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BeitragVerfasst: 07 Mai 2006 13:33 
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"Gleichzeitig versucht sich die Krake Gasprom zum Monopolisten bei der Abnahme turkmenischen Gases aufzuschwingen – dieser Versuch dürfte
gelingen. Das Kalkül ist klar: Im Gegenzug für ein paar Millionen Bakschisch an Politiker in Turkmenien wird sich Gasprom günstiges Gas sichern, das dann teuer an Europa weiter verkauft wird. Und gleichzeitig würde das Unternehmen einen Konkurrenten für Gas-Lieferungen in Richtung Europa ausschalten." Quelle: iWatch

Auf den ersten Blick hat das nichts mit dem Thema zu tun. Wer sagt denn, daß es beim Kauf (bol. Volksvermögen an Petrobras) nicht auch so war???

Sicher will Morales nur den damaligen Kaufvertrag rückwirkend korrigieren. Das bol. Volk wurde damals von Ihren eigenen Politikern betrogen...


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BeitragVerfasst: 07 Mai 2006 15:45 
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Ein bisschen Vertragsanpassung ist ja auch ok.. gerade jetzt wo die Preise hoch sind.. die Brasilianer werden zwar darunter leiden, weil sie jetzt schon massiv erhöhte Energiepreise haben.. aber den Bolivianern gehts eben noch schlechter. Allerdings ist für Übertreibung auch kein Platz, da die Investoren eben auch Geld mitbrachten, wonach die Bolivianer in der Mitte der 90er Jahre bettelten (und nicht nur ihre korrupte Elite, auch der Mittelstand etc.)

Und wohin wird das Geld dann in Bolivien gehen? Hoffentlich nicht in die Taschen der Bürokratie.


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BeitragVerfasst: 07 Mai 2006 16:11 
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Das Blöde ist nur, dass Bolivien nicht besonders viele Gaskunden hat, und wer heutezutage so mit seinen Kunden umspringt, weiss, das das nicht besonders gut für's Geschäft ist! Brasilien überdenkt nach diesem Golpe, ob bolivianisches Gas überhaupt noch faktivel für Brasilien ist und fängt an in neue (Gas u.a.) Technologien und Ressourcen zu investieren. Am Schluss wird Brasilien gewinnen, und die Bolivianer können ihr eigenes Gas fressen... ...überhaupt, Investorenfreundlich sieht Bolivien ja nicht gerade mehr aus. Das kommt davon, wenn man sich als Hinterwäldler (Morales) einbildet, langfristig was von Weltwirtschaft zu verstehen. Bolivien ist arm, und wird jetzt noch viel viel ärmer werden!!!


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BeitragVerfasst: 07 Mai 2006 18:46 
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Zitat:
In Bolivien wird der Versuch unternommen, die Öl- und Gasindustrie zu verstaatlichen. Ein größerer Anteil der Einnahmen durch die Bodenschätze soll der armen Bevölkerung zugute kommen. Ein Schritt, der sicherlich in den USA als "not really amusing" gewertet werden wird.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,414011,00.html


Wunderbar! Ich hoffe nur das es Evo Morales nicht so ergehen wird wie Salvador Allende bei seinem damaligen Versuch u.a. die Bergwerke zu verstaatlichen und als Folge im Auftrag der Amis im September 1973 ermordet wurde...

Brasilien und Argentinien werden sich mit Morales mit Sicherheit einigen.

Weiter so Evo Morales! Politische Arschkriecher haben wir genügend...

tchau :D



„Wer die Wahrheit nicht kennt, ist dumm. Wer die Wahrheit kennt, sie aber eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.“ (Berthold Brecht)


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BeitragVerfasst: 07 Mai 2006 20:11 
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Da die USA insbesondere deren politische Elite von diesem Schritt ungefähr so betroffen sind, wie von dem berühmten Umfall des Reissackes in China, ist das nur Wunschdenken des Journalisten.

Was hat die USA damit zu tun, dass jetzt brasilianische Bürger höhere Energiepreise zahlen werden, damit der bolivianische Staat höhere Steuereinnahmen hat. Ob damit den Armen geholfen wird, ist ja noch offen. (Es ist im Übrigen unwahrscheinlich, wenn man sich Staatsausgaben in Lateinamerika allgemein anschaut)


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BeitragVerfasst: 07 Mai 2006 20:37 
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Brasiliens Lula gerät nach Gas-Verstaatlichung unter Druck

Bild

Opposition gegen Zugeständnisse bei bolivianischen Preisforderungen - Petrobras droht

La Paz/Brasilia - Wegen seiner verständnisvollen Haltung gegenüber der Forderung Boliviens nach höheren Preisen für sein Erdgas gerät der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva in seinem Land unter Druck. Das berichtet die bolivianische Zeitung "La Razon".

Brasilianische Wirtschaftsvertreter und Opposition fordern von ihm ein energischeres Auftreten gegenüber der Linksregierung in La Paz, die die Verstaatlichung der Erdgas-Produktion verkündet hat und nun höhere Preise von den Abnehmern verlangen will.

Hauptimporteur

Brasilien ist der Hauptimporteur bolivianischen Erdgases und in hohem Maß davon abhängig. Der frühere Gewerkschaftsführer Lula hatte bei einem Dringlichkeitsgipfel am Donnerstag im argentinischem Puerto Iguazu seinem bolivianischen Amtskollegen Evo Morales zugesichert, Brasilien sei bereit, über neue Erdgaspreise zu verhandeln. Die Welle der Kritik an dieser Zusage könnte für Lula und seine Arbeiterpartei (PT) negative Folgen bei den in weniger als fünf Monaten anstehenden Wahlen haben.

Brasilien importiert pro Tag 26 Millionen Kubikmeter Erdgas aus Bolivien, mit dem es 75 Prozent des Bedarfs des Industriestaates Sao Paulo und 100 Prozent des Südens des Landes deckt. Angesichts der Kritik wegen der zu erwarteten Preissteigerungen versuchte die Regierung in Brasilia zu beschwichtigen. Außenminister Celso Amorim meinte, Brasilien könnte seine Importe stoppen, sollte die Morales-Regierung die Gaspreise "übermäßig" anheben.

Petrobras droht mit internationalem Gericht

Der Chef des staatlichen Ölkonzerns Petrobras, Sergio Gabrielli, drohte, seine Gesellschaft werde keinen Cent mehr in Bolivien investieren. Eine Anhebung des Gaspreises werde Petrobras keinesfalls hinnehmen. Laut "Jornal do Brasil" sagte Gabrielli, Petrobras werde mit der staatlichen bolivianischen Ölgesellschaft YPFB wie in den Verträgen vorgesehen 45 Tage lang verhandeln. Wenn es dann keine Einigung gebe, werde die Sache an ein internationales Schiedsgericht in New York überwiesen.

Bei dem Gipfel in Puerto Iguazu, an dem neben Lula und Morales die Präsidenten Argentiniens und Venezuelas, Nestor Kircher und Hugo Chavez, teilgenommen hatten, war man übereingekommen, dass die Diskussion über die Erdgaspreise in einem "rationalen und fairen Rahmen" geführt werden müsse. Das Treffen war wegen der Verstaatlichung des bolivianischen Erdgases einberufen worden. Von der Maßnahme ist besonders Petrobras betroffen, die 1,5 Milliarden Dollar in Bolivien investiert hat.

Lula gestand Bolivien das Recht zu, seine Erdgasindustrie zu verstaatlichen und einen höheren Gaspreis zu verlangen. Der konservative brasilianische Abgeordnete José Carlos Aleluia warf ihm deshalb ein "gefährliches Zurückweichen", offensichtlich aufgrund des Drucks des "populistischen Führers" Chavez, vor.

Morales kündigte unterdessen in einer Rede vor Kokabäuerinnen an, dass er beim Wiener EU-Lateinamerika-Gipfel von 11. bis 13. Mai bilaterale Gespräche mit der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet und dem spanischen Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero führen werde. Dabei dürfte die Verstaatlichung des bolivianischen Erdgases im Mittelpunkt stehen, von der auch die spanische Repsol betroffen ist. (APA)


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BeitragVerfasst: 07 Mai 2006 23:32 
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Caramuru hat geschrieben:
Weiter so Evo Morales! Politische Arschkriecher haben wir genügend...




Wie wär's mal Deine Birkenstocklatschen auszuziehen und im russischen Gulag Deinen Erste-Welt Bauch und Deine Erste-Welt-Revoluzer-Ideen abarbeiten gingest, bevor Du mit Deinem unqualifizierten Gesülz das Forum noch weiter ins europäische Klischeewissen treibst, als es sowieso schon ist?


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BeitragVerfasst: 08 Mai 2006 16:19 
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thomas hat geschrieben:
Da die USA insbesondere deren politische Elite von diesem Schritt ungefähr so betroffen sind, wie von dem berühmten Umfall des Reissackes in China, ist das nur Wunschdenken des Journalisten.



Für diese Sack Reis haben aber die Energiemärkte international und U.S. Politiker reichlich nervös reagiert....

Und Bolivien hat jetzt neue Freunde:

Zitat:
Cuba and Venezuela reach out to Bolivia with helping handsBy Fiona Smith
The Associated Press

THE ASSOCIATED PRESS/DADO GALDIERI
Cuban doctor Margarita Ramos checks the eyes of Bolivian Aymara Elias Yujra at the Ophthalmology Institute in downtown La Paz, Bolivia, on Wednesday. About 700 Cuban doctors are in Bolivia to provide free medical care as part of a pact Bolivia made with Cuba. Venezuela is also providing aid.LA PAZ, Bolivia -- Gladys Melani was nearly blind from cataracts. Juana Mamani was illiterate. What these Bolivians had in common was poverty, and help from Cuba and Venezuela in solving their problems.

Fidel Castro and Hugo Chavez have made a fast and extensive start in providing President Evo Morales' three-month-old left-wing government with humanitarian aid, winning the thanks of its beneficiaries as well as political points.

It's part of what Morales, in a veiled taunt to the Bush administration, calls an "axis of good."

Melani's cataracts were removed free by one of about 700 Cuban doctors who have gone to the farthest corners of Bolivia. Cuban teaching materials are helping Mamani learn to read and write.

The Bolivian Medical Association objects, saying the country has 10,000 unemployed doctors of its own. But 75-year-old Melani feels only gratitude toward the eye doctors at a newly equipped center in La Paz.

"Thank God the Cuban doctors arrived with all their understanding and care. They operated on me, and thanks to them I can see, I can keep working," she said.

Technology from Venezuela got 17-year-old Mayra the ID card that without which she couldn't travel abroad, vote, enter government buildings or collect a pension. An estimated 1 million poor Bolivians, nearly 10 percent of the population, are expected to get the same help. Venezuela is also helping to set up 109 rural radio stations so Morales can spread his socialist gospel much as Chavez has done.

Morales, an Aymara Indian, won office in December in a landslide of discontent with the traditional ruling class. On April 29, he signed a "trade agreement of the people" with Castro and Chavez, a mostly symbolic alternative to free-trade agreements Washington has reached with other Latin American countries.

The U.S. remains Bolivia's single biggest foreign donor, contributing a bit less than half the $360 million annually with which rich nations collectively pay 60 percent of the Bolivian government's bills.

But Cuban and Venezuelan largesse has mounted as Morales veers to the left. Last weekend, Venezuela offered $130 million in separate funds -- one for social projects, another for infrastructure and development projects.

"What these doctors and workers have generated goes beyond cooperation and is more about interhuman relations," said Alberto Nogales, Bolivia's vice minister of health.

Critics see dangers.

Fernando Messmer, an opposition congressman and former foreign minister, says Venezuela could use the database set up for the ID cards to keep tabs on Bolivians.

Morales' opponents also accuse him of using the Venezuelan and Cuban aid programs to mobilize support in the July 2 elections for an assembly to rewrite Bolivia's Constitution -- a pattern similar to that which helped Chavez consolidate power in Venezuela.

But independent political analyst Cayetano Llobet believes that the fears are overblown.

"There's a prejudiced mentality in the middle class that believes we're practically being invaded by Cuba and Venezuela," he said.

"I don't think it's that serious or alarming."

Bolivia's new benefactors

Since leftist President Evo Morales' election in December:

Aid from Venezuela:

$100 million to finance projects to boost productivity, $30 million to fight poverty.

Unlimited diesel fuel in exchange for agricultural products, chiefly Bolivian soy.

Equipment to provide identity cards to Bolivians for free.

Scholarships to train 5,000 Bolivian health workers and 1,000 university students in Venezuela.

$1.5 million to build 109 rural radio stations.

18 experts to help literacy program.

Aid from Cuba:

700 doctors on extended contracts to provide free medical care to Bolivians.

Equipment and staff for 20 rural hospitals and six centers that provide free eye surgery.

140 experts, 30,000 TV sets and materials for literacy program.

Scholarships for 5,000 Bolivians to study in Cuba.

The Associated Press

Bolivia's new benefactors

Since leftist President Evo Morales' election in December:

Aid from Venezuela:

$100 million to finance projects to boost productivity, $30 million to fight poverty.

Unlimited diesel fuel in exchange for agricultural products, chiefly Bolivian soy.

Equipment to provide identity cards to Bolivians for free.

Scholarships to train 5,000 Bolivian health workers and 1,000 university students in Venezuela.

$1.5 million to build 109 rural radio stations.

18 experts to help literacy program.

Aid from Cuba:

700 doctors on extended contracts to provide free medical care to Bolivians.

Equipment and staff for 20 rural hospitals and six centers that provide free eye surgery.

140 experts, 30,000 TV sets and materials for literacy program.

Scholarships for 5,000 Bolivians to study in Cuba.

The Associated Press




_________________________________
Schöne Grüße,
tinto


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BeitragVerfasst: 08 Mai 2006 17:10 
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Registriert: 05 Mai 2006 10:03
Beiträge: 14
Zitat:
Was hat die USA damit zu tun, dass jetzt brasilianische Bürger höhere Energiepreise zahlen werden, damit der bolivianische Staat höhere Steuereinnahmen hat. ...uws.


Nun ja, die Castro/Chavez/Morales- Vieren sind ja bereits da. Stellt euch mal vor, wenn noch mehrere Vieren dazukommen (was ich ja schwer hoffen möchte - hallo Lula, wo bleibst du? ) - Südamerika als Hoffnungsträger der weltweiten Linken - was für ein Alptraum für Bush und seine Öl-Lobbyisten! :madman:

tchau :D



„Wer die Wahrheit nicht kennt, ist dumm. Wer die Wahrheit kennt, sie aber eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.“ (Berthold Brecht)


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BeitragVerfasst: 08 Mai 2006 17:34 
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Registriert: 26 Nov 2004 20:45
Beiträge: 1509
Ich halte auch nichts von Bush, aber trotzdem.. Bolivien ist ihm sicherlich total egal.. alles andere ist Spinnerei und Träumerei.. die den Bolivianern auch nichts bringt.

Fakt ist nun mal, dass die einzig wirklich Betroffenen die Nachbarn Boliviens sind, da sie die Kunden und im Fall Brasiliens eben den größten ausländischen Investor darstellen.

Wer hier das Hohelied der Befreiung der Arbeiterklasse vom Joch des US-amerikanischen Imperialismus singt, kann doch nur ordentlich high sein ?? :wink:

Dagegen ist dann allerdings nichts einzuwenden..


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