Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon Neosi » Di 6. Nov 2007, 18:40

Totinho hat geschrieben:Er aber muss eine Familie ernähren und er wartet nicht so wie Du darauf, dass diese mal Realität wird.


Da scheinst du was missverstanden haben! Ich warte nicht darauf, dass es Realitaet wird. ES IST REALITAET. Ich persoenlich wuerde niemals "auswandern" ohne finanziell abgesichert zu sein. Und ich finde eben das ein Angestelltenverhaeltniss sicherer ist, als sich was eigenes aufzubauen, gerade fuer einen Familienvater!!!! Und vielleicht willst du ja auch auf meine Frage antworten: was koennte nachteilig an einem Angestelltenverhaeltnis sein??? Wuerde Jacare vielleicht auch helfen...

Totinho hat geschrieben:Vor Deiner Antwort ging es um Jacares Situation und nicht un Deine und auch nicht um eine Anstellung in Brasilien, sondern schlicht um die Frage: Wie versorge ich da meine Familie.


Falls du es nicht gelesen haben solltest, Jacare fragt UNS alle, wie wir das in Brasilien sehen! Und dazu habe ich, wie es hier ja fuer jeden User erlaubt ist, meinen Beitrag dazugegeben. Und wenn es um die Frage geht wie er seine Familie versorgen kann, da finde ich schon gehoert auch dazu ueber ein Angestelltenverhaeltnis zu reden!!! Schliesslich wuerde er in einem Angestelltenverhaeltniss Geld verdienen und somit seine Familie ernaehren koennen.

Bisher habe ich keine Beitrag hier gelesen, der etwas von den Nachteilen eines Angestelltenverhaeltniss erzaehlt, also warum nicht als Angstellter in Brasilien arbeiten und somit fuer seine Familie sorgen und seinen Traum wahr werden lassen ???"
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon Severino » Di 6. Nov 2007, 18:48

Neosi hat geschrieben:.....Bisher habe ich keine Beitrag hier gelesen, der etwas von den Nachteilen eines Angestelltenverhaeltniss erzaehlt, also warum nicht als Angstellter in Brasilien arbeiten und somit fuer seine Familie sorgen und seinen Traum wahr werden lassen ???"

Dagegen spricht auch nichts. Aber es hängt von der persönlichen Vorstellung und von den Möglichkeiten ab. Ein Alleinverdiener, der zwei Kinder durch die Uni bringen will, der muss in Brasilien schon sehr gut verdienen. Und als Ausländer abseits der grossen Wirtschaftsstandorte was zu bekommen ist nicht so leicht.
Vielleicht sollte Jacaré nochmal ein paar weitere Inputs geben...
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon Totinho » Di 6. Nov 2007, 19:31

Neosi hat geschrieben:
Totinho hat geschrieben:Er aber muss eine Familie ernähren und er wartet nicht so wie Du darauf, dass diese mal Realität wird.


Da scheinst du was missverstanden haben! Ich warte nicht darauf, dass es Realitaet wird. ES IST REALITAET. Ich persoenlich wuerde niemals "auswandern" ohne finanziell abgesichert zu sein. Und ich finde eben das ein Angestelltenverhaeltniss sicherer ist, als sich was eigenes aufzubauen, gerade fuer einen Familienvater!!!! Und vielleicht willst du ja auch auf meine Frage antworten: was koennte nachteilig an einem Angestelltenverhaeltnis sein??? Wuerde Jacare vielleicht auch helfen...

Totinho hat geschrieben:Vor Deiner Antwort ging es um Jacares Situation und nicht un Deine und auch nicht um eine Anstellung in Brasilien, sondern schlicht um die Frage: Wie versorge ich da meine Familie.


Falls du es nicht gelesen haben solltest, Jacare fragt UNS alle, wie wir das in Brasilien sehen! Und dazu habe ich, wie es hier ja fuer jeden User erlaubt ist, meinen Beitrag dazugegeben. Und wenn es um die Frage geht wie er seine Familie versorgen kann, da finde ich schon gehoert auch dazu ueber ein Angestelltenverhaeltnis zu reden!!! Schliesslich wuerde er in einem Angestelltenverhaeltniss Geld verdienen und somit seine Familie ernaehren koennen.

Bisher habe ich keine Beitrag hier gelesen, der etwas von den Nachteilen eines Angestelltenverhaeltniss erzaehlt, also warum nicht als Angstellter in Brasilien arbeiten und somit fuer seine Familie sorgen und seinen Traum wahr werden lassen ???"



Oi Neosi.
Das Misstverständnis liegt dann aber nicht an mir. In Deinem Profil steht "Sao Paulo" als Wohnort und da war dann noch Dein Satz: Ich fuer mich sehe nicht allzu viele Nachteile in einem Angestelltenverhaeltnis hier.
Für mich war klar, dass Du in Brasilien lebst. Aber gut.
Natürlich wäre ein Angestelltenverhältnis in Brasilien sicher erstrebenswert - wenn man dann mit der Höhe des Gehaltes auskommt. Das könnte z. B. in Sao Paulo möglich sein, da wird aber kaum aber jemand leben wollen nachdem er ausgewandert ist. In anderen Gegenden gibt es keine Jobs für Gringos, auch keine schlecht bezahlten.
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon Neosi » Di 6. Nov 2007, 19:41

Also ich habe Sao Paulo als Wohnort stehen und wenn ich vom Angestelltenverhaeltnis hier spreche, meine ich auch hier in Sao Paulo. Heisst, ich lebe und arbeite hier. Sorry, kam vielleicht falsch rueber.

Und ob nun Sao Paulo lebenswert ist oder nicht, ist ja Geschmackssache, die einen moegen die City, die anderen eher das Landleben...

Aber wie Severino schon sagte, mehr Info von Jacare waeren vielleicht auch nicht schlecht. Was in Sao Paulo gilt, gilt ja lange noch nicht fuer andere Regionen...
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon 007 » Di 6. Nov 2007, 19:45

Severino hat geschrieben:
Totinho hat geschrieben:@severino
Da bin ich aber gespannt, wie Du das hinbekommen willst. Wenn Du/Ihr das packt, dann herzlichen Glückwunsch und viel Durchhaltevermögen.

Danke. Durchhaltevermögen werden wir brauchen.
Aber wenn ich ein finanziell abgesichertes Leben haben wollte, dann würde ich ja in der Schweiz bleiben. Wird aber schwierig mit den Kindern dort. Also muss ich es packen. Und das Risiko einzugehen halte ich für richtig. Für mich persönlich. Haus und Auto sind vorhanden. Aktuell auch mehrere Grundstücke, sowie mittlerweile gute Kontakte in die Bau- und Immobiliaria-Branche vor Ort. Damit (und weil alle mit dem "reichen" Gringo was machen wollen) werde ich mindestens eine gute Start-Möglichkeit haben. Eine befreundete Anwältin, diverse Angebote für Gelegenheitsjobs und meine Erfahrung nach dem finanziellen Ruin durch die erste Scheidung wieder Fuss zu fassen und niemals nicht aufzugeben runden mein Profil ab.
Wie gesagt, einfach wird es nicht. Aber der Grundstein ist gar nicht so schlecht. Wenn ich mich nicht ganz blöd anstelle, dann wird das schon klappen. All die anderen Brasilianer in der Nachbarschaft "überleben" ja auch. Und was die können, das kann ich auch. Ich will es gar nicht besser oder anders haben. Verstehst Du, was ich meine?
Natürlich wäre mir eine Entsendung für eine deutsche oder schweizer Firma aus dem Bereich Maschinen- oder Anlagenbau nach Goiás eine Alternative. Aber selbst solch ein Angebot würde ich momentan eher ausschlagen....



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abraço

James
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon nini » Di 6. Nov 2007, 20:37

@jacare
auswandern nach brasilien ist und bleibt problematisch. so zumindest meine meinung. ich kenne das land lange genug und durfte schon etlichen zuschauen die es ernsthaft versucht haben. dabei lassen sich die hürden nicht unbedingt pauschalisieren. ich denke mir, dass es heutezutage länder gibt welche bessere voraussetzungen bieten.

von 10 die es versuchen ist einer erfolgreich und macht sein leben dort 1a. 2-3 tümpeln so vor sich hin, der grosse rest aber bleibt solange die kohle halt reicht und tritt nach jahren frustriert die rückreise an...

ohne satt kohle in der tasche bleibt es ein grosses risiko. die sogenannten freunde mit 'besten' verbindungen und geschäftsideen... [-X finger weg von denen!!!

die bedingungen in den letzten 10, 15 jahren wurden nicht besser, nein schlechter, viel schlechter.
schade, aber es ist nun halt mal tatsache.

gruss
nini
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon O_Periquito » Mi 7. Nov 2007, 01:26

@jacare
ich kann nini nur recht geben, von sogenannten freunden FINGER WEG, und dem rest was nini schreibt kann ich auch nur zustimmen.
wir leben jetzt fast 11 jahre hier, 11 jahre selbstständigkeit, leben sehr gut und wollen nicht wieder nach deutschland zurück.
wer nicht das genügende startkapital in der tasche für die selbstständigkeit hat, wird es hier sehr schwer haben auf die füsse zu fallen. brasilien ist kein klassisches auswanderungsland, hat sehr schwierige einwanderungsbedingungen, und um hier auf die füsse zu fallen musst du dir schon etwas einfallen lassen.
als familienvater mit zwei kindern in einem angestelltenverhältnis zu arbeiten in der heutigen zeit, da musst du den centavo 3x herumdrehen ehe du ihn ausgibst. ganz zu schweigen von der zukunft der kinder.( studium usw.)
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon Jacare » Mi 7. Nov 2007, 13:42

Oi,Gente !
Erstmal besten Dank für eure rege Beteiligung und objektive Sichtweise. Nun das uns dort sogenannte "Freunde" abzocken könnten, ist meine kleinste Sorge, denn dafür sind wir zu bodenständig. Nur 60 Mille für eine brasilianische Zukunft von 4 Personen, erscheint mir mittlerweile als definitiv zu wenig. Meine Frau und ich sind zwar eher anspruchslose Menschen, aber uns geht es hauptsächlich um die schulische und berufliche Zukunft der Kinder und die mit einem brasilianischen 800 Real Job zu sichern (wenn überhaupt) erscheint mir doch recht wage. Ich kann es nur bestätigen. Einige haben wir selbst wieder mit leeren Taschen zurückkommen sehen und selbst die meisten Brasilianer die wir kennen, wollen aus finanziellen Gründen nicht wieder zurück. Aber mal ehrlich, wenn schon selbst das Urlaub machen bei den meisten zum finanziellen Problem wird - Freunde von uns haben gerade seit 7 Jahren wieder das erste Mal für 4 Wochen mit 4 Personen Verwandtenbesuch in Bahia u. Minas Gerais machen könnent und total ca. 6000 EUR hingeblättert - wie teuer kommt wohl dann erst das Auswandern ?

Gruss
Jacare
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon Severino » Mi 7. Nov 2007, 14:05

Jacare hat geschrieben:....Nur 60 Mille für eine brasilianische Zukunft von 4 Personen, erscheint mir mittlerweile als definitiv zu wenig. Meine Frau und ich sind zwar eher anspruchslose Menschen, aber uns geht es hauptsächlich um die schulische und berufliche Zukunft der Kinder und die mit einem brasilianischen 800 Real Job zu sichern (wenn überhaupt) erscheint mir doch recht wage....

Unter diesen Bedingungen stimme ich Dir voll und ganz zu. Insbesondere wäre es bei den Kindern schon schwierig, da sie ja deutsche Verhältnisse gewöhnt sind und wohl kaum alle zusammen in einem Zimmer schlafen wollen - oder auch Mal irgendwo ne einfache Matratze auf dem Boden akzeptieren würden...
Ausbildung ist in Brasilien sehr teuer. Und die 800 R$ reichen nicht Mal für den Lebensunterhalt. Wir brauchen mit Haus (also ohne Miete) ja schon ca. 1.500 R$ für 6 Nasen im Monat.
Damit Dein Traum aber trotzdem realistisch werden könnte, musst Du also Schritt für Schritt vorgehen, z.B.:
1. Geeignetes Haus in Brasilien kaufen,
2. Die Kinder in Deutschland studieren/ausbilden lassen,
3. Die Rente in Brasilien geniessen oder soviel Geld zu sparen, dass es eben doch geht.
Alternativ ginge es vielleicht auch so:
1. Geeigneten deutschen Arbeitgeber suchen, der Expats nach Brasilien schickt
2. Haus in Brasilien kaufen
3. Kinder in Brasilien studieren lassen
Eine weitere Alternative, die aber Deiner Frau vermutlich missfallen wird:
1. Scheidung in Deutschland
2. Nach Brasilien abhauen
3. Reiche Brasilianerin heiraten
Es gibt also durchaus Möglichkeiten und Wege. Wer welche Alternative wählt hat jeder selbst zu verantworten.
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Re: Brasilien - Traum oder Alptraum ?

Beitragvon Totinho » Mi 7. Nov 2007, 16:44

2. Nach Brasilien abhauen
3. Reiche Brasilianerin heiraten
Es gibt also durchaus Möglichkeiten und Wege. Wer welche Alternative wählt hat jeder selbst zu verantworten.


Severino,
an Kreativität scheint es Dir ja wirklich nicht zu fehlen, auch die Idee mit der Nichte finde ich bewundernswert - da wäre ich nicht drauf gekommen. :mrgreen: =D>
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