Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon Colono » Fr 27. Feb 2015, 03:07

Wow Trem, ein recht ausfūhrliches Statement. Bin darin recht gut weggekommen. :D Vergeltsgott. Trotzdem eine rosarote Brille braucht man schon wenn man die Zustände im brasilianischen Fernsehen guckt. Vieles betrifft uns hier nicht unmittelbar. Genauso wie damals in Jugoslawien, wo wir in der Kindheit unsere Ferien verbrachten, haben sie sich auch gegenseitig aufgefressen. Ist noch nicht so lange her. Exyugoslavien, bei mir in Brasilien äquivalent zur Entfernung nach Rio.
Daß ich nach Brasilien auswanderte, hat eigentlich weniger damit zu tun ob ich das Land liebe oder nicht. Ich muß sagen, ich bin da nicht so patriotisch eingestellt. Gerade gelesen: Ich halte das fūr einen ausgesprochenen Schwachsinn das Land unötig schlecht zu machen um es weiter zu bringen. Ist in etwa so jemand mit einem blauen Auge zu fotografieren und ihm das Foto zu schenken. Typisch deutsch, taktlos. Tut mir leid das in aller Deutlichkeit sagen zu mūssen. Wir, die Leute in Brasilien wissen schon was nicht stimmt, da brauchen wir andere nicht zu. Als traditioneller Bewohner darf ich das wohl sagen. Mir gefällt es hier und ich fūhl mich in meiner Gegend im Sūden einfach wohl. Kann man ein bisschen mit dem Alpenland oder Toscana vergleichen, ab und zu fällt auch Schnee. Nahrungsmitteltechnisch eine Art Schlaraffenland, vieles wird von hier in alle Welt gekarrt. Schaut mal zu Metro, vielleicht gibts mal wieder Brasil-Huhn aus Bodenhaltung wenn nicht gerade unsere LKWs alles blockieren. Oder frisch aufgetaute Tainha. Boscha... gerade sprang eine fast in mein Wohnzimmer. Bin nur immer noch zu faul die Taraffa rauszukramen. Auch Trinkwassser gibts noch genug. Kommt direkt aus den Bergen. Urlaub, den man eigentlich nicht braucht, ūbersetzt man hier ūbrigens mit Temporada, ( viele verdienen damit in Brasilien ihre Brötchen) Ein ähnliches Ambiente wie ich es habe kriegst in Europa höchstens vom Urgrossvater vererbt. Ist also nicht eine Frage des Geldes (Vielleicht mal seinen Tiefgaragenstellplatz verkaufen um sich in Brasilien ein Sitio anzuschaffen, ich hab da zufällig was im Angebot) sondern ob es das noch gibt. Genau das sollte sich in Brasilien nicht ändern.

Trotzdem man hat auch hier in letzter Zeit irgendwie den Eindruck es werden einem ūberall schlechte Zeiten eingeredet. Nun die werden wohl zwangsläufig kommen.

Damals vor der Eurowende habe ich recht schnell und gut in Deutschland verdient. Zu Zeiten der Parität der Mark zum Dollar konnten wir uns in Brasilien fast alles leisten. Wer hat es eigentlich verbockt, daß es die nicht mehr gibt? Zumindest kann da Brasilien nichts dafūr.

Es wurde uns schon damals prophezeit was aus dem Euro einmal wird. Nämlich eine heimliche Enteignung der Hälfte unseres deutschen Volks- Vermögens. Ich hatte deswegen Panik um mein Sparbuch und mir war da vorerst egal was aus dem neueingefūhrten Real einmal wird. Gut ich war in diesen Zeiten auch nicht so zuversichtlich fūr Brasilien wie es scheint. Wichtig war mir der Wechselkurs und was ich fūr jede Mark erhielt. Nach der Devise rette sich wer kann, habe ich mich entschieden schnell und krisensicher in Brasilien zu investieren, meine Fau und ich haben da wohl so einiges richtig gemacht.

Gerade zur heutigen Zeit wäre fūr mich eine Auswanderung aus D wieder topaktuell. Nun, das Beste was euch passieren kann, dass es nur den Euro endlich zerreisst und Deutschland wieder seine Mark bekommt. Um da das Thema Ukraine aufzugreifen. Die hat eigentlich fast nichts mit Brasilien gemein, ausser dass diese von den Transatlantikern dazu benutzt wird um seinen traditionellen Klassenfeind Russland zu ärgern. Brasilien wird da auch reingezogen. Dem nimmt man ūbel sich fūr seinen Brics-Partner eingesetzt zu haben. Dazu eine neureiche aufstrebende Volkswirtschaft erzeugt auch ein bisschen Neid. Etwas Zucker im Tank des Wirtschaftsmotors Brasilien kann da nicht schaden. Das erklärt die Disakreditierung die Brasilien erhält, wenn alle Welt zuschaut. Wer weiss vielleicht wurde nur deshalb der Griff ins brasilianische Volksvermögen aufgedeckt. Machen sie doch alle und ūberall. Klar, wir brauchen uns da nichts vormachen, hier in Brasil gibt es die unglaublichsten Zustände. Das gab es ja schon immer und wird wie gesagt in weit grösserem Stil auch bei anderen Volkswirtschaften wie UE und EUA betrieben. Wo Unternehmen und Banken sind, kann man in die Kasse langen.
Die Leute vergessen da zu schnell, nun gut Griechenland, hält die Erinnerung wach.

Wenn man in der letzten Zeit zwischen den Zeilen fast aller Medien schaut, könnte man meinen die Zeichen sehen in Europa auf Abgrund. Der Druck im Kessel wird einfach zu hoch.
Aus Sicherheitsgrūnden, was liegt da näher sich möglichst weit davon aufzuhalten. Ein bisschen Land in Brasilien und man wird in Krisenzeiten zum Selbstversorger. Was die Grundstūckspreise in Brasilien anbelangt, es werden bestimmt wieder bessere Zeiten kommen. Den Kopf in den Sand zu stecken, halte ich fūr den größten Fehler den ein zukūnftiger Auswanderer machen kann. Das Leben ist dynamisch, nur die Vergangenheit deckt Fehler und Unterlassungen auf. Aus denen kann man zumindest zum Glūck zur Zeit immer noch lernen. Was hat man zu verlieren?
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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon Brazil53 » Fr 27. Feb 2015, 07:43

Ich finde es gut die unterschiedlichen Standpunkte hier zu beschreiben.
Es zeigt doch sehr deutlich, dass jeder seine Sichtweise auf die Dinge hat.
Die Euro-Skepsis kann ich nicht teilen und es gibt schlimmeres als in Deutschland zu leben.

Aber deswegen ist Brasilien nicht die hoffnungslose dreckige und kriminelle Landschaft, wie sie von einigen hier dargestellt wird.
Es ist so wie mit "der Brasilianerin", die gibt es ja auch nicht.
Unbestritten ist es kein Paradies, wo man die Leichtigkeit des Seins genießen kann.
Blind darf man natürlich auch nicht sein.

Ich denke einmal, dass 90% der Auswanderungswünsche schon an den rechtlichen Möglichkeiten scheitern.
In einer Zwickmühle sitzen die Paare welche eine Fernbeziehung führen, da stellt sich die Frage eher nach dem Machbaren.

Von der Gruppe der Auswanderungswilligen mit den rechtlichen Möglichkeiten und der ausreichenden finanziellen Ausstattung, ließt man hier eher wenig.
Aber wer traut sich den noch als Neuling, ein paar Fragen zu stellen, nach dem er sich etwas im Forum eingelesen hat?
Niemand hat Lust, sich genüsslich zerreißen zu lassen.

Das war das Wort zum Morgen. :mrgreen:
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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon frankieb66 » Fr 27. Feb 2015, 15:41

Brazil53 hat geschrieben:Ich finde es gut die unterschiedlichen Standpunkte hier zu beschreiben.
Es zeigt doch sehr deutlich, dass jeder seine Sichtweise auf die Dinge hat.
...
In einer Zwickmühle sitzen die Paare welche eine Fernbeziehung führen, da stellt sich die Frage eher nach dem Machbaren.
...
Von der Gruppe der Auswanderungswilligen mit den rechtlichen Möglichkeiten und der ausreichenden finanziellen Ausstattung, ließt man hier eher wenig.

Das liegt u.a. daran, dass Mitgliedern dieser Gruppe meist das Tragen der "rosaroten Brille" unterstellt wird. Und zwar speziell von Dinos und anderen, die eine oftmals recht einseitige Sicht auf Brasilien haben. Brasilien ist eben nicht nur Rio und der NO, und selbst dort ist nicht alles "arm", "schlecht" und "korrupt". Und ich verwette meinen Allerwertesten darauf, dass die wenigsten der Kritiker den Süden abseits der tourisitischen Highlights kennen und schon gar nicht das tägliche Leben dort vor Ort. Ich selbst habe schon mal im Süden gelebt und kann daher @colono's Ansichten vom Leben dort vollumfänglich teilen. Mittlerweile hats mich nach Brasilia verschlagen. Gut, hat keinen Strand, dafür ists aber für bras. Verhältnisse sehr "aufgeräumt" dort. Ok, natürlich auch teuer, aber:

No Plano Piloto, maior parte da população ganha mais de R$ 14 mil mensais
Os que vivem com até um salário mínimo correspondem a pouco mais de 1%
http://www.correiobraziliense.com.br/app/noticia/cidades/2014/12/03/interna_cidadesdf,460331/no-plano-piloto-maior-parte-da-populacao-ganha-mais-de-r-14-mil-mensais.shtml


Brazil53 hat geschrieben:Aber wer traut sich den noch als Neuling, ein paar Fragen zu stellen, nach dem er sich etwas im Forum eingelesen hat? Niemand hat Lust, sich genüsslich zerreißen zu lassen.

Oftmals liegt das daran:
Brazil53 hat geschrieben:Ich denke einmal, dass 90% der Auswanderungswünsche schon an den rechtlichen Möglichkeiten scheitern.


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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon Berlincopa » Fr 27. Feb 2015, 21:55

Colono hat geschrieben:
Um da das Thema Ukraine aufzugreifen. Die hat eigentlich fast nichts mit Brasilien gemein, ausser dass diese von den Transatlantikern dazu benutzt wird um seinen traditionellen Klassenfeind Russland zu ärgern. Brasilien wird da auch reingezogen. Dem nimmt man ūbel sich fūr seinen Brics-Partner eingesetzt zu haben. Dazu eine neureiche aufstrebende Volkswirtschaft erzeugt auch ein bisschen Neid. Etwas Zucker im Tank des Wirtschaftsmotors Brasilien kann da nicht schaden. Das erklärt die Disakreditierung die Brasilien erhält, wenn alle Welt zuschaut. Wer weiss vielleicht wurde nur deshalb der Griff ins brasilianische Volksvermögen aufgedeckt. Machen sie doch alle und ūberall. Klar, wir brauchen uns da nichts vormachen, hier in Brasil gibt es die unglaublichsten Zustände. Das gab es ja schon immer und wird wie gesagt in weit grösserem Stil auch bei anderen Volkswirtschaften wie UE und EUA betrieben. Wo Unternehmen und Banken sind, kann man in die Kasse langen.


Abgesehen von Deiner Entgleisung hinsichtlich der Ukraine kann man Deinen Ausführungen in viele Teilen zustimmen. Liegt sicher an Deinem Hass auf die USA, die EU, den Euro. In Deutschland sind die Linken, die NPD und die AfD ähnlich eingestellt, eine eurasische Ideologie liegt oftmals zugrunde. Stell Dir vor, bei einer starken Rezession und innenpolitischen Unruhen käme Dilma (oder ein Nachfolger) auf die Idee, um davon abzulenken, im Nachbarland Argentinien Unruhen zu schüren und sich unter fadenscheinigen Gründen das nördliche Argentinien einzuverleiben. Mal sehen, wie lange es dann noch so ruhig zuginge in Deinem Paradies.
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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon frankieb66 » Fr 27. Feb 2015, 22:41

Berlincopa hat geschrieben:Abgesehen von Deiner Entgleisung hinsichtlich der Ukraine...

muhahaha ... Colono ist halt im Gegensatz zu dir (und zum Glück) noch nicht EUS-gehirngewaschen. Das größte Verbrecherpack derzeit sind die USA und ihre Vasallen in EU und sonstwo, insbesondere aber auch in BERlin ... ok, IS und andere Terroristen sind auch übel, aber in der gleichgeschalteten westlichen Mainstreampropaganda werden oft Ursache und (Aus-)Wirkung verwechselt. Von nix kommt nix, wie wir hier in BY sagen würden.
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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon Lemi » Fr 27. Feb 2015, 22:52

Und was ist nun die Moral von der Geschicht?

Soll man eine Auswanderung empfehlen oder lieber davor warnen?

Ich stimme für die 2. Option, auch wenn es negativ klingen mag.

Wer in Brasilien die grosse Freiheit sucht, wird sie nicht finden. Deutschland ist, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, in vielen Dingen liberaler (lassen wir den Karneval mal aussen vor). Das geht bei der Abtreibung los und endet bei der Sauna-Bekleidung. Dazwischen gibts viel "Room to manover" wie mein englischer Kollege Mr. Appleby zu sagen pflegt ... :mrgreen:
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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon Brazil53 » Sa 28. Feb 2015, 00:18

Lemi hat geschrieben:Und was ist nun die Moral von der Geschicht?

Soll man eine Auswanderung empfehlen oder lieber davor warnen?

Ich stimme für die 2. Option, auch wenn es negativ klingen mag.

Wer in Brasilien die grosse Freiheit sucht, wird sie nicht finden. Deutschland ist, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, in vielen Dingen liberaler (lassen wir den Karneval mal aussen vor). Das geht bei der Abtreibung los und endet bei der Sauna-Bekleidung. Dazwischen gibts viel "Room to manover" wie mein englischer Kollege Mr. Appleby zu sagen pflegt ... :mrgreen:


Berlincopa, du kannst es einfach nicht hinnehmen wenn jemand eine eigene Meinung äußert. So etwas ist weder eine Entgleisung, oder Hass auf einen Staat. Es ist nur eine Herabqualifizierung um andere Beiträge zu entwerten.
Wer den Imperialismus der USA kritisiert muss noch lange kein Freund von der unsäglichen Politik Putins sein.

Lemi, was ist die große Freiheit?
Ich denke auch hier hat jeder seine Sichtweise. Recht, Ordnung, Gesundheit und Sicherheit da bin ich gerne in Deutschland.

Zwischenmenschlicher Umgang im Altagsleben, da sehe ich für mich, Brasilien ganz weit vorne.

Und für mich und meine persönliche Freiheit ist möglichst viel "Leichtigkeit des Seins" etwas sehr wichtiges.

Da ist Deutschland für mich, ganz hinten und erstarrt vor Kälte, besonders schwer ist es für hier Fremde - und die Fremde beginnt bereits 2 Straßen weiter.

Jedes Land der Welt, jede Landschaft gibt mir andere Gefühle. Es muss nicht mal Brasilien sein.

Will man mich also unter Option 2 vor anderen Gefühlen und Wohlbefinden warnen? :mrgreen:
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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon Lemi » Sa 28. Feb 2015, 03:06

Brazil53 hat geschrieben:Lemi, was ist die große Freiheit?
Ich denke auch hier hat jeder seine Sichtweise. Recht, Ordnung, Gesundheit und Sicherheit da bin ich gerne in Deutschland.


Naja, in Brasilien denken ja alle, dass sie Recht und Ordnung irgendwie umschiffen können, was diese "Freiheit" gibt. Brasilianer nennen es ja auch den "Jeitinho".

Man kanns auch philosophisch sehen und sagen: "Jeder ist so frei wie er sich selber fühlt".

Egal, ich denke, dass der Staat in Brasilien seine Bürger immer mehr einengt. Dilma will die Pressefreiheit gesetzlich beschneiden, erhöht Steuern, alle möglichen Preise (heute Energie + 28%!), verplempert Steuergelder, zieht mit ihrer Partei den Vorzeigekonzern in den Abgrund ... auf der Strasse wird man ausgeraubt, für die Schule muss man ein Schweinegeld bezahlen. Was soll daran noch schön sein?

Brazil53 hat geschrieben:Zwischenmenschlicher Umgang im Altagsleben, da sehe ich für mich, Brasilien ganz weit vorne.


Klar, am besten im Auto sichtbar. Andere Autofahrer ... leckt mich. Fussgänger ... schert euch von der Strasse! Im Schlange stehen vordrängeln, Im Bus einfach sitzenbleiben, wenn ein Alter kommt. Das ist doch der Alltag hier.

Der Rest resümiert sich auf ein bisschen blablabla und das wars? Wie viele deiner Nachbarn kennst du wirklich? Ich kenne sie nur vom Fahrstuhl-Guten-Morgen. Maximal ein "Oi tudo bem!?" ... richtige Freunde. Da muss man lange suchen. Also solche die es auch ehrlich meinen, und auch mal für dich durch Dick und Dünn gehen. Dort, wo ich aufgewachsen bin, gabs und gibts sowas noch.


Brazil53 hat geschrieben:Will man mich also unter Option 2 vor anderen Gefühlen und Wohlbefinden warnen? :mrgreen:


Ganz und gar nicht. Das ist ein persönliches Gefühl und auch eine eben solche Entscheidung. Es kommt auch immer auf die Situation an. Als Tourist fühle ich mich auch fast überall wohl, selbst in Indien. Dort leben, nein danke! Und weswegen: weil eigentlich alles !&@*$#! ist. Aber im Urlaub ist diese !&@*$#! eben exotisch ... also schön und fotogen.
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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon Berlincopa » Sa 28. Feb 2015, 03:15

Brazil53 hat geschrieben:
Berlincopa, du kannst es einfach nicht hinnehmen wenn jemand eine eigene Meinung äußert. So etwas ist weder eine Entgleisung, oder Hass auf einen Staat. Es ist nur eine Herabqualifizierung um andere Beiträge zu entwerten.
Wer den Imperialismus der USA kritisiert muss noch lange kein Freund von der unsäglichen Politik Putins sein.

:mrgreen:


Dann frag doch Colono oder frankie selbst: Die mögen den Halbnacktreiter und dessen Politik wirklich und hassen/verachten die USA, EU, den Euro wirklich. Daher ist meine Kritik maximal ein wenig überspitzt, in der Sache aber noch angemessen.
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Re: Brasilien - Der Traum vom Auswandern

Beitragvon Brazil53 » Sa 28. Feb 2015, 07:57

Ich denke, viele unterschätzen das Leben in einem neuen Land und können keine Wurzeln dort finden.
Und dann macht sich Frust breit und man weiß, dass in Deutschland alles besser ist.
Jeder hat da seine eigene Realität im Kopf.
Das ist natürlich ein großer mentaler Unterschied zu den Auswanderern, die aus wirtschaftlicher Not oder als Sklave ihre Heimat verlassen mussten. Da gab es kein zurück mehr.

Und das schönste "Paradies" ist die Hölle, wenn keine Wurzeln schlagen kann.

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