|
Ich wohne in Córdoba, Argentinien und kenne mich glaub ich hier ganz gut aus, da ich aber Brasilien wenig kenne kann ich es nicht damit vergleichen.
Klar ist es hier kühler als in Rio, aber 9 Monate sind nach mitteleuropäischem Verständnis immer noch Sommer (in Buenos Aires 6-7 Monate). Die Kriminalität ist niedrig (niedriger als in einigen Gebieten Europas), die Preise liegen - vom Süden und Buenos Aires abgesehen - immer noch deutlich unter Europa und auch Brasilien, ziehen aber z.Zt. stark an.
Buenos Aires ist wie schon gesagt wurde, ziemlich europäisch. Córdoba, Rosario und Mendoza, die nächstgrößeren Millionenstädte, etwas weniger, aber trotzdem kein Vergleich mit dem Rest Lateinamerikas. Einige Städte wie Posadas (nahe von Brasilien!), Salta, Jujuy und Tucumán - alles größere Städte mit über 300.000 Einwohner - haben schon eher lateinamerikanisches Flair, sind aber trotzdem sicher.
Uruguay ist von der Tendenz her ähnlich, auch von den Preisen her. Chile von Flair auch, aber deutlich teurer, allerdings ist die Landschaft im Süden ganz große Klasse, im Norden eher etwas wüstenhaft-karg.
Bolivien und Peru sind keinesfalls (kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen) der Kriminalitätsherd als das sie immer dargestellt werden. Hier hat sich in den letzten 15 Jahren eine Menge getan - inzwischen scheint sogar Brasilien das gefährlichste Land Südamerikas geworden zu sein. Neben La Paz gibts in Bolivien als Großstadt noch Cochabamba und Santa Cruz, die wärmer sind. In Peru soll neben Lima Arequipa empfehlenswert sein (koloniale Innenstadt, sicher, viel Kultur).
Wie immer, kommts drauf an, was man sucht. Man kann eigentlich in jedem Land fast alles finden.
|