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 Betreff des Beitrags: Brasilien: Obst und Gemüse totgespritzt?
BeitragVerfasst: 05 Okt 2007 08:43 
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Beiträge: 53
Hallo liebe Leute !

Weiß eigentlich jemand, ob die Früchte auf den Märkten bzw. Supermärkten oder von der Straße so wie die bei uns zu Tode gespritzt werden ? Bei "uns" Europa wächst ja im Prinzip ja nicht mal ein Apfel oder Weintrauben ohne von irgendwelchem "Untier" befallen zu werden....
Bei der Tante meiner Frau im Garten wächst eigentlich so ziemlich alles von selbst, da wird nix gespritzt, da weiß ich wo es herkommt. Ist das im Supermarkt genauso und auf den Märkten ?

LG Honzo


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 06 Okt 2007 15:13 
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Registriert: 12 Nov 2006 17:08
Beiträge: 523
Wohnort: Fortaleza/CE/Brasil
Honzo hat geschrieben:
Hallo liebe Leute !

Weiß eigentlich jemand, ob die Früchte auf den Märkten bzw. Supermärkten oder von der Straße so wie die bei uns zu Tode gespritzt werden ? Bei "uns" Europa wächst ja im Prinzip ja nicht mal ein Apfel oder Weintrauben ohne von irgendwelchem "Untier" befallen zu werden....
Bei der Tante meiner Frau im Garten wächst eigentlich so ziemlich alles von selbst, da wird nix gespritzt, da weiß ich wo es herkommt. Ist das im Supermarkt genauso und auf den Märkten ?

LG Honzo



Da kannste Gift darauf nehmen. Hier wird (fast) alles gespritzt. Gemüse,Früchte usw.
Gibt aber einen Trick, wie man das teilweise wegbringt vor dem Verzehr.



abraço


James



Leben oder sich geschaeftlich betätigen in Fortaleza
oder Ceará ? WIR HABEN IMMER NEUE UND SERIOESE ANGEBOTE ! Die Englische Ver-
sion ist in Bearbeitung.

http://www.fortalezaconsult.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 06 Okt 2007 16:37 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1588
007 hat geschrieben:
Honzo hat geschrieben:
Hallo liebe Leute !

Weiß eigentlich jemand, ob die Früchte auf den Märkten bzw. Supermärkten oder von der Straße so wie die bei uns zu Tode gespritzt werden ? Bei "uns" Europa wächst ja im Prinzip ja nicht mal ein Apfel oder Weintrauben ohne von irgendwelchem "Untier" befallen zu werden....
Bei der Tante meiner Frau im Garten wächst eigentlich so ziemlich alles von selbst, da wird nix gespritzt, da weiß ich wo es herkommt. Ist das im Supermarkt genauso und auf den Märkten ?

LG Honzo



Da kannste Gift darauf nehmen. Hier wird (fast) alles gespritzt. Gemüse,Früchte usw.
Gibt aber einen Trick, wie man das teilweise wegbringt vor dem Verzehr.



abraço


James


Abwaschen, das ist Alles!

Tut nicht so überschlau - Ihr wisst von der Materie Nichts!!!

Pflanzenschutzforschung ist grad mal 60 Jahre alt, innerhalb diese 60 Jahre sind die Pflanzenschutzmittel immer spezifischer und ungiftiger geworden. Bedenkt, man hat inzwischen 6 Milliarden Menschen zu ernähren - und das geht mit "Bio" nicht mal eben so leicht. Abgesehen davon: "Bio" ungespritzes Getreide, wird in der regel von Fusariumpilzen befallen... ein paar Moleküle des DON-Giftes reichen aus, sich nach einer neuen Leber umschauen zu müssen, undzwar schnell. Diese Liste kann man unendlich weiterführen... Schwindsucht, plötzliche Todesfälle, kränkelnd... was glaubt Ihr denn, wie die Lebenserwartung von Menschen von vor 100 Jahren waren? Glaubt Ihr auch, dass sie gesünder waren? Vielleicht nur, aufgrund ihrer Arbeit an der frischen Luft. Krankheiten nehmen nicht zu. Auch Krankheiten wie Krebs gab's schon immer. Wenn bei einem Pflanzenschutzmittel nur die geringsten Anzeichen eines Toxikologischen Problems gefunden wird, wird es sofort vom Markt genommen - die ganzen alten Rundumkiller gibt's schon lange nicht mehr! Und obwohl die Menschen immer älter werden, sterben nicht mehr Menschen an Vergiftungskrankheiten: eher an Fettsucht, Diabetes und Herzinfarkten! Und jetzt gibt's sogar Biotechnologie, dann könnte man mit noch weniger Chemie arbeiten, aber komischerweise will man das noch weniger... warum? Weil die Verbraucher Nichts von der Materie verstehen oder verstehen wollen - sie schwelgen lieber in Romantischer verklärtheit der so guten Vergangenheit!!!! Dass bei Honzos Oma im Garten gesunde Bäume stehen, wundert mich überhaupt nicht, das ist ein kleines ausgeglichenes Ökosystem... aber Honzos Oma muss ja auch nicht die Welt ernähren... ...und müsste sie es doch, müsste man sehen, ob ihr Obst tatsächlich so gesundheitsunschädlich ist wie's aussieht und schmeckt... Es ist leider so!

Obst und Gemüse soll man abwaschen - chemische Rückstände können drauf sein, aber bis es auf den Markt kommt, haben 1000 Leute es bereits angefasst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 06 Okt 2007 17:03 
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Registriert: 12 Nov 2006 17:08
Beiträge: 523
Wohnort: Fortaleza/CE/Brasil
Takeo hat geschrieben:
007 hat geschrieben:
Honzo hat geschrieben:
Hallo liebe Leute !

Weiß eigentlich jemand, ob die Früchte auf den Märkten bzw. Supermärkten oder von der Straße so wie die bei uns zu Tode gespritzt werden ? Bei "uns" Europa wächst ja im Prinzip ja nicht mal ein Apfel oder Weintrauben ohne von irgendwelchem "Untier" befallen zu werden....
Bei der Tante meiner Frau im Garten wächst eigentlich so ziemlich alles von selbst, da wird nix gespritzt, da weiß ich wo es herkommt. Ist das im Supermarkt genauso und auf den Märkten ?

LG Honzo



Da kannste Gift darauf nehmen. Hier wird (fast) alles gespritzt. Gemüse,Früchte usw.
Gibt aber einen Trick, wie man das teilweise wegbringt vor dem Verzehr.



abraço


James


Abwaschen, das ist Alles!

Tut nicht so überschlau - Ihr wisst von der Materie Nichts!!!

Pflanzenschutzforschung ist grad mal 60 Jahre alt, innerhalb diese 60 Jahre sind die Pflanzenschutzmittel immer spezifischer und ungiftiger geworden. Bedenkt, man hat inzwischen 6 Milliarden Menschen zu ernähren - und das geht mit "Bio" nicht mal eben so leicht. Abgesehen davon: "Bio" ungespritzes Getreide, wird in der regel von Fusariumpilzen befallen... ein paar Moleküle des DON-Giftes reichen aus, sich nach einer neuen Leber umschauen zu müssen, undzwar schnell. Diese Liste kann man unendlich weiterführen... Schwindsucht, plötzliche Todesfälle, kränkelnd... was glaubt Ihr denn, wie die Lebenserwartung von Menschen von vor 100 Jahren waren? Glaubt Ihr auch, dass sie gesünder waren? Vielleicht nur, aufgrund ihrer Arbeit an der frischen Luft. Krankheiten nehmen nicht zu. Auch Krankheiten wie Krebs gab's schon immer. Wenn bei einem Pflanzenschutzmittel nur die geringsten Anzeichen eines Toxikologischen Problems gefunden wird, wird es sofort vom Markt genommen - die ganzen alten Rundumkiller gibt's schon lange nicht mehr! Und obwohl die Menschen immer älter werden, sterben nicht mehr Menschen an Vergiftungskrankheiten: eher an Fettsucht, Diabetes und Herzinfarkten! Und jetzt gibt's sogar Biotechnologie, dann könnte man mit noch weniger Chemie arbeiten, aber komischerweise will man das noch weniger... warum? Weil die Verbraucher Nichts von der Materie verstehen oder verstehen wollen - sie schwelgen lieber in Romantischer verklärtheit der so guten Vergangenheit!!!! Dass bei Honzos Oma im Garten gesunde Bäume stehen, wundert mich überhaupt nicht, das ist ein kleines ausgeglichenes Ökosystem... aber Honzos Oma muss ja auch nicht die Welt ernähren... ...und müsste sie es doch, müsste man sehen, ob ihr Obst tatsächlich so gesundheitsunschädlich ist wie's aussieht und schmeckt... Es ist leider so!

Obst und Gemüse soll man abwaschen - chemische Rückstände können drauf sein, aber bis es auf den Markt kommt, haben 1000 Leute es bereits angefasst.



Da habe ich doch eben in meinem Bekanntenkreis einen Franzose und einen Deutschen die hier Gemüse und Früchte anbauen............ da weiss ich anderes als Du, erst noch aus erster Hand. Meinste das Gift das z.B. in einer Mamão ist, lässt sich mit abwaschen wegputzen ?
Mag ja in SP oder RJ anders sein aber bei den Mengen die da anfallen. Da dürften um das zu kontrollieren in jedem Staat 50 Mann nicht reichen.

Jetzt sag mir mal, wer das Kontrolliert in Brasilien. Das kommt vom Anbau in Kisten und wird zur SEASA gekarrt und dort verkauft an jeden der Geld hat. Nix von Kontrolle.


abraço


James



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oder Ceará ? WIR HABEN IMMER NEUE UND SERIOESE ANGEBOTE ! Die Englische Ver-
sion ist in Bearbeitung.

http://www.fortalezaconsult.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 06 Okt 2007 18:03 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1588
007, ich arbeite jetzt seit 10 Jahren in der Forschung & Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln. Wir garantieren unsere Produkte - bis sie auf den Markt kommen haben sie in unzähligen Versuchen unzählige Tests bestanden. Wir veranstalten die ganze Zeit 'Treinamentos' über die richtige technische Anwendung: d.h. welches Produkt, welche Mischung für welche Ziele etc... wir machen auch noch unzählige 'Treinamentos' für unzählige Zielgruppen über die sichere Anwendung (sprich Manuseio), über "uso de EPI", über sichere und richtige Aufbewahrung und Rückgabe leerer Behältnisse etc. etc. etc... Aber irgendwann können wir auch nicht mehr garantieren, wenn irgendwelche Oberschlauen es plötzlich besser wissen wollen... Deshalb bedenke: die 'Grossen' werden kontroliert und machen allein schon aus kostengründen i.d. R. alles richtig - die Kleinen, glauben oft alles besser zu wissen, und machen was sie wollen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 06 Okt 2007 18:22 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1588
007 hat geschrieben:
Jetzt sag mir mal, wer das Kontrolliert in Brasilien.


Na, EUREPGAP zum Beispiel:

http://brcl.com.br/int_eurepgap_certificacao.asp

'Eurepgap' ist eine internationale Organisation, die die Qualität für den Verbraucher garantiert. Unzählige 'Food-Produzenten', in Petrolina Pernambuco besipielsweise unheimlich viele grosse Früchteexporteure sind auf der Produzentenseite assoziiert, auf der Verbraucherseite auch viele Supermärkte wie bspw. Carrefour, Metro, Edeka etc... wer ein Eurepgap-Zertifikat bekommt, beweisst damit, dass er qualitativ Qualität produziert, und kann exportieren und beliefern. Das Eurepgapzertifikat wird ständig überprüft und muss jedes Jahr erneuert werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 06 Okt 2007 18:49 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1588
007 hat geschrieben:
Meinste das Gift das z.B. in einer Mamão ist, lässt sich mit abwaschen wegputzen ?


WELCHES Gift is denn IN einer mamão??? 007, hast Du schonmal was von Residualforschung gehört? Bevor, und während ein Pflanzenschutzmittel auf dem Markt ist, werden jährlich und zu vorgegeben Zeiten Begleitversuche betrieben, wo genau so wie es landwirtschaftliche Praxis (GLP) ist, der Anbau minutiös simuliert wird; es muss minutiös alles notiert werden was während des Anbaus passiert (ohne Scheiss: selbst wenn ein Hund durch den Versuch läuft, MUSS das notiert werden). Es wird ständig Pflanzenmaterial und später Erntematerial - vom Unreifen bis zum Erntereifen - entnommen, und in speziellen Residuallabors, auf Rückstände von etwaigen Pflanzenschutzmitteln oder deren Metaboliten überprüft. Man macht dazu Blottertests, ELISA, Gaschromatographie und vieles mehr. Das ist alles streng reglementiert und wird genauestens eingehalten! Nur Pflanzneschutzmittel, die keinerlei Rückstände hinterlassen, bekommen ihre Registration, die übrigens auch ständig erneuert werden muss... Übrigens, alles Gründe, warum Pflanzenschutzmittel so ewig teuer sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 06 Okt 2007 19:06 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1588
Takeo hat geschrieben:

Abwaschen, das ist Alles!

Tut nicht so überschlau - Ihr wisst von der Materie Nichts!!!


Deshalb muss ich genau DAS wiederholen!

Bei der Lebensmittelproduzierenden Industrie glaubt jeder Bescheid zu wissen, jeder hat eine grosse fundierte Meinung, aber im Grunde genommen weiss Neimand von Nichts!
Syngenta, Bayer, BASF, DuPont... Unilever, Kraftfoods, Del Ponte... Carrefour, Metro, Coop... klingt bösartig, gefährlich, korrupt, industriell... nein, man kauft sich seine Lebensmittel - ohne jegliche Qualitätskenntnisse - lieber vom Nachbarn über'm Zaun... da weiss man ja was man hat... siehe den Deutschen und den Franzosen von 007, auch 'Zé da Rossa'... den Biobauern um die Ecke... ihr kauft nicht unbedingt bessere Qualität, Ihr kauft pure Romantik, das ist alles!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 06 Okt 2007 19:10 
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Wohnort: Lost in Translation
Takeo hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:

Abwaschen, das ist Alles!

Tut nicht so überschlau - Ihr wisst von der Materie Nichts!!!


Deshalb muss ich genau DAS wiederholen!

Bei der Lebensmittelproduzierenden Industrie glaubt jeder Bescheid zu wissen, jeder hat eine grosse fundierte Meinung, aber im Grunde genommen weiss Neimand von Nichts!
Syngenta, Bayer, BASF, DuPont... Unilever, Kraftfoods, Del Ponte... Carrefour, Metro, Coop... klingt bösartig, gefährlich, korrupt, industriell... nein, man kauft sich seine Lebensmittel - ohne jegliche Qualitätskenntnisse - lieber vom Nachbarn über'm Zaun... da weiss man ja was man hat... siehe den Deutschen und den Franzosen von 007, auch 'Zé da Rossa'... den Biobauern um die Ecke... ihr kauft nicht unbedingt bessere Qualität, Ihr kauft pure Romantik, das ist alles!

Allerdings. Und nichts anderes. Davon leben die BIO-Agraringenieure in Saus und Braus. Und die anderen segeln im Fahrtwind mit.



Abraços
Careca

Mein echter Name ist ein tödlicher Witz. Der letzte, dem ich diesen mitteilte, wurde gestern beerdigt ... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Bald nur noch garotas GG
BeitragVerfasst: 07 Okt 2007 00:31 
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Takeo hat geschrieben:
007, ich arbeite jetzt seit 10 Jahren in der Forschung & Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln. Wir garantieren unsere Produkte - bis sie auf den Markt kommen haben sie in unzähligen Versuchen unzählige Tests bestanden. Wir veranstalten die ganze Zeit 'Treinamentos' über die richtige technische Anwendung: d.h. welches Produkt, welche Mischung für welche Ziele etc... wir machen auch noch unzählige 'Treinamentos' für unzählige Zielgruppen über die sichere Anwendung (sprich Manuseio), über "uso de EPI", über sichere und richtige Aufbewahrung und Rückgabe leerer Behältnisse etc. etc. etc... Aber irgendwann können wir auch nicht mehr garantieren, wenn irgendwelche Oberschlauen es plötzlich besser wissen wollen... Deshalb bedenke: die 'Grossen' werden kontroliert und machen allein schon aus kostengründen i.d. R. alles richtig - die Kleinen, glauben oft alles besser zu wissen, und machen was sie wollen...

Wer die "treinamentos" kennt darf mitreden. Wer nicht muss schweigen.
Aber wer die Durchführung der "treinamentos" kennengelernt hat, der weiß, was von der folgenden Aussage zu halten sein muss. Und zwar einiges bis manches bis hin zu ersuctem vielem:
Takeo hat geschrieben:
Bevor, und während ein Pflanzenschutzmittel auf dem Markt ist, werden jährlich und zu vorgegeben Zeiten Begleitversuche betrieben, wo genau so wie es landwirtschaftliche Praxis (GLP) ist, der Anbau minutiös simuliert wird; es muss minutiös alles notiert werden was während des Anbaus passiert (ohne Scheiss: selbst wenn ein Hund durch den Versuch läuft, MUSS das notiert werden). Es wird ständig Pflanzenmaterial und später Erntematerial - vom Unreifen bis zum Erntereifen - entnommen, und in speziellen Residuallabors, auf Rückstände von etwaigen Pflanzenschutzmitteln oder deren Metaboliten überprüft. Man macht dazu Blottertests, ELISA, Gaschromatographie und vieles mehr. Das ist alles streng reglementiert und wird genauestens eingehalten! Nur Pflanzneschutzmittel, die keinerlei Rückstände hinterlassen, bekommen ihre Registration, die übrigens auch ständig erneuert werden muss... Übrigens, alles Gründe, warum Pflanzenschutzmittel so ewig teuer sind.

Natürlich muss selbst der durchs Feld laufende Dackel notiert werden, WENN er denn von der beobachtenden Person gesehen wird. Das Gegenteil kann freilich niemand dem Beobachter nachweisen, wenn er den Dackel nicht notiert haben sollte. Das läuft dann unter "menschlicher Fehler". Die Regeln sind hart, der menschliche Faktor ist das Weichteil. Es gibt zwar eine untere Toleranzgrenze, aber in der Toleranzbreite ist einiges machbar und nicht machbar. Empirik beruht nun mal auf die Beobachtung des Menschen und keiner ist davon perfekt. Ich kenne hinreichend und wirklich ausreichend F&E-Bereiche und deren Schwachstellen sehr genau. Und diese Schwachstellen sind im allgemeinen jeder Branche bekannt, wenn es um F&E geht. Rückrufaktionen sind das Ergebnis solcher Schwachstellen. Oder auch öffentliche Entschuldigungen als Resultat dieser (wie neulich bei Matell). Das ist nicht branchenspezifisch.
Die Testvorgaben sind nun mal so vorgeschrieben, so wie takeo es kurz angerissen hat. Sie sind sehr detailliert und sehr hoch nivelliert. Drunter geht nichts. Aber das mit dem "genaustens eingehalten" ist immer noch innerhalb einer Toleranzbreite und deren Risikoabschätzung in den vorgegebenen wissenschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben. Wir wissen doch alle was darunter zu verstehen ist. Das sind nicht gesundheitliche Erwägungen sondern knallharte rechtliche und wirtschaftliche Aspekte, welche u.a.a. von interdisziplinären Rechtsexperten abgeschätzt und beurteilt werden. Und diese müssen nichts mit den real existierenden Situationen zu tun haben. Ansonsten wäre Rauchen schon längst weltweit untersagt worden.
Wer ein wenig statistische Versuchsmethodik und deren Residuen kennen gelernt hat, weiß was von obigen Aussagen von takeo zu halten ist. Maximal die Aktien der Unternehmen. Ansonsten nur noch das gesunde Mißtrauen und der gesunde Menschenverstand.
Das heißt freilich auf keinen Fall, dass takeo in seinem F&E-Bereich nicht versucht, das Restrisiko zu minimieren und für sein Unternehmen ein wirtschaftliches Restrisiko zu vertreten. Das ist nicht nur in der stark reglementierten Lebensmittelbranche so, sondern auch in anderen Wirtschaftsbereichen (insb. verstärkt in der Kernkraft). Das heisst nicht, dass takeo nicht von seiner Position aus Recht hat. Er wird es haben. Und er wird immer im Spagat von aufrichtiger Qualitätserfüllung und Wirtschaftsanforderungen stehen. Lein leichter Job.
Aber er steht dafür. Ansonsten hätte er ja auch Baumwollpflücker werden können.
Und ob überhaupt Gifte in Früchte reinwandern, liegt nicht an sein Wirtschaftunternehmen, sondern an mafiöse Bestrebungen von Agrariern, die mal locker mehr verdienen wollen. Auf Kosten anderer.
Die Gründe, warum Pflanzenschutzmittel (Gifte für Bedrohungen bestimmter Arten) so unpreiswert sind, diese Gründe liegen überhaupt nicht ausschließlich in der Forschung begründet. Das ist romatische Schwärmerei eines R&D-Beschäftigten, der seinen Job nicht unter Wert verkauft wissen möchte. Dabei ist die realität viel brutaler. Eine Begründung allein auf jene Begründung basierend ist unternehmensfremd und der freien Wirtschaft widersprechend. Im Kommunismus wäre so eine Argumentation eher verständlich. Bei der Preisfestlegung spielt R&D sicherlich eine Rolle, aber die Leaderposition hat sie definitv nicht definiert. Das bestätigt auch jeder Betriebswirtschaftler. Denn Preise folgen selten bis kaum dem Schweiße der R&D-Leute sondern rein marktwirtschaftlichen Interessen der Verkäufer, die auch vor Serviettenunterschriften nicht zurück schrecken. Und darunter leiden dann R&D-Leute wie takeo. Das ist unbestreitbarer Fakt.



Abraços
Careca

Mein echter Name ist ein tödlicher Witz. Der letzte, dem ich diesen mitteilte, wurde gestern beerdigt ... ;)


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