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 Betreff des Beitrags: Brasiliens Airline Varig im riskanten Sinkflug
BeitragVerfasst: 19 Jun 2006 14:01 
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19. Juni 2006, Neue Zürcher Zeitung

Brasiliens Airline Varig im riskanten Sinkflug

Portugals TAP als möglicher Retter in der Not

Lateinamerikas grösste Fluggesellschaft Varig steht kurz vor dem Aus. Zwar hat die Airline seit einer Woche einen neuen Eigentümer, doch dessen Finanzkraft ist fragwürdig. Konkursrichter und mögliche Investoren arbeiten fieberhaft an einer Rettung in letzter Sekunde. Die portugiesische TAP könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen.

C. H. Rio de Janeiro, 18. Juni

Die brasilianische Fluggesellschaft Varig steht kurz vor dem Aus. Die bei der Versteigerung vor gut einer Woche als Sieger hervorgegangene Investorengruppe unter der Führung der Mitarbeiter hat bisher Zweifel an ihrer Finanzkraft nicht ausräumen können. Der zuständige Konkursrichter zögert daher, der Gruppe den Zuschlag zu erteilen. Fieberhaft arbeiten in diesen Tagen das Varig-Management, der Konkursrichter und mögliche Investoren an einer neuen Lösung. Eine erneute Auktion wird nicht mehr ausgeschlossen. Als Retter in der Not könnte sich die staatliche portugiesische Airline TAP erweisen. TAP-Präsident Fernando Pinto weilt seit Tagen in Rio de Janeiro, wo das Konkursverfahren juristisch angesiedelt ist. Pinto, der als Ex- Präsident von Varig die Airline in- und auswendig kennt, hat Verhandlungen bestätigt. Mögliche Rettung in letzter Sekunde

Die Rettung käme in letzter Sekunde. Das Unternehmen kämpft bereits mit schweren Liquiditätsproblemen. Laut Medienberichten verlangt die staatliche Flughafengesellschaft Infraero ab sofort die Bezahlung der Start- und Landegebühren in bar; der staatliche Kerosinlieferant BR Distribuidora sei nur noch wenige Tage bereit, die Varig-Flotte auf Kredit zu betanken. Gegenüber beiden Unternehmen hat Varig Schulden in Millionenhöhe. In den letzten Tagen sind bereits über hundert Flüge gestrichen worden. Die Flugaufsichtsbehörde Anac erklärte, dass sie aufgrund von Sicherheitsbedenken einige Flüge untersagt habe. Varigs Präsident, Marcelo Bottini, hat die Spekulationen um eine sich verschlechternde Liquiditäts- und Sicherheitslage energisch zurückgewiesen.

Die Lage Varigs mag letztlich etwas weniger dramatisch sein, als es derzeit aussieht; Brasilianer sind bekannt dafür, in letzter Sekunde einen «Jeito» zu finden, also einen Ausweg auf Umwegen. Doch die derzeitigen Wirren führen auch jenen den Ernst der Lage vor Augen, die bisher partout nicht an ein Ende der blauweissen Fluggesellschaft haben glauben wollen. Jahrelanger Protektionismus durch den Staat und die Blockade der dringend notwendigen Restrukturierungen durch die Mitarbeiter (die die Mehrheit am Unternehmen halten) haben aus der einst stolzen Airline einen Sanierungsfall gemacht. Im Lauf der Jahre haben sich Schulden in Höhe von 8 Mrd. Rl. (rund 3,6 Mrd. US-$) angehäuft. Die innovativen neuen Konkurrenten Tam und Gol jagen Varig zudem Marktanteile ab. Im Binnenmarkt ist Varigs Marktanteil in den gut drei Jahren bis Mai von 36% auf 14% gefallen, im internationalen Geschäft von 89% auf 67%.


Uneinsichtige Belegschaft

Die Sanierungsversuche in den letzten Jahren sind vor allem am Widerstand der Mitarbeiter gescheitert. Generell hatten die meisten Beteiligten wohl insgeheim auf einen Ausweg mit Hilfe von staatlichen Subventionen gehofft. Die seit Anfang 2003 amtierende Mitte-Links-Regierung hat eine staatliche Rettungsaktion allerdings kategorisch ausgeschlossen. Das «Nein» wird in diesen Tagen und Wochen wohl auf eine starke Probe gestellt werden: Präsident Lula da Silva wird sich voraussichtlich im Oktober zur Wiederwahl stellen, und der allfällige Verlust von rund 11 000 Varig-Arbeitsplätzen und eines nationalen Symbols wäre ein schlechter Start in den Wahlkampf. Die Airline ist für viele Brasilianer nicht zuletzt das Symbol des Aufstiegs der einstigen Zuckerrohr-Kolonie zu einem industrialisierten Schwellenland im letzten Jahrhundert. «Für meine Generation war Fliegen eine grosse Faszination. Ich erinnere mich gut an den Charme und den Glanz der Varig und an die Schönheit der Constellation-Flugzeuge», schwärmte jüngst der 76-jährige José Sarney, Senator und Ex-Präsident, in einem nostalgischen Beitrag («Der Todeskampf der Varig») in der Zeitung «Folha de São Paulo».

Varig war erst vor einem Jahr unter Gläubigerschutz gestellt worden. Der Schritt war notwendig geworden, da die amerikanischen Leasinggesellschaften aufgrund von Zahlungsverzögerungen seitens Varigs mit der Beschlagnahme von Maschinen gedroht hatten. In den folgenden Monaten waren immer wieder potenzielle Investoren aufgetaucht. Darunter befanden sich die portugiesische TAP und die beiden brasilianischen Unternehmer Nelson Tanure (Medien) und Germán Efromovich (Ocean Air). Unter anderem wegen der unkooperativen Haltung der Mitarbeiter zogen sich die meisten Interessenten schnell wieder zurück. Um dem nahezu illiquiden Carrier wieder etwas Geld zukommen zu lassen, wurden schliesslich die Logistik- und die Wartungsgesellschaften der Varig (VarigLog und VEM) für 62 Mio. $ an ein Konsortium aus TAP und dem Macao-Chinesen Stanley Ho verkauft; VarigLog wurde dann an Volo, hinter der die US- Beteiligungsgesellschaft MatlinPatterson steht, weiterverkauft.


Missglückte Versteigerung

Doch die neuen Millionen waren schnell wieder aufgebraucht. Vor dem Hintergrund eines drohenden Liquiditätsengpasses hatte schliesslich vor zwei Wochen der Konkursrichter die Versteigerung der operativen Fluggesellschaft angeordnet; die Schulden sollen dabei in eine separate Gesellschaft ausgegliedert werden. Als einziger Bieter erhielt Nova Varig Participações den Zuschlag, ein von den Mitarbeitern angeführtes Konsortium, dem noch drei weitere bisher unbekannte, ausländische Investoren angehören.

Rund 1,01 Mrd. Rl. hatten sie für Varig geboten, davon 285 Mio. Rl. in bar und 225 Mio. Rl. durch Umwandlung von Forderungen der Mitarbeiter an Varig; 500 Mio. Rl. sollen durch eine Bond-Emission zu einem späteren Zeitpunkt eingenommen werden. Zudem erklärte sich Nova Varig Participações bereit, 75 Mio. $ als sofortige Liquiditätsspritze beizusteuern. Der zuständige Konkursrichter ist allerdings von der Zahlungskraft des Konsortiums nicht überzeugt und hat bis heute den Verkauf noch nicht genehmigt. Das Konsortium hat in den letzten Tagen daher verzweifelt versucht, weitere Investoren an Bord zu holen. Darunter soll laut Medienberichten ein internationales Investorentrio sein, hinter dem das brasilianische Logistikunternehmen Syn da Amazônia, die portugiesischstämmige Fontidec Brasil Investimentos und der amerikanische Private-Equity-Riese Carlyle stehen sollen.

Doch diese Lösung wird immer unwahrscheinlicher. Der Konkursrichter hat denn auch eine neue Auktion nicht ausgeschlossen. Als deren Sieger und damit als Retter in der Not könnte sich schliesslich TAP erweisen. Die Portugiesen sollen sich laut Medienberichten zu diesem Zweck mit der kanadischen Air Canada und dem kanadischen Fonds Brascan/Brookfield zusammengetan haben. Die nationale Flugaufsichtsbehörde rechnet allerdings mit dem Schlimmsten und hat bereits einen Notfallplan für den Konkurs von Varig aufgestellt. Dieser könnte die brasilianische Volksseele an empfindlicher Stelle treffen: beim Fussball. Schliesslich haben Tausende bereits die Eintrittskarten für das Endspiel der Fussball- Weltmeisterschaft in Deutschland gekauft - und ein Flugticket dahin von Varig.

http://www.nzz.ch/2006/06/19/wi/articleE82A7.html



Gruss brasilmen Thomas
http://www.brasilmen.de


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 Betreff des Beitrags: Justiça homologa venda da Varig para a NV Participações
BeitragVerfasst: 20 Jun 2006 02:05 
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19/06/2006 - 21h03
Justiça homologa venda da Varig para a NV Participações

RIO DE JANEIRO (Reuters) - O juiz da 1ª Vara Empresarial da Justiça do Rio de Janeiro, Luiz Roberto Ayoub, anunciou nesta segunda-feira que homologou a venda da Varig para o consórcio NV Participações, liderado pelos trabalhadores da empresa.

"Entendemos que os esclarecimentos foram prestados e que foram apresentadas as garantias financeiras", disse Ayoub a jornalistas, referindo-se às exigências que a Justiça havia feito em relação à proposta de R$ 1 bilhão feita pelo consórcio.
Caio Guatelli/Folha Imagem
Avião da Varig pousa em Congonhas nesta segunda

Ele explicou que o consórcio terá de depositar US$ 75 milhões (cerca de R$ 168,75 milhões) até sexta-feira para concretizar a compra. Caso isso não seja feito, a Justiça decretará que o leilão não teve efeito e decidirá se fará uma nova oferta pública.

O juiz aceitou o pagamento em debentures (instrumento de captação de recursos) após informação do consórcio de que os títulos poderão ser substituídos por dinheiro.

"Com o aporte de recursos, começa a segunda fase da recuperação judicial, que é o enfrentamento da dívida", disse Ayoub em referência ao passivo de mais de R$ 7 bilhões que ficou separado da Varig Operacional, vendida em leilão.

Logo após o pronunciamento de Ayoub, o presidente da Trabalhadores do Grupo Varig (TGV), coordenador do consórcio NV Participações, Márcio Marcillac, criticou a decisão judicial por não ter concedido imediatamente a administração da Varig aos empregados.

Marcillac afirmou ainda que, se até sexta-feira os investidores não tiverem tempo suficiente para liberar os recursos, será pedido um empréstimo-ponte ao BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social).

Ele disse também que os ativos da empresa foram adquiridos sem a obrigatoriedade de manter os vínculos com os atuais empregados da Varig, e que, após a compra, serão feitas admissões.

"Não vamos demitir ninguém, vamos admitir. Até porque não compramos nenhum empregado. Agora vamos ver de quantos empregados vamos precisar", disse ele.

Plano de contingência

Marcillac disse que, na manhã de terça-feira, vai tentar negociar com a atual diretoria a implantação de um plano de contingência, que para Marcillac é fundamental para a continuidade das operações da Varig.

"Algumas aeronaves da Varig estão ameaçadas de parar pelas empresas de leasing. Temos de criar um plano de contingência para não prejudicar os consumidores", disse a jornalistas.

Segundo Marcillac, a Varig tem 49 aviões em operação, e o mais seguro será reduzir a frota para 30 aeronaves a partir de terça-feira.

"Teremos 30 aeronaves se não tiver como reverter essa situação com as empresas de leasing", afirmou.

A Justiça dos EUA determinou há duas semanas o arresto de sete aeronaves Boeing, e na semana passada de mais nove aeronaves, a pedido de empresas de leasing locais.

Segundo Marcillac, se esses aviões continuarem operando, os administradores da Varig podem ser presos.

Além da pressão das empresas de leasing internacionais, a Varig tem sido constantemente ameaçada de corte de combustível pela BR Distribuidora, segundo Marcillac, que informou que a fornecedora estendeu até terça-feira o prazo para fornecimento de querosene de aviação para a Varig.

De acordo com o coordenador da TGV, a partir do depósito da primeira parcela do pagamento da Varig, previsto para sexta-feira, o consórcio passa a ser dono dos ativos da empresa e os dois investidores que, segundo ele, também integram o consórcio, serão revelados.

Ele informou ainda que após tomar posse da empresa a diretoria executiva será substituída por profissionais de mercado "e não funcionários de carreira da Varig". E que o conselho de administração deverá ser formado por "empresários experientes".

(Por Denise Luna)



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 Betreff des Beitrags: Varig cancela dezenas de vôos; saiba se seu avião vai decola
BeitragVerfasst: 20 Jun 2006 17:40 
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Varig cancela dezenas de vôos; saiba se seu avião vai decolar
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CLARICE SPITZ
da Folha Online, no Rio

Um dia após a Justiça aceitar a venda da Varig para um consórcio formado por seus próprios funcionários e investidores estrangeiros, a empresa aérea já cancelou dezenas de vôos domésticos e internacionais.

Nem a Varig nem a Infraero (empresa que administra os aeroportos) informam o número de vôos já cancelados hoje. Dos 180 vôos diários operados pela companhia, entretanto, ao menos 50 não teriam decolado.

Para quem tem passagem da Varig, a Infraero disponibiliza em seu site a situação de cada vôo da empresa aérea --clique aqui e selecione o aeroporto da decolagem para saber sua situação neste momento.

A empresa informa que vai recolocar todos os passageiros que tiveram vôos cancelados em aviões da própria Varig ou de outras companhias.

Se isso não acontecer, o Procon-SP informa que o passageiro deve registrar reclamação nas seções da Anac (Agência Nacional de Aviação Civil) nos aeroportos ou em um órgão de defesa do consumidor de sua cidade. O mesmo procedimento pode ser encaminhado ao Poder Judiciário.

A Varig tem cancelado dezenas de vôos nas últimas semanas devido à falta de aeronaves. A Justiça dos EUA determinou há pouco mais de dez dias que a empresa devolva sete aviões para a Boeing. Além disso, mandou que outras nove aeronaves deixem de voar a partir de hoje, às 12h, para passarem por manutenção antes de serem devolvidas a outra empresa de leasing, a ILFC.

Ontem, o juiz Luiz Roberto Ayoub, da 8ª Vara Empresarial, aceitou a proposta de compra de R$ 1,010 bilhão feita pelos trabalhadores ligados ao TGV (Trabalhadores do Grupo Varig) e estabeleceu o prazo de depósito de US$ 75 milhões até sexta-feira para concretização da venda.

Os trabalhadores, que dizem estar consorciados com investidores ainda não-revelados, dizem que têm condições de efetuar o pagamento, mas afirmam esperar pela ajuda do governo.

Márcio Marsillac, coordenador do TGV, disse ontem que espera a ajuda do BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social) para o pagamento da US$ 75 milhões caso os investidores não tenham tempo suficiente para liberar os recursos requeridos pela Justiça e com aporte de US$ 150 milhões, que seria o capital de giro estimado para a Nova Varig operar num primeiro momento.

Segundo Marsillac, com a ameaça de retomada de aviões por parte de empresas de leasing, os trabalhadores querem implementar um plano de contingência para evitar a apreensão das aeronaves, o que reduziria ainda mais os vôos da companhia.

Segundo ele, a Varig operaria com 30 aviões e deixaria outros 19 no solo para evitar a retomada por parte de arrendadores.

O plano ainda depende de negociações entre os trabalhadores, a Casa Civil, as estatais e a administração da companhia, uma vez que o comando da Varig só passa aos trabalhadores após o pagamento da parcela de US$ 75 milhões. A partir de hoje já haverá reuniões da TGV para analisar esse plano de contingência.

Ayoub disse que se dinheiro não for apresentado à Justiça, ele poderá realizar outro leilão da Varig.

Esses US$ 75 milhões deverão ser usados para pagar fornecedores da empresa aérea, como as estatais BR Distribuidora (combustíveis) e Infraero (empresa que administra aeroportos), e também empresas estrangeiras de leasing (arrendamento) de aviões.



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