boi-bumba in parintins

Infos und Tipps zu Hotels, Pousadas, Städten und Regionen entlang des Giganten "Rio Amazonas" und rund ums Pantanal

Beitragvon Moranguinho » Di 31. Mai 2005, 17:45

Hallo,

ob es früher besser war, keine Ahnung.
Aber ob es besser wird, wenn vermehrte Gringoscharen kommen... :?:

Viele Grüße

Moranguinho
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Beitragvon loca » Mo 21. Mai 2007, 20:57

hallo,
wann ist denn das fest dieses jahr, also 2007? habe bis jetzt nichts übereinstimmendes gefunden. war es dieses jahr im mai?
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Beitragvon Trem Mineiro » Mo 21. Mai 2007, 23:05

Hallo Loca

Das Festa do Boi Bumba findet dieses Jahr (und angeblich alle anderen Jahre auch)

vom 28. - 30. Juni in Parintins statt. Ist wohl nicht an ein Wochenende gebunden, da sind dann wohl allgemeine Ferien. Von früher weis ich noch, dass man Monate früher hätte buchen sollen. Für Touristen sollte es am besten auf einem Hotel-Schiff sein. Fährt von Manaus ab und bleibt dann während des Festes vor Ort liegen. Ist wohl inzwischen eine Touristenattraktion.
Ich habe mich gewundert, wie schwer das bei Google zu finden war, habe dafür aber meinen eigenen ein Stück weiter oben stehenden Beitrag gefunden. BFN ist ganz gut bei Google vertreten.

Vielleicht schafft ihr es ja noch irgendwie dort unterzukommen, anständige Übernachtungsmöglichkeiten sind aber begrenzt, Parintins ist leider eine Insel

Viel Spaß

Manfred
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Beitragvon Diter_Rio » Di 22. Mai 2007, 01:08

Trem Mineiro hat geschrieben: Parintins ist leider eine Insel


...uebrigens gut bis sehr gut auf google earth zu sehen...
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Beitragvon tapirus » Di 22. Mai 2007, 10:14

Hallo Jungs!
Ich bin im Jahr 2000 in Parintins gewesen.
Und es war fantastisch! Kann ich wirklich empfehlen, vielleicht nicht für jeden Normalo-Touri, aber für jemanden der ein wenig Strapazen auf sich nimmt bestimmt.

Los ging es damals von Manaus. Gereist sind wir, meine Wenigkeit, meine damalige bras. Freundin und eine weitere Freundin, klassischerweise mit dem Boot, so einer traditionellen hölzernen Amazonasschaukel.

Gekostet hat der Spaß ganze 40 Reais für die Hin- und Rückreise, inkl. Übernachtungsmöglichkeit in der Hängematte auf dem Boot und Verpflegung während der Reise. Der Preis lag aber wohl auch an unserer Nettigkeit und dem Verhandlungsgeschick meiner Freundin.
In den wenigen klimatisierten Kabinen zahlte man damals schon mehrere Hundert Reais.
Billiger gings aber auch, und zwar wenn man seine Hängematte im unteren Deck aufspannte, man war mit 20 Reas dabei. Allerdings nervt hier die dröhnende Caterpillar-Dieselmaschine gewaltig.

Auf dem Boot hatten ca. 200 Leute Platz.
Wir holten zur Sicherheit noch ein paar Flaschen Mineralwasser, was auch sehr sinnvoll war, da die Wasserversorgung im Boot selbst über Tanks auf dem Dach gewährleistet ist. Anfangs ist das Frischwasser aus Manaus, unterwegs dann aus dem Amazonas und in Parintins dann aus dem Hafenbecken, wo auch das Abwasser von den anderen Schiffen entsorgt wird. Lecker!

Also rauf aufs Boot und die Hängematten auf Deck 2 aufgespannt. Da hängen dann Dutzende Hängematten wild neben- und übereinander. Aber wir hatten nette Nachbarn. Wertsachen würde ich nicht mitnehmen, aber bis auf ein paar Kröten braucht man auch nichts.

Nachdem das Boot leicht überladen war, ging es los. Es war schön anzusehen, wie Dutzende Boote in der Reihe, einige schneller andere langsamer den Amazonas, erst aber den Rio Negro, dann am Encontro das Aguas vorbei, wie auf einer Perlenkette herabfahren.

Auf dem Oberdeck war die Bar geöffnet und wir haben uns an einem kalten Antarctica erfrischt. Man befindet sich ja schließlich südlich vom Äquator, nördlich trinkt man Polar.

Abends spielte die Kapelle Forró, Boi Bumba, Pagode, Brega, Samba etc. zum Tanz und wir haben ein wenig das Tanzbein geschwungen.

Ansonsten ist die Fahrt eher öde, da man in der Mitte vom Fluß (dem Flußmeer) fährt, wo die Strömungsgeschwindigkeit am größten ist und man so auf die weite Entfernung vom Waldleben nichts mitbekommt.

Zwischendurch mußten wir an einem Militärfloß anhalten und alle Mann das Boot verlassen. Eine neue Maßnahme der Obrigkeit, da in den Vorjahren wohl mehrere Boote abgesoffen sind, da diese überladen waren. Also wurden beim neuen Betreten des Schiffes alle Passagiere gezählt. Das von der Seite Dutzende ungezählt das Boot wieder betraten, lag wohl an der brasilianischen Art. Egal, weiter gings.

Langsam wurde die Reise etwas zäh. Sie dauert auch über 36 Stunden, zumindet mit unserem Pott. Und während ich so an der Reling döste, sah man von hinten ein weiteres Boot kommen, mit lauter Musik (Garantido) und Dutzenden leicht bekleideten Tänzern auf dem Oberdeck, die synchron tanzten und Ihre Freude hatten. Das war soweit nichts ungewöhnliches. Als diese näher kamen, erkannte man aber, dass es sich ausschließlich um Schwule handelte. Soweit auch kein Problem. Nur als Sie mich entdeckten, den einzigen Blonden im Umkreis, meinten sie, im Abstand von einem Meter über eine Stunde neben unserem Boot herfahren zu müssen und mir Ihre Show- und Tanzeinlagen zu widmen. Meine Freundin, wie auch alle anderen Passagiere amüsierten sich gut. Mir war die Situation neu. Aber sie waren ganz nett. Fragten nach meiner Telefonnummer, boten mir an auf Ihr Boot zu kommen, warfen mir Kondome rüber, Zettel mit Telefonnummern etc. Zum Abschied freuten Sie sich drauf mich in Parintins wieder zu sehen. Aber wir haben uns leider, oder zum Glück, verfehlt?.

Weiter gings.

Ich döste wieder an der Reling. Auf einmal ein Schmerz am Kopf. Ich wurde von einem harten Gegenstand getroffen. Augen auf, und im Wasser neben uns waren mehrere Holz-Kajaks mit Caboclos drinnen. Sie bewarfen uns mit Gegenständen, was ich als feindlichen Angriff ansah. Es stellte sich aber raus, dass sie uns mit Früchten beschenkten und eine Freude machten. Ist mir in Deutschland so noch nicht passiert.

Weiter gings.

Es gab Essen. Na ja, zumindest keine lukullischen Hochgenüsse. Reis, Bohnen und einen Fleischeintopf. Hat nicht gut geschmeckt.

Weiter gings.

Ich nahm eine Dusche. Dachte mir lieber jetzt, wo noch Wasser aus Manaus in den Tanks ist. Amazonaswasser sollte aber auch kein Problem sein. Die Hygiene ließ aber in den Duschkabinen zu wünschen übrig.

Später mehr. Ich muss noch ein wenig arbeiten.
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