Brasilien hat heute etwa 77 Millionen Menschen die in Familien leben deren monatliches Einkommen unter 200,00 Reais (etwa 58,00 Euro) liegt, dies bedeutet das diese Menschen nicht genügend Geld zur Verfügung haben um ausreichend und angemessene Lebensmitteln für das ganze Monat einzukaufen.
Für den Volkswirt und Professor des Wirtschafts-Institutes der Universität vom Campinas (Unicamp) Walter Belik, zeigen diese Daten den Zugang zu den Lebensmitteln und nicht nur Menschen die wohl- oder untergenährt sind.
Diese Daten sind deshalb so wichtig für das Programm -Fome Zero-, da sie genau aufzeigen wie sicher der Zugang zur richtigen und angemessenen Ernährung ist, als das man nur von einer generellen Unterernährung ausgeht.
Walter Belik: “Die aktuellen Daten zeigen die Notwendigkeit auf hier energisch die Verwundbarkeit der Bevölkerungsschicht von Familien zu reduzieren, die nicht mal das minimum von 1.900 Kalorien pro Tag (laut Weltgesundheitsorganisation) erreichen”.
Einer der letzten heftig diskutierten Daten des IBGE, deren Daten eher ein grosses Problem der Übergewichtigen in Brasilien hervorstreicht als das Problem einer hungernden Bevölkerung und damit das Programm -Fome Zero- eher als nicht so dringend ansieht, sorgten für grosse Aufregung in der Gesellschaft.
Es ist ein sehr teures Programm da es monatlich ein zusätzliches Einkommen für diese Familien bedeutet. Da man aber nun genau weiss das lediglich 4-5% der Bevölkerung unterernährt sind, begannen viele Menschen das Programm -Fome Zero- anzuzweifeln da man es nicht verstand wieso man hier soviel Geld verteilt, wenn dies doch angeblich nicht notwendig sei?
Selbst Präsident Lula sah sich gezwungen öffentlich Stellung zu nehmen um klarzustellen das sehr wohl ein Grossteil der brasil. Bevölkerung viel zuwenig zum Leben haben und dies ist nunmal ein Fakt den man nicht einfach leugnen darf. Lula: "Viele Menschen die Hunger haben, schämen sich dies öffentlich zu sagen".
Viele Menschen in Brasilien, ernähren sich zum Beispiel von Lebensmittelresten, von weggeworfenen Mist, oft sieht man Menschen an freien Märkten im Müll wühlend auf der Suche nach essbaren.
Diese Menschen und deren Familien sind durchaus nicht als unterernährt einzustufen, befinden sich aber in einer äusserst empfindlichen Situation, verfügen über keinerlei Einkommen und wissen oft nicht was sie am nächsten Tag zu essen bekommen.
Genau diese Menschen die täglich um ihr Leben kämpfen müssen, genau diese Menschen will der brasilianische Staat mit dem Programm -Fome Zero- erreichen.
Walter Belik: “Allein die Tatsache das in Brasilien nur etwa 4-5% der Bevölkerung Unterernährt sind, bedeutet noch lange nicht das das Programm -Fome Zero- falsch angesetzt ist. Teil des Programmes -Fome Zero- ist das Programm -Bolsa Família-, das für eine gerechtere Einkommensverteilung sorgt".
Es gibt sehr wohl ein Problem der richtigen und vor allem angemessenen Ernährung und was noch viel schlimmer ist, das ein grosser Teil der Bevölkerung über ein unzureichendes Einkommen verfügt.
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