brasilblog hat geschrieben:
....Also alles ganz einfach fĂŒr Europa. Importe verbieten, Subventionen weg und die tatsĂ€chlichen Preise kassieren. Dann wĂŒrden nĂ€mlich die europĂ€ischen Verbraucher mal (im VerhĂ€ltnis zum Einkommen) dieselben Preise fĂŒr z.B. GemĂŒse bezahlen wie hier in Brasilien. Dann kostet nĂ€mlich das Kilo Kartoffeln mal 5 Euro. Das Geheule werde ich bis hierher hören. Und dann wird man sehen, wie schnell die Anbauer aufgrund notwendiger Produktionsteigerung das BIO aus dem Namen streichen.
Die Landwirtschaft ist eben fĂŒr jedes Land immer noch eine "heilige" Kuh. Jeder Konsument ist direkt davon abhĂ€ngig. Und jedes Land verzerrt den Wettbewerb.
Beispiel Deutschland:
Der BĂŒrger zahlt hohe Steuern. Mit diesen werden die heimischen Lebensmittelproduzenten subventioniert, mit Zöllen auslĂ€ndische Produkte verteuert. Im Laden können daher die eigenen Landwirtschaftserzeugnisse unter den echten Produktionskosten verkauft werden.
Beispiel Schweiz:
Die Steuern sind wesentlich tiefer. NatĂŒrlich wir auch hier subventioniert. Trotzdem sind die Preise im Laden wesentlich höher, als z.B. in Deutschland. Aber warum kommt momentan der Knoblauch bei den Grossverteilern aus China? Habe ja noch VerstĂ€ndnis, wenn Mango aus Brasilien eingeflogen werden, aber Knoblauch aus China?
Paradebeispiel fĂŒr absoluten Schwachsinn sind z.B. italienische Mineralwasser in der Pizzeria. Mineralwasser gibt es ĂŒberall vor Ort. Aber es wird per Lastwagen in die Pizzeria gekarrt. Verstopfte Autobahnen, CO2-Emmissionen - und trotzdem bestellt der Konsument das italienische Wasser. Obwohl er all das weiss. Liegt also somit an jedem selbst.
Brasilianische Lebensmittel halte ich persönlich nicht fĂŒr belasteter, als andere. Die Agrar-Chemie ist international. Da kommt ĂŒberall das gleiche mit rein. Ausserdem sorgt die Chemie/Biologie fĂŒr höhere ErtrĂ€ge und bessere QualitĂ€t. Ob mit oder ohne Gen-Technik bleibt fĂŒr den normalen Konsumenten dabei wohl ein Buch mit 7 Siegeln. Jedenfalls hatten die Menschen vor den ersten Dampfloks auch Angst und befĂŒrchteten bei Tempo 30 km/h an galoppierender Schwindsucht zu erkranken...