Rio de Janeiro. DPA/SDA/baz. Rund zwei Millionen Liter Schlamm haben nach dem Bruch eines Staudamms zwei brasilianische Städte im Bundesstaat Minas Gerais unter sich begraben. Tausende Menschen wurden obdachlos, Zahlen über Opfer wurden vorerst nicht bekannt.
Der Bergbau-Damm einer Minengesellschaft war am Mittwoch wegen anhaltender Unwetter gebrochen, berichteten Medien am Donnerstag. Im Schlammwasser seien auch Reste der chemischen Substanzen Bauxit und Aluminiumsulfat gewesen.
Die Strassen und Häuser der Städte Mirai und Muriae im südwestlichen Bundesstaat Minas Gerais an der Grenze zum Bundesland Rio de Janeiro lagen unter teils meterhohen Schlammmassen.
Von dem Schlamm sei auch der Fluss Muriae verschmutzt worden. Die Pflanzen- und Tierwelt würde dadurch schwer geschädigt, sagte der Umweltminister des Bundesstaates Rio, Carlos Minc. Ob die Schlammmassen auch für die Menschen giftig seien, war zunächst unklar.
Durch den Unfall brach die Wasserversorgung in mindestens fünf Städten ab. Das zuständige Unternehmen könnte mit einer Geldstrafe von bis zu 50 Millionen Real (rund 29 Millionen Franken) belegt werden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden.
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