Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Mo 11. Mai 2015, 21:24

cabof hat geschrieben:Auch ich danke für die Fotos - wie aus dem Leben gegriffen und wie ich es in Erinnerung habe. Von Gestank möchte ich nicht sprechen,
eher für unsere Nasen gewöhnungsbedürftige Gerüche vom Trockenfleisch und Bacalhau. Man sollte aber fair sein, es gibt auch andere
Geschäfte und Märkte.


Ach, eventuell sind wir Gringos auch nur ein wenig arrogant =D>

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon cabof » Mo 11. Mai 2015, 21:58

Gringos mögen arrogant und hochnäsig sein - gilt nicht für mich, nach über 40 Jahren Brasilienerfahrung stehe ich über den Dingen, was ich insgeheim denke geht nur mich was an, lasse es nicht raus. Bin halt nur Gast in diesem Lande - "Gäste" in DE benehmen sich da anders und besonders rotzfrech... auch bin ich weit davon entfernt in BR als Weltverbesserer aufzutreten, in der Familie (zB) wird jeder logische Ratschlag ignoriert - habe es schon lange seinlassen mich in den Tagesablauf einzumischen.
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Mo 11. Mai 2015, 22:15

OT: Ich habe da unten gelernt das du genau das bekommst was du bezahlst. All iclusive mit verwässerten Getränken und kalten Buffet erregt bei mir nur Brechreiz!

Hab auch schon mal zwei Wochen vom Imbissstand leben müssen, geht auch. Brasilianer sind ganz große Kinder, alle zusammen, deshalb liebe ich dieses Land. Ich frag mich manchmal was ich mehr liebe, meine Verlobte oder Brasilien. Falls einer die Kleine trifft, bitte nicht verpetzen!
Sie ist mir wirklich wichtig :roll:

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Brazil53 » Mo 11. Mai 2015, 22:46

GatoBahia hat geschrieben:
zagaroma hat geschrieben:Danke, Brazil53!!!

Die Bilder bringen wirklich rüber, was man schwer erklären kann. Schade, dass der Gestank nicht mitkommt, sonst hätte Florie das komplette Bild.

Die Fische, die da auf Eis liegen, sehen sogar noch ganz frisch aus. Sowas haben wir hier in Recife nicht.

Florie, Du musst auch wissen, dass die Brasilianer alles 3 Stunden lang kochen, also was auch immer auf diesem Fisch oder Fleisch rumfleucht ist hinterher mausetot. :mrgreen:


Sorry, aber wieviel Jahre muss man in Brasilien sein um zu so einer verkommener Einstellung zu gelangen? Wenn ich am Morgen am Strand eine frische Coco Verde trinke weil ich so starke Kopfschmerzen hab, verdammter dreks billiger Fusel im Caipi, grüße ich den Fischer der grad mein Mittagessen in mein bevorzugtes Restaurant bringt #-o

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Du bist sehr intolerant und hast einen verkommenen Sprachschatz. Alles was du machst und denkst ist richtig, da ist dir die Wortwahl egal. Also nimm die Meinung der anderen so hin. #-o
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon zagaroma » Di 12. Mai 2015, 00:53

Gato, ich beneide die Menschen, die keine Qualitätsansprüche beim Essen haben und denen alles schmeckt, was man ihnen vorsetzt. Ehrlich, mein Leben in Brasilien wäre perfekt, wenn ich auch so wäre. Ich liebe dieses Land auch, wohne hier seit 6 Jahren und möchte nicht wieder weg.

Vorher habe ich 30 Jahre in Rom gewohnt, und da sind sie fanatisch mit der Frischheit der Lebensmittel. Sie kochen express nur das Minimum an benötigter Zeit, um die Frische zu erhalten und den Geschmack nicht zu verderben. Das ist nun genau das Gegenteil der brasilianischen Kochphilosophie. Besser gesagt, hier im Nordosten haben sie keine Essenskultur. Ist einfach so.

Willst Du mal das Fischgeschäft einer römischen Mamma sehen? Alles, was länger als 48 Stunden aus dem Wasser ist, wird in Rom als unverkäuflich entsorgt. Das will kein Italiener mehr.

Und die Gemüsegeschäfte ebenso. Da findest Du kein halbes welkes Blatt, und in Rom ist es im Sommer noch heisser als hier.

Das sind auch Südländer in lateinischer Welt wie die Brasis, aber wenn's um Essen geht, ein anderer Planet.

Und dann gehe ich hier in einen Supermarkt und der Geruch haut mich fast um. Tja, so ist das eben, ich esse Dinge wie Charque und Stockfisch immer noch nicht, für den Rest habe ich mich arrangiert.

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Di 12. Mai 2015, 05:28

Brazil53 hat geschrieben:
GatoBahia hat geschrieben:
zagaroma hat geschrieben:Danke, Brazil53!!!

Die Bilder bringen wirklich rüber, was man schwer erklären kann. Schade, dass der Gestank nicht mitkommt, sonst hätte Florie das komplette Bild.

Die Fische, die da auf Eis liegen, sehen sogar noch ganz frisch aus. Sowas haben wir hier in Recife nicht.

Florie, Du musst auch wissen, dass die Brasilianer alles 3 Stunden lang kochen, also was auch immer auf diesem Fisch oder Fleisch rumfleucht ist hinterher mausetot. :mrgreen:


Sorry, aber wieviel Jahre muss man in Brasilien sein um zu so einer verkommener Einstellung zu gelangen? Wenn ich am Morgen am Strand eine frische Coco Verde trinke weil ich so starke Kopfschmerzen hab, verdammter dreks billiger Fusel im Caipi, grüße ich den Fischer der grad mein Mittagessen in mein bevorzugtes Restaurant bringt #-o

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Nur ein weiter Thread zu dem Thema "Ich hasse Brasilien weil es nicht deutsch is!" [-X

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Di 12. Mai 2015, 05:56

zagaroma hat geschrieben:Gato, ich beneide die Menschen, die keine Qualitätsansprüche beim Essen haben und denen alles schmeckt, was man ihnen vorsetzt. Ehrlich, mein Leben in Brasilien wäre perfekt, wenn ich auch so wäre. Ich liebe dieses Land auch, wohne hier seit 6 Jahren und möchte nicht wieder weg.

Vorher habe ich 30 Jahre in Rom gewohnt, und da sind sie fanatisch mit der Frischheit der Lebensmittel. Sie kochen express nur das Minimum an benötigter Zeit, um die Frische zu erhalten und den Geschmack nicht zu verderben. Das ist nun genau das Gegenteil der brasilianischen Kochphilosophie. Besser gesagt, hier im Nordosten haben sie keine Essenskultur. Ist einfach so.


Die Aussagen sind extrem pauschal, gut Salvador kann man nicht mit Rom vergleichen.
(Zum Glück)

Ich bin Fan der karibischen Küche, insbesondere der scharfen Soucen und der Marinaden. Und wenn man ein wenig sucht findet man Restaurants die das ziemlich gut hinkriegen. Auch in Rio kann man sehr gut essen gehen, in Lapa finden sich ein paar gute Adressen.

Wenn ich ein europäisches Ambiente beim einkaufen möchte geh ich hier zu Perini. Da verspür ich dann aber leider ein schmerzhaftes Stechen in der Brieftasche #-o

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon cabof » Di 12. Mai 2015, 19:28

Zagaroma... wir liegen auf einer Welle... was Trockenfleisch und Stockfisch angeht, kann ich nicht ab. Nicht wegen dem Aspekt oder Herkunft.... bei mir ist der Paladar der nicht mit dem Geschmack kombiniert. Es gibt auch DE Gerichte die nicht so runterflutschen wie zB Eisbein. Insekten habe ich auch noch nicht probiert und Nieren auch nicht. Ich persönlich darf sagen, in BR habe ich mich quer durch das Land gefressen - inkl. Hirn - ohne zu wissen was es war. Wäre ich an einem Lebensmittel gestorben, schriebe ich heute nicht mehr. Meine pers. Profilaxe - seit vielen Jahren - ist ein guter Schluck Underberg/Brasilberg - und gut ist`s.
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Regina15 » Di 12. Mai 2015, 20:50

Da muss ich mich jetzt mal outen. Ich esse gerne bacalhau und auch carne seca. Meinen besten bacalhau habe ich auf dem Segelschulschiff Sagres aus Portugal gegessen. Leider steht meine Familie nicht so darauf, sonst würde ich den auch in Brasilien kochen. Carne seca muss ich mindestens einmal bei jedem Brasilienaufenthalt essen. Ansonsten liebe ich Fisch und Meeresfrüchte, gegrillte anchova, feijoada.
Werde also nicht verhungern. Die italienische Küche ist für mich die schmackhafteste, die ich bisher kennenlernen durfte, auch wenn ich nicht unbedingt auf Pasta stehe. Die italienische Sprache ist Musik in den Ohren. Da kann Brasilien nicht mithalten, auch wenn ich dieses Land trotz aller auch negativen Dinge sehr gerne mag. In unserer Kleinstadt, in der ich den größten Teil des Urlaubes verbringe, gibt es frischen Fisch von den Fischern, man darf dann nicht zu spät aufstehen. Der Supermarkt hat sich verbessert und eine neue Kühltheke, so dass die Kühlung fast immer funktioniert. Gemüse lässt manchmal zu wünschen übrig. Da hat man dann weniger Auswahl und nimmt das, was frisch eingetroffen ist. Die Brötchen sind schmackhaft, das Brot kann nicht mit unserem in Dland mithalten. Im Landesinneren gibt es kaum Fisch. Ich habe auch noch keinen geräucherten Fisch entdecken können. Da ich von der Küste komme, ist mir das egal, den bekomme ich hier besser. Meine brasilianischen Besucher stehen auf die geräucherten Fischbrötchen.
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon cabof » Di 12. Mai 2015, 21:08

Regina, gut angeschnitten - bin etwas unwissend - wie sieht es denn im allgemeinen in BR mit Räucherfisch aus? Peixe defumado? Moment, frage meine Holde.... nicht allgemein bekannt aber unter "google.com.br" und peixe defumado - gibt es doch. Gleich im Anschluß gefragt, wie sieht es mit dem Matjes, Rollmops und Bismarckhering aus?

Glosse aber wahr: meine Freundin hat im Urlaub jetzt mal "Forelle blau" bestellt, vor Schreck hing sie quer unter der Decke.
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