Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon cabof » Fr 11. Okt 2013, 21:51

Ohne jetzt die Details zu kennen, selbst "Schrottautos" in BR, d.h. Kleinwagen etc. sind in der Unterhaltung weitaus teurer als in DE,
unser Bezinpreis ist um gut 10 Cents gefallen - in BR wird nur erhöht und erhöht - die Maut kommt hinzu, Parkplatzpreise wie bei uns und höher (Rio) - die obligatorische, staatliche Versicherung die so gut wie nichts abdeckt, wenn überhaupt muß durch eine teure private Versicherung erhöht werden. NB mein Schwager ist mit einem Zero vom Händler gefahren, prompt knallt ihm ein Polizeiwagen von hinten drauf (in DE klarer Fall) schiebt ihn auf den Vordermann - 3 Schäden.... er war privat versichert, 1800 aus eigener Tasche bezahlt und 4 Wochen auf die Reparatur gewartet... in Cabo Frio. Leihwagen wurde dank privater Versicherung gestellt. - Gente, Residents - was kann man eigentlich positives aus Brasilien berichten?
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon sonhador » Sa 12. Okt 2013, 00:47

Colono hat geschrieben:

Immerhin reichts ja für die Brozemedalie unter den internationalen Flugeugbauern.



Nur die "Lederne". Bronze geht an Bombardier aus Kanada ! :mrgreen:
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon sonhador » Sa 12. Okt 2013, 00:51

Colono hat geschrieben: Der Käufer hat für die nahe zu gesamte Lebenszeit des Fahrzeugs je nach Bundesstaat jährlich bis zu 5% des Fahrzeugwerts als IPVA zu bezahlen. Also nach 10 Jahren gehört die Hälfte auch noch dem Staat.



Stimmt so nicht. :roll: IPVA = 2,5 % des jeweiligen Wertes. Nach 15 Jahren fällt die IPVA weg.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon sonhador » Sa 12. Okt 2013, 00:55

Colono hat geschrieben: Da wird zum Beispiel ein Fahreug in Juiz de Fora MG produziert. Zum Germanisieren schickt man es nach Übersee um es dann anschließend wieder in Brasilien zum dreifachen Weltmarktpreis zu verkaufen.



Kannst du uns aufklären um was es sich für einen Autobauer hier handelt ?
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Colono » Sa 12. Okt 2013, 02:44

sonhador hat geschrieben:
Colono hat geschrieben:

Immerhin reichts ja für die Brozemedalie unter den internationalen Flugeugbauern.



Nur die "Lederne". Bronze geht an Bombardier aus Kanada ! :mrgreen:

Das ist mit Verlaub nicht ganz richtig.

Laut Ronald Epstein von Merrill Lynch geht der Preis in unsere Gefilde. Kann man sich aber darüber streiten, weil Bombardier neben kommerziellen Flugzeugen noch den Sportflugsektor beliefert. Aber bei den größeren Jets hat Embraer die Nase vorn. =D>
Siehe:
http://www1.folha.uol.com.br/fsp/dinheiro/fi0312200614.htm

sonhador hat geschrieben:Stimmt so nicht. :roll: IPVA = 2,5 % des jeweiligen Wertes. Nach 15 Jahren fällt die IPVA weg.

Die IPVA in São Paulo beträgt 4%. Ist 2013 etwas billiger geworden. Was solls , 1% weniger macht das Kraut auch nicht fett. Aber ein 20 Jahre altes Auto ist in B. schon verdammt billig im Unterhalt. Lediglich Licenciamento und Seguro Obrigatorio fallen an. Peanuts. Unter anderen fahre ich selber so ein Teil :^o
http://m.g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2013/01/comeca-vencer-o-ipva-em-sp-veja-calendario-de-pagamento.html

sonhador hat geschrieben:Kannst du uns aufklären um was es sich für einen Autobauer hier handelt ?

In Juiz de Fora ist der gute alte teure Stern zu hause.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon cabof » Sa 12. Okt 2013, 07:04

Colono, ein 20 Jahres altes Auto findest Du in DE höchstens als gut erhaltener Oldtimer mit dem H-Schild, weiß aber auch das es in BR Usus ist auch alte Wagen zu fahren, habe diesmal aber nur sehr wenige gesehen. Weiterhin gute Fahrt.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon sonhador » Sa 12. Okt 2013, 11:45

Na Colono. Was willst du uns mitteilen mit einem Artikel über Bombardier aus dem Jahre 2006 ? Bist du noch nicht im 2013 angekommen? Die Kanadier bauen schon lange grössere Flieger. :roll:

In Deutschland bezahlt man doch auch KFZ Steuern. Ist wohl auf der ganzen Welt so, oder nicht ? #-o

Das mit Mercedes Benz gehört wohl in's Reich von 1001 Nacht. :lol: Quellen ?

Ich habe das im Wiki gefunden, was deine kühnen Behauptungen widerlegt :

Mercedes-Benz-Werk in Juiz de Fora/Brasilien

Das Werk Mercedes-Benz do Brasil in Juiz de Fora war von April 2007 bis Januar 2011 der einzige Produktionsstandort für das C-Klasse-Sportcoupé. Primärer Zielort der Fahrzeuge war der europäische Markt. Bis Januar 2007 produzierte das Werk im Bundesstaat Minas Gerais die C-Klasse für den nordamerikanischen Markt. Zuvor wurde dort von 1999 bis 2005 die A-Klasse gefertigt. Seit Anfang 2012 werden dort die LKW der Serie Actros und Accelo produziert, die Pkw-Produktion entsprechend eingestellt.[4]

In einem gebe ich dir Recht. Die Autos sind zu teuer in Brasilien. Hohe Steuern und die Montadores gleichen die Verluste in der 1. Welt durch die Gewinne hier aus.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Colono » Sa 12. Okt 2013, 13:08

sonhador hat geschrieben:In einem gebe ich dir Recht. Die Autos sind zu teuer in Brasilien. Hohe Steuern und die Montadores gleichen die Verluste in der 1. Welt durch die Gewinne hier aus.

Genau, darum gings mir eigentlich hauptsächlich.

2. Das C-Coupe konntest du in Brasilien anders als die A-Classe obwohl in B produziert nicht direkt ab Werk kaufen. Fakt ist sie haben die wundersame Wertsteigerung des Fahrzeugs bis 2012 getan. Fahren ja genug herum davon. Da brauche ich keine Quelle. Ist nach BMW nur eine Frage der Zeit bis sie wieder produzieren.

Ich fühle mich halt als Teilnehmer der Brasilianischen Volkswirtschaft von der deutschen Misswirtschaft über den Tisch gezogen. Ähnlich wie die Brasilianer zu Kolonialzeiten von den Portugiesen.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Berlincopa » Mo 14. Okt 2013, 16:32

Colono hat geschrieben:
sonhador hat geschrieben:In einem gebe ich dir Recht. Die Autos sind zu teuer in Brasilien. Hohe Steuern und die Montadores gleichen die Verluste in der 1. Welt durch die Gewinne hier aus.

Genau, darum gings mir eigentlich hauptsächlich.

2. Das C-Coupe konntest du in Brasilien anders als die A-Classe obwohl in B produziert nicht direkt ab Werk kaufen. Fakt ist sie haben die wundersame Wertsteigerung des Fahrzeugs bis 2012 getan. Fahren ja genug herum davon. Da brauche ich keine Quelle. Ist nach BMW nur eine Frage der Zeit bis sie wieder produzieren.

Ich fühle mich halt als Teilnehmer der Brasilianischen Volkswirtschaft von der deutschen Misswirtschaft über den Tisch gezogen. Ähnlich wie die Brasilianer zu Kolonialzeiten von den Portugiesen.



Meinst Du mit Mißwirtschaft die "Strafzölle" auf Einfuhren aus Deutschland? Eine Volkswirtschaft, die sich abschottet wie die brasilianische erleidet hohe Wohlfahrtsverluste, die insbesondere auf Kosten der kleinen Leute gehen.Diese könnten nämlich viele Sachen viel billiger haben, wenn sie nicht mit Schutzzöllen und sonstigen Handelshemmnissen belegt wären.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon frankieb66 » Mo 14. Okt 2013, 17:13

Berlincopa hat geschrieben: Eine Volkswirtschaft, die sich abschottet wie die brasilianische erleidet hohe Wohlfahrtsverluste, die insbesondere auf Kosten der kleinen Leute gehen.Diese könnten nämlich viele Sachen viel billiger haben, wenn sie nicht mit Schutzzöllen und sonstigen Handelshemmnissen belegt wären.

USA, EU, und andere Staaten, schotten sich ebenfalls ab (gegen Konkurrenzprodukte aus Fernost (aktuell in D z.B. PV-Komponenten), und, was speziell Brasilien betrifft, landwirtschaftiche Produkte wie Soja, Mais, Zucker, ....), mit dem Unterschied dass historisch bedingt "Hightech" eher aus den erstgenannten Regionen der Welt stammen ... abgesehen davon ist Brasilien eines derjenigen Länder die am wenigsten von der jüngsten Weltwirtschftskrise runtergezogen wurden ... und was die kleinen Leute angeht: an anderer Stelle beklagst du dich über zunehmenden Individualverkehr in Brasilien, und jetzt befürwortestet du plötzlich "Diese könnten nämlich viele Sachen viel billiger haben, wenn sie nicht mit Schutzzöllen und sonstigen Handelshemmnissen belegt wären." Sei doch froh dass in BR noch nicht noch mehr Autos unterwegs sind! Brasilien macht mehr oder weniger sein eigenes Ding, mit allen Vor- und Nachteilen. Und wenn man sich die USA oder Europa (außer derzeit noch! D und ein paar Zwergstaaten) betrachtet, dann ist es Fakt, dass es mit Brasilien langsam, aber stetig, aufwärts geht, mit Europa und den USA hingegen langsam, aber stetig, bergab. Die USA haben ihre Mauern und Schutzzäune schon fast komplett auch physikalisch errichtet, in der EU wird das noch kommen, nicht nur für Waren, sondern auch für Menschen. Dieses Problem wird Brasilien bis auf weiters nicht haben, da sich Brasilien auf seine Binnenwirtschft konzentriert. Das mag in mancher Hinsicht ein gefühlter momentaner Nachteil sein, mittelfristig gesehen, zumindest bei der derzeit fragilen Weltwirtschaft, eher nicht.

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