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Brasilien stemmt sich gegen Real-Aufwertung
BUENOS AIRES / BRASILIA, 4. August 2006 - Die brasilianische Regierung plant neue Maßnahmen, um die Aufwertung der heimischen Münze Real zu bremsen. Wirtschaftsminister Guido Mantega prüft einen Vorschlag, den Banken die Einrichtung von US-Dollar Konten zu erlauben. Bankkunden würden die Möglichkeit bekommen, parallel zu den Konten in der Landeswährung eigene Greenback-Konten zu eröffnen.
Nach den Vorstellungen der Regierung würde das der Tendenz Einhalt gebieten, Dollars in Reales umzutauschen. Die Folge: der Nachfragedruck auf die Landeswährung würde sinken. Die US-Münze kostete am Donnerstag auf dem offiziellen Devisenmarkt 2,17 Reals.
Zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft zeigt sich die Regierung der zur Neuwahl anstehenden Staatschefs Lula Ignacio da Silva bemüht darum eine breit angelegte Währungs-Offensive zu starten, die nicht zuletzt den konservativen Wirtschaftslagern zugute kommen soll. Der einflussreiche Industrieverband Fiesp feierte in den letzten Tagen ein von Minister Guido Mantega verkündetes Außenhandels-Paket als „historisch“. Unter anderem genehmigt die Maßnahme den brasilianischen Exporteuren rund 30 Prozent ihrer Einnahmen im Ausland zu belassen, statt sie – wie bisher – einführen zu müssen. Das Paket vermindert die Bedingungen die Filialen ausländischer Unternehmen erfüllen mussten, um Gewinn-Erlöse an ihre Zentralen zu entsenden.
Grund für die Offensive der Regierung ist die Flut amerikanischer Devisen, die zunehmend den brasilianischen Markt erreicht. Hauptmotor ist hier der seit Januar aufgelaufene Außenhandelsüberschuss von 25,7 Milliarden US-Dollar. Allein im Juni flossen 2,49 Milliarden US-Dollar auf die lokalen Devisenmärkte.
(© argentinienaktuell.com)
Gruss brasilmen Thomas
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