Brasilianische Zinspolitik

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Beitragvon tinto » Do 19. Mai 2005, 21:41

Brasiliens überraschende Zinsanhebung beunruhigt
Das geldpolitische Komitee der brasilianischen Zentralbank hat gestern wie erwartet die Leitzinsen angehoben, und zwar um 25 Basispunkte auf 19,75%, so die Analysten der DekaBank. Der Median der von Bloomberg befragten Analysten habe jedoch nicht mit einer solchen Zinsveränderung gerechnet. Die neun Mitglieder des Komitees hätten die Entscheidung einstimmig getroffen, nachdem die Inflationsgefahr in den vergangenen Wochen drastisch angestiegen sei. Der Bias für die zukünftige Geldpolitik bleibe neutral. Es sei die neunte Zinsanhebung seit September vergangenen Jahres gewesen. Weitere Zinsschritte halten die Analysten der DekaBank für unwahrscheinlich. Trotzdem könnten diese auf Grund des anhaltenden Inflationsdrucks nicht ausgeschlossen werden.
Quelle: AKTIENCHECK.DE

Der Dollarkurs steigt in diesen Tagen auch ganz stark gegenüber dem Euro, ich hab wieder mal ein paar Dollars für die nächst Brasilienreise zurückgelegt.
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Beitragvon Viva Floripa » Di 18. Okt 2005, 15:57

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Beitragvon tinto » Di 18. Okt 2005, 18:13

Entweder sie bezahlen bar oder treten gewaltig in Vorleistung.

Immobilienfinanzierung ist daher immer etwas, wo man in inflationären Zeiten Geld parkt, d.h. man fängt schon an zu zahlen, wenn noch nicht angefangen wurde zu bauen....und dann geht's weiter nach Baufortschritt...und das kann dauern. Dir vorfinanzierten Anteile kann man auch handeln und so halbfertige Appartments verkaufen. Ist oft immer noch besser, als das Geld auf dem Konto liegen zu lassen....aber auch riskant. so hofft man auch eingestreute zusätzliche Kredite dadurch trotz hoher Zinsen zu rechtfertigen, dass diese Zinssätze auch durch die Inflation aufgefressen werden, und so später nicht mehr so weh tun.
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Beitragvon Timm » Di 25. Okt 2005, 09:10

Kann es vielleicht so sein, daß es dort diese bei uns klassische Form des Annuitätendarlehens als Immobilienfinanzierung kaum bis gar nicht gibt ?

Kennt jemand von euch zufällig die Quote von Immobilienbesitzern in Brasilien ?
Wahrscheinlich ist der Anteil gar nicht viel geringer als in D´land weil viele kleine "Domizile" in Eigenleistung zusammengezimmert werden ?

Die schicken Appartements in der City sind hier (in D) ja auch für die meisten unerschwinglich.

Atenciosamente
Timm

P.S. Habe gerade schon bei den "Favela-Impressionen" einiges zu dem Thema gesehen !
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Beitragvon Moranguinho » Di 25. Okt 2005, 13:39

Hallo,

das klassische Annuitätendarlehen gibt es, ist aber nicht so weit verbreitet.
Häufig läuft die Immobilienfinanzierung so: 20% Annzahlung, der Rest wird auf 60 Monate verteilt. Dazu dividierst Du den Restbetrag (Kaufpreis – Anzahlung) durch 60. Jeden Monat wird der Betrag dann um den monatlichen Zinssatz, häufig 1 Prozent, erhöht, nach 12 Monaten gibt es dann noch den Inflationszuschlag (ca. 8% waren in der Vergangenheit da realistisch). Der Betrag wird also immer höher, X*1,01 im ersten Monat; X*1,01*1,01 im 2. Monat usw.
Wenn man das mal zum Spaß in Excel eingibt, sieht man, dass das ganze nach spätestens 3 Jahren unbezahlbar wird.

Ich wüsste gerne mal, was bei Deflation mit dem jährlichen Inflationszuschlag geschieht??? Wird der dann abgezogen… 8)

Deutschland hat im Vergleich eine geringe Eigentümerquote, ich könnte mir schon vorstellen, dass diese in BR höher ist.

Viele Grüße

Moranguinho
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