Claudio hat geschrieben:
Ich rede nicht von einem neum Gestetz das irgentein gewähltes Parlament erlässt ich rede von einer REVOLUTION. (das Wort Revolution ist hierbei nicht klassisch zu werten im sinne von Mord und Torschlag)
Ich verstehe schon, Claudio. Du meinst Reformen. Davon spricht die brasilianische Regierung schon seit Jahrzehnten (also kein spezielles Lula-Problem), u.a. von Reformen des Parlaments, der Steuern und eben der Bildung. Getan hat sich seitdem nichts. Die Bevölkerung selber ist in Brasilien nicht zu Revolutionen in der Lage.
Claudio hat geschrieben:
Natürlich ist die Bildung ein Riesenproblem in Brasilien. Aber wohin soll denn eine perfekte Bidung für alle führen? 50.000.000 ärzte. 50.000.000 Anwälte und 50.000.000 Ingenieure? Wer macht dann die Drecksarbeit?
Im Endefekt wird es dabei bleiben das es eine Elite gibt die die "einfacheren" Arbeiter "unterdrückt". Unterdrückt im Sinne von einem mikrigem Lohn.
Nein. Diesmal hast du falsch verstanden. In Brasilien fehlt es an Facharbeitern! Drück doch mal einem Mechaniker hier einen technische Zeichnung in die Hand und sag ihm er soll Teil X so montieren, wie es auf der Zeichnung steht. Der guckt nur ganz schief und dreht die Zeichnuungen in alle Himmelsrichtungen. Soblad du weg bist, montiert er das Teil so wie er denkt, dass es richtig sein könnte. Anschliessend gehst du dort wieder vorbei und sagst ihm, dass alles falsch montiert ist. Er darf wieder demontieren und fängt von vorne an. Das kostet Zeit und Geld. Die Effizienz lässt nach. Die Firmen werden teuer und müssen irgendwo sparen und konkurrenzfähig bleiben zu können (oder eben ordentlich ausbilden). Die Lösung sind Billigarbeitskräfte! Ausbilden ist nicht so beliebt, weil die ausgebildeten Leute, von denen es ja wenig gibt in BR, schnell aus der Firma abhauen, weil sie ein besseres Angebot von der Konkurrenz haben. Sie sind ja jetzt ausgebildet ...
Weisst du wie hier ein "sogenannter" Facharbeiter ausgebildet wird?
Er verlässt irgendwann mal die Schule ... kommt über irgendeinen Bekannten oder Verwandten zu einer Firma ... dort spricht er mit dem Chef und sagt ihm, dass er alles mögliche kann (was meist nicht stimmt) ... der Chef nickt und sagt: "mach ein Praktikum für 6 Monate bei uns. Danach wissen wir, was du kannst. Und was du nicht konntest, lernst du eben in den 6 Monaten. Falls nicht, fliegst du!"
Nach 6 Monaten wird er dann für einen mikrigen Lohn eingestellt.
Was den Leuten, vor allem, den Mindestlohnempfängern fehlt, ist Fachverständnis und der Umgang mit Maschinen. Wenn sie das beherrschen würden, könnten sie viel effizienter arbeiten. So wie es jetzt läuft, trottelt Brasilien noch Jahrzehnte in seinem Dritte-Welt-Tropensonne-Rythmus weiter.
Claudio hat geschrieben:
aber @all sein wir ehrlich, wir werden hier im Forum nicht die Probleme lösen

Darum gehts doch auch gar nicht. Es geht darum, dass Problem zu verstehen.