Brasilianische Freundin in Deutschland / Visum

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Brasilianische Freundin in Deutschland / Visum

Beitragvon walkoshor » Di 11. Aug 2015, 11:54

Ganz allgemein hat jeder Ausländer das Recht, sich in DE aufzuhalten, solange er nicht der Öffentlichkeit zur Last fällt und keine öffentliche Gefahr darstellt.
Praktisch gibt es jedoch folgende Probleme (die öffentliche Gefahr will ich außen vorlassen).
- die Freundin muss nachweisen, dass der Lebensunterhalt gesichert ist. Wenn sie kein eigenes Vermögen/Einkommen hat, musst du eine Verpflichtungseklärung unterschreiben (Achtung: Pferdefuß, ich komme später nochmal darauf zurück). Dein eigenes Einkommen muss min. 1200 Euro betragen.
- sie muss eine Krankenversicherung haben
Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, kann sie im zuständigen deutschen Konsulat in Brasilien (!!! persönliches Erscheinen notwendig) ein Visum beantragen. Dies wird - wie gesagt beim Vorliegen der Voraussetzungen - befristet erteilt (z.B. ein Jahr) und kann, solange die Voraussetzungen vorliegen, auch verlängert werden.

Nun der Pferdefuß: eine solche Erklärung zur Übernahme des Lebensunterhalts gilt für immer und ewig. Solltet ihr euch trennen, musst du dennoch für sie bezahlen. Wenn sie sich nach Ablauf des Visums weigert auszureisen, musst du weiter für sie bezahlen. Das gilt auch für Krankenkosten. Ich will dir ja keine unnötigen Sorgen bereiten, aber denke mal darüber nach: Ihr habt euch im Bösen getrennt, sie muss ins Krankenhaus (ca. 500 Euro pro Tag) und du bekommst die Rechnungen.
Nach diesem Muster leben viele Ausländer jahrelang in DE. Meist sind es Familienangehörige von Ausländern, die in DE schon Wurzeln geschlagen haben.
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Re: Brasilianische Freundin in Deutschland / Visum

Beitragvon MESSENGER08 » Di 11. Aug 2015, 13:47

Wo hast Du denn dieses Halbwissen kopiert ????

walkoshor hat geschrieben:Ganz allgemein hat jeder Ausländer das Recht, sich in DE aufzuhalten, solange er nicht der Öffentlichkeit zur Last fällt und keine öffentliche Gefahr darstellt.
...


Das ist aber wirklich eine sehr sehr ALLGEMEINE auslegung !! #-o

walkoshor hat geschrieben:- die Freundin muss nachweisen, dass der Lebensunterhalt gesichert ist. Wenn sie kein eigenes Vermögen/Einkommen hat, musst du eine Verpflichtungseklärung unterschreiben (Achtung: Pferdefuß, ich komme später nochmal darauf zurück). Dein eigenes Einkommen muss min. 1200 Euro betragen.
- sie muss eine Krankenversicherung haben
Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, kann sie im zuständigen deutschen Konsulat in Brasilien (!!! persönliches Erscheinen notwendig) ein Visum beantragen. Dies wird - wie gesagt beim Vorliegen der Voraussetzungen - befristet erteilt (z.B. ein Jahr) und kann, solange die Voraussetzungen vorliegen, auch verlängert werden.


Brasilianer brauchen kein Visum für touristische Zwecke. Sie konnen visafrei in en Schengenraum einreisen.
In Deutschland kann sogar eine Aufenthaltsgenehmigung OHNE vorheriges Visum beantragt werden. Wenn ein entsprechender Aufenthaltszweck begründet werden kann und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

walkoshor hat geschrieben:... Wenn sie kein eigenes Vermögen/Einkommen hat, musst du eine Verpflichtungseklärung unterschreiben (Achtung: Pferdefuß, ich komme später nochmal darauf zurück).

.....Nun der Pferdefuß: eine solche Erklärung zur Übernahme des Lebensunterhalts gilt für immer und ewig....


Das stimmt auch nicht und ist schlichtweg Unsinn was Du da verbreitest.

Eine Verpflichtungserklärung gilt nicht für immer und ewig !
Sie kann zwar nicht wiederrufen oder zurückgezogen werden, wenn sie einmal abgegeben wurde. ABER, sie gilt nur solange wie sich der Ausländer in Deutschland aufhält, bzw. solange bis eine AUfenthaltserlaubnis für einen anderen Zweck ausgestellt wird.

Sprich wenn die VE ursprünglich für einen Sprachkurs abgegeben wurde, dann aber später geheiratet wird und der ausl. Partner eine AE aufgrund der Ehe oder zur Fürsorge eines gemeinsamen Kindes (mit dt. Staatsangehörigkeit) erteilt wird, dann erlischt auch die VE.

Also für immer und ewig ist nicht. Allerdings sollte man sich über die umfangreichen und weitgehenden Folgen einer solchen Erklärung im Klaren sein, bevor man mal eben sowas unterschreibt.

:cool:
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Re: Brasilianische Freundin in Deutschland / Visum

Beitragvon Trem Mineiro » Di 11. Aug 2015, 16:01

Ich weis nicht so recht, was uns Walkoshor in seinem Beitrag sagen will.

Ein Ausländer hat in der Regel das Recht, sich 90 Tage im Schengen-Bereich aufzuhalten, wenn er ausreichend finanzielle Mittel nachweist und krankenversichert ist.

Danach ist erst mal Schluss. Der Folgeschritt ist dann ein Visum für einen Sprachkurs, normal 6 Monate, geht aber mit Billigung der Ausländerbehörde auch mal für ein Jahr. Auch hier wieder ausreichende Finanzielle Mittel vorausgesetzt (das sind z.B. für ein halbes Jahr so um die 11.000 Euro, bei kostenloser Unterkunft ca. 5.500 Euro). Zur Verpflichtungs-Erklärung ist ja schon genug gesagt, alternativ geht auch ein Sperrkonto.

Damit ist aber nach einem Jahr Schluss, es sei denn, der Sprachkurs ist zur Vorbereitung eines Studiums in Deutschland. Das setzt aber voraus, dass man zumindest eine formale Studienberechtigung hat. Bei meiner Frau haben 4 Jahre Biologie-Studium ausgereicht. Das Sprachvisum wurde insgesamt auf 18 Monate verlängert, dann hat man uns auf der AB gefragt, ob wir nicht mal so langsam heiraten wollten, was wir dann getan haben. Für das Studium bracht man C1 Niveau, das hätte meine Frau trotz Vollzeit-Unterricht in 18 Monaten nicht geschafft, auch weil wir die Winterzeit immer in Brasilien verbracht haben. Mit dem C1 in der Hand hat sie dann auch problemlos einen Studienplatz (für Ausländer reserviert)bekommen.

Im Fall des TEs stellt sich nun die Frage der Studienberechtigung. Meine Frau hatte direkt beim Erstantrag Sprachkurs und Studium angegeben. Ihr müsstet das jetzt nachträglich machen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Ob das aber nachträglich genehmigt wird ist Ermessens-Sache der AB und schon grenzwertig.

Ein Tipp für Walkoshor:
Alle erforderlichen Informationen stehen bereits in diversen Beiträgen hier im Forum. Les dich da mal ein, dann kannst du auch fundiertere Informationen geben. Was du da geschrieben hast, verwirrt nur.

Gruß
Trem Mineiro
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Re: Brasilianische Freundin in Deutschland / Visum

Beitragvon Brazil53 » Di 11. Aug 2015, 17:43

Es ist immer die Frage, wieviel Vertrauen man zu der Person hat, für die man eine Verpflichtungserklärung abgeben möchte.
In meinem Bekanntenkreis, hat es da noch keine negativen Fälle gegeben.

Wichtig ist wenn man eine VE abgegeben hat, dass man immer für eine "gültige" Krankenversicherung sorgt, sonst könnte es ins Auge gehen.

Ansonsten mag es Fälle geben, wo der oder die Einreisende völlig aus dem Ruder laufen.

Gegen kriminelle Energie nutzen weder Gesetze, Verträge, Versprechen und die besten Vorsichtsmaßnahmen nichts. Das gilt aber für alle Lebensbereiche.

Aber jeder sollte in Zeiten des Internets, sich ausreichend zu informieren. Die Ausländerbehörden sind dazu nicht verpflichtet!

http://www.verpflichtungserklaerung.info/rechtsgrundlagen.html
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Brasilianische Freundin in Deutschland / Visum

Beitragvon cabof » Mi 12. Aug 2015, 21:32

Leute - berichte aus den letzten Tagen, hatte in FRA mehrere Einreisen zu verzeichnen - bin nur der Fahrer - egal welches Alter... der Stempelkönig stellte Fragen, nicht so alarmierend ABER stattet euren Besuch mit den Dokumenten aus.... ein Einladungsschreiben auf jeden Fall mitgeben, resp. die Handynummer vom Abholer. Heute hat es gut gegangen,
die Dame aus Recife mit Condor-Flug wurde nicht beim Zoll kontrolliert - sie hatte Unmengen von bedenklichen Lebensmitteln dabei. Das kostet, wenn man erwischt wird. PS Nach den Finanzen wurde in keinem der Fälle gefragt.
2 sprechen deutsch, 1 englisch - also alles easy.
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