschwert. Die Polizei hat ein portugiesisch Mitarbeiter des Roten Kreuz zu meinem Neffe geschickt um ihm zu helfen da er kein Franzosisch spricht.
Lange Rede kurz Sinn: es wurde alles schriftlich dokumentiert, aber bis jetzt haben wir nichts gehört, nichts gesehen. Und mit Sicherheit werden wir auch nicht. Warum sollten die Behörden in Paris besser sein als in Brasilien?
Der Mitarbeiter des Roten Kreuz hat per Telefone gesagt, dass alle Länder der EU sind verpflichtet alle jung Passagiere, meistens männlich, ein extrem Kontrolle durchzuziehen. Das hat mit der Fluggesellschaft nichts zu tun.

Das war für meinen Neffe eine Lektion fürs Leben. Er wollte nur ein bisschen vereisen bevor er mit dem Studium anfängt und die Reise (Globetrottermässig) war ein Geschenk seine Mutter (meine Schwägerin).

Positiv daran: jetzt studiert er wieder. Vielleicht kommt er wieder nach Europa… wenn er in Rente geht.
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Beitragvon prisquita » Mo 9. Apr 2007, 10:32

Mein Freund ist zweimal in die CH gereist. Einmal über Madrid, das zweite Mal über Frankfurt aM. Er hatte weder eine Kreditkarte, noch viel Bargeld bei sich (höchstens 100Euro) noch ein Einladungsschreiben meinerseits, kein Versicherungsnachweis ect. Zudem sprach er nur Portugiesisch. An jedem Flughafen gibt es übrigens Leute (Personal), die im Notfall übersetzen können.
Für den Fall, dass es in ZH irgendwelche Probleme bei der Einreise geben sollte, lernte er folgenden Satz auswändig: "Meine Frau wartet draussen". Und meine Handynummer. Er hatte absolut keine Probleme. Im Gegenteil. Nachdem die Formalitäten um sein verlorenes Gepäck zwei Stunden beansprucht haben, wurde er persönlich in die Ankuftshalle begleitet. Da ich immer wieder von Problemen in Lissabon hörte, habe ich ihm empfohlen, nicht über Portugal einzureisen.
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