brasilianisches Konsulat

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Beitragvon thomas » Do 15. Jun 2006, 12:31

@Moranguinho:

Nachdem jetzt eine Zeit ins Land gegangen ist.. was macht denn eigentlich die doppelte Staatsbürgerschaft Deiner Frau?
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon Moranguinho » Do 15. Jun 2006, 12:56

Hallo,

ist beantragt, so wie oben beschrieben. Der Sachbearbearbeiter hat den Antrag freundlicherweise erstmal 6 Monate liegenlassen, bis ihm eingefallen ist, dass er noch Dokumente benötigt. :evil:

Jetzt läuft das Verfahren seit März "offiziell", ich bin gespannt, was dabei rauskommt.

Viele Grüße

Moranguinho
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Beitragvon casparbahia » Fr 16. Jun 2006, 11:30

Frankfurt ist mit Abstand das schwerfälligste Konsulat, direkt nach Berlin mit der herrlich unfreundlichen Fr.Azevedo, die ihr Gehirn mittlerweile der Tätigkeit eines normalen PC's angepasst hat und somit Fragen nur noch mit I oder 0 beantworten kann.
Den Erfahrungen von mehreren Leuten zufolge ist das Generealkonsulat in München, das einzige was Anträge nach gesundem Menschenverstand bearbeitet. Nachdem jedoch viele Antragsteller aus FRA und B ihre Unterlagen auch in die bayrische Landeshauptstadt schickten, hatten die Münchner Brasis auch keine Lust für ganz Deutschland die Anträge zu bearbeiten und somit ist jetzt alles wieder beim Alten. :)

Wenn die Brasilianer eins von den Europäern übernommen haben, dann die Bürokratie.
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Beitragvon thomas » Fr 16. Jun 2006, 14:10

Das stimmt.. aber sie sieht ganz gut aus.. hab mal ihre Setcard bei Vivamodels gesehen.. ist aber schon ein paar Jahre her.
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Beitragvon Moranguinho » So 18. Jun 2006, 12:29

Unser Problem lag weniger beim Konsulat, als eher beim Auslandsamt.
Dem Antrag muss ein Einkommensnachweis beigelegt werden. Da ich selbständig bin und häufiger mal solche Nachweise benötige, versuche ich, einen für mehrere Gelegenheiten zu verwenden, da ich keine Lust, jede Woche zweimal zum Steuerberater zu rennen, um mir eine erstellen zu lassen. Also meinte der Sachbearbeiter, dass er diesen Nachweis nach durch ihn erfolgter Bearbeitung nachfordern würde. Das ist dann irgendwie schiefgegangen, wie meine Frau auf Nachfrage herausgefunden hat. Also hat sie den Bescheid dann im Februar oder März nachgereicht, und seitdem läuft der Prozess wieder.

Viele grüße

Moranguinho
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Doppelte Staatsbürgerschaft bei Adoptivkindern

Beitragvon claudia » Mo 19. Jun 2006, 16:46

Wie ist das eigentlich bei Adoptivkindern, die durch ihre Herkunft und Geburt in Brasilien natürlich Brasilianer sind und durch die Adoptiveltern selbstverständlich auch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Sollten die sich irgendwann entscheiden müssen fehlt m.E. immer ein Teil ihrer Geschichte. Hat jemand darüber nähere Infos?

Grüße Claudia
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Beitragvon jkiepe » Mo 28. Aug 2006, 16:51

Zwei Staatsbürgerschaften für Brasilianer sind auch in NRW seit Ende 2005 kein Thema mehr.

Meine Frau hat nach drei Jahren Aufenthalt und Ehe in Deutschland im April 2006 die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und Mitte Juli auch bekommen. Das brasilianische Konsulat wurde dabei nicht eingeschaltet. Sie hat jetzt offiziell in Deutschland zwei eingetragene Staatsbürgerschaften. Die Behörden in NRW haben für einbürgerungswillige Brasilianer zu diesem Prozedere einen Beschluß vom Dezember 2005.

Ist insgesamt ein bißchen Papierkram und kostet auch nicht viel (255 Euro).

Dafür ist meine Frau jetzt EU-Bürgerin und kann innerhalb der EU überall mit mir hinziehen und auch arbeiten.

Weiterhin bleibt Sie Brasilianerin (ist für sie wichtig, was ich durchaus nachvollziehen kann)!

Das wichtigste ist jedoch, daß sie sich nun nicht mehr als Gast fühlen muß und ggf. auch mal über "die Ausländer" schimpfen kann...

Der Intergrationsgedanke hat hierbei schließlich eine entscheidende Rolle gespielt. Ist für sie rundum ein viel besseres Gefühl.

Besser geht's nicht!
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Beitragvon Moranguinho » Mo 28. Aug 2006, 18:11

3 Monate ist nicht schlecht! Weisst Du genau, welche Richtline das ist? Ich habe nur die mündliche Aussage des Sachbearbeiters zu dem Thema bekommen.

Grüße

Moranguinho
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Beitragvon jkiepe » Di 29. Aug 2006, 09:24

Ich habe mir diese Richtlinie nie in schriftlicher Form zeigen lassen.

Es gibt bestimmte Richtlinien, welche nicht unbedingt rechtsverbindlich sind. Ob diese dazu gehört, weiß ich nicht. Allerdings gab es überhaupt keine Probleme bei der Einbürgerung.

Bei der Einbürgerung wurde ihre Nierderlassungserlaubnis ungültig gemacht, und sie bekam einen neuen Stempel in ihren brasilianischen Paß, welcher zum uneingeschränkten Aufenthalt in der Bundesrepublik berechtigt. Sie braucht also damit nicht unbedingt ein deutsches Reisedokument zu beantragen. Allerdings hat sie das natürlich direkt bei Aushändigung ihrer Einbürgerungsurkunde gemacht (Personalausweis, 8 € u. Reisepaß, 59 €).

Falls Du weitere Fragen hast, bin ich gerne bereit, Dir weiterzuhelfen.
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Beitragvon Moranguinho » Mi 11. Okt 2006, 14:18

Hallo,

heute hat meine Frau ihre Einbürgerungszusage bekommen. Die brasilianische Staatsbürgerschaft muss sie von deutscher Seite aus nicht abgeben. Wie oben aufgeführt, hatte Sie im Formular bei der entsprechenden Frage einfach angegeben, dass sie nicht bereit ist, Ihre brasiliansiche Staatsbürgerschaft abzugeben, weil dies laut Sachbearbeiter nicht notwendig sei.
Jetzt wird zur Sicherheit nochmal das brasilianische Konsulat interviewt, ob es noch etwas zu beachten gibt, und dann ist die Sache erledigt.

Grüße

Moranguinho
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