Niederdorfelden (dpa/gms) - Brasilien-Urlauber sollten sich möglichst rechtzeitig um ihre
Flugverbindungen kümmern. Dabei empfiehlt es sich, neben den Transatlantikstrecken auch Inlandsflüge gleich von Deutschland aus mitzubuchen.
Das rät Caroline Stahl von der Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika in Niederdorfelden (Hessen). Das sei häufig günstiger, als die Tickets erst im Urlaubsland zu kaufen.
Für Brasilien-Reisende aus Deutschland habe sich die Situation nach Turbulenzen in den vergangenen Monaten zuletzt aber wieder entspannt, so Stahl. Nachdem die bis dahin größte brasilianische Fluggesellschaft Varig Insolvenz angemeldet hatte und im Sommer 2006 an einen neuen Investor versteigert worden war, waren eine Zeit lang etliche Transatlantik- und Inlandsflüge storniert worden.
Mittlerweile läuft der Flugbetrieb der «neuen» Varig nach Angaben ihrer Sprecherin Sieglinde Vogler in Frankfurt/Main wieder mit einem täglichen Flug ab Frankfurt über Sao Paulo nach Rio de Janeiro normal. «Alle Passagiere, die gebucht haben, befördern wir.» Zudem liefen mit der Star Alliance Verhandlungen über eine Wiederaufnahme in das Luftverkehrsbündnis. Die alte Varig soll wegen der Umstrukturierung nach der Insolvenz zum 31. Januar aus dem weltweiten Verbund ausscheiden. Behinderungen im Flugverkehr könnten sich laut Vogler derzeit allerdings noch dadurch ergeben, dass die Fluglotsen in Brasilien gegenwärtig «Dienst nach Vorschrift» machen.
Die Flugkapazitäten nach Brasilien sind nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika im Vergleich zur Situation vor der Varig-Insolvenz sogar eher noch gestiegen. Neben der Varig böten von Deutschland aus die Fluggesellschaften Lufthansa, Condor und die brasilianische BRA Direktflüge an. Flüge von anderen Städten in Europa bieten - zum Teil mit Zubringerdiensten aus Deutschland - die brasilianische TAM, die portugiesische TAP und die spanische Iberia.
Laut Caroline Stahl ist es gerade bei Brasilien-Reisen sinnvoll, sich bei der Buchung an ausgewiesene Brasilien-Spezialisten unter den Veranstaltern oder Reisebüros zu wenden. Weil der Reisemarkt in dem größten Land Lateinamerikas derzeit stark in Bewegung sei, lasse sich dadurch sicher stellen, dass alle Veränderungen bei Verbindungen berücksichtigt werden.
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