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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 07 Okt 2007 12:34 
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WELCHES Gift is denn IN einer mamão??? 007

EUREPGAP


Hmmm, lass mich mal raten wegen dem Gift in der Mamão. Könnte es sein, dass die Oberfläche einer Mamão so geschaffen ist, dass nichts ins Fruchtfleisch eindringen kan ???????


EUREPGAP ist doch wohl nur für den Export, oder irre ich mich da ? Dass muss wohl sein, sonst werden die Container voller Früchte (mit oder ohne den weissen Stoff die wie unlängst in der Presse bekannt wurde) einfach von den Zielländer ins Meer geschüttet. Und es ist aus mit dem Export von den Früchten, weil die Abnehmerländer die Früchte noch einmal testen.
Wie seriös das gemacht wird bleibe dahingestellt, oder wie kann mir jemand erklären wie das
Kokain, dass anscheinend in grossen Mengen in den Kisten mit den Früchten "exportiert" wurde in den Zielländern nicht entdeckt wurde ???? :roll:

Aber zum Schluss ist noch anzufügen, dass wir eigentlich hier vom Innlandmarkt sprechen.
Hier in Brasilien wird ganz klar gespritzt (vielleicht nicht mit euren Produkten, die sind ja gesund) aber es gibt ja wohl noch ein paar andere Herstellen auf dem Markt die "Pflanzenschutzmittel" vertreiben. Die Umschlagsplätze sind nun einmal die SEASA'S hier
und da wird glaube ich nicht kontrolliert. Ob Carrefour Brasil (nicht Europa) oder Pão de Açúcar (die grössten im Innlandmarkt in Brasilien) das Gemüse oder die Früchte "prüfen" kann ich mir nicht vorstellen. Machen's die kleinen Sopermarcados? Wohl eher nein...... [-X

abraço

James



Leben oder sich geschaeftlich betätigen in Fortaleza
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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 07 Okt 2007 15:58 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
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Careca hat geschrieben:
Die Gründe, warum Pflanzenschutzmittel (Gifte für Bedrohungen bestimmter Arten) so unpreiswert sind, diese Gründe liegen überhaupt nicht ausschließlich in der Forschung begründet.


Ich habe ja geschrieben: das ist MIT einer der Gründe, nicht der einzige Grund. Der Preis eines Pflanzenschutzmittels setzt sich zusammen aus: Entwicklungskosten, Rohstoffbeschaffung + Herstellung (kleinste Posten übrigens!), Reglementierungsverfahren sowie marktstrategische Überlegungen. Bei letzterem könnte man jetzt wieder meinen, da sitzen irgendwelche dunkle Herren beieinader und überlegen sich, wie man arme Bauern abzocken könnte... dem ist natürlich nicht so: Es geht um die gleichen marktstrategischen überlegungen wie bei jedem anderen Produkt auch (ja und die Shareholder müssen ja leider auch noch befriedigt werden - keine Frage). Ich habe schon mitterlebt, wie stundenlang über 'Cents' diskutiert wurde... und ich habe auch schon mitterlebt, wie monatelange Forschung betrieben wird, wenn ein Pflanzneschutzmittel um Pfennigbeträge verbilligt werden soll (sei es durch den Austausch eines Inertes oder der Wechsel eines Zulieferers).

Warum ich das schreibe? Um mal aufzuzeigen, dass Pflanzenschutzindustrie nicht ein dunkler mafiöser Verein ist, dem es nur darum geht arme Bauern abzuzocken und liebe Muttis zu vergiften...

Careca: Unsere Firma lässt sich die globale Forschung mehr als 1 Milliarde US$ kosten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 07 Okt 2007 16:09 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1655
007 hat geschrieben:
WELCHES Gift is denn IN einer mamão??? 007

EUREPGAP


Hmmm, lass mich mal raten wegen dem Gift in der Mamão. Könnte es sein, dass die Oberfläche einer Mamão so geschaffen ist, dass nichts ins Fruchtfleisch eindringen kan ???????


Du hast die Frage falsch gestellt. Es muss heissen:
Könnte es sein, dass das Gift so beschaffen ist, das es nicht in das Fruchtfleisch eindringen kann?

Antwort: Ja! Wenn die Mamão Reif ist müssen Fungizide und eventuell Insektizide apliziert werden, und die müssen möglichst an der Oberfläche wirken. (Dieses Thema könnte man an dieser Stelle jetzt seitenweise ausweiten, aber ich glaub', dass hier jetzt niemmand Lust auf Biologie-, Chemie- und Physikunterricht hätte). Im Fruchtfleisch findet sich da nichts - das ist allein schon aus chemisch-physikalischen Gründen unmöglich. Aber trotzdem, es wird ja immer wieder bewiesen durch Residualforschung... und @Careca: empirische Forschung hin und her: am Resultat einer Residualanalyse kann eigentlich kaum gerüttelt werden.

Trotzdem: Früchte einfach abwaschen, ich benutze für Tomaten sogar "Spüli" - das ist doch wohl jetzt nicht zu viel verlangt, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 07 Okt 2007 16:22 
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Registriert: 12 Nov 2006 17:08
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Wohnort: Fortaleza/CE/Brasil
takeo hat geschrieben:
Du hast die Frage falsch gestellt. Es muss heissen:
Könnte es sein, dass das Gift so beschaffen ist, das es nicht in das Fruchtfleisch eindringen kann?

Antwort: Ja! Wenn die Mamão Reif ist müssen Fungizide und eventuell Insektizide apliziert werden, und die müssen möglichst an der Oberfläche wirken. (Dieses Thema könnte man an dieser Stelle jetzt seitenweise ausweiten, aber ich glaub', dass hier jetzt niemmand Lust auf Biologie-, Chemie- und Physikunterricht hätte). Im Fruchtfleisch findet sich da nichts - das ist allein schon aus chemisch-physikalischen Gründen unmöglich. Aber trotzdem, es wird ja immer wieder bewiesen durch Residualforschung... und @Careca: empirische Forschung hin und her: am Resultat einer Residualanalyse kann eigentlich kaum gerüttelt werden.

Trotzdem: Früchte einfach abwaschen, ich benutze für Tomaten sogar "Spüli" - das ist doch wohl jetzt nicht zu viel verlangt, oder?




Ha, wir kommen langsam auf einen Nenner. Ich unterstelle EUREN Produkten natürlich nicht
dass sie die Frucht "vergiften". Da ist die Firma wo Du arbeitest zu seriös.
Aber es gibt auf dem Markt sicher Firmen Deiner Brache die das nicht soooo genau nehmen.
Im übrigen habe ich kürzlich gelesen, dass Karotten und Tomaten Weltmeister sind mit der
Verseuchung von chemischen Prudukten.

abraço


James



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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 07 Okt 2007 16:26 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1655
007 hat geschrieben:
Hier in Brasilien wird ganz klar gespritzt (vielleicht nicht mit euren Produkten, die sind ja gesund) aber es gibt ja wohl noch ein paar andere Herstellen auf dem Markt die "Pflanzenschutzmittel" vertreiben.


Natürlich wird in Brasilien gespritzt, wie überall auf der Welt mit integrierter Landwirtschaft - auch mit unseren Produkten - wie überall auf der Welt mit integrierter Landwirtschaft. Unsere Produkte sind nicht 'gesund' - ich würde Dir nicht gerade raten, solche Mittel direkt zu Dir zu nehmen, genausowenig wie ein Liter Motorenöl eines umweltfreundlichen Bioautos zu trinken... oder einen umweltfreundlichen Ikeastuhl aufzufressen... siehst Du was ich meine? Aber unsere Produkte sind - bei sachgemässer Anwendung - umweltunbedenklich und nicht gesundheitsschädlich. Und alle Produkte aller in Brasilien registrierten Mitstreiter einschl. Genericos übrigens auch!!!

Wer die schwarzrn Schafe sind kann ich Dir genau sagen: Oberschlaue, die sich irgendeine schlechte Raubkopie eines Pflanzenschutzmittels billig aus Paraguay, Bolivien oder Ostasien einschmuggeln, und damit weder seine funktionale Qualität, noch irgendwelche Umweltunbedenklichkeit garantieren. Diese gibt es, aber deren Anteil ist zum Glück relativ gering - allein schon deshalb, weil keiner eine verfaulte Mamão kaufen würde. Und bei Soja ist's ja deren Geldbeutel der am ehesten leidet, nicht der der Verbraucher!


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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 07 Okt 2007 16:57 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1655
Allein scho der Titel des Themas - bzw. die Frage von Honzo:

Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?

über so eine Aussage stoplert man einfach als Fachmann. In Brasilien gibt es 'biologische/organische Landwirtschaft', und das ist sehr gut, dass es Leute gibt, die sowas versuchen. Aber in Brasilien gibt es weitgehendst 'integrierte Landwirtschaft' wo zum Schluss hochwertige Lebensmittel herauskommen. Chemische Bekämpfungsmassnahmen sind wirklich sehr teuer, und allein deshalb braucht man als Verbraucher keine Sorge zu haben, ob Obst und Gemüse 'totgespritzt' wird - wird es nämlich nicht. Es wird so behandelt, dass am Schluss ein von der Qualität her zumindest unbedenkliches Lebensmittel (Obst, Gemüse, Grãos) auf dem Markt kommt. Wie gesagt: Obst und Gemüse sollte man auch in Brasilien wie überall auf der Welt vor dem Verzehr abwaschen... aber, in Brasilien wird i.d.R. genauso produziert wie in Europa.

Allerdings, und das ist ja gerade das paradoxe an der Situation: beim 'netten' Nachbarn von nebenan, der seine Lebensmittel so 'pi x Daumen' produziert, seine paar Planzenschutzmittel, deren Markennamen, geschweige denn Wirkstoffnahmen nicht mal richtig aussprechen kann, so 'pi x Daumen' zusammenmischt, nur weil irgend ein anderer Nachbar gesagt hat, dass man das so oder so ähnlich irgendwie macht... der seinen Rückentank mal eben neben dem Salat entsorgt... und der seine Schweine aus Kübeln füttert, wo vorher Herbizide gelagert waren... bei DEM muss man wirklich vorsichtig sein - Solche gibt's in Brasilien, aber glücklicherweise nicht in Deutschland/Österreich und der Schweiz. Und das paradoxe daran ist: wenn's nach der chemischen Industrie gehen würde, gäb's genau solche Leute schon lange nicht mehr, nur Leute, die entsprechen gebildet wären, um die richtigen Pflanzenschutzmittel auch richtig anzuwenden.

Zurück zur Ausgansfrage:

Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?

Antwort: klares Nein!
Alle Probleme die es in Brasilien gibt haben mit dem Endverbraucher kaum was zu tun und müssen den Endverbraucher deshalb auch kaum interessieren. Kauft Euer Obst und Gemüse beim Händler oder im Supermarkt, wascht es ab, lebt gesund mit Sport und Bewegung... ich garantiere Euch, ihr werdet Euch nicht am brasilianischen Obst und Gemüse vergiften!


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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 08 Okt 2007 00:12 
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Registriert: 20 Jul 2007 21:44
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Sorry, ich bin schon so faul wie ein echter Alfacinho, deshalb habe ich mir nur den Threadtitel durchgelesen.

Hier in Lissabon, gibts ja fast gar kein frisches Obst aus dem sonnigen Portugal in den Supermaerkten. Orangen aus Suedamerika. Die Spinnen die Portugiesen.

Abwaschen mag ja vernuenftig sein, aber erklaer das mal einen Hilfsmitarbeiter in einer Cafeteria, wenn du einen "Carioca de Limão" (in Bra. "Chá de Limão") bestellst. Die schaelen dann schoen die Schale der behandelten Zitrone in die Trinkschale und giessen es mit heissem Wasser aus ihrer Cimbalino auf. Muss dann wohl vom Magen gereinigt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 08 Okt 2007 01:01 
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@ africa

Ich bin zwar kein chemiker, wie takeo, aber ich glaube mich erinnern zu können, das einige gifte durch heisses wasser neutralisiert werden, wenn nicht, dann aber verdünnt ;)

Zu der frage, wie ich darauf komme, habe mal vor ewig langer zeit (10 jahren) gas wasser scheisse gelernt, und da lernte man sowas, also kanns auch mitlerweile falsch sein

Ansonsten, lasse mich gerne belehren ;)



Tellerrand, was ist das, muss ich da drüber hinaussehen? oder reicht es in meiner welt zu leben :shock: :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 08 Okt 2007 10:33 
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Ich habe in einen TV-Program von einer Ernährungsberaterin gehört, dass gespritzt werden nur die Zitronen, die Limonen NICHT. Ob das stimmt, wer weiss? :roll:



Ignoranz ist die schlimmste Krankheit... aber heilbar!


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 Betreff des Beitrags: Re: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 08 Okt 2007 11:03 
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dierk_0476 hat geschrieben:
@ africa

Ich bin zwar kein chemiker, wie takeo, aber ich glaube mich erinnern zu können, das einige gifte durch heisses wasser neutralisiert werden, wenn nicht, dann aber verdünnt ;)

Zu der frage, wie ich darauf komme, habe mal vor ewig langer zeit (10 jahren) gas wasser scheisse gelernt, und da lernte man sowas, also kanns auch mitlerweile falsch sein

Ansonsten, lasse mich gerne belehren ;)


Heisses Wasser "neutralisiert" keine chemischen Verbindungen, es löst sie höchstens auf, was bedeutet, dass sie dann nciht mehr an der Schale hängen, sondern im Wasser aufgelöst sind. Zugegebenermassen gibt es auch einige (sogar ziemlich viele) Verbindungen, die wasserempfindlich sind, die aber genau aus diesem Grund niemal als Pflanzenschutzmittel eingesetzt würden.

...SWK! (auch vom Fach...)



"Onde tudo que se planta cresce e o que mais floresce é o amor"


Zuletzt geändert von seitenwandkletterer am 08 Okt 2007 11:51, insgesamt 1-mal geändert.

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