Takeo hat geschrieben:
tinto hat geschrieben:
Denn bedauerlicherweise kommt es in Lateinamerika immer wieder vor, dass der Mob bei der Lynchjustiz die vermeintlich Verdächtigen mit Benzin übergießt und anzündet. Und erst hinterher stellt sich raus, dass es sich bei den Toten doch nicht um die Täter handelt.
Das ist doch Quatsch!
Natürlich ist das kein Quatsch. Es ist sogar noch steigerungsfähig. Um mal zum Thema Kinder zurückzukehren: Als ich 1992 am Konsulat in Sao Paulo war, war es sogar usos, dass sich Geschäftsleute der Straßenkinder auf bestialische Art und Weise zu entledigten, sozusagen präventiv. Wir haben damals derartige Fälle dokumentiert. Da wurde bei denen, die es getroffen hat, nicht lang gefragt ob die überhaupt mal straffällig geworden waren.
Da brauche ich auch von Takeo keine Belehrungen. RTL hat die Fälle gezeigt, in denen im Amazonas-Gebiet angebliche Banditen in umingelt wurden wurden, mit Benzin übergossen wurden. Die Kamera war an bis die Körper der drei abgelöscht wurden. Die Polizei hat nicht eingegriffen.
Hier mal ein paar Denkanstöße:
Zitat:
http://www.learn-line.nrw.de/angebote/n ... d/mord.htmKindermord / Kinderjagd/ Kinderbanden Da Straßenkinder, nach Meinung der Geschäftsleute und Hotelbesitzer Brasiliens, das Bild des exotischen und erholsamen Urlaubsziels stören, haben sich die Geschäftsleute und Hotelbesitzer Brasiliens zusammengeschlossen und Sicherheitsdienste unter Vertrag genommen, um die Störenfriede zu beseitigen.
Diese Sicherheitsdienste bestehen hauptsächlich aus Polizisten, ehemaligen Militärs und entlassenen Polizeibeamten. In Rio sind in den ersten 6 Monaten des Jahres 1992 allein in Brasilien 170 Kinder kaltblütig erschossen worden.
In den letzten 3 Jahren sind, laut einer Untersuchung, 4611 Kinder auf diese Weise ums Leben gekommen. Für jedes getötete Kind bekommen die Mörder ein Kopfgelt von 10 Dollar.
Maira (16) aus Bogota erzählt, wie eine große Gruppe Straßenkinder von Polizisten eingesammelt und auf einen Hügel außerhalb der Stadt gebracht wurde.
Dann begannen die Polizisten auf sie zu schießen. Die Kinder rannten davon und versteckten sich in der Kanalisation. Dorthin kommen die Polizisten zwar nicht, aber sie schütten Benzin hinunter und zünden es an.
Eine Art, wie sich die Straßenkinder Lateiamerikas gegen die Morde der Sicherheitsdienste (auch Todesschwadronen ) wehren, ist das Zusammenschließen zu Kinder- und Jugendbanden.
In Sao Paulo gibt es nach Schätzungen ca. 1500 Kinder- und Jugendbanden, die über kleinere oder größere Arsenale kleiner Waffen verfügen.
Ein geständiger Straßenkindmörder (ehemahliger Militärpolizist ) wurde zu 261 Jahren Haft verurteilt. Solche exemplarisch hohen Haftstrafen wurden als Zeichen dafür interpretiert, daß es mit der jahrzehntelangen Straflosigkeit für Verantwortliche von Verbrechen gegen Sozislschwache vorbei sei.
Zeitungsbericht "Hunderte Kinder von Todesschwadronen ermordet"
Quelle des Bildes: " Der Krieg gegen die Kinder " von Uwe Pollmann ( rororo-Verlag )
Zitat:
http://www.antonianum.de/projekte_ags/i ... kinder.htmWenn die Kinder beim Autowaschen zum Beispiel etwas kaputt machen oder die Touristen mit Betteln nerven, werden sie sogar von den Killerkomandos erschossen oder kommen in ein Gefängnis, wo sie sich bessern sollen. Doch das trifft meist nicht zu, da sie im Knast agressivere Jugentliche kennenlernen und dadurch noch krimineller werden. Zwischen 1985 und 1991 wurden insgesamt 2242 Kinder ermordet, und das ist nur die offiziele Zahl.
Oder schaut mal hier:
http://www.kinderhilfe-brasilien.de/Jah ... HB1997.pdfOder lest das:
Zitat:
Papst mahnt in Brasilien mehr Gerechtigkeit an04.10.1997
Politik - Seite 06
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Katholiken warten nahe der Candelaria-Kirche in Rio de Janeiro, wo 1993 Polizisten acht Kinder erschossen hatten, auf Papst Paul II. Zum Auftakt seines viertägigen Besuchs in Brasilien setzte sich der Papst für die Rechte der ethnischen Minderheiten und der Straßenkinder ein. Er kritisierte die krassen Unterschiede zwischen Arm und Reich und verlangte soziale Gerechtigkeit in Brasilien.