Rio de Janeiro. DPA/baz. Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega ist Opfer eines Raubüberfalls geworden. Wie Medien am Samstag enthüllten, wurde Mantega am vergangenen Dienstag beim Überfall auf ein Landgut nahe der Gemeinde Ibiuna im Bundesstaat Sao Paulo drei Stunden lang als Geisel festgehalten. Auch die Ehefrau des Ministers und anderen Menschen waren in der Gewalt der Räuber. Ein Freund Mantegas sei unterdessen gezwungen worden, mit seiner Kreditkarte an mehreren Automaten Geld abzuheben, hiess es. Niemand sei verletzt worden. Drei Verdächtige seien am Freitagabend (Ortszeit) festgenommen worden.
Die Zeitung "O Globo" kritisierte unterdessen, dass die Opfer keine Anzeige erstattet hätten. Die Polizei habe nach mehreren Tagen durch einen Zufall vom Raubüberfall erfahren. "Die Gewohnheit, die Polizei bei Gewaltverbrechen nicht zu unterrichten, die die Ermittlungen erschwert und die Verbrecher begünstigt, hat nun die höchsten Stellen der Republik erreicht", schreibt das Blatt. Das Vertrauen der Brasilianer in die eigene Polizei ist sehr gering. Weder Minister Mantega noch der Fazenda-Besitzer, ein bekannter Bauunternehmer, wollten zunächst zum Fall Stellung nehmen.
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Mehrere Aufsehen erregenden Verbrechen hatten in den vergangenen Wochen vor allem Rio de Janeiro erschüttert. In einigen Leserbriefen war sogar eine Absage der Karnevalsfeierlichkeiten gefordert worden.
http://www.baz.ch/news/index.cfm?Object ... 857121732C