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Brasilien: Papst Benedikt XVI. wettert gegen die Abtreibung
Sao Paolo - Zum Antritt seines Besuchs in Brasilien hat Papst Benedikt XVI auf die Werte von Familie und ungeborenem Leben hingewiesen, und sich gegen die Legalisierung der Abtreibung ausgesprochen.
Zum Anlass der Heiligsprechung eines ersten gebürtigen Brasilianers, des Ordensmanns Fray Galvao, am Freitag, und der Einweihung der fünften Lateinamerikanischen Bischofskonferenz am Sonntag hat sich Papst Benedikt XVI nach Brasilien begeben. Seit seiner Wahl zum Pontifex ist dies seine erste Lateinamerikareise.
Am gestrigen Mittwoch hat der brasilianische Staatspräsident Luiz Ignacio Lula da Silva den hohen Gast offiziell empfangen, und sich als „Christ und als brasilianischer Präsident doppelt geehrt“ gezeigt.
Der Papst hat die Lateinamerikareise zum Anlass genommen, sich zur Moral und Familienpolitik zu äussern.
Lateinamerika beherberge radikal christliche Werte, die nie aufhören werden, zu wirken, so der Benedikt XVI in Sao Paolo. Er verteidigte die Werte von Familie und menschlichem Leben, auch vor der Geburt, die er in der Gegenwart immer wieder gefährdet sähe, und die die Kirche schützen müsse.
So bezeichnete es als „normal“, dass mexikanische Politiker, die die Abtreibung in dem südamerikanischen Land zumindest zum Teil gesetzlich ermöglicht hatten, offiziell exkommuniziert werden. Auch in Brasilien gibt es Aspirationen in dieser Richtung, die der Papst damit in die Schranken wies. Es sei „weder neu noch zufällig“, dass die Bischofsgemeinschaft eine Exkommunion der betroffenen Politiker anstrebe, da „es mit der heiligen Eucharistie unvereinbar ist, ein Kind zu töten.“
In der Bischofskonferenz soll sich von kommenden Sonntag bis zum 31. Mai mit Fragen wie die Verteidigung der traditionellen Familie sowie die Ablehnung der Homo-Ehe, der Abtreibung und der Euthanasie auseinandersetzen.
Mit seinen rund 500 Millionen Katholiken ist Lateinamerika ein Hauptpfeiler der Katholischen Kirche, die Reise damit eine große Bedeutung. Er sprach auch von einer neuen Etappe der Missionierung, die nötig sei, um sich „unter anderem dem Problem der Sekten und die immer stärkere Säkularisierung der Gesellschaft entgegenzustellen.“
Wirklich ist in Lateinamerika gegenwärtig der Zulauf zu den sogenannten Pfingstkirchen und anderen evangelikalen Gemeinschaften so groß wie nie.
Der Papstbesuch ist für Lateinamerika von großer Bedeutung, unzählige Menschen haben sich zu seiner Ankunft versammelt. Zu einem Treffen von Benedikt XVI mit der Jugend im Stadion von Sao Paolo werden rund 40.000 Jugendliche aus Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile, Paraguay, Perú, Honduras und México erwartet. (sl)
veröffentlicht am: 10.05.2007
Gruss brasilmen Thomas
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