Brasilien=Indien?

Mitteilungen von und für Mitgliedern zum Brasilien-Forum / Verbesserungsvorschläge / Kritik und Lob

Beitragvon Takeo » Mi 12. Sep 2007, 18:10

supergringo hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:Wer hat den wieder diese Karnevalstanten ins Netz gestellt? Auf Kongressen oder im nomal-life-Business sieht man diese Karnevalsgestalten und Negertunten hier nämlich kaum bis nie...
Wieviel Prozent der Gesamtbevölkerung machen diese Tanten des "Normal-Life-Business" in Brasilien denn aus? 0,3% oder willst Du mir etwa weißmachen, dass sich die Tippsen in ihrem Freizeitverhalten sonderlich abheben von der Interessen einer Favelada?

Ähnliche Relationen gelten natürlich auch für Indien.


Ja das will ich lieber Gringo! Denn normale Frauen scheinst du in Brasilien ja anscheinend wirklich nicht zu kennen. Wieviel Prozent diese "Tanten" der Normal-Life-Business von der weiblichen Gesamtbevölkerung ausmachen? ... etwa 20 - 30% vielleicht. Aber ich gestehe das ja ein, in Recife und an der Copacabana findet man ja anscheinend wirklich nur Nutten, die nach Schwalbach im Taunus wollen... rate mal warum ich Rio so zum Kotzen finde?

(Ich denke nur was passieren würde, wenn ich die Direktorin von 'Human Resources' (Brasilianerin, 35 Jahre) als Tippse betiteln würde... oder die Assistentin meines Chefs, auf deren Mail ich gerade warte, während ich hier so schreibe... um mit meiner Arbeit fortfahren zu können...)
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Beitragvon Takeo » Mi 12. Sep 2007, 18:34

supergringo hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:]Hast Du mal in Brasilien gearbeitet? Nicht Büchsen gesammelt oder einen Mercedes 1113 abgeladen... sondern so richtig... mit bras. Vorgesetzten, im bras. Team, mit Terminen, Deadlines, Reuniões, Metas etc...?
Zeitrobleme werden einfach gelöst. Da wird einfach auf die Heerschar von Semi-Sklaven zurückgegriffen, die kriegen ein paar Tritte in den Hintern und schon funktionierts. Es ist m.E. schon völlig richtig, wenn Firmen in Europa einen ehemals in Brasilien arbeitenden deutschen Bewerber als (völlig) "verkorkst" ansehen. Der Hammer ist, wenn sich manche noch beschweren, wie hart sie da unten arbeiten mussten. Lächerlich!


Also doch nicht! Zeitprobleme mit Sklavenarbeitern? In Deiner geliebten Favela vielleicht, im Büro des Drogenkuriers.... Von Deutschland allerdings hört man ja nur Urlaub... bis zu 3 Monate im Jahr, und krankfeiern auch ständig... Ich finde es der Hammer, wenn Leute aus der Bundesrepublik sich einbilden hart zu arbeiten. Les' doch alleine mal hier im Forum: komme bald für ein halbes Jahr nach Brasilien: Rundreise.... Bin ab Januar für zwei Monate in Rio und dann in Recife... wo gibt's die schönsten Strände... Urluab, Urlaub und Urlaub... und uns was von hart arbeiten einreden wollen. DAS ist lächerlich!!! Und wenn ich mir so die Stellungen von deutschen oder auch brasilianischen Kolegen in Europa oder USA so angucke, kann ich Deine Aussage des "verkorkst" absolut nicht teilen: Man erzählte mir bspw. mal, dass der Vorstand der BASF in den 90-iger Jahren fast 'geschlossen' aus São Paulo kam... in unserer Firma leitet ein Brasilianer des gesamte Europageschäft, ein Anderer das gesamte Nordamerikageschäft ... (schweizer Firma wohlgemerkt!)... ein ehemaliger Freund und Arbeitskollege (Brasilianer) einer anderen Firma ist 'Head of Global Research' in USA... und viele ehemaligen deutsche Expats sind durchaus erfolgreich in Europa oder Asien oder sonstwo... und ein Inder ist hier bei uns übrigens 'Head of Regional Security' ...die Zeit, als bspw. Volkswagen in den 70-iger Jahren irgendeinen Werksmeister aus Wolfsburg nach Brasilien geschickt hat, und er sich dann hier "Engenheiro" taufte sind lange vorbei... Also Supergring, recherchiere mal besser, bevor Du uns so ne' !&@*$#! ins Netz drücken willst!
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Re: Brasilien Indien

Beitragvon Takeo » Mi 12. Sep 2007, 18:42

Timao hat geschrieben:Brasilien bezogen weiss ich das aufgrund der Umstaende die sehr anders sind als in Nordeuropa gewisse Verspaetungen usw eintreffen, dies fuehrt sehr oft zu dem Vorurteil das Brasilaner (Business Brasis) als zu laessig , relaxt oder sogar faul angesehen werden. Auf der anderen Seite nutzen einige auf Grund der "Umstaende" die Situation auch auf und um 17.00 sitz man schon im Buteco und steckt den Kopf in dem Sand (amanha a gente ve isto , tem que aproveitar o momento, hepa...).


Du sagst ja selber, dass es lange her war und dass Du noch jung warst als Du in Brasilien gelebt hat... ich habe schon meetings erlebt, die morgens um 07:30 angefangen haben... und bis um 19:30 gingen, und das über ein paar Tage... wenn mir um 17:30 die Birne schon geraucht hat, haben manche meiner brasilianischen Arbeitskollegen immer noch fleissig und konzentriert gearbeitet... und um 20:30 wurde auf eine Partie Fussball gespielt... so ändern sich die Zeiten!
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Re: Brasilien Indien

Beitragvon Timao » Mi 12. Sep 2007, 20:06

Du sagst ja selber, dass es lange her war und dass Du noch jung warst als Du in Brasilien gelebt hat... ich habe schon meetings erlebt, die morgens um 07:30 angefangen haben... und bis um 19:30 gingen, und das über ein paar Tage... wenn mir um 17:30 die Birne schon geraucht hat, haben manche meiner brasilianischen Arbeitskollegen immer noch fleissig und konzentriert gearbeitet... und um 20:30 wurde auf eine Partie Fussball gespielt... so ändern sich die Zeiten![/quote]

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Also so alt bin ich auch wieder nicht. Bin 35 und bin mit 25 Jahren nach Brasilien fuer 4 Jahre. Diese Art meetings gabs bei uns nie (kommt vieleicht auch immer auf die Berufsbranche an) alldings in Indien haben wir solche Art von meetings schon, nur dass statt Fussball dann um 23.00 pm diverese Biryanies and Fish Masalas gefuttert werden (Inder haben kein Kalorienbewusstsein) .Diese eisere Arbeitsmoral wie du da schreibts traf in Brasilien weder auf die Brasis noch die Expats zu (das hat auch was mit den Positionen zu tun, war damals noch nicht im Management).
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Beitragvon Brummelbärchen » Mi 12. Sep 2007, 20:16

Mein Schwager arbeitet bei einem grossen Pulp-Unternehmen, bis letztes Jahr in SP. Die GL hatte dort ein Life-Work-Balance-Programm gestartet. Eine der Massnahmen war, den Mitarbeitern zu verbieten länger als bis 19 Uhr zu arbeiten.

Zudem erinnere ich mich an ein Gespräch mit einem CH-IT Manager der öfters die Niederlassung seiner Grossbank in SP besucht und mir erzählte, dass die lokalen IT-Leute häufig bis 22 Uhr Abends arbeiten.

Offen bleibt die Frage, wie effizient sie dabei sind.

BB
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Beitragvon Takeo » Mi 12. Sep 2007, 20:39

Allerdings... wir dürfen auch nach 20:00 nicht mehr Autofahren (nicht wegen bewaffneter Raubüberfälle, sondern wegen erhöhtem Unfallrisiko bei niedrigerer Konzentration). Aber Du wirst doch zugeben, dass diese Themen hüben wie drüben genauso diskutiert werden... oder? Meine Aussage war ja nur diese, dass wir Brasilianer uns kein Laschheit mehr nachsagen lassen brauchen, oder?
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Re: Brasilien Indien

Beitragvon Takeo » Mi 12. Sep 2007, 20:42

Timao hat geschrieben:...war damals noch nicht im Management).


Ich bin auch nicht im Management...
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Beitragvon Careca » Mi 12. Sep 2007, 21:19

Takeo hat geschrieben:...die Zeit, als bspw. Volkswagen in den 70-iger Jahren irgendeinen Werksmeister aus Wolfsburg nach Brasilien geschickt hat, und er sich dann hier "Engenheiro" taufte sind lange vorbei... Also Supergring, recherchiere mal besser, bevor Du uns so ne' !&@*$#! ins Netz drücken willst!

Ja, nee, ist klar, nicht. Statt einem Werksmeister kommen bei "Volkswagen do Brasil" abgehalfterte Kanzler in den Vorstand. Wenn schon keine Betriebsräte mehr von "Volkswagen do Brasil" hinein geholt werden, dann jetzt Ösi-Exporte ...
Abraços
Careca

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Beitragvon Takeo » Do 13. Sep 2007, 00:52

Careca hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:...die Zeit, als bspw. Volkswagen in den 70-iger Jahren irgendeinen Werksmeister aus Wolfsburg nach Brasilien geschickt hat, und er sich dann hier "Engenheiro" taufte sind lange vorbei... Also Supergring, recherchiere mal besser, bevor Du uns so ne' !&@*$#! ins Netz drücken willst!

Ja, nee, ist klar, nicht. Statt einem Werksmeister kommen bei "Volkswagen do Brasil" abgehalfterte Kanzler in den Vorstand. Wenn schon keine Betriebsräte mehr von "Volkswagen do Brasil" hinein geholt werden, dann jetzt Ösi-Exporte ...


Also bevor hier irgendwelch Missverständnisse aufkommen: ich arbeite natürlich nicht für Volkswagen, diesem abgehalftertem Möchtegern-Luxus-Limousinen Porsche Verschnitt!!!

Aber Gerhard Schröder ist auch bei der russischen Gasprom im Vorstand, und weisst Du was ich davon halte? Er hat damit dem gesamten Abgeordnetenhaus gründlich vor die Karre geschissen, denn "abgehalftert" sind nur die Bundestagsabgeordneten und ihre Wähler, die immer noch glauben, deutsche Politik müsste der Bundesrepublik auf die Sprünge helfen, während der Rubel längst woanders rollt... Lohnnebenkosten... ich lach' mich kaputt: Nastrovje!!!
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Beitragvon supergringo » Do 13. Sep 2007, 07:32

Takeo hat geschrieben:(Ich denke nur was passieren würde, wenn ich die Direktorin von 'Human Resources' (Brasilianerin, 35 Jahre) als Tippse betiteln würde... oder die Assistentin meines Chefs, auf deren Mail ich gerade warte, während ich hier so schreibe... um mit meiner Arbeit fortfahren zu können...)
Ich betitele die Assistentinnen "meines" Chefs (Member of Board), "meines" Direktors (Director und nicht etwa Abteilungsleiter wie Deine 35-Jährige) und "meines" CEO auch nicht als Tippsen. Aber - mais ou menos - sind sie nichts anderes! Und, huh, eine 35-jährige Brasilianerin, die Karriere macht. 20-30% an der Gesamtbevölkerung? Das ich nicht lache! (Und nebenbei bemerkt - selbst wenn - immer noch die Minderheit.)

Ich kannte mal eine Brasilianerin aus einer Stadt in Süddeutschland. Meine "erste" Brasilianerin sozusagen. Mit 8 Jahren kam sie nach Deutschland. "Gutes" Elternhaus, gute Ausbildung, guter Job mit Zukunftsperspektive. Trotzdem eine Schlampe und zwar eine typisch brasilianische! Die findet man aus Indien nicht, höchstens bei Mischehe-Produkten -> Ex-Schwester S., z.B.
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