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ob das folgende auch gegen die Forimsregeln verstösst.
Es handelt sich um eine freie Übersetzung und Zusammenfassung eines Artikels in der VEJA vom 29/08/2007 von Guliano Guandalini.
Es folgt die übersetzte Zusammenfassung des Artikels:
Leicht einzutreten, schwer herauszukommen.
Die "Bolsa-Familia" erreicht jeden vierten Brasilianer - aber ein Ausweg aus dem Zyklus der Armut ist nicht in Sicht.
Jeder vierte Brasilianer erhält Unterstützung durch die Bolsa Familia. Gemäss einer Studie, veröffentlicht vergangene Woche, des Ministeriums für soziale Entwicklung und Bekämpfung des Hungers (dies wörtliche Übersetzung, in Deutschland Minsterium für soziales (100% Deckungsgleicheit?), sind dies 11,1 Millionen Familien oder 46 Millionen Personen. Die Hälfte der Nutzniesser befindet im Nordosten wo sich 5,5 Millionen Familien unter dem Schutmantel des staatlichen Assistenzialismus befinden. Das bedeutet, dass jeder zweite "Nordestino" die Bolsa-Familia erhält. Nicht einmal das bekannteste Sozialprogramm der Geschichte die food stamps in der Zeit der grossen amerikanischen Depression erreichte annähernd soviele Personen (etwa 3% der damaligen Bevölkerung der USA).
Glücklicherweise, wie Untersuchungen anzeigen, erreicht das ambitionierte brasilianische Programm die richtigen Personen und trägt dazu bei, die Einkommensunterschiede des Landes zu verringern. Andererseits "sündigt" das Programm indem es keinen Ausweg für die Unterstützten liefert. Es sind nur sehr wenige, die einmal im Programm aufgenommen, es später wieder verlassen, im Gegensatz zum food stamps Programm. Sogesehen hat sich die Bolsa Familie nicht zu einer vorübergehenden Nothilfe sondern zum ständigen Lebensunterhalt entwickelt. In den ärmsten Gegenden fehlen schon Arbeitskräfte für die Feldarbeit. Anstatt auf dem Feld zu arbeiten, bevorzugen es die Ex-Kleinstbauern zuhause zu beleiben und jeden Monat ihren Anteil an der Bolsa Familia abzuheben. Aus diesem Grund wird es sehr schwierig für jede Regierung werden, wenn nicht unmöglich, das Programm abzuschaffen.
Wie aber das Problem lösen? Ein Lösungsvorschlag, ist die Bedingungen für die Bewilligung zu verschärfen und, vielleicht, Fristen für die Bewilligungsdauer zu setzten. Wenn nicht, wird das Programm in einen puren Assistenzialismus münden, als ob man Geld aus dem Hubschrauber über vom Hunger gebeutelte Regionen abwirft. Wer die Bolsa Familia bekommt, kann damit vielleicht der ärgsten Not entrinnen, hat aber nicht mal annähernd die Gelegenheit zum sozialen Aufstieg - letztendlich bekommt jeder Empfänger im Durchschnitt nur 15 Real pro Monat. Nach Meinung der Sachverständigen hängt die effektive Verminderung der sozialen Ungerechtikeit von zwei Faktoren ab: Zum einen, von Investitionen in qualitativ hochwertige Bildung, zum anderen, vom Zugang zu Kredit. Deshalb sind Projekte wie der von Mohammed Yunus (Friedensnobelpreis 2006) idealisierte Mikrokredit wichtig. Vor 30 Jahren gründete Yunus in Bangladesh die Gameen Bank und schuf so den Grundstock für Mikrokrediteinrichtungen in verschiedenen anderen Ländern. In Brasilein ist die Initiative noch in den Kinderschuhen. Eine Gameen Bank funktioniert grob gesehen wie eine grosse Kooperative. Mit Niedrigzinsen wird die Zahlungsunfähikeit sehr gering gehalten. Die geliehenen Beträge sind bescheiden, aber hoch genug um den ärmsten eine ersten Schritt in Richtung Selbstständikeit zu ermöglichen. Die Rückzahlungen erlauben es, dass sich der Kredit auf weitere Familein verteilt.
Die wichtigste Voraussetzung um die Armut zu vermindern ist jedoch Bildung. Je grösser der Unterschied im Bildungsniveau zwischen Personen ist, desto grösser ist die Ungleichverteilung der Güter. Diejenigen die länger und in besseren Schulen gelernt haben erhalten in der Regel die besser bezahlten Stellen, jahrhundertalte Ungleicheit wird auf diese Weise fortgesetzt. Seit den Siebzigerjahren, dank der Studien von Professor Carlos Langoni, ist bekannt, dass die Wurzel der brasilianischen sozialen Ungleichheit das schlechte öffentliche Bildungswesen ist. Trotzdem ist das Problem bisher kaum angegangen worden - und was nicht fehlt sind öffentliche Mittel. Brasilien, obwohl die dürftigen staatlichen Dienste einen anderen Anschein erwecken, ist eines der Länder mit den höchsten Sozialausgaben der Welt. Nur die Europäer geben mehr in diesem Bereich aus. Die Kosten für die, alleinig von der Regierung bezahlte, soziale Unterstützung - Bolsa Familia, Vorsorge und Renten, Gesundheit und Bildung zusammengefasst - überstiegen vergangenes Jahr 300 Milliarden Real (25% des Gsamthaushaltes, zum Vergleich Deutschland 32%, USA 20%). Da Geld weder vom Himmel fällt noch auf Bäumen wächst, wahr dieser Fortschritt (2003 222 Milliarden, 2006 315 Milliarden) nur durch eine Erhöhung der Steuereinnahmen möglich. Das Rezept von mehreren aufeinanderfolgenden Regierungen war folgendes: Höhere Abgaben um mehr Auszugeben. Der Widersinn ist, dass höhere Steuerlast das Wirtschaftswachstum hemmt und somit die Verminderung der Armut bremst. Ein Ausweg wäre es Steuern zu senken oder abzuschaffen, der spektakuläre Zuwachs der Steuereinnahmen würde es zulassen. Die Regierung könnte z.B. die CPMF abschaffen, eine Steuer, die nur als vorübergehend eingeführt wurde und wie die Bolsa Familia, zur Fortdauer tendiert.
Die Bolsa Familia, wie alle Spezialisten anerkenenn, hat ihre guten Seiten. Wie der Wirtschaftwissenschaftler José Márcio Camargo, Professor an der PUC-Rio und einer ihrer geistigen Väter, gerne sagt: Das Programm ist wie ein Investment in die Zukunft der Kinder der Unterstützten zu sehen. Würden doch die Kinder ohne diese Hilfe, anstatt in die Schule zu gehen, arbeiten gehen. Aber offensichtlich nützt es nichts wenn die Kinder zur Schule gehen und dort nichts lernen. In den letzten Jahren hat Brasilien grosse Fortschritt im Schulbesuch gemacht, die Qualität aber lässt zu wünschen übrig, um es vorsichtig auszudrücken. Resultat: es ist wahrscheinlich, dass die Kinder der Familien die heute unter dem "Regenschirm" der Bolsa Famlia stehen, dasselbe Schicksal wie ihre Väter haben. Wie es der Historiker Marco Antonio Villa, in einem Artikel publiziert in der Folha de S. Paulo, treffend resumiert hat: O Bolsa Familia está criando uma geração de Jeca Tatus high tech, cuja diferença em relação à matriz lobatiana é a utilização do cartão magnético para sacar o benefício.
(Sinngemäss: Die Bolsa Familia schafft eine Generation von high tech Jeca Tatus (Symbolfigur kreiert von dem bras. Schriftsteller Monteiro Lobato die für den vergessenen, ausgenutzten Teil der brasilianischen Bevölkerung steht) deren einziger Unterschied zur Figur die Monteiro Labato kreiert hat, die Benutzung von Magnetkarten zum Geldabheben ist.
Arm ist derjenige, der in Zukunft daran denkt diese Unterstützungen zu verringern oder gar zu streichen: Er wird seinen politischen Todeschein unterschreiben.
Man entschuldige meinen holprigen Übersetzungsstil.
Dasselbe gilt für Rechtschreib- Tippfehler und Zeichensetzung.
Br.
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