robertwolfgangschuster hat geschrieben:
Entweder schmeisst du das Pantanal mit Campo Grande oder Manaus aus deinen Plänen. die Amazonasregion mit ihrem Angebot an Fauna und Flora ist ziemlich gleich. Nur in Manaus hast du es konzentrierter und Manaus ist schon ein "must"
Tut mir Leid, Robert, dir als Amazone das sagen zu müssen, aber die für den Besucher
sichtbare Flora & Fauna ist ist im Pantanal beiweitem besser als im Amazonas. Wenn man viele Tiere in der Natur sehen will, sollte man auf jeden Fall ins Pantanal gehen. Wenn man sich dort auf einer Fazenda einmietet und ein paar Bootsausflüge macht, sieht man vor allem in der Abenddämmerung das gesamte Repertoire an Vögeln. Den Kaimanen muss der Bootsfahrer eher ausweichen als sie zu suchen. Selbst Anakondas trifft man häufig. Wasserschweine sind eine Plage. Die Papageien und Affen wachen einen beim ersten Sonnenstrahl des Tages mit ihrem Krach auf ...........
An Markos Reiseplanung verstehe ich nur nicht, warum er nach Cuiabá
und Campo Grande will, also Süd- und Nordpantanal! Eins von beiden kann er getrost weglassen, da beides ziemlich gleich ist.
robertwolfgangschuster hat geschrieben:
Rio ist eine Grosstadt wie jede andere auf der Welt und lebt vom Carnaval
Besser und typischer ist schon Salvador und der Nordosten bis Belem.
Eben nicht! Rio ist eine ganz besondere Großstadt! Sie vereint sowohl natürliche Schönheiten, Strandkult, Nachtleben, kulturelle Vielfalt als auch die gesamte Palette des sozialen Gefüges. Wer mit offenen Augen und Ohren durch Rio geht, wird manchmal erschrecken, aber sobald er wieder im Flieger sitzt, wird er es lieben. Es ist einen Stadt, die Gänsehaut vermittelt - egal ob man auf dem Corcovado steht, den Chinesischen Blick geniesst, mit dem Bus quer durch Rio kurvt oder in der Vila Mimosa "spazieren" geht.
Rio sollte man beim 1. Brasilienbesuch nie aus der Planung streichen, vor allem wenn man 6 Wochen Zeit hat! Sicherlich würde ich 5 Tage dort einplanen.
Übrigens gibt es östlich von Rio in der Gegend um Cabo Frio sehr schöne Strände. Am Wochenende und in den Ferien tanzt dort der Bär. An den restlichen Tagen kann man dann an den weißen Buchten ausspannen.
Foz de Iguazu ist wirklich toll. Du solltest 1 Tag für die Brasilienseite einplanen und 1 Tag für die argentinische Seite. Beides lohnt sich. Mach auf jeden Fall die Schlauchboot-Tour auf der bras. Seite (100 R$). Teuer, aber atemberaubend. Den Vogelpark kannst du am gleichen Tag besichtigen wie die bras. Seite der Wasserfälle (liegt auf dem Weg (ca. 2 Std. Zeit notwendig). Weniger lohnenswert fand ich den Staudamm zu besichtigen.
Für Salvador selber reichen 1-2 Tage. Die Stadt ist ein ziemliches Moloch. Ausser dem Pelourinho mit seinen Kirchen, Museen und Nachtbars ist dort nicht viel. Die Stadtstrände sind ziemlich siffig. Gehe lieber gleich an einen der Strände in der Umgebung. Dafür gibt es 2 Richtungen: Entweder du gehst auf die Insel Morro de Sao Paulo (die Fähre fährt Nähe Mercado Modelo ab - 50 R$) südlich von Salvador oder du gehst an die Nordküste Bahias, wo es massenhaft schöne Strände gibt. Die Inselstrände von Morro de Sao Paulo sind aber allesamt exklusiver und haben so etwas wie Südsee-Flair. An der Nordküste empfehle ich gerne eine Strandhopper-Tour, um nicht an einem der vielen schönen Strände zu vergammeln. Dabei sein sollten auf jeden Fall(von Nord nach Süd):
Mangue Seco (30m-hohe Dünenlandschaft)
Barra do Itariri (Landleben an Flussmündung)
Praia do Forte (brasilianisches Schicki-Micki-Dorf, am WE wird viel gekifft)
Tagesausflüge nach Massarandupio (geiler Strand), Imbassai (ruhiger Nachbar von PdF) und Arembepe (Hippie-Dorf) kannst du mit dem Bus vor Ort planen.
Chapada Diamantina ist auch voll ok. Dort kannst du locker 5-7 Tage bleiben, ohne das es dir (tagsüber) langweilig wird. Am besten du übernachtest in Lencois, da dort abends ein paar, wenn auch nicht viele, Ausgehmöglichkeiten vorhanden sind. Nimm dir einen der lokalen Wanderführer, denn sonst verpasst du die Hälfte. Die Highlights sind ziemlich versteckt dort. Die meist Jugendlichen stehen vor der Touristen-Info und bieten ihre Dienste an. Ich habe damals (ca. 1997) 10 R$ pro Tag bezahlt. Dürfte mittlerweile das Doppelte kosten. Nur so als Orientierung.