Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Berlincopa » Mo 20. Jan 2014, 18:03

Ein paar nicht-unterkellerte Bungalows wird man wohl auch in Bahia bis April errichtet haben können.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Colono » Mo 20. Jan 2014, 18:13

Berlincopa hat geschrieben:Ein paar nicht-unterkellerte Bungalows wird man wohl auch in Bahia bis April errichtet haben können.

Durchaus möglich, aber so wie ich das dort kenne, hat bestimmt der Pool noch ein gosses Leck. Da braucht ich kein BILD-Abo.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 20. Jan 2014, 18:35

Colono hat geschrieben:[Ich bin genau am 25.07.2013 dort gewesen. Colono


Scherz? Der erste Spatenstich war im Dezember 2013, also 4 Monate nach deinem Besuch!

Gruß
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Colono » Mo 20. Jan 2014, 18:47

Trem Mineiro hat geschrieben:
Colono hat geschrieben:[Ich bin genau am 25.07.2013 dort gewesen. Colono


Scherz? Der erste Spatenstich war im Dezember 2013, also 4 Monate nach deinem Besuch!

Gruß
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Was gilts, eine Kiste Bier?
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 20. Jan 2014, 19:45

Nee, ich halte mich nicht für unfehlbar, kläre es einfach auf, wird dir nicht schwer fallen.
Vielleicht hat die Gemeinde ein Industriegebiet unabhängig von der BMW Entscheidung oder einer Baugenehmigung vorbereitet.
Als Anlagenbauer weis ich aber auch, dass so eine Autofabrik nicht nur aus Betonfundamenten und vorfabrizierten Betonteilen besteht, sondern aus Maschinen, E-Ausrüstung und Hydraulik um nur mal ein paar Komponenten zu nennen. Warten wir also mal den Herbst 2014 ab.

Ich hab die Tragödie des Mercedes Werkes in Juiz de Fora miterlebt. Ich hab immer im gleichen Hotel übernachtet, wenn ich im dortigen Acelor Stahlwerk war. Planung 1 Jahr, geplante Bauzeit 2 Jahre, gebaut haben sie dann 4 Jahre, ein Jahr später kamen dann auch richtige Autos raus, die nicht nachgearbeitet werden mussten. Das Werk war immer ein Verlustbringer, ging dann an Chrysler, dann wieder zurück an Mercedes. Heute soll es für die neue Mercedes Offensive in Brasilien fit gemacht werden.
War nur nicht ganz so teuer wie Thyssen in Sepetiba.

Aber ich will nichts verschreien, lassen wir sie machen und warten wir's bis zum Herbst ab. Ist ja Santa Catarina.


Was nicht heißt, dass sollten wir uns mal treffen, wir nicht ein oder noch ein Bier zusammen trinken.

Gruß
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Itacare » Mo 20. Jan 2014, 20:32

Na hoffentlich vergisst BMW die Feuerlöscher nicht. Wie ein Forumsmitglied aus erster Hand berichten kann, dauert die Nachrüstung locker zwei bis drei Jahre. :mrgreen:
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Colono » Mo 20. Jan 2014, 22:36

Trem Mineiro hat geschrieben:Nee, ich halte mich nicht für unfehlbar, kläre es einfach auf, wird dir nicht schwer fallen.
Vielleicht hat die Gemeinde ein Industriegebiet unabhängig von der BMW Entscheidung oder einer Baugenehmigung vorbereitet.

Ich möchte es mal nicht so stehen lassen. Kurz nach meinem Besuch erschien folgender Artikel.

http://economia.estadao.com.br/noticias/economia-geral,bmw-invade-cidade-do-maracuja-no-sul-do-pais,161606,0.htm

Wie man sieht sind die Bagger bereits Anfang August schon fleissig am werkeln. Ich hatte da nichts mit den Augen.
BMW macht es da nicht anders wie wir alle hier in SC. Bevor die Baugenehmigung kommt, steht oft schon der Rohbau :mrgreen: Die Prefeituras spielen da auch mit.

Trem, was die wirtschftliche Situation Brasiliens anbelangt, würde ich nicht all zu viel auf die Cables der deutschen Matriz geben. Sondern sich erst mal regional besser umsehen. Bezüglich der Automarken, die bauen hier in meiner Gegend einen Verkaufspalast nach dem anderen. Ich kann mir nicht vorstellen die machen das aus reiner Prunksucht.

Schau es dir doch mal selber an und komm vorbei auf das ein oder andere Bierchen. Ein bekannter Brasilienfreund hat es kürzlich überlebt hihi. Vieleicht wird er sich mal darüber outen. Habe zwar gelesen du trinkst ja nichts. Ich würde es auch keinem verraten. [-X
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Berlincopa » Mo 20. Jan 2014, 23:25

Colono hat geschrieben:Genau so sehe ich das auch:

Tagesspiegel: Für einen 3er-BMW etwa müssen Brasilianer rund 40 000 Euro bezahlen, während ein vergleichbares Modell in Deutschland nur 33 000 Euro kostet. Für brasilianische Autoexperten gibt es für die unverändert hohen Preise zwei Gründe: Zum einen würden die deutschen Hersteller die teuren Importsteuern gegen lokale Abgaben eintauschen. Und zum anderen seien die Automarken daran interessiert, mit den Einsparungen ihre Gewinnmargen zu verbessern.



Meine Frage zum hohen Preis in Brasilien: Muß der Händler nicht die MWSt. (ja, sie heißt anders) darauf in Brasilien abführen? Auch dürften die Steuern auf die Gewinne des Autohauses in Brasilien anfallen. Die hohen Preise kämen so also indirekt doch wieder Brasilien zugute, es wäre eine Umverteilung von den Reichen, die sich diese Preise leisten können hin zum Staat, der das Geld verschwendet oder ggf. sinnvoll verwendet.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Trem Mineiro » Di 21. Jan 2014, 02:02

Oi Colono
Danke für den Artikel. Das ist ja tatsächlich vor dem ersten (dann gefakten) Spatenstich im Dezember. Gibt es seitdem schon mal wieder was neues in der Zeitung über den derzeitigen Stand. Noch 10 Monate bis zur Eröffnung der Fabrik.
Also abwarten und Tee trinken und lassen wir sie werkeln.

Gruß
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Colono » Di 21. Jan 2014, 14:53

Berlincopa hat geschrieben:
Meine Frage zum hohen Preis in Brasilien: Muß der Händler nicht die MWSt. (ja, sie heißt anders) darauf in Brasilien abführen? Auch dürften die Steuern auf die Gewinne des Autohauses in Brasilien anfallen. Die hohen Preise kämen so also indirekt doch wieder Brasilien zugute, es wäre eine Umverteilung von den Reichen, die sich diese Preise leisten können hin zum Staat, der das Geld verschwendet oder ggf. sinnvoll verwendet.

Abgesehen von den üppigen Gewinnen welche von den Mutterkonzernen im Ausland abgeschöpft werden, holt sich natürlich auch der brasilianische Staat das seine. Das hat der Journalist des Tagesspiegel richtig erkannt. Leider werden die Mittel dieser Einnahmen von beiden Seiten grösstenteils verschwendet. Zum einen werden Verluste ausgeglichen die den Konzernen durch die kurzsichten, wahltaktischen Aktionen der deutschen Bundesregierung wie der Abwrackprämie, Opelrettung, Energiewende etc. entstanden sind. Zum anderen werden Haushaltslöcher aus der Bolsa Familia-Stütze und Maharadschapensionen der Beamten gestopft. Anstatt der Schlaglöcher. Absolut dreist war da mal Recifes Zusatzabgabe mit der Kfz-Steuer, "Tampa Buraco".

Eben heute Vormittag habe sie in Globo den Baustillstand der Brücke der südlichen brasiianischen Hauptverkehrsader zwischen Tubarão und POA gezeigt weil dazu das Geld und die Arbeitskräfte fehlen. Danach ein Ex-Funcionario-Publico-Ehepaar, schätze mal mit zusammen 50kR$ monatlicher Pension, welches gerade eine Weltreise mit dem Wohnmobil macht. Natürlich mit orangenen Champus im Campingkühlschrank.

Ich vergleiche die Brasilianer da mit einem Soldaten der sich mit seiner Flinte ins eigne Bein schiesst. :evil:
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