Ja, weiß ich ja. Terrestrisch. In Deutschland läuft das über DVB-T.
Mehr Infos (da könnt ihr auch Brasilien mal ergänzen) über digitales TV allgemein
Verbreitung/Flächendeckung [Bearbeiten]In Deutschland wurden anfangs nur in sogenannten Startinseln, vor allem in den Ballungszentren, auf DVB-T umgestellt. Bis Ende 2008 ist eine ca. 85%ige Flächendeckung und mindestens 90 %ige Bevölkerungsversorgung vorgesehen. Der mobile Im-Haus-Empfang (portable indoor; Stabantenne) wird dann auf
etwa 20 % der Fläche möglich sein,
auf weiteren ca. 20 % ist mobiler Außer-Haus-Empfang (portable outdoor; Auto, Zimmerantenne) möglich, und auf den restlichen ca. 45 % ist eine
hochwertige stationäre Außenantenne nötig. Durch die Nutzung moderner DVB-T-Empfänger mit mehreren Empfangsteilen (Diversity) ist der portable-Empfangsbereich mit Stab- und Zimmerantennenen jedoch deutlich größer. Der Weiterbetrieb oder die Umrüstung der vorhandenen analogen Füllsender ist in Deutschland nicht vorgesehen.
In anderen Ländern, z. B. Italien, Spanien, Österreich oder Großbritannien, wurde über einen kurzen Zeitraum fast landesweit umgestellt, jedoch das PAL-Fernsehen weiterhin parallel ausgestrahlt (Simulcast), was in den deutschen Startinseln seit Mitte 2005 generell nicht mehr geschieht. Ein Simulcast war in Deutschland, aufgrund der knappen Frequenzen und dem Interessen der benachbarten Länder nicht möglich.
Topografische Problemzonen [Bearbeiten]Der Slogan „Überallfernsehen“ wird oft missverstanden. Er impliziert, dass überall mit kleinen Antennen Empfang herrscht, bedeutet tatsächlich aber, dass überall dort, wohin DVB-T-Signale empfangen werden können, mindestens die Hausantenne nötig ist, in der Nähe zum Senderstandort der Empfangskomfort bis hin zur Zimmerantenne reicht. So gilt der Begriff „Überallfernsehen“ nicht für hochfrequenztechnisch schwierig zu versorgende Gebiete. Dies sind grundsätzlich bergige Gegenden. Dieser Sachverhalt soll hier am Beispiel Wuppertal im topograpisch schwierig zu versorgenden Bergischen Land beschrieben werden. Die bei Einführung von DVB-T in Nordrhein-Westfalen aufgezeigten Versorgungskarten schienen Wuppertal, noch im Randbereich der ersten in Betrieb genommenen digitalen Sender gelegen, abzudecken. Aufgrund der Abschattung durch die Berge und der anderen Antennendiagramme der DVB-T-Sender war in vielen Gegenden um Wuppertal oftmals nur ein schlechter Empfang möglich. Erst im Mai 2006 wurde Wuppertal mit einem eigenen Sender versorgt, der den Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme verbesserte. Eine schlechte Informationspolitik zu dieser Situation seitens des DVB-T-Projektbüros war der Situation in Wuppertal nicht zuträglich. Noch heute wird oft der schlechte Empfang vor allem der Privatsender reklamiert, was sich aber dadurch relativiert, dass die Privatsender Wuppertal nicht offiziell flächendeckend versorgen.
Kanalbelegung [Bearbeiten]Auch die Aufteilung der Kanäle in Deutschland ist nicht ganz frei von Kritik, da es durch DVB-T in den meisten Regionen keine erweiterte Vielfalt durch zusätzliche private Fernsehanbieter gibt; die bislang dominierenden privaten und öffentlich-rechtlichen Anbieter finden sich auch in DVB-T wieder. Grund ist, dass sie meist auch die einzigen waren, die sich wegen der hohen Verbreitungskosten um Sendeplätze beworben hatten.
In den ab Ende 2005 umgestellten Regionen hat sich bislang keiner der bundesweit bedeutenden privaten Fernsehveranstalter für die Nutzung der Frequenzen beworben, so dass in DVB-T in diesen Regionen wie zuvor über PAL nur öffentlich-rechtliche Programme sowie vereinzelt (im Saarland und im Raum Leipzig) kleine, meist lokale Privatsender vertreten sind.
„Hintergrund ist, dass nach der Entscheidung der EU-Kommission gegen die Subventionierung der Privatsendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 viele Frequenzen frei sind. Damals hatten die Kabelbetreiber Anga und Kabel BW gegen eine Subventionierung privater Sendeveranstalter über DVB-T geklagt und Recht bekommen. Konsequenz war, dass die privaten Sender nun in DVB-T-Gebieten abseits der Ballungsgebiete ihr Programm nicht einspeisen lassen.“
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http://www.digitalfernsehen.de/news/news_90147.html Schlechte Kooperation mit Fernsehern und Aufnahmegeräten [Bearbeiten]Wie bei (analogen und digitalen) Satelliten-Empfängern und digitalen Kabel-Empfängern gibt es auch beim Betrieb von DVB-T-Set-Top-Boxen Einschränkungen beim Betrieb an herkömmlichen Fernsehern, Video- und DVD-Rekordern mit analogem Empfangsteil.
Allgemeine Kritik an DVB-T und der Analogabschaltung [Bearbeiten]Es gibt vielfältige Kritik an der Analogabschaltung und der Verwendung von DVB-T.
Da die digitalen Signale recht einfach verschlüsselt werden können, befürchten viele Nutzer eine nachträgliche Einführung von kostenpflichtigen Angeboten.
Ebenfalls sehen Kritiker die Möglichkeiten des freien Zugangs und die Nutzung der Medien durch den Einsatz von digitalen Verfahren und des dabei möglichen Digitalen Rechtemanagements (DRM) durch Smartcards u.ä. erheblich eingeschränkt.
Die oft bemängelte Klötzchenbildung und Aussetzer sind typisch für digitale Übertragung z. B. bei Verwendung eines veralteten Digitalreceivers. Die Übertragung von analogen Inhalten beruht zwar auf der Verwendung schmalerer Bandbreiten, verursacht jedoch bei Signalstörungen nur das bekannte „Kräuseln“; das Bild bekommt keine Klötzchen oder verschwindet abrupt.
Abhilfe schafft in den meisten Fällen eine Optimierung der Antennenanlage (Antenne, Kabel, Dosen, Verstärker, Weichen).
Und da hat Sao Paulo was mit Berlin, München, Düsseldorf gemein (da guter Empfang) und Toledo mit Greven und anderen Provinnestern hier (gar kein oder schlechter Empfang).