Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Fragen & Tipps von/für Brasilienneulinge in Sachen Ein- und Ausreise, Visa, Geld, Sicherheit, Gesundheit, Essen & Kontaktaufnahme

Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon dimaew » Do 24. Mär 2011, 16:39

Richtig ist, dass die Verwendung von Kreditkartenautomaten für den Geschäftsmann mit erheblichen Kosten verbunden ist und deshalb nicht jeder sie nutzt. Mir sind 5 % "taxa" für die Automaten bekannt. Mit der Vereinheitlichung der Automaten sollte dies aber sinken. Wie der letzte Stand ist, weiß ich aber nicht.

Die Geschichte von der Wartezeit bei Kreditkartenzahlung hab ich auch schon mal gehört, ich glaube sie aber nicht so recht (egal ob débito oder crédito). Möglicherweise hängt das aber auch vom Vertrag des Geschäftsmanns (oder der Geschäftsfrau) mit dem Kreditkartenunternehmen zusammen. Eigentlich sollte aber die Kreditkartenzahlung wie "Bargeld" (abzüglich der Gebühren) sein.

Zu brunzundangas Aussage noch ein anderes Beispiel: Walmart ist genau so stur.
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon karlnapp » Do 24. Mär 2011, 17:02

Ich habe halt mal die Probe aufs Exempel gemacht, indem ich vor ca. 2 Stunden meinen Einkauf im Supermarkt mit der VISA Ourocard international der Banco do Brasil "debito" bezahlte. Um diese Karte gebührenfrei zu erhalten. funktioniert die vereinbarungsgemäß ohnehin nur im Debito = Cash-Verfahren.
Gebühren auf meinen Einkauf werden mir, bei der Verwendung dieser nationalen Karte, keine berechnet. Sehr wohl jedoch mit meiner deutschen BankCard ec, deren Verwendung ich in Brasilien tunlichst vermeide.
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon TomBlues » Do 24. Mär 2011, 17:04

dimaew hat geschrieben:@TomBlues: Was bitte hat das Schulsystem damit zu tun, dass Brasilien nach der Aussage der von tinto zitierten Studie zu den teuersten Reiseländern der Welt gehört oder vielleicht sogar das teuerste Land ist?


Gar nichts! Da hast Du vollkommen Recht. Mein Kommentar bezog sich auf diverse darauf folgende Kommentare. Ich hab mich ein wenig über die zum Teil sehr oberflächlichen Kommentare über die Brasilianier geärgert, jedoch entsprechende Stellen nicht zitiert. Mein Fehler.

Slater01 hat geschrieben:Die spinnen die Brasilianer!
Kaum ein passables Preis-/Leistungsverhältnis ist ja noch höflich ausgedrückt. Die Hotels in Brasilien sind ein absoluter Witz!


Die Spinnen die Touris, wissen die Hotelpreise im Voraus und kommen trotzdem. Wer darunter leidet sind vorallem die Einheimischen. Mit dem Tourismus steigen die Preise, aber nicht die Einkommen der einfachen Angestellten. Der Mindestlohn beträgt umgerechnet etwa EUR 300 im Monat. Strom, Wasser, Internet sind hier wesentlich teuer als in Deutschland. Selbst für Lebensmittel, und die Qualität ist beileibe nicht dieselbe wie in Deutschland. Von Früchten mal abgesehen. gebe ich mittlerweile das doppelte im Monat aus, als noch vor 2 Jahren. Das heisst der nette Kellner, dem wir Europäer mondän 50 Centavos Trinkgeld hinlegen, lebt im Regelfall mit der gesamten Familie in einer ärmlichen Zwei-Zimmer-Wohnung, mit Außenklo und ohne Klimaanlage mit Fenster auf 'ne Wand und kann seine Familie kaum ernähren. Sollte er frech werden oder sonst wie einen Fehler machen, steht er sofort auf der Straße. Arbeissuchende gibt es hier genug.

Slater01 hat geschrieben:Und ich bin mir nicht so sicher ob die Aussichten für Hotelbesitzer tatsächlich so toll sind! Über die Olympiade und die Copa brauchen wir nicht zu diskutieren. Da wird es sich bestimmt löhnen. Aber sonst? Der Tourismus lebt vor allem von den Mittelständlern, welche Sonne, Strand und Party oder dann Natur und Erlebnisurlaub wollen. Und wenn man ganz ehrlich ist, so sind die meisten Touris, Männer, man könnte auch sagen Möchtegern Frauenbeglücker, ältere Ehepaare und Studenten. Sei dies aus Europa und Nordamerika oder vom gehobenen Mittelstand der umliegenden Ländern. Geht das aber so weiter werden sich die meisten einen Brasiurlaub schlichtweg nicht mehr leisten können, da ja nicht nur die Hotel und Flugkosten, sondern auch die Lebenserhaltungskosten dauernd steigen. Deshalb wird eher früher als später die erste und zweite Kategorie wieder vermehrt in der Karibik oder Asien anzutreffen sein und die dritte wird sich schon den Flug nicht mehr leisten können, womit sich das auch erledigt haben dürfte.


Außer den Hotel-, Bar- und Motelbesitzern, weint hier im Nordosten keiner den Frauenbeglückern aus Europa und Nordamerika und Japan hinterher. Ein paar gewitzte Spekulanten haben vor 5-10 Jahren damit begonnen en gros Grundstücksflächen zu kaufen. Die ehemaligen Eigentümer haben sich meist mit dem damaligen Marktwert zur Ruhe gesetzt, sich irgendwo eine kleine Farm im Hinterland gekauft und führen jetzt ein einfaches aber ruhiges gelassenes Leben.

Dann kamm vor 5 Jahren die Zweite Welle, vor allem Portugiesen und Spanier, die Taschen voller Geld und das Paradies vor Augen. Ein Land in dem man ein Bier für Essen und Getränke EUR 10,00 bezahlte, das Hotelzimmer EUR 40,00 die Nacht kostete und die Begleitung für die Nacht auch nochmal ca. EUR 20,00.
Denen wurden mit dem globlen Wirtschaftswachstum plötzlich gigantische Hotel und Wohnprojekte schmackhaft gemacht. (In unserer Wohnanlage gibt es sogar eine Sauna, bei einer Durchschnittstemperatur von ca. 30°C).

Die zahlten dann aber plötzlich nicht mehr EUR 200.000-500.000 für Ihre Grundstücke, sondern den 10-20 fachen Preis.

Für die Investition erhielten Sie zuallererst sofort ein unbefristetes Visum. Man kaufte sich als Großinvestor auch erstmal ein dickes Auto (bei 100% Einfuhrsteuer), auch nicht wirklich um sonst. Und schmiss jede Nacht mit den Freunden Parties in Restaurants, indenen sich einheimische nicht mal einen Nachtisch hätten leisten können. Wenn ein Mittelständischer Brasilianer zur Weihnachtsfeier seine Belegschaft zum Essen ausführt, muß er am Eingang erst mal mit einem Bündel Scheine Winken, sonst glaubt man ihm nicht, dass er sich das leisten kann. Aber mit dem Baubeginn gab es plötzlich in den meisten Fällen Probleme. Da wurden Baugenehmigungen nicht erteilt, weil das erworbene Grundstück Teil einer Umweltschutzzone war, die Eigentumsrechte nicht dokumentiert waren, oder dieses oder jenes. Was die "Berufssöhne" Spaniens nämlich nicht ausgeben wollten, war Geld für qualifizierte Dienstleistung. Wenn meine Frau mit Dra. Jur und zahlreichen Aufbaustudiengängen es wagte auch nur die Hälfte der vom Anwaltsverband festgelegten Gebührenordnung zu verlangen, wurde sie als Übergeschnappte Negerin beschimpft.

Stattdessen wusste die Abendbegleiterin aber stehts jemanden, der jemanden kennt, der mit jemandem verwandt ist der auch Anwalt ist und den ganzen Papierkram quasi nebenbei für fast umsonst erledigt.

Hier in Natal kann man es von meinem Dach aus sehen. Ich brauch mich nur im Kreis zu drehen und kann ohne Fernglas bei guter Sicht bestimmt 25-30 gescheiterte Baurprojekte ausmachen, die seit Monaten oder Jahren in den Himmel ragen und verrotten. Bis die Genehmigungen alle eingeholt waren, hatten viele
Anleger Ihr Geld mittlerweile mit beiden Händen unter den Nutten und Barbesitzer verteilt, waren von gerissenen Ganoven hier und da noch kräftig verarscht worden
und als mit der Bankenkrise plötzlich auch die heimischen Wertanlagen nur noch
Spielgeld waren, hatten sie ausgeträumt.

Jetzt aber in Mitten der Wirtschaftskrise, die wenn es nach europäischen Regierungssprechern geht, je eigentlich gar nicht gegeben hat, merkt man plötzlich in welche Taschen die Einnahmen des "teuersten Landes der Welt!" geflossen sind. Hier in Natal stehen die Hälfte aller Großbauprojekte seit Jahren als Bauruinen in der Landschaft, weil sich die Europäer in Ihrer Spekulationswut übernommen haben und plötzlich die Baukosten nicht mehr finanzieren konnten. Tausende von Familien, die extra für den "Bau-Boom" in die Landeshauptstadt gezogen sind, sind arbeitslos, mit NULL Bildung auch ohne Aussicht auf Verbesserung.

Franky hat geschrieben:ich sehe die blase kurz vor den platzen bin gerade von einen 3 wöchigen urlaub aus den norden bras. zurück, wenn ich sehe was so alles mit der kreditkarte von den brasis bezahlt wird werden in mir erinerrungen aus den staaten wach alles nur auf pump das geht nicht lange gut ! [-X


Das tatsächliche Problem Brasiliens sind wirklich nicht die Kreditkarten. Bei den Wucherzinsen verdienen die Banken in Brasilien immer noch gut genug. Außerdem wird an jeder Ecke mitverdient. Um die brasilianischen Banken mache ich mir am wenigsten Sorgen.

Die Probleme sind dieselben wie in den USA auch, wo Kreditkarten mangels Zukunftschancen am Arbeitsmarkt ab Monatsmitte dafür herhalten müssen, die notwendigen Lebensmittel zu kaufen. Oder den 30 Jahre alten Kühlschrank mal wieder reparieren zu lassen.

Europa verwandelt sich im übrigen Jahr für Jahr mehr in eine 3 Klassengesellschaft wie zu Zeiten der Industrialisierung. Da gab's auch Adel, freie und unfrei.
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon bruzundanga » Do 24. Mär 2011, 17:14

bezüglich Wartezeit: Glaub ich auch nicht. Zumindest bei brasilianischen Karten. Wenn ich hier debito bezahle ist das Geld am nächsten Tag von meinem Konto abgebucht. Kürzlich hab ich die Autowerkstatt hier in der Kleinstadt mit Kreditkarte bezahlt. Da sie keinen Vertrag hatten musste ich rüber zur Tankstelle (andere Strassenseite) und bezahlte dort den Betrag "debito". Die Tankstelle bezahlte dann die Werkstatt Cash. :D .

Hotels in unserer Gegend (ceará) nehmen, zumindest brasilianische Karten, eigentlich immer. Auch wenn man "credito" bezahlt und da müssen sie unter Umstanden 30 Tage warten.

Das Bankwesen ist hier in Br. eine der grössten Krücken wenn es um internationalen Tourismus geht. Hinterm Mond und unter aller S.... #-o
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon karlnapp » Do 24. Mär 2011, 17:37

Da ist zwar riesenhaft "international" auf unsere Cash-Karten der BB draufgedruckt, aber deswegen funktionieren die noch lange nicht in Deutschland bzw. Europa. Dort kann meine Ehefrau nur mit der Kreditkarte der BB am Automaten Bargeld anheben, das aber längst nicht an allen Automaten und auch nur per "credito"!

Dass die Zinsen für Kleinkredite in Brasilien so unglaublich hoch sind, hat vor allem, neben der höheren Inflation, mit dem Schuldnerschutz bzw. Kreditausfall-Risiko zu tun. Bis vor kurzer Zeit waren in Brasilien noch nicht einmal, die uns allen (hoffentlich nicht) vertrauten Lohn- oder Gehaltspfändungen gesetzlich statthaft. Erst der verehrte, letzte Präsident hat da eine Gesetzesänderung herbeigeführt.
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon Almöhi » Do 24. Mär 2011, 18:47

Salü,

was ich von diesem erwähnten Präsidenten halten soll, also ich glaube mit dem stimmt etwas nicht.

In dem hier auch eingestellten Interview mit diesem US amerikanischen Sender betont er gnüsslich, unter seiner Amtszeit hätten die Banken so viel verdient wie nie, er rühmt sich dessen geradezu. Und das als Sozialist, hat der sie noch alle ?

Ich vermute, da sind eine Menge Aggreements hinter vorgehaltener Hand gemacht worden, die Schmechte der Reichen hat die Fäden in der Hand, auch unter Lula.

Unter seiner Amtszeit sind die Löhne deutlich gestigen, die Kosten aber noch vielfach mehr. Das ist nur noch nicht allen klar geworden, aber ich sehe da gewaltige Probleme am Horizont.

Ich habe oft genug an der Supermarktkasse gesehen, wie wieder Sachen ausgeladen wurden, weil das Geld nicht reichte.

Die Preise in BR sind schlichtweg unglaublich, die selben Sachen sind hier in der Regel deutlich günstiger.

Neulich auf einer Industrieausstellung gab es einen Fox in Vollausstattung zu bestaunen - für 58.000 $R !!!
Und noch nicht einmal ein Crossfox.

Die sind aber selber Schuld, sie konsumieren wie blöde. Ganz anders als in D scheint es keinen Konkurrenzkampf im Einzelhandel zu geben.

Aber mal zum Thema Übernachtungen, ich denke da spielen die Ausländer keine nennenswerte Rolle.
Neulich auf der Ilha do Mel, lediglich ein Handvoll Ausländer, 99% waren Brasilianer.
Und die machen anders Urlaub, nicht wie wir 3,4 Wochen sondern nur ein paar Tage. Und sie haben auch keinen Anflug für über 1000 Euro, sondern zockeln mit dem Nachtbus für 50 R$.

Vielleicht sind in Fortaleza, Recife oder Natal noch die Europäer die grösste Touri-Gruppe, weiss ich nicht, aber in Salvador sind mir vor Kurzem keine Ausländer mehr sonderlich ins Auge gefallen.

Gruss
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon cabof » Do 24. Mär 2011, 21:55

Nur mal so: 1 SM entspricht 300 Euros, wer das verdient oder für das Geld arbeiten muß, buckelt ganz schön rum,
bei uns ist das mal so 3-4 Tage Arbeit oder die Putze macht das in 20-30 Stunden (in Köln nehmen die BR Mädels
zwischen 12 und 15 € die Stunde, für`s putzen...).
Was die Urlaubsgewohnheiten angeht.... ich habe auf Morro de Sao Paulo festgestellt, das nach einer Woche die
brasil. Gäste gewechselt haben, ich habe 4 Wochen ausgehalten - scheint so, Kurzurlaub und der ist dann meist
auch noch finanziert. Vom Typus her, Leute die im Leben stehen - also keine Unterschicht. Ich weiß nicht, ob das
heute noch möglich ist, von früher kannte ich Leute, die haben ihren Jahresurlaub verkauft und keinen genommen.
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon dimaew » Do 24. Mär 2011, 22:05

cabof hat geschrieben:Nur mal so: 1 SM entspricht 300 Euros, wer das verdient oder für das Geld arbeiten muß, buckelt ganz schön rum,
bei uns ist das mal so 3-4 Tage Arbeit oder die Putze macht das in 20-30 Stunden (in Köln nehmen die BR Mädels
zwischen 12 und 15 € die Stunde, für`s putzen...).
Was die Urlaubsgewohnheiten angeht.... ich habe auf Morro de Sao Paulo festgestellt, das nach einer Woche die
brasil. Gäste gewechselt haben, ich habe 4 Wochen ausgehalten - scheint so, Kurzurlaub und der ist dann meist
auch noch finanziert. Vom Typus her, Leute die im Leben stehen - also keine Unterschicht. Ich weiß nicht, ob das
heute noch möglich ist, von früher kannte ich Leute, die haben ihren Jahresurlaub verkauft und keinen genommen.


Nein, ist so nicht mehr möglich. Der Arbeitnehmer kann maximal 10 Tage (bitte nicht festnageln, können auch zwölf sein) von seinem Urlaub "verfallen" lassen und sich statt dessen ausbezahlen lassen. Den rest muss er nehmen, wobei es immer noch üblich ist, zumindest in der Produktion, den ganzen Urlaub am Stück zu nehmen.

Davon wird Brasilien aber nicht teuer.
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon TomBlues » Fr 25. Mär 2011, 02:30

bruzundanga hat geschrieben:Das Bankwesen ist hier in Br. eine der grössten Krücken wenn es um internationalen Tourismus geht. Hinterm Mond und unter aller S.... #-o

Wieso hinterm Mond? Denen geht's nur um's Geld verdienen und die Masche haben sie perfekt drauf. In Deutschland wären fast alle mit brasilienischen Banken geschlossenen Verträge sittenwidrig und würden alle brasilianischen Banken (zumindest die, die ich kenne) nach §291 StGB wg. gewerbsmäßigem Wucher in scherem Fall zu 6 Monaten - 10 Jahren Haft verurteilt werden. Nebenher wahrscheinlich noch wg. einer ganzer Reihe anderer Delikte, wie z.B. Nötigung
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Re: Brasilien: Das teuerste Land der Welt!

Beitragvon Elsass » Fr 25. Mär 2011, 07:59

Das Bankengeschaeft war in den letzten Jahren das lukrativste legale Geschaeft in Brasilien.
Mehr Geld verdienen kann man nur noch mit illegalen Geschaeften.
Fuer einige Anteilseigner von Itau und Bradesco ist die Milliardaersaera angebrochen.

Gewinne gemacht wird hauptsaechlich mit den Kleinkunden ueber ueberhoehte Gebuehren und Wucherzinsen.
Dafuer stehen die Dummen auch noch mit allergroesstem Vergnuegen Schlange. :roll:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,750073,00.html
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