Brasilien: 1100 Sklaven entdeckt
Die Anti-Sklaverei-Einheit der brasilianischen Regierung konnte 1100 Arbeiter auf einer Zuckerrohr-Plantage am Amazonas befreien: Sie hatten kaum zu essen.
Auf der Zuckerrohr-Plantage der Firma Pagrisa in Ulianopolis, 250 Kilometer von Belem entfernt, herrschten «unmenschliche Bedingungen», erklärte die Luis Antônio Lopes von der Anti-Sklaverei-Einheit. Die Menschen hatten kaum zu essen, schliefen in Schlafsäcke aus Stroh und bekamen kaum Lohn.
Die Umstände, unter denen die Plantagenbesitzer ihre Sklavenarbeiter halten, seien immer wieder vergleichbar, sagte ein Sprecher: «Nichts als Stroh, um sich zuzudecken, keine Waschräume, kein Platz, um Lebensmittel aufzubewahren.»
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Es war die bisher grösste Befreiungsaktion in Brasilien. Das südamerikanische Land hat 2002 eine landesweite Kampagne gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen gestartet. In den vergangenen Jahren wurden etwa 160 illegale Fabriken und Plantagen durchsucht.
Zuletzt waren vor allem in China Fälle von Sklavenarbeit bekannt geworden. Das Muster ist dabei ähnlich: Die Arbeiter werden kaum bezahlt, oft erhalten sie als Lohn gerade so viel Essen, um ihre Arbeitskraft zu erhalten. Da die Menschen oft an ihrem Arbeitsplatz wohnen müssen, kommen sie mit der übrigen Gesellschaft kaum in Berührung.