Brasilien erlebt sein nächstes blaues Wunder

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Brasilien erlebt sein nächstes blaues Wunder

Beitragvon mauli » So 2. Jul 2006, 10:41

Brasilien erlebt sein nächstes blaues Wunder

Frankfurt/Main - Angetrieben von einem starken Zinedine Zidane hat Frankreich Rekordweltmeister Brasilien mit 1:0 (0:0) im Viertelfinale aus dem Turnier geworfen. Nach Vorlage des scheidenden Superstars machte Thierry Henry mit seinem goldenen Tor die Vorschlussrunde der Weltmeisterschaft zu einer rein europäischen Angelegenheit.
Der fünfmalige Titelträger Brasilien erhielt vor 48.000 Zuschauern in der Frankfurter Arena die Quittung für zuletzt wenig überzeugende Auftritte. Das schlechteste Abschneiden der "Selecao" seit 1990 (Achtelfinale) ist damit perfekt.

"Die Alten sind noch da"
"Wir sind nicht verfrüht ausgeschieden, aber wir haben auch noch nicht damit gerechnet", sagte Brasiliens Coach Carlos Alberto Parreira. "Wir haben dumme Fehler gemacht und sind deswegen sehr enttäuscht."
Frankreich-Trainer Raymond Domenech konnte hingegen sein Glück kaum fassen. "Ich bin völlig erschöpft vor Glück. Dieses Gefühl wird uns weitertragen, deshalb denke ich in diesem Moment noch überhaupt nicht an Portugal", meinte der Trainer und fügte hinzu: "Die Alten sind noch da."

Wiedergutmachung für Vorrunden-Aus 2002
Frankreich feierte damit die endgültige Wiedergutmachung für das blamable Vorrunden-Aus 2002 und den fünften Einzug in ein WM-Halbfinale. Dort trifft die "Equipe Tricolore" am 5. Juli in München auf Portugal.
Zidanes Abschiedstour, der nach der WM seine Karriere beenden wird, geht damit noch mindestens zwei Spiele weiter.

Zinedine Zidane überragend
Die mit Spannung erwartete Neuauflage des WM-Finales von 1998 konnte den hohen Erwartungen allerdings nie gerecht werden. Die erste Halbzeit war angesichts der Masse an Stars eine einzige Enttäuschung.
Lediglich Zidane bot den Zuschauern eine spektakuläre Show und war im französischen Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt wie in alten Tagen.

Wenig Torraumszenen
Angetrieben von "Zizou" hatte Frankreich stets mehr vom Spiel. Mit gutem Pressing drängte der Titelträger von 1998 Brasilien über weite Strecken der Partie in die Defensive.
Die gefälligen Kombinationen der "Equipe Tricolore" endeten aber zumeist an der Strafraumgrenze. Die französischen Angriffe wurden zudem oft vom aufmerksamen Bayern-Profi Lucio gestoppt.

Keine Notbremse von Juan
Die einzig erwähnenswerte Chance des ersten Spielabschnitts resultierte aus einer Standardsituation. Vorausgegangen war ein Foul von Juan an Patrick Vieira nach einem schönen Zidane-Solo. Schiedsrichter Luis Medina Cantalejo entschied nicht auf Notbremse, weil Lucio noch gleichauf war.
Der Leverkusener wurde mit Gelb verwarnt, Henry schoss den fälligen Freistoß in die Mauer (45.+2).

Henry trifft nach Zidane-Freistoß
Spielerische Elemente blieben auch im zweiten Durchgang Mangelware. So wurde Frankreichs Siegtor durch einen Freistoß von Zidane eingeleitet. Henry hatte sich an den langen Pfosten geschlichen und konnte völlig unbedrängt einschieben.
Brasiliens hochgelobte Offensive blieb über 90 Minuten eine einzige Enttäuschung. Rekord-WM-Torschütze Ronaldo ließ lediglich in der Anfangsphase sein Können aufblitzen, Weltfußballer Ronaldinho fiel nur bei einem Freistoß in der 89. Minute auf, den er knapp über den Kasten setzte.
Und auch der in der Schlussphase eingewechselte Robinho konnte ebenso wie der zur Halbzeit gekommene Adriano die französische Abwehr um Lilian Thuram nicht groß in Verlegenheit bringen.

"Bye, Bye Brasilien..."
Erst in den Schlussminuten drängte der Favorit auf den Ausgleich. Doch Unsicherheiten von Frankreichs Torwart Fabien Barthez bei einem Lucio-Volley (86.) und einem Ronaldo-Schuss (90.) blieben ungestraft.
Der dritte WM-Erfolg der Franzosen gegen Brasilien hätte nach Konterchancen von Frank Ribery (61.) und Louis Saha (90.) auch höher ausfallen können.
"Bye, bye Argentina, see you 2010", hatten die Fans in Anspielung auf das Viertelfinal-Aus des Erzrivalen gegen Deutschland plakatiert. Zu früh gefreut. Jetzt geht's nach Hause an den Zuckerhut.

Quelle: http://www.sport1.de/de/sport/artikel_185936.html
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