Brasilien verliert seine Kinder

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Beitragvon Gregor » Fr 9. Mär 2007, 16:03

Edit: Falscher Thread, sorry. Beitrag verschoben.
Zuletzt geändert von Gregor am So 11. Mär 2007, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon tinto » Fr 9. Mär 2007, 18:18

Takeo hat geschrieben:..ahem: und obwohl ich von einer bayerischen Univerität komme (ich darf den Namen nicht mehr nennen, sonst flippen manche Forumsbesucher vor Neid wieder aus...) ...


Da sowieso kaum eine deutsche Uni in der Weltliga mitspielt: So what?

Aber schön, dass Du Dir die Regeln selbst auferlegst. :idea:
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Beitragvon Takeo » Sa 10. Mär 2007, 00:09

... oh tinto, manche schon... oder warum sitze ich gutbezahlt in Brasilien ... obwohl ich mich jetzt natürlich doch ärgere, dass ich damals nicht in die Sovietunion ausgewandert bin....

(Lemi und Clauido... weiter so... ich stimme vielleicht nicht immer zu, aber man sieht, ihr macht Euch Gedanken... da muss ich nicht korrigierend eingreifen!)
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Beitragvon Bernado » Sa 10. Mär 2007, 00:52

Claudio hat geschrieben:Ausbildung: kostet der Firma Geld > Produkt wird teurer
Ausgebildeter: kostet mehr Geld > Produkt wird teurer
Produkt wird teurer > Nachfrage sinkt
Ich denke die Fimen können es sich hier nicht leisten teuer zu sein.


Das ein Produkt durch Ausbildung teurer wird muss nicht zwangsläufig sein. Es wird auf alle Fälle die Qualität des Produktes verbessert.
Wenn der Ausgebildete mehr Lohn bekommt und sich das Produkt verteuert, kann man das mit der gestiegenen Qualität erklären.

"Made in Germany" sagt Dir noch was? Es war billig und hatte gute Qualität auf dem Weltmarkt.
Aber mit dem Minimalprinzip kommt man halt nicht weit.
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Beitragvon Lemi » Sa 10. Mär 2007, 10:29

Takeo hat geschrieben:..(Lemi und Clauido... weiter so... ich stimme vielleicht nicht immer zu, aber man sieht, ihr macht Euch Gedanken... da muss ich nicht korrigierend eingreifen!)


Der Sachverhalt ist in Wahrheit nicht mit 1,2 Worten zu erklären. Alles ist ziemlich komplex und vernetzt, aber das hier zu erläutern würde bedeuten, seine Doktorarbeit in Wirtschaftswissenschaften zu schreiben. Wer will das in meinem Alter schon? :lol:
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Beitragvon tinto » So 11. Mär 2007, 09:59

Takeo hat geschrieben:... oh tinto, manche schon... oder warum sitze ich gutbezahlt in Brasilien ... obwohl ich mich jetzt natürlich doch ärgere, dass ich damals nicht in die Sovietunion ausgewandert bin....

...!


Für mich ist das total relativ. Ich ärgere mich weder, nicht nach Brasilien ausgewandert zu sein noch nach Osten.

Man kann mit 10.000 Euros oder mehr monatlich hier in Deutschland sicher besser leben. Auf jeden Fall aber sicherer.

Mit 5000 Euros übrigens auch.

Auch mit 3000 Euros hat man noch Urlaubsmöglichkeiten, ein Auto, kan sen Haus abbezahlen. Eigentlich ist es darunter erst interessant über Brasilien nachzudenken, weil hier in Deutschland der untere Mittelstand stark mit Abgaben belastet ist. Ihm tut es auch am meisten weh, dass beispielsweise die Pendlerpauaschale abgeschafft wird.

Wenn man dagegen nur 1000 Euros hat, ist die staatliche Subvention hier besser als in Brasilien. Wohnberechtigungsschein, steuerfreiese Existenzminimum usw.

Wer weniger verdient, hat in Brasilien günstigere Nahrungsmittel und Wohnungen, aber hier hat man das alles noch mehr subventioniert. An der Subvention beteiligen sich in Deutschland die Reichen und der Mittelstand mit ihrer Steuerschuld.

Was in Deutschland anders als in Brasilien noch fehlt ist der Mindestlohn.

Ich behaupte: In Deutschland gibt es genausoviele Dumme, Taugenichtse und Faule wie in Brasilien. Nur eben werden die besser vom Staat und der Gesllschft durchgefüttert. Die brauchen gar nicht zu töten, um was zu haben. Die haben nicht selten Autos, Plasma-Fernseher, Mp3-Player und durchweg alle Handys.

Deswegen leben wir hier sicherer. Das ist der Preis den ich dafür gern bereit bin zu zahlen. Deswegen zahle ich gern Steuern. Ich finde es gut, dass Schulen hier kostenlos sind. Ich finde gut, dass wir Ganztagskinderbetreuung einführen, damit auch dumme und faule Menschen ihre Kinder hier abgeben können. Damit die mal was lernen.

Da Du gut verdienst (aber nicht sehr gut, denn bei Forbes hab ich Dich nicht gefunden, obwohl die Liste so lang ist wie noch nie...) und glaubst, dass dies nur in Brasilien (und damit nicht in Deutschland) möglich ist, darf ich mal vermuten, dass Du mehr als 10.000€ monatlich für Dich selbst hast, denn unterhalb dieser Grenze sprechen wir in Deutschland beim Individualeinkommen jedenfalls von Mittelstand. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) ordnet aber auch Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Umsatz unter 1 Million Euro den kleinen Unternehmen zu, solche mit weniger als 500 Mitarbeitern und maximal 50 Millionen Euro Umsatz den mittleren Unternehmen. Die KfW definiert darüber hinaus den Mittelstand bis zu einem maximalen Jahresumsatz von 500 Millionen Euro; dies nur, falls Du Unternehmer bist.

Und da ich die Kategorien teile sage ich Dir, lebst Du in diesen hier besser als in Brasilien. Es ist einfacher, sorgloser und weniger stressig. Man muss sich nicht einmauern. Man braucht keine Kameras, Wachleute und solche Beiträge, wie Du sie schreiben musst.

Ich glaube, den Hauptfehler, den wir machen, und den du auch ganz offensichtlich begehst, ist Brasilien mit deutschen Messlatte messen zu wollen. Aber hier beklagen wir wenn jemand nur drei Euro Stundenlohn verdient, wenn wir unsere eigene Leistung und unser Gehalt dagegen setzen. In Brasilien finden wir da normal oder gar üppig. Das passt doch nicht zusammen. Alles ist eben relativ.
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Beitragvon Takeo » So 11. Mär 2007, 14:47

tinto hat geschrieben:Da Du gut verdienst (aber nicht sehr gut, denn bei Forbes hab ich Dich nicht gefunden, obwohl die Liste so lang ist wie noch nie...) und glaubst, dass dies nur in Brasilien (und damit nicht in Deutschland) möglich ist, darf ich mal vermuten, dass Du mehr als 10.000€ monatlich für Dich selbst hast, denn unterhalb dieser Grenze sprechen wir in Deutschland beim Individualeinkommen jedenfalls von Mittelstand.


Forbes? Dann les' nochmal genauer nach...

Aber wieso denn jetzt das? Ich habe doch nicht behauptet, dass ich steinreich sei, noch zur Oberschicht gehöre, ich habe aber behauptet, dass ich gut verdiene und zur brasilianischen Mitteklasse gehöre. Und was ich sagen wollte ist, dass wenn man auswandern will, sollte man das am besten mit einem einschlägigen Beruf, mit dem dann einer Tätigkeit nachgehen kann in der man dadurch Land und Leute auch wirklich kennenlernt, anstatt sich über 1000 Umwegen zu überlegen, wie man im Ausland leben kann und trotzdem genügend Geld haben kann...

In Deutschland könnte ich trotzdem nicht leben - viiiieeeel zu langweilig und geordnet - das Leben spielt sich derweil anderswo ab! Und sich mit solchen Beiträgen auseinanderzusetzten, und an die Sicherheit zu denken... etc... das gehört eben dazu, nur in Mitteleuropa kriegt man von den globalen Problemen - ausser im Fernsehen - nichts mit.

Die Sovietunion tät mich trotzdem interessieren, die Zukunft liegt im Osten, nicht im Süden!
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Beitragvon Takeo » So 11. Mär 2007, 15:27

Und um zum Thema zurückzukehren:


Wenn es Euch in Mitteleuropa allen doch einigermassen besser geht und Ihr (mit Recht) auch so zufrieden mit den geordneteren Verhältnissen seid in dem Ihr lebt, könnte man ja mal darüber nachdenken, ob man nicht so ein paar der schlimmsten Schwerverbrecher, angefangen bei den vier Jugendlichen weiter oben, und einige der Drogenbosse, mal zur sozialen und ethischen Re-Integration für mehrere Monate in die Bundesrepublik schickt, wo die Gesellschaft ja soviel gerechter ist als die hier in Brasilien, und wo diese jugendlichen Schwerverbrecher demzufolge ja nicht zu jugendlichen Schwerverbrechern oder zu Drogenbossen geworden wären... dort könnten sie dann bei McDonlad's arbeiten, Stadtparks pflegen, die Schulkindern über starkbefahrene Verkehrswegen helfen, auf ökofarms die Pferde striegeln etc... und, das ist das Wichtigste, die mitteleuropäische Bevölkerung müsste sich nicht mehr immer so über die ungerechte Mittel- und Oberschicht Lateinamerikas aufregen, sondern könnte selber mal anfangen was zu tun... wir würden sogar mit unseren Steuergeldern die Transportkosten übernehmen...

Wär das was???
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Beitragvon tinto » So 11. Mär 2007, 17:18

Takeo hat geschrieben: Die Sovietunion tät mich trotzdem interessieren, die Zukunft liegt im Osten, nicht im Süden!


Die Sovietunion hat aber keine Zukunft. Die gibt es nämlich nicht mehr.

Zu Deinem Vorschlag: ja, das wär was.
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Beitragvon Zambo » Fr 16. Mär 2007, 12:49

Takeo hat geschrieben:Und um zum Thema zurückzukehren:


Wenn es Euch in Mitteleuropa allen doch einigermassen besser geht und Ihr (mit Recht) auch so zufrieden mit den geordneteren Verhältnissen seid in dem Ihr lebt, könnte man ja mal darüber nachdenken, ob man nicht so ein paar der schlimmsten Schwerverbrecher, angefangen bei den vier Jugendlichen weiter oben, und einige der Drogenbosse, mal zur sozialen und ethischen Re-Integration für mehrere Monate in die Bundesrepublik schickt, wo die Gesellschaft ja soviel gerechter ist als die hier in Brasilien, und wo diese jugendlichen Schwerverbrecher demzufolge ja nicht zu jugendlichen Schwerverbrechern oder zu Drogenbossen geworden wären... dort könnten sie dann bei McDonlad's arbeiten, Stadtparks pflegen, die Schulkindern über starkbefahrene Verkehrswegen helfen, auf ökofarms die Pferde striegeln etc... und, das ist das Wichtigste, die mitteleuropäische Bevölkerung müsste sich nicht mehr immer so über die ungerechte Mittel- und Oberschicht Lateinamerikas aufregen, sondern könnte selber mal anfangen was zu tun... wir würden sogar mit unseren Steuergeldern die Transportkosten übernehmen...

Wär das was???


Um Gottes Willen, bitte nicht. Ein Jugendlicher, der schon gemordet hat und charakterlich so verdorben ist, dem ist meistens nicht mehr zu helfen.
Bei Mord ist bei mir die Schmerzgrenze erreicht. So jemand darf nicht frei herumlaufen.
Die meisten, die als Kind das "Lernen" nicht gelernt haben, machen das im Erwachsenenalter auch nicht mehr.
Ich kenne hier soviel Latinos in Stuttgart, von denen die meisten nur "blubbern" was sie alles machen werden, aber sie tun nichts. Lernen ist zu anstrengend für sie.
Ein paar haben sogar super Lehrstellen bekommen, haben diese aber nach kurzer Zeit wieder hingeschmissen. Keine Disziplin.
Einige bras. Männer in Stuttgart bekommen sogar Unterhalt von der deutschen Exfrau. Diese Männer siehst Du jeden Tag in Kneipen und Discotheken. Vor 12:00 Uhr stehen sie nicht auf. Als ich denen mal fragte, warum sie nach 10 Jahren immer noch kein deutsch sprechen, sagten sie, dass es zu schwierig sei. Sie belügen und betrügen jeden, der ihnen glaubt. Diese Leute haben es nie gelernt und werden es auch nie.
Die Latinos in Stuttgart, die normal in der Birne sind, haben es im Elternhaus schon mit in die Wiege bekommen.

Meine Mutter hat immer gesagt: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr".

Klar, Kinder und Jugendliche kann man noch formen, aber bei Mord und Vergewaltigung ist die Grenze erreicht.
In Schweden hat man versucht afrikanische Kindersoldaten zu rehabilitieren, ohne Erfolg. Die Gefühlskälte die sie haben, wird immer bleiben. Auch wenn sie nicht mehr morden, sind sie für immer gestörte Menschen, die als tickende Zeitbomben herumlaufen.
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, daß man sie ignoriert.
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