Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon mikelo » Fr 18. Jul 2008, 05:16

Takeo hat geschrieben:


Deine Kinder würden sicherlich nicht unbeaufsichtigt bis nach dem dunkel werden an der Strandpromenade in Recife, Rio oder Santos 'rumtoben können...


sicherlich nicht-da hast du recht. aber-was sollte ich auch dort [-X [-X
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon por que » Fr 18. Jul 2008, 06:11

Manchmal habe ich den Eindruck, dass allein der Aufenthalt in Brasil aggressiv macht....
Ist die Änderung gelungen, ändern wir die Änderungen...
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon Zauberfee » Fr 18. Jul 2008, 06:50

Takeo hat geschrieben:
Zauberfee hat geschrieben:Trotzdem war es gut dass wir darüber geredet haben.


...bloss die Welt haben wir mal wieder nicht damit verändert!


Stimmt.Alles kann man nicht tun.
Das würde dann ja auch an Zauberei grenzen.
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon supergringo » Fr 18. Jul 2008, 07:29

donesteban hat geschrieben:ich kenne mich nähmlich aus!
Welche Landstriche und Städte hast Du bisher in Brasilien bereist? Recife-Recife-Recife?

mikelo hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:Deine Kinder würden sicherlich nicht unbeaufsichtigt bis nach dem dunkel werden an der Strandpromenade in Recife, Rio oder Santos 'rumtoben können...
sicherlich nicht-da hast du recht. aber-was sollte ich auch dort [-X [-X
:roll: Als ob Fortaleza besser wär, von dort bist Du doch weggezogen. Warum? Kannst mir nicht weißmachen, dass das Thema Kriminalität nicht auch ein guter Grund für Dich und Deine Familie war ... :roll:
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon Amazém » Fr 18. Jul 2008, 07:42

mikelo hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:


Deine Kinder würden sicherlich nicht unbeaufsichtigt bis nach dem dunkel werden an der Strandpromenade in Recife, Rio oder Santos 'rumtoben können...


sicherlich nicht-da hast du recht. aber-was sollte ich auch dort [-X [-X


Es geht ums differenzieren....das Eine existiert genau so wie das Andere....wenn man nur seine Welt sieht, wo man gerade wohnt, dann gilt dies nicht für das ganze Land so.....Du hast es jetzt ein bisschen ruhiger, wo du wohnst....SG...zum Beispiel kennt sich in einem anderen Teil/Orte von Brasilien "gut" aus...und jeder bringt "seine" Erkenntnisse zum Ausdruck....

Solche Artikel sollte man nicht verschweigen, weil es auch Brasilien ist, aber auch nicht die anderen Seiten, die "guten" und schöne Seiten von Brasilien.....Brasilien ist beides....also, wenn man von Brasilien redet, ein bestimmtes Thema, dann sollte man deutlich manchen, dass man wirklich nur über einen Teil spricht....

Gewalt in Brasilien ist gegenwärtig, auch wenn man es nicht direkt vor der Haustür hat, muß man es wissen, weil es wichtig ist für das eigene Leben und das der Familie....genau so müssen die "Schlechtredner" wissen, dass dies nicht für ganz Brasilien gilt, dass es viele schöne und gute Seiten von Brasilien existieren, was meiner Meinung nach auch weitaus das MEISTE ist......ABER verschweigen des Häßlichen sollte man da nicht, deswegen sind solche Artikel gerechtfertigt.....
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon supergringo » Fr 18. Jul 2008, 07:56

Genau, Amazém, müssten wir uns nur einmal die Frage stellen, warum bei uns der Süden des Landes fast nie Beachtung findet. Da lese ich nämlich ausgesprochen selten Negativschlagzeilen, kann mich nur an einen einzigen Fall erinnern, den habe ich aber nicht in der deutschen Presse, sondern in der vor Ort aufgeschnappt. In einem kleinen Ort wurden Kinder, Buben wie Mädchen im Alter zwischen 5 und 10 - jetzt passt mal auf - nach Recife zum Anschaffen verkauft.

Liegts etwa daran, dass es dort unten fast so etwas wie einen richtigen Winter gibt oder fehlt da einfach das "Jamaica"-Feeling??
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon donesteban » Fr 18. Jul 2008, 08:49

mikelo hat geschrieben:
donesteban hat geschrieben:ich kenne mich nähmlich aus!


glaube ich dir aufs wort. du kennst wahrscheinlich deine pflegerin und deinen onkel doktor aus der geschlossenen beim vornamen.
in diesem sinne --leg dich wieder hin.
Hääähhhhhh? Hast Du mein Posting ernst genommen oder bin ich nun total auf dem falschen Dampfer und verstehe Deine feine Ironie nicht? Bitte, bitte kläre mich auf. Vielleicht hätte ich doch ;-) oder so verwenden sollen? Muss ich es den tatsächlich erklären? Mache ich gerne :-)
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon poersi » Fr 18. Jul 2008, 08:57

Sind wir doch alle ehrlich: Was haben wir von Brasilien gekannt, bevor wir das Erste Mal dort waren? Nur das, was uns als Info's z. B. vom TV vorgesetzt wird.

Das ist: Rio mit Copacabana, Zuckerhut, Carneval, wo alle "Nutten" barbusig sind, Morenas am Strand mit geilen Ärschen und Minibikini sowie Kriminalität, Favelas und Nutten. Noch ein wenig Amazonas- das war's dann.

Warum? Weil das die Themen sind, die Einschaltquoten bringen. "Normales" Leben interessiert doch keine Sau.

BTW: Schaut Euch mal die amerikanischen Spiefilme an: Seht ihr in denen die extrem fetten Menschen- die dort zuhaufe rumlaufen? [-X
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon donesteban » Fr 18. Jul 2008, 10:44

Kann mir jemand erklären, wo wir nun eigentlich gelandet sind?

  • Ein schockierender Sensationsbericht über Brasilien wird kommentarlos gepostet.
  • Kurze Diskussion darüber, ob es Sinn macht, solche Berichte kommentarlos, ohne eigenes Statement ins Netz zu stellen. Sinnlose Posting zwischendrin bleiben unbeachtet.
  • Das Statement wird nachgereicht und dazu im weiteren Verlauf Stellung genommen.

Dann passiert aber wieder mal etwas seltsames. Ab Seite 3 oder kurz davor nimmt die "Diskussion" einen seltsamen Verlauf. Thematisch und sachlich sind sich alle einig. Nur will das keiner eingestehen. Der Konsens ist doch in etwa folgender:

  • Brasilien hat ein großes Problem mit der ausufernden Kriminalität in den Ballungszentren.
  • Extrem gefährlich sind vor allem die Favleas. Hier herrschen eigene Gesetzte und hier entstehen solche Auswüchse, wie Sie in dem Artikel beschrieben werden.
  • Favelas sind keine Randerscheinung, sondern es lebt heute ein signifikanter Teil der Bevölkerung in Favelas oder favela-ähnlichen Bairros. In Rio sind es beispielsweise ca. 30%, die in Favelas leben (müssen).
  • Brasilien besteht aber nicht nur aus Großstädten. Und im brasilianischen Hinterland oder in anderen Gebieten, weit weg von den gefährlichen Ballungsgebieten, zeigt Brasilien sein ganz anderes, leider auch weniger bekanntes Gesicht.
  • Beispiele für das Brasilien ohne Kriminalität und ohne Prostitution sind die Orte, die sich Mikelo, der Admin, Pedro und einige andere zum Leben gewählt haben.
  • Man muss nicht einmal ganz so weit in die "Pampa" (Kritiker der Verwendung dieses Ausdrucks beachten bitte die Gänsefüßchen ;-)), um ein halbwegs sicheres Leben führen zu können. Beispiel ist unser Ana-Klaus. Ca. 30 Kilometer südlich von Recife (Paiva, Gaibu etc.) ist man schon wesentlich weniger mit der Gewalt und Kriminalität konfrontiert, als in Recife selbst.
  • Selbst in den Großstädten, kann man ganz gut Leben. In manchen Bairros besser in anderen schlechter. Man muss aber überall und immer vorsichtig sein und kann sich nicht unbeschwert bewegen. Auf seine Kinder muss man ganz besonders aufpassen.
  • Selbst in (Soft-)Favelas kann man ganz gut zurecht kommen. Ich glaube unsere Amarelina hat mal eine zeitlang in einer Favela gelebt. Bei entsprechender Neigung und Risikobereitschaft, kann man selbst seinen Urlaub in den härteren Favelas verbringen, sich dort Drogen beschaffen oder sich mit den Mädchen beschäftigen etc. Auch dafür haben wir Beispiele im Forum. Und der Mythos, dass man als Gringo aus einer Favela in Rio nicht mehr lebend heraus kommt, ist damit auch widerlegt.

So und nun sagt mir bitte mal, über was ihr Euch wirklich streiten oder unterhalten wollt. Stimmt irgend etwas nicht, was ich oben zusammen gefasst habe? Was gibt es hinzuzufügen?

Vor diesem Hintergrund, wird auch der Anfang dieser Diskussion wieder deutlich. Es ging eigentlich um Sensationsjournalismus und ob wir - also Brasilienfreunde, Brasilienkenner, Brasilianer usw. - dabei mitmachen wollen. Ob wir es nicht besser können und differenzierter, informierter und konstruktiver mit Themen wie Gewalt umgehen können? Durch den Sensationsjournalismus (nicht nur durch den) entsteht ein verzerrtes Bild der Realität. Wir könnten ein differenzierteres Bild zeichnen, es wieder zurecht rücken. Dabei muss man auch nichts beschönigen. Und glaubt mir zusammen bei allen Unterschieden der Teilnehmer hier, könnten wir das besser als wenn nur jeder gegen jeden ist.

Wollen wir sowas überhaupt oder mach es mehr Spaß wie es bisher abläuft?
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Re: Brasilien: 14-Jähriger gesteht elf Morde

Beitragvon Zauberfee » Fr 18. Jul 2008, 11:32

Danke.
Informativ gestaltet,
eine Unterhaltung in einer guten Gesprächsrunde ist damit ohne Zwischenstopp und Umwege möglich.
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