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 Betreff des Beitrags: Brazil - A Nation of Non-Readers
BeitragVerfasst: 18 Mär 2006 21:41 
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Brazil - A nation of non-readers
Mar 16th 2006 | SÃO PAULO | From The Economist print edition

A strange and costly disregard for books

MANY Brazilians cannot read. In 2000, a quarter of those aged 15 and older were functionally illiterate. Many simply do not want to. Only one literate adult in three reads books. The average Brazilian reads 1.8 non-academic books a year—less than half the figure in Europe and the United States. In a recent survey of reading habits, Brazilians came 27th out of 30 countries, spending 5.2 hours a week with a book. Argentines, their neighbours, ranked 18th.

In rare accord, government, businesses and NGOs are all striving in different ways to change this. On March 13th the government launched a National Plan for Books and Reading. This seeks to boost reading, by founding libraries and financing publishers among other things. The Brazil Reader Institute, an NGO, brings books to people: it has installed lending libraries in two São Paulo metro stations, and is planning one in a Carnival samba school. It is starting to be common to see characters in television soap operas shown reading. Cynics note that Globo, the biggest broadcaster, is also a big publisher of books, newspapers and magazines.

One discouragement to reading is that books are expensive. At São Paulo's book fair this week, “O Código Da Vinci” was on sale for 32 reais—more than a tenth of the official minimum monthly wage. Most other books have small print-runs, pushing up their price.

But Brazilians' indifference to books has deeper roots. Centuries of slavery meant the country's leaders long neglected education. Primary schooling became universal only in the 1990s. Radio was ubiquitous by the 1930s; libraries and bookshops have still not caught up. “The electronic experience came before the written experience,” says Marino Lobello, of the Brazilian Chamber of Books, an industry body.

All this means that Brazil's book market has the biggest growth potential in the western world, reckons Mr Lobello. That notion has attracted foreign publishers, such as Spain's Prisa-Santillana, which bought a local house last year. American evangelical publishers are eyeing the market for religious books, which outsell fiction in Brazil.

But reading is a difficult habit to form. Brazilians bought fewer books in 2004—289m, including textbooks distributed by the government—than they did in 1991. Last year the director of Brazil's national library quit after a controversial tenure. He complained that he had half the librarians he needed and termites had eaten much of the collection. Along with crime and high interest rates, that ought to be a cause for national shame.

Quelle: http://www.economist.com/world/la/displ ... id=5636369


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 Betreff des Beitrags: ................
BeitragVerfasst: 18 Mär 2006 21:54 
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Oí,

ich werde hier (in Portugal) immer schräg angeschaut, wenn ich den Eingeborenen erzähle, wie hinterweltlerisch hier alles ist. Die werden mich umbringen, wenn ich denen erzähle, dass in Brasilien doppelt soviel p.P. gelesen wird, wie in Portugal.

P.S.

Ihr kennt ja sicherlich den deutschen Ausdruck "Mitdenken". Ich glaube dafür gibt es weltweit keine direkte Übersetzung. Meine Brasilianischen Freunde hier in Portugal denken aber mit.......im Gegensatz zu den Tugas.

Falls ich Quatsch geschrieben haben sollte, liegt das daran dass ich dumpfbacke bin und will in Zukunft das Gegenteil behaupten.

LG, aus der Hauptstadt Afrikas


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 Betreff des Beitrags: Re: ................
BeitragVerfasst: 19 Mär 2006 01:38 
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dumpfbacke hat geschrieben:
Oí,

ich werde hier (in Portugal) immer schräg angeschaut, wenn ich den Eingeborenen erzähle, wie hinterweltlerisch hier alles ist. Die werden mich umbringen, wenn ich denen erzähle, dass in Brasilien doppelt soviel p.P. gelesen wird, wie in Portugal.


Wo steht das? Dort steht, daß in Brasilien nur halb soviele Bücher gelesen werden wie in europäischen Ländern (von Portugal speziell ist ja gar nicht die Rede). Und wenn du dir den Schmonz dann anguckst, der in Brasilien gelesen wird... was weggeht wie warme Semmeln sind Bibeln (in jedem brasilianischen Haushalt sind mehr Bibeln als Personen vorhanden!!!), esoterischer Quark und idiotische Selbsthilfebücher (die natürlich nur helfen, den Autoren selbst die Taschen zu füllen) - richtige Literatur verkauft sich kaum.


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BeitragVerfasst: 19 Mär 2006 02:40 
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Ich glaube Dumpfbacke hat das Englische "less than half the figure in Europe" falsch verstanden und meint, dass in Europa halb so viel gelesen wird.

Zur Sache:
Ich kann es aber auch irgendwie nachvollziehen, dass selbst unter der lesebefähigten Brasilianern wenig gelesen wird. Jetzt wo ich im Brasilianischen Arbeitsleben stehe. Um 6:30 das Haus verlasse und nicht vor 18:00 wieder zu Hause bin. Auch Freitags. Klar, im Freiteitparadies Deutschland hat man nach (oder gar während?) der Arbeit noch genug Zeit, sich einen Schmöker zu ziehen. Oder denkt an die Arbeitslosen in D... was haben die für Freizeit ;-)

Und noch eines: habt ihr mal die Preise für Bücher hier gesehen und das mit dem Salario Minimo verglichen? 50$R für einen neuen Harry Potter bei 300$R SM.

Ich hatte mir meine Bücher in letzter Zeit aus der Biblioteca Pública besorgt. Leider haben sie angefangen zu renovieren. Sollte 4 Wochen dauern. Sind jetzt 4 Monate dabei, Ende noch nicht in Sicht.

Gute Nacht
Ursinho


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BeitragVerfasst: 19 Mär 2006 03:54 
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Oí,

also hier in Portugal wird duchschnittlich nur ein Buch pro Person im Jahr gelesen, aber wahrscheinlich noch nicht einmal die hälfte davon verstanden.

Eingangs hiess es 1,8 Buch p.P. in Brazeew und somit sind meine Beiträge rein rechnerich sogar übertrieben.

Zu dieser Uhrzeit Bom Dia o Bao Noite

Dumpfbackinho


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 Betreff des Beitrags: ...................
BeitragVerfasst: 19 Mär 2006 03:59 
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Registriert: 24 Okt 2005 15:05
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Ursinho hat geschrieben:
Sollte 4 Wochen dauern. Sind jetzt 4 Monate dabei, Ende noch nicht in Sicht.


Wahrscheinlich lesen sie immernoch, also Obras da Biblioteca Pública!


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 Betreff des Beitrags: Re: ......
BeitragVerfasst: 19 Mär 2006 09:16 
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dumpfbacke hat geschrieben:
also hier in Portugal wird duchschnittlich nur ein Buch pro Person im Jahr gelesen, aber wahrscheinlich noch nicht einmal die hälfte davon verstanden.


Das PISA-Ranking bestätigt das allerdings nicht, liebe Dumpfbacke. Da liegt Portugal in allen Disziplinen vor Brasilien. Das läßt nur zwei Interpretationen zu: entweder sind die Portugiesen klüger als die Brasilianer oder geschickter beim Kaschieren ihrer Dummheit.

2003 stand in Veja übrigens mal ein Länder-IQ-Ranking: Brasilien kam in der englischen Studie auf einen mittleren IQ-Wert von 87, Portugal schaffte immerhin 91. Die Deutschen belegten hinter Japan (110) und Südkorea (106) Platz 3 mit einem mittleren IQ von 103.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19 Mär 2006 12:57 
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Hat vielleicht nicht direkt mit dem Thema zu tun, geht aber in die Richtung, oder?

Brasilien gehört zu den Ländern, die im wissenschaftlichen Bereich am meisten wachsen - als Maßstab dienen die Veröffentlichungen in einer Reihe internationaler Zeitschriften. Vor etwa 15 Jahren kamen 0,4 % solcher Veröffentlichungen aus Brasilien; heute sind es 1,4% - nur Südkorea ist schneller gewachsen.

Quelle:
http://www.freeway.tur.br/deutsch/brasi ... orschg.asp


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