Brasilien verliert seine Kinder

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Beitragvon Takeo » Fr 9. Mär 2007, 00:14

supergringo hat geschrieben:
Lemi hat geschrieben:Wenn man dafür ordentlich bezahlt wird, findet sich auch jemand, der den Hinterhof fegt.

Falls nicht, muss es die Hausfrau (oder -mann) selber machen. Wo ist da das Problem?
Warum sollte man mehr bezahlen wollen, als jetzt. Warum was ändern, wenn man Gefahr läuft, künftig selber "fegen" zu müssen. Besser, es bleibt, wie es ist. Ich meine, ein Neger auf dem Fahrersitz hat das Auto entweder geklaut oder ist Chauffeur, aber doch niemals rechtmäßiger Besitzer ... :idea:


Jetzt tu doch nicht so 'linksnaiv'! Was ist einem normalen Menschen lieber: das Patio mal selber zu fegen und in einem gepflegten Land zu leben, oder sich eine unterbemittelte Faxineira leisten zu können und nur von Armut umgeben zu sein? Dies Rechnung ist eine Milchmädchenrechnung und es kann dir jeder WiSo-Student des ersten Semesters aufzeigen, dass allgemeiner Wohlstand einer Volkswirtschaft und allen seinen Klassen dienlicher ist als weit verbreitete Armut! Das wird Dir auch jeder Brasilianer aus dem Mittelstand und sogar der Oberschicht erzählen!!!
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Beitragvon Lemi » Fr 9. Mär 2007, 00:23

Claudio hat geschrieben: Die einzige (endgültige) Lösung ist eine gerechtere Umverteilung aller Besitztümer des Landes.


Das hatten wir schon einmal 1949 nach dem Krieg ... gebracht hats nichts. In Brasilien noch viel weniger machbar. Überleg doch mal: Die Reichen müssten sich selber was wegnehmen und den Armen geben. Klingt utopisch.

Claudio hat geschrieben:Im anderm Forum sagte Alexander das Geld ist das übel. ist es in der Tat, aber das Geld ist ja nur ein Wertersatz für Waren. Das eigentliche Problem ist die völlige überbewertung einzelner bzw. die irsinnige Diskrepanz zwischen den einzelnen Arbeitsleistungen in dem was wir Kapitalismus nennen.


Oh Gott, Alexander zu zitieren ist schon mal ziemlich krass, aber den Kapitalismus als "das Problem" darzustellen beruht einfach nur auf fehlender Geschichtskenntnis.

Claudio hat geschrieben:Da arbeiten sich menschen kaputt für R$350 im Monat, andere sitzen im Klimatisierten Büro, machen Dienstreisen, haben Putzfrauen, Kindermädchen und verdienen R$35.000 und einige R$350.000. Da ist doch der Bezug zur REALITÄT zur NATUR völlig verloren gegangen.


Nein, ist nur eine Folge der verschiedenen Ausbildungswege bzw. gar nicht vorhandenen Ausbildung ...

Claudio hat geschrieben:Meine Lösung hatte ich schonmal irgentwo geschrieben: Mindestgehalt und MAXIMUM-Gehalt das höchsten 10x so hoch wie das mindestgehalt sein darf.


Das ist doch alles nicht praktikabel. Solche Gesetze erlässt niemand (nicht mal Lula und das heisst schon was ...)

Claudio hat geschrieben:Mann o mann, die Wirtschaft würde doch explodieren, Millionen von Menschen hätten die Kaufkraft die sie nie hatten, am Ende würden die reichen vielleicht garnicht viel verlieren.
ist nur mein Ansatz im Moment.


Alles dreht sich im Kreis. Wenn die Leute besser ausgebildet sind, arbeiten sie effektiver (u.a. durch Nutzung von Technik) und verdienen mehr im gleichen Zeitraum ... die Kaufkraft nimmt zu ...
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Wir drehen uns im Kreis....

Beitragvon seitenwandkletterer » Fr 9. Mär 2007, 01:15

Wir drehen uns im Kreis rum und kommen, wie auch viele Brasilianer, auf den Schluss, dass es der Weg aus dem momentanen Dahindämmern nur über bessere Ausbildungen geht.

An meiner Uni, und jetzt habe ich meine Fachbrille auf, kommen die Studenten um Chemie zu studieren und wenn man sie fragt, warum, dann sagen sie das hätte sie schon immer interessiert. Als ich dann gesehen habe, welche "Böcke" in den Klausuren geschossen werden, dann haben wir unter uns Dozenten mal darüber nachgedacht, ob die wirklich in der Schule Chemie hatten. Auf Nachfrage kam dann die Antwort, dass es ein Zahnarzt(!) gewesen sei, der an einer der vielen Schulen, Chemieunterricht gibt. Das lässt sich auch auf Physik und Mathe übertragen. In "Licenciatura de Matemática" sind im fach Pré-Calculo (ungefähr das Niveau von 11. Klasse im Gymnasium) von 50 Studenten 45 durchgeflogen!

Wir an den Universitäten versuchen jetzt hier die künftige Lehrergeneration auszubilden, aber wenn die schon mit derartigen Mängeln in der Uni ankommen, dann ist das ganze fast hoffnungslos. Bis also das für eine eventuell besserer Schulausbildung nötige Personal in größerer Zahl soweit ist, gehen bestimmt nochmal 10 Jahre ins Land. Und die besten Absolventen gehen natürlich dahin, wo es mehr zu verdienen gibt: an die Privatschulen.

Es ist also nicht ganz so einfach, wie wir das alle gerne hätten...

...SWK!
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Beitragvon Claudio » Fr 9. Mär 2007, 02:35

@Lemi
du hast nartürlich recht in allen deinen Einwänden Prinzipiell

Lemi hat geschrieben:
Claudio hat geschrieben:Meine Lösung hatte ich schonmal irgentwo geschrieben: Mindestgehalt und MAXIMUM-Gehalt das höchsten 10x so hoch wie das mindestgehalt sein darf.


Das ist doch alles nicht praktikabel. Solche Gesetze erlässt niemand (nicht mal Lula und das heisst schon was ...)



das ist dann aber der Punkt den du falsch verstanden hast. Ich rede nicht von einem neum Gestetz das irgentein gewähltes Parlament erlässt ich rede von einer REVOLUTION. (das Wort Revolution ist hierbei nicht klassisch zu werten im sinne von Mord und Torschlag)

Natürlich ist die Bildung ein Riesenproblem in Brasilien. Aber wohin soll denn eine perfekte Bidung für alle führen? 50.000.000 ärzte. 50.000.000 Anwälte und 50.000.000 Ingenieure? Wer macht dann die Drecksarbeit?
Im Endefekt wird es dabei bleiben das es eine Elite gibt die die "einfacheren" Arbeiter "unterdrückt". Unterdrückt im Sinne von einem mikrigem Lohn.

Und nochwas @Lemi ich habe Aleksander nicht zitiert im eigentlichem sinne, war nur eine Einleitung.
Und auch habe ich nicht gesagt: "böser, böser Kapitalismus" das problem ist der unregulierte Kapitalismus.

aber @all sein wir ehrlich, wir werden hier im Forum nicht die Probleme lösen :D
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Beitragvon Takeo » Fr 9. Mär 2007, 02:45

In RS hab' ich mal bei Prof. Ribas Vidal einen Kursus besucht... ... aber das war UFRG, und zumindest unter den Kursteilnehmern war keiner dabei der ein Killer hätte sein können... ...ahem: und obwohl ich von einer bayerischen Univerität komme (ich darf den Namen nicht mehr nennen, sonst flippen manche Forumsbesucher vor Neid wieder aus...) musste ich mich ganz schön anstrengen, um den Stoff zu raffen, den wir durchgenommen haben...
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Beitragvon Takeo » Fr 9. Mär 2007, 03:01

Claudio hat geschrieben:Im Endefekt wird es dabei bleiben das es eine Elite gibt die die "einfacheren" Arbeiter "unterdrückt". Unterdrückt im Sinne von einem mikrigem Lohn.


Jetzt klingst Du wie Trotski 1917 vor der russischen Revolution. Darum geht es doch nicht... wir wollen doch nicht ausgerechnet in der Doofheitshochburg Brasilien das Non-Plus-Ultra für soziale Gerechtigkeit schaffen. Aber es hat sich gezeigt, dass Bildung die Bevölkerung doch zumindest etwas ausgleicht, und auch Chancen schaffen kann. In der Bundesrepublik fährt jeder Arbeiter Mercedes Benz und hat ein Computer zu Hause, kann lesen und schreiben, und seine Kinder gehen aufs Gymnasium. Damit ist er meinetwegen einem mittellosen Arbeiter aus Bangladesh haushoch überlegen, oder? Klar, es wird immer wieder Leute geben, die zwangsläufig zu Eliten werden, und manche, die nur doof 'rumkrebsen...
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Beitragvon Claudio » Fr 9. Mär 2007, 03:17

Takeo hat geschrieben:Aber es hat sich gezeigt, dass Bildung die Bevölkerung doch zumindest etwas ausgleicht,


du sagst es ETWAS. im falle Brasilien stirbt der Totkranke Patient bevor das Mittelchen greift. Hier bedrarf es harter Medikamente

Takeo hat geschrieben:In der Bundesrepublik fährt jeder Arbeiter Mercedes Benz und hat ein Computer zu Hause, kann lesen und schreiben, und seine Kinder gehen aufs Gymnasium.


das kannst du nicht vergleichen, ist ja auch nicht wirklich war. Wieviele Schichtarbeiter bei Siemens haben den einen Mercedes?
Aber der vergleich ist sowieso nutzlos.

Takeo hat geschrieben:Klar, es wird immer wieder Leute geben, die zwangsläufig zu Eliten werden, und manche, die nur doof 'rumkrebsen...


nichts dagegen einzuwenden - trotzdem warum müssen die "Eliten" das hundertfache der Krebse verdienen? Stellt euch mal vor die elite würde die Krbse anständig bezahlen. Währe die Anerkennung nicht viel mehr wert als alle Reichtümer der Welt?
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Beitragvon Lemi » Fr 9. Mär 2007, 10:07

Claudio hat geschrieben:Ich rede nicht von einem neum Gestetz das irgentein gewähltes Parlament erlässt ich rede von einer REVOLUTION. (das Wort Revolution ist hierbei nicht klassisch zu werten im sinne von Mord und Torschlag)


Ich verstehe schon, Claudio. Du meinst Reformen. Davon spricht die brasilianische Regierung schon seit Jahrzehnten (also kein spezielles Lula-Problem), u.a. von Reformen des Parlaments, der Steuern und eben der Bildung. Getan hat sich seitdem nichts. Die Bevölkerung selber ist in Brasilien nicht zu Revolutionen in der Lage.

Claudio hat geschrieben:Natürlich ist die Bildung ein Riesenproblem in Brasilien. Aber wohin soll denn eine perfekte Bidung für alle führen? 50.000.000 ärzte. 50.000.000 Anwälte und 50.000.000 Ingenieure? Wer macht dann die Drecksarbeit?
Im Endefekt wird es dabei bleiben das es eine Elite gibt die die "einfacheren" Arbeiter "unterdrückt". Unterdrückt im Sinne von einem mikrigem Lohn.


Nein. Diesmal hast du falsch verstanden. In Brasilien fehlt es an Facharbeitern! Drück doch mal einem Mechaniker hier einen technische Zeichnung in die Hand und sag ihm er soll Teil X so montieren, wie es auf der Zeichnung steht. Der guckt nur ganz schief und dreht die Zeichnuungen in alle Himmelsrichtungen. Soblad du weg bist, montiert er das Teil so wie er denkt, dass es richtig sein könnte. Anschliessend gehst du dort wieder vorbei und sagst ihm, dass alles falsch montiert ist. Er darf wieder demontieren und fängt von vorne an. Das kostet Zeit und Geld. Die Effizienz lässt nach. Die Firmen werden teuer und müssen irgendwo sparen und konkurrenzfähig bleiben zu können (oder eben ordentlich ausbilden). Die Lösung sind Billigarbeitskräfte! Ausbilden ist nicht so beliebt, weil die ausgebildeten Leute, von denen es ja wenig gibt in BR, schnell aus der Firma abhauen, weil sie ein besseres Angebot von der Konkurrenz haben. Sie sind ja jetzt ausgebildet ... :idea:

Weisst du wie hier ein "sogenannter" Facharbeiter ausgebildet wird?

Er verlässt irgendwann mal die Schule ... kommt über irgendeinen Bekannten oder Verwandten zu einer Firma ... dort spricht er mit dem Chef und sagt ihm, dass er alles mögliche kann (was meist nicht stimmt) ... der Chef nickt und sagt: "mach ein Praktikum für 6 Monate bei uns. Danach wissen wir, was du kannst. Und was du nicht konntest, lernst du eben in den 6 Monaten. Falls nicht, fliegst du!"

Nach 6 Monaten wird er dann für einen mikrigen Lohn eingestellt.

Was den Leuten, vor allem, den Mindestlohnempfängern fehlt, ist Fachverständnis und der Umgang mit Maschinen. Wenn sie das beherrschen würden, könnten sie viel effizienter arbeiten. So wie es jetzt läuft, trottelt Brasilien noch Jahrzehnte in seinem Dritte-Welt-Tropensonne-Rythmus weiter.

Claudio hat geschrieben:aber @all sein wir ehrlich, wir werden hier im Forum nicht die Probleme lösen :D


Darum gehts doch auch gar nicht. Es geht darum, dass Problem zu verstehen.
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Beitragvon Claudio » Fr 9. Mär 2007, 15:36

Lemi hat geschrieben:
Claudio hat geschrieben:Natürlich ist die Bildung ein Riesenproblem in Brasilien. Aber wohin soll denn eine perfekte Bidung für alle führen? 50.000.000 ärzte. 50.000.000 Anwälte und 50.000.000 Ingenieure? Wer macht dann die Drecksarbeit?
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Nein. Diesmal hast du falsch verstanden. In Brasilien fehlt es an Facharbeitern! Drück doch mal einem Mechaniker hier einen technische Zeichnung in die Hand und sag ihm er soll Teil X so montieren, wie es auf der Zeichnung steht. Der guckt nur ganz schief und dreht die Zeichnuungen in alle Himmelsrichtungen. Soblad du weg bist, montiert er das Teil so wie er denkt, dass es richtig sein könnte. Anschliessend gehst du dort wieder vorbei und sagst ihm, dass alles falsch montiert ist. Er darf wieder demontieren und fängt von vorne an. Das kostet Zeit und Geld. Die Effizienz lässt nach. Die Firmen werden teuer und müssen irgendwo sparen und konkurrenzfähig bleiben zu können (oder eben ordentlich ausbilden). Die Lösung sind Billigarbeitskräfte! Ausbilden ist nicht so beliebt, weil die ausgebildeten Leute, von denen es ja wenig gibt in BR, schnell aus der Firma abhauen, weil sie ein besseres Angebot von der Konkurrenz haben. Sie sind ja jetzt ausgebildet ... :idea:

Weisst du wie hier ein "sogenannter" Facharbeiter ausgebildet wird?

Er verlässt irgendwann mal die Schule ... kommt über irgendeinen Bekannten oder Verwandten zu einer Firma ... dort spricht er mit dem Chef und sagt ihm, dass er alles mögliche kann (was meist nicht stimmt) ... der Chef nickt und sagt: "mach ein Praktikum für 6 Monate bei uns. Danach wissen wir, was du kannst. Und was du nicht konntest, lernst du eben in den 6 Monaten. Falls nicht, fliegst du!"

Nach 6 Monaten wird er dann für einen mikrigen Lohn eingestellt.

Was den Leuten, vor allem, den Mindestlohnempfängern fehlt, ist Fachverständnis und der Umgang mit Maschinen. Wenn sie das beherrschen würden, könnten sie viel effizienter arbeiten. So wie es jetzt läuft, trottelt Brasilien noch Jahrzehnte in seinem Dritte-Welt-Tropensonne-Rythmus weiter.


da hast du natürlich völlig recht, aber hat nicht dieses Problem auch was mit der Mittelosigkeit der Bevölkerung zu tun?
Ausbildung: kostet der Firma Geld > Produkt wird teurer
Ausgebildeter: kostet mehr Geld > Produkt wird teurer
Produkt wird teurer > Nachfrage sinkt
Ich denke die Fimen können es sich hier nicht leisten teuer zu sein.
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Beitragvon Lemi » Fr 9. Mär 2007, 15:48

Claudio hat geschrieben:Ausbildung: kostet der Firma Geld > Produkt wird teurer
Ausgebildeter: kostet mehr Geld > Produkt wird teurer
Produkt wird teurer > Nachfrage sinkt
Ich denke die Fimen können es sich hier nicht leisten teuer zu sein.


Ja, ein ausgebildeter Mitarbeiter kostet mehr, aber er arbeitet (wie ich schon schrieb) auch bedeutend effektiver. Die Zusatzkosten für den "teuren" Mitarbeiter amortisieren sich dadurch, dass die Firma weniger Mitarbeiter braucht, um gleichviel Produkte herzustellen.

Dies lässt sich sehr schön an den Mitarbeiterzahlen deutscher und brasilianischer Firmen darstellen. Ich habe in der Vergangenheit in einigen deutschen und brasilianischen Firmen gearbeitet und genau dies immer wieder beobachtet. Auf Baustellen, wo in Europa 10 Leute rumspringen, findest ist du in Brasilien 70 Leute (die haben eigentlich gar keinen Platz zum arbeiten, so viele sind es ...). Ich könnte dir zahlreiche weitere Beispiele aus allen möglichen Industriezweigen nennen.
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