Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch sprechen

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon Cheesytom » Do 11. Dez 2014, 01:22

Colono hat geschrieben:
Spaform hat geschrieben:
Ich bin überzeugt, dass jeder von euch der port. sprache mächtig ist..



Ora, Pois Pois...       ?

Quem tem sotaque sois vós


Den Sotaque werde ich in diesem Leben nicht mehr los :oops: .
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon cabof » Do 11. Dez 2014, 08:46

Auch ich nicht - in DE - wenn ich den Mund auftue werde ich als Rheinländer entlarvt - X-mal in DE passiert, aber immer auf die fröhliche Art. Spiele damit, im Urlaub, Nord-Deutschland: Grüß Gott... da hat man die Lacher auf seiner Seite. Habe mich nie bemüht und kann es auch nicht, den brasil. Tonfall zu treffen - warum auch? Wenn ein Gringo in BR "porreta oder Tché" benutzt ist man schon im Gespräch. Alles easy. So soll es auch sein. Leider in DE, wenn jemand nicht richtig spricht kann es vorkommen "AUSLÄNDER" und man wird abgekanzelt... aber nicht überall.
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Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 12. Dez 2014, 00:21

Ola minha gente,

ich bin ja gerade von Stuttgart nach Bayern ins Frankenland gezogen. Ich werd ja mit meinem schwäbischen Dialekt schon beäugelt und wenn der Schwabe dann auch noch anfängt mit seinem kleinen Sohn port. zu sprechen entgleisen die Gesichter vollends. Trotzdem sind die Menschen hier um einiges netter, wie dort wo ich aufgewachsen bin.

Ich finde es immer praktisch, wenn man auch mal was zu Frau oder Kind sagen kann, ohne das es jemand versteht :mrgreen:

Aber bin damit auch schon voll auf die Frexxe gefallen :mrgreen:

Liebe Grüße
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Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon Colono » Fr 12. Dez 2014, 01:08

Geht es nach der Argumentation der CSU und mancher Leute, dūrfte ich mit meinem Sohn in Brasilien kein Wort Deutsch mehr sprechen. :shock:
Oder ist das was anderes?
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Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 12. Dez 2014, 07:11

Colono hat geschrieben:Geht es nach der Argumentation der CSU und mancher Leute, dūrfte ich mit meinem Sohn in Brasilien kein Wort Deutsch mehr sprechen. :shock:
Oder ist das was anderes?


Das ist was anderes! In Deutschland sprechen wir die Sprache unserer Ahnen. In Brasilien, wie in jedem Staat auf dem amerikanischen Kontinent, wird die Sprache der Imperatoren gesprochen und nicht der Ureinwohner. Deshalb ist wäre zu prüfen, ob portugiesisch eine legale Sprache in Brasilien wäre.
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Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon cabof » Fr 12. Dez 2014, 08:32

Um sich von den Imperatoren in Süd-Amerika abzugrenzen hat man die Stammsprache beibehalten aber es gibt schon Eigenheiten und um BR ins Spiel zu bringen, die Aussprache und lokale Ausdrücke aus der indigenen Sprachen und auch deutsch: Kerb im Süden BR. Das gilt auch für die USA, nix mit very british english. Auch bei uns sind es keine 200 Jahre her wo die deutsche Sprache vereinheitlicht wurde, u.a. die Gebr. Grimm und später Konrad Duden etc. sonst wären wir ein Land mit X-Sprachen/Dialekten wo keiner den anderen versteht. Unter dem Strich... lassen wir die bunte Vielfalt.
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Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon Colono » Fr 12. Dez 2014, 10:03

Es geht mir eingentlich darum zu erfahren ob es nicht nūtzlich sein könnte zuhause in Brasilien mit meiner Familie deutsch zu sprechen, bzw. meine Frau bei Besuchen in Europa besser die Klappe hält.
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Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 12. Dez 2014, 10:07

Colono hat geschrieben:Geht es nach der Argumentation der CSU und mancher Leute, dūrfte ich mit meinem Sohn in Brasilien kein Wort Deutsch mehr sprechen. :shock:
Oder ist das was anderes?



ne ist ja absolut das Gleiche. Ich denke darüber lohnt sich auch net groß zu sprechen. Da hatte mal wieder ein Politiker oder eine Partei Langeweile und mußte sich wieder was " S E H R S I N N V O L L E S " einfallen lassen.

Im nächsten Schritt soll dann vermutlich in unseren verschiedenen Bundesländern auch daheim nur noch Hochdeutsch gesprochen werden.

Ai ai ai ai manche Leute kommen auf Ideen. =D> =D> =D>


Liebe Grüße
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Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 12. Dez 2014, 10:44

Brazil53 hat geschrieben:
Deine Sichtweise beruht noch auf den Hoffnungen der 60er und 70er Jahre, da waren es noch "Gastarbeiter" und wir "Gastgeber". (damals schon ein Irrtum)
Heute haben wir ein freizügiges Europa und Ausländern sind Einwanderer, den Gastgeber gibt es nicht mehr weil es jetzt ja Mitbürger sind.
Egal was wir davon halten und darüber denken, dass ist Fakt geworden und ich glaube den meisten Deutschen noch nicht bewusst geworden.
Und es gibt große Gruppen von neuen Mitbürgern, die von uns "Ureinwohnern" weder Anstand noch Respekt erwarten, sondern ihre eigen Kultur hier leben wollen und den Mittelfinger in die Höhe strecken.
Und jeder weiß, was den gutmütigen und friedlichen "Ureinwohnern" in aller Welt passiert ist. :mrgreen:
Dieser Sprachvorstoß-Witz zeigt nur die Hilflosigkeit der Politik.


Natürlich können Einwanderer heute keine Gastarbeiter sein. Schließlich dürfen sie kommen, um ein neues Leben zu finden und nicht auf Zeit zu arbeiten. Auch Religionsfreiheit steht ihnen zu, wie einst bei Friedrich dem Großen. Aber es gibt Regeln. Sie haben sich alle in Deutschland zu integrieren. Auch Theodore Roosevelt hatte dies zu seiner Zeit von den zB deutschen Immigranten verlangt, da noch vor hundert Jahren sehr viele ihre Herkunft nicht ablegten und ausschließlich Deutsch sprachen. In New York gab es deutschsprachige Stadtviertel. Das hatte den Nachteil, dass die Kinder schlechte Schulnoten hatten und wegen ihres Akzents noch jahrelang benachteiligt waren. Als bekanntester Immigrantenkind war Dean Martin, dem man noch als Zwanzigjähriger seinen Akzent anmerkte.
Da die Politik schon seit Jahrzehnten hilflos agiert und noch nie einen richtigen Plan hatte, deshalb haben wir heute die Probleme. Bedenkt man wieviele Nationen und Millionen Menschen in Brasilien eingewandert sind in der Zeit von 1945 - 1964, dann muss man dieser Bananenrepublik jedenfalls eine gute Integration zugestehen. So gab es in São Paulo zahlreiche Stadtviertel, die von bestimmten Nationalitäten bewohnt waren. zB gab es in der Rua da Mooca zahlreiche Jugoslawen und in Tremembé und Tucuruvi viele Deutsche. Wer kennt dies noch und was deutet heute noch darauf hin. Kaum jemand und Nix!
Mit einer guten Integrationspolitik werden wir keine Probleme haben und in einigen Jahrzehnten würde das Alles keine Zeile wert sein. Deutschland macht aber keine Integrationspolitik, sondern klammert sich an der gescheiterten Multi-Kulti-Politik fest. Und die ist absolut falsch.
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Re: Brasilianer dürfen in Bayern nicht portugiesisch spreche

Beitragvon Berlincopa » Fr 12. Dez 2014, 12:22

BrasilJaneiro hat geschrieben:
Natürlich können Einwanderer heute keine Gastarbeiter sein. Schließlich dürfen sie kommen, um ein neues Leben zu finden und nicht auf Zeit zu arbeiten. Auch Religionsfreiheit steht ihnen zu, wie einst bei Friedrich dem Großen. Aber es gibt Regeln. Sie haben sich alle in Deutschland zu integrieren. Auch Theodore Roosevelt hatte dies zu seiner Zeit von den zB deutschen Immigranten verlangt, da noch vor hundert Jahren sehr viele ihre Herkunft nicht ablegten und ausschließlich Deutsch sprachen. In New York gab es deutschsprachige Stadtviertel. Das hatte den Nachteil, dass die Kinder schlechte Schulnoten hatten und wegen ihres Akzents noch jahrelang benachteiligt waren. Als bekanntester Immigrantenkind war Dean Martin, dem man noch als Zwanzigjähriger seinen Akzent anmerkte.
Da die Politik schon seit Jahrzehnten hilflos agiert und noch nie einen richtigen Plan hatte, deshalb haben wir heute die Probleme. Bedenkt man wieviele Nationen und Millionen Menschen in Brasilien eingewandert sind in der Zeit von 1945 - 1964, dann muss man dieser Bananenrepublik jedenfalls eine gute Integration zugestehen. So gab es in São Paulo zahlreiche Stadtviertel, die von bestimmten Nationalitäten bewohnt waren. zB gab es in der Rua da Mooca zahlreiche Jugoslawen und in Tremembé und Tucuruvi viele Deutsche. Wer kennt dies noch und was deutet heute noch darauf hin. Kaum jemand und Nix!
Mit einer guten Integrationspolitik werden wir keine Probleme haben und in einigen Jahrzehnten würde das Alles keine Zeile wert sein. Deutschland macht aber keine Integrationspolitik, sondern klammert sich an der gescheiterten Multi-Kulti-Politik fest. Und die ist absolut falsch.



Wüßte nicht, wo und wie man sich noch an Multi-Kulti festklammert. Daß wir mit einigen Einwanderergruppen Probleme haben, ist klar, aber in den letzten Jahren hat sich die "Qualität" der Zuwanderer nach Deutschland deutlich verbessert, insbesondere EU-Zuwanderer bringen uns viele Vorteile.
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