Da ist aber vergangene Nacht noch mehr mit Pferd passiert:
POL-BO: Witten / Über 24 Stunden - Reiterin verirrt sich mit Pferd und Hund im Wald
23.04.2007
Witten (ots) - Samstag, 21. April: Ein Wittenerin (44) startet mit ihrem Pferd, einer 22-jährigen Stute, gegen 13.00 Uhr zu einem Ausritt durch die Wittener Wälder. Im Bereich der Ruine Hardenstein verirrt sich die Reiterin, die zudem von ihrem kleinen Hund begleitet wird. Als die Nacht einbricht, setzt sich die Frau auf den Boden und verharrt dort mit ihren Tieren. Am Sonntag versucht sie sich mehrere Stunden lang zu orientieren, was ihr aber nicht gelingt. Gegen 12.30 Uhr hört ein Mountainbikefahrer (24) die Hilferufe der Wittenerin. Er begleitet die 44-Jährige und deren Hund zu der ca. 30 Gehminuten entfernten Berghauser Straße, wo ein Streifenwagen der Wittener Polizei die Frau aufnimmt. Auf der Wache werden die Reiterin und ihr Hund, die 24 Stunden ohne Flüssigkeit unterwegs waren, versorgt. Gleichzeitig informiert man den Jagdaufsichtberechtigten. Der Mountainbikefahrer begibt sich mit einer Polizistin sofort wieder zurück in den Wald, um sich mit einer weiteren Frau nun um das Pferd zu kümmern. Zwischen umgestürzten Bäumen hatte er das Tier zuvor angebunden, damit es nicht in eine Schlucht stürzt. Die Stute macht ein stark geschwächten Eindruck, zittert am ganzen Körper, ist dehydriert. Die Beamtin und der Zeuge versuchen, den verängstigten Schimmel über einen ungestürzten Baum aus dem Wald zu führen - vergeblich. Daraufhin macht sich der 24-Jährige auf die Suche nach Wasser, kehrt nach ca. 20 Minuten mit einem gefüllten Eimer zurück. Fünf Minuten später trifft auch der Jagdaufsichtberechtigte im Wald ein und wird von einem Polizisten in das unwegsame Waldstück gelotst. Hier gelingt es allen Beteiligten, das Pferd unter einem umgestürzten Baum hindurchzuführen und auf einen Anhänger zu verladen. Ein Tierarzt kümmert sich um das Tier und gibt ihm eine Infusion. Am gestrigen Abend erkundigen sich die Beamten noch einmal nach seinem Gesundheitszustand. Eine akute Lebensgefahr soll nicht mehr bestehen. Gegen ihre Besitzerin, die aufgrund gesundheitlicher Problem offensichtlich zurzeit nicht in der Lage ist, ein Pferd zu reiten, schreiben die Polizeibeamten eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. An dieser Stelle ein polizeiliches Dankeschön an die sehr hilfsbereiten Personen, die an dieser ungewöhnlichen Rettungsaktion beteiligt waren.
ots Originaltext: Polizei Bochum Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=11530