Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Colono » So 6. Okt 2013, 04:23

Wer hätte das gedacht wie wichtig der von manchen belächelte neue brasiliansche Mittelstand einmal für deutsche Autobauer werden wird.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-autobauer-investieren-brasilien-kommt-in-fahrt-1.1787633

Weshalb fehlt es in Europa eigentlich an Käufern, obwohl die Fahrzeuge dort um einiges günstiger zu haben sind ? Fährt Deutschland und nicht etwa Brasilien in die Krise ?

http://www.fr-online.de/wirtschaft/autobauer-stecken-in-der-krise-fest,1472780,23728178.html
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Itacare » So 6. Okt 2013, 11:00

Zur Kenntnis genommen, aber der Sinn der Überschrift erschließt sich mir bisher nicht.

Der Markt in Deutschland und der EU ist eben einigermaßen gesättigt, früher als andere aufgrund der Kaufkraft und der günstigeren Preise. Die deutschen Hersteller fahren ihre Sonderschichten herunter, das war´s dann auch schon. Warten entspannt auf den nächsten Boom und investieren ihre Milliardengewinne in vermutliche Zukunftsmärkte.

Aber was hat Deutschland davon, wenn ein international agierender Großkonzern ein Werk egal wo auf der Welt errichtet?
Und wer würde überhaupt ein Werk in Brasilien errichten, wenn es diese horrenden Importzölle nicht gäbe?
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Alexsander » So 6. Okt 2013, 11:41

Hi, in Europa fehlt es nicht an Käufern, sondern an Einkommen bei der jungen Generation. Brasilien kann da garnichts aus dem Dreck ziehen.
In Brasilien werden die Autos doch im Moment mit "lebenslangen" parcelas und Verzicht auf Steuern verkauft, der Markt ist noch nicht gesättigt und für die Bevölkerung ist das Statussysmbol wichtig. Meine Bekannten hier tanken doch lieber für 100 Reais als was gesundes zum Essen zu kaufen.

Inzwischen sind die Strassen hier aber auch schon so voll, dass viele langsam ins Grübeln kommen ob sich dieser Irrsinn mit dem Autokauf lohnt (schlechte Qualität,
hohe Kosten, immenser Wertverlust (1 richtiges Schlagloch reicht schon zum Totalschaden!), keine Nutzungsmöglichkeit durch permanente Staus).
Die Investition in den Strassenbau hat hier bei uns in den letzten Jahren nachgelassen. Die BR101 ist eine einzige Katastrophe.
Die Zukunft des Wachstums im Automarkt sehe ich daher nicht als gesichert an. Warum auch. Es gibt sinnvollere Investitionen. Vieleicht sollte man die
Bevölkerung erst mal vernünftig ausbilden!!!
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon amazonasklaus » So 6. Okt 2013, 12:26

Itacare hat geschrieben:Aber was hat Deutschland davon, wenn ein international agierender Großkonzern ein Werk egal wo auf der Welt errichtet?

Leuchtet mir ebenfalls nicht ein. Mittelfristig wird für die Investition in ein neues Werk erst mal viel Geld benötigt, das andernfalls die Aktionäre bekämen oder für eine Investition in Deutschland verwendet würde. Bis sich die Investition amortisiert hat (falls das jemals passiert), hat in Deutschland niemand etwas davon. Aber vielleicht kann uns der TE erläutern, welcher Karren wo auf welche Weise aus welchem Dreck gezogen wird.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Colono » So 6. Okt 2013, 13:44

amazonasklaus hat geschrieben: Aber vielleicht kann uns der TE erläutern, welcher Karren wo auf welche Weise aus welchem Dreck gezogen wird.

Ganz einfach, " O Carro Chefe " der deutschen Industrie ist inzwischen zweifellos festgefahren. Da wird nach jedem Strohhalm gegriffen. Die Redewendung erschien mir passend. Carro= einstige Karrosse.

Mal ehrlich, hättest du nachgefragt wenn die Überschrift anders herum lautete?

Ansonsten stimme ich Alexsander zu. Man sollte vieleicht zuerst mal in die Infrastruktur investieren.
Auf der 101er geht am Freitag zwischen Itajai und Floripa nichts mehr. Aber das kenne ich noch aus meiner früheren Zeit zwischen meinem ehemaligen Wohnort Allershausen und München. Mit ein Grund weshalb ich mich von dort verdrückte.

So und jetzt geh ich mit der Lederhosn aufs Oktoberfest. :^o
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Itacare » So 6. Okt 2013, 15:29

Nenn mir doch bitte eine Technologie, in der Deutschland nicht weltführend ist. Und auf den Mix von Engineering auf höchstem Niveau einerseits und andererseits jeder Menge Arbeitsplätzen in der Industrie, die aufgrund hoher Produktivität nicht ins Ausland ausgelagert werden müssen, beneidet uns mindestens die halbe Welt.
Ich sehe da noch lange keine festgefahrene Karosse.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon amazonasklaus » So 6. Okt 2013, 15:37

Colono hat geschrieben:
amazonasklaus hat geschrieben: Aber vielleicht kann uns der TE erläutern, welcher Karren wo auf welche Weise aus welchem Dreck gezogen wird.

Ganz einfach, " O Carro Chefe " der deutschen Industrie ist inzwischen zweifellos festgefahren. Da wird nach jedem Strohhalm gegriffen. Die Redewendung erschien mir passend. Carro= einstige Karrosse.

Mal ehrlich, hättest du nachgefragt wenn die Überschrift anders herum lautete?

Ansonsten stimme ich Alexsander zu. Man sollte vieleicht zuerst mal in die Infrastruktur investieren.
Auf der 101er geht am Freitag zwischen Itajai und Floripa nichts mehr. Aber das kenne ich noch aus meiner früheren Zeit zwischen meinem ehemaligen Wohnort Allershausen und München. Mit ein Grund weshalb ich mich von dort verdrückte.

So und jetzt geh ich mit der Lederhosn aufs Oktoberfest. :^o

Deinen Beitrag zum Thema verstehe ich zwar immer noch nicht und ich begrabe auch die Hoffnung, aus dem wirren Thread inhaltlich etwas mitzunehmen, wünsche aber dennoch viel Spaß beim Oktoberfest.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Itacare » So 6. Okt 2013, 21:27

amazonasklaus hat geschrieben:
....Deinen Beitrag zum Thema verstehe ich zwar immer noch nicht und ich begrabe auch die Hoffnung, aus dem wirren Thread inhaltlich etwas mitzunehmen, wünsche aber dennoch viel Spaß beim Oktoberfest.


Das wäre durchaus wünschenswert. Womit wir uns……beispielsweise der Frage widmen könnten, weshalb Ihre Durchlaucht Dilma höchstpersönlich dem Lakaien eines Konzerns, der seit Jahrzehnten in Brasilien vertreten ist, für die in Aussicht gestellte zusätzliche läppische Investition von170 Mio. € eine persönliche Audienz gewährt.
Ist das alles, was Ihre Durchlaucht vorweisen kann?
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon frankieb66 » So 6. Okt 2013, 21:45

Itacare hat geschrieben:Womit wir uns……beispielsweise der Frage widmen könnten, weshalb Ihre Durchlaucht Dilma höchstpersönlich dem Lakaien eines Konzerns, der seit Jahrzehnten in Brasilien vertreten ist, für die in Aussicht gestellte zusätzliche läppische Investition von 170 Mio. € eine persönliche Audienz gewährt.

Werbewirksamer Auftritt von Dilma ("schaut her, WIR haben es geschafft dass VW und sogar andere Autobauer (wieder) bei uns investieren") und VW ("kauft unsere Autos, ach ja, die kennt ihr ja schon, naja, dann tauscht bitte euren alten GOL gegen einen neuen GOLF (made in Brazil)")?

Abgesehen davon erhalten hier in Kaltland durchaus auch Kleininvestoren, die wesentlich weniger als 170 Mio. € in die Hand nehmen bzw. nahmen, z.B. windige Solarunternehmen (die mittlerweile fast alle pleite sind), Privataudienzen bei der deutschen Führungsriege.

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Zuletzt geändert von frankieb66 am So 6. Okt 2013, 22:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brasilien zieht den deutschen Karren aus dem Dreck.

Beitragvon Itacare » So 6. Okt 2013, 21:56

frankieb66 hat geschrieben:....
Abgesehen davon erhalten hier in Kaltland durchaus auch Kleininvestoren, die wesentlich weniger als 170 Mio. € in die Hand nehmen bzw. nahmen, z.B. windige Solarunternehmen (die mittlerweile fast alle pleite sind), Privataudienzen bei der deutschen Führungsriege.

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Traurig, aber wahr. Indes, durchaus geeignet, uns die Intelligenz der Politiker, egal wo auf der Welt, immer vor Augen zu führen.
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