Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Itacare » Di 12. Mai 2015, 22:29

zagaroma hat geschrieben:Vorher habe ich 30 Jahre in Rom gewohnt, und da sind sie fanatisch mit der Frischheit der Lebensmittel. Sie kochen express nur das Minimum an benötigter Zeit, um die Frische zu erhalten und den Geschmack nicht zu verderben. Das ist nun genau das Gegenteil der brasilianischen Kochphilosophie. Besser gesagt, hier im Nordosten haben sie keine Essenskultur. Ist einfach so.

Willst Du mal das Fischgeschäft einer römischen Mamma sehen? Alles, was länger als 48 Stunden aus dem Wasser ist, wird in Rom als unverkäuflich entsorgt. Das will kein Italiener mehr.

Und die Gemüsegeschäfte ebenso. Da findest Du kein halbes welkes Blatt, und in Rom ist es im Sommer noch heisser als hier.

Das sind auch Südländer in lateinischer Welt wie die Brasis, aber wenn's um Essen geht, ein anderer Planet.

Und dann gehe ich hier in einen Supermarkt und der Geruch haut mich fast um. Tja, so ist das eben, ich esse Dinge wie Charque und Stockfisch immer noch nicht, für den Rest habe ich mich arrangiert.

pesce1.JPG


corso-garibaldi.jpg


Die Archäologen sind gerade dabei, die ausgefeilte Versorgungslogistik des alten Roms zu entschlüsseln. Was sich zumindest teilweise bis heute gehalten hat. Sagenhaft, was die schon vor 2000 Jahren auf die Beine stellten. Soviel Erfahrung auf diesem Gebiet trägt verdienter Weise zu einer uns Deutschen noch nicht ganz verständlichen Gelassenheit bei.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Cheesytom » Mi 13. Mai 2015, 02:41

Nochmal zurück zum Fisch.

Man kann ihn hier in Maceió fangfrisch an den s.g. Balanças (Waagen) kaufen, die von den Mitgliedern der Kooperative gefischt werden. Das machen auch jede Menge.

Auf dem städtischen Markt finden sich einheimische Waren, gefangen oder gezüchtet (Stichwort Tulipa), aber 30-Tonner aus SC liefern auch an, in Pappkartons, abgewogen. Keine Ahung wie das Verhältnis ist.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Berlincopa » Do 14. Mai 2015, 12:38

Brazil53 hat geschrieben:Ich setze mal einen übersetzten link rein.

Brasilien hat über 60.000 Bäckereien. Deutschland hat etwa 12.000 Bäckereien. Wenn man die Einwohnerzahlen dabei vergleicht, gibt es doppelt soviel Bäckereien je Einwohner.

http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=pt&u=http://www.propan.com.br/institucional.php%3Fidcat%3D9&prev=search


Bäckereien, wo wirklich noch gebacken wird, werden auch in Deutschland immer seltener, die meisten "Bäckereien" werden mit Teigrohlingen (in Berlin oftmals aus Polen) beliefert, die sie dann im Laden aufbacken (z.B. mit Öfen von Wiesheu oder MEWE). Wie beim Bier gibt es aber eine kleine Gegenbewegung, sicher wird man bald vom craft Brötchen, wie jetzt vom neumodischen craft Beer, sprechen.
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Brazil53 » Mo 18. Mai 2015, 16:03

70% der Fische soll aus der sogenannten Kleinfischerei kommen. Mittelbar sollen 1 Million Brasilianer ihren Lebensunterhalt mit der Kleinfischerei verdienen.

Denn das Ausfallgeld werde in Zukunft nur den Fischern selbst, aber nicht mehr den ebenfalls von der Kleinfischerei abhängigen, an Land tätigen Personen gewährt. Tätigkeiten wie das Sortieren von gefangenen Meeresfrüchten oder das Reparieren von Fisch- und Angelgerät, das oft von Frauen ausgeübt werde, fallen somit in Zukunft komplett aus der Sozialunterstützung heraus.


https://amerika21.de/2015/05/122062/kleinfischer-protest
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Mo 18. Mai 2015, 16:43

Brazil53 hat geschrieben:70% der Fische soll aus der sogenannten Kleinfischerei kommen. Mittelbar sollen 1 Million Brasilianer ihren Lebensunterhalt mit der Kleinfischerei verdienen.

Denn das Ausfallgeld werde in Zukunft nur den Fischern selbst, aber nicht mehr den ebenfalls von der Kleinfischerei abhängigen, an Land tätigen Personen gewährt. Tätigkeiten wie das Sortieren von gefangenen Meeresfrüchten oder das Reparieren von Fisch- und Angelgerät, das oft von Frauen ausgeübt werde, fallen somit in Zukunft komplett aus der Sozialunterstützung heraus.


https://amerika21.de/2015/05/122062/kleinfischer-protest


Wer nicht ganz blind durch Brasilien stolpert hat es täglich vor Augen, auch an den zum baden genutzten Stränden und in Großstädten. Aber an den Stränden von den "all inclusive" Hotels wohl weniger. Frischer Fisch stinkt auch noch nicht so stark :lol:

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Fuldi74 » Fr 22. Mai 2015, 20:04

GatoBahia hat geschrieben:
Rein subjektiv und für mein Bahia (Salvador) gesprochen, man holt sein Brot/Brötchen oder sonstige Backwaren bei Bonpreco oder einer anderen Supermarkt Kette. Der erstgenannte hat einen richtigen Backwarenstand für frische Backwaren in den größeren Filialen und sehr lecker Torten die aber nur aus Zucker bestehen :lol:



Völliger Blödsinn, den Du da von Dir gibst sorry. In Brasilien gibt es nicht an jeder Ecke einen Bompreco und wenn Du gerade an so einem wohnst, dann ernenne Dich bitte nicht zum Mittelpunkt Brasiliens.

In Brasilien gibt es in Großstädten, sowie in kleinen Städten viele kleine Bäckereien, in Denen die Leute ihr Broz kaufen. Klar kaufen die Leute auch im Bompreco, aber den gibts halt nicht an jeder Ecke.

Sorry Gato, aber hier muß ich den Anderen Recht geben, das Du schon ab und an ganz schönen Mist verzapfst.


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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Fr 22. Mai 2015, 21:13

Fuldi74 hat geschrieben:
GatoBahia hat geschrieben:
Rein subjektiv und für mein Bahia (Salvador) gesprochen, man holt sein Brot/Brötchen oder sonstige Backwaren bei Bonpreco oder einer anderen Supermarkt Kette. Der erstgenannte hat einen richtigen Backwarenstand für frische Backwaren in den größeren Filialen und sehr lecker Torten die aber nur aus Zucker bestehen :lol:



Völliger Blödsinn, den Du da von Dir gibst sorry. In Brasilien gibt es nicht an jeder Ecke einen Bompreco und wenn Du gerade an so einem wohnst, dann ernenne Dich bitte nicht zum Mittelpunkt Brasiliens.

In Brasilien gibt es in Großstädten, sowie in kleinen Städten viele kleine Bäckereien, in Denen die Leute ihr Broz kaufen. Klar kaufen die Leute auch im Bompreco, aber den gibts halt nicht an jeder Ecke.

Sorry Gato, aber hier muß ich den Anderen Recht geben, das Du schon ab und an ganz schönen Mist verzapfst.


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Was ist an rein subjektiv noch misszuverstehen? Ich stolpere aus der Posauda raus und bin im Bonreco, das ist eben hier in Barra so. Das ich das nicht für ganz Brasilien verallgemeinert hab sollte selbst deiner holen Birne klar werden =D>

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Brazil53 » Fr 22. Mai 2015, 22:04

GatoBahia hat geschrieben:
Fuldi74 hat geschrieben:
GatoBahia hat geschrieben:
man holt sein Brot/Brötchen oder sonstige Backwaren bei Bonpreco oder einer anderen Supermarkt Kette. :lol:




Was ist an rein subjektiv noch misszuverstehen? Ich stolpere aus der Posauda raus und bin im Bonreco, das ist eben hier in Barra so. Das ich das nicht für ganz Brasilien verallgemeinert hab sollte selbst deiner holen Birne klar werden =D>

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Wer Brasilien nur bis zur nächsten Ecken kennengelernt hat, von dem darf man auch nicht erwarten, dass man einen Bäcker findet. Da findet man schneller eine buntgescheckte Kuh.( um im Jargon von gato zu bleiben)
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Fuldi74 » Fr 22. Mai 2015, 23:35

GatoBahia hat geschrieben:
Was ist an rein subjektiv noch misszuverstehen? Ich stolpere aus der Posauda raus und bin im Bonreco, das ist eben hier in Barra so. Das ich das nicht für ganz Brasilien verallgemeinert hab sollte selbst deiner holen Birne klar werden =D>

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Gato, ich lass meine, rein subjekive Sicht über Dich jetzt mal außen vor, aber liest Du selber was Du schreibst ?

Du schreibst rein subjektiv für Bahia, Salvador. Dann muß ich da Brazil doch mal ganz Recht geben und fragen, ob Du aus Deiner Pousada nicht weiter, als zu Deinem Bompreco kommst ? Denn selbst in Salvador gibt es vermutlich mehr kleine Bäckereien als Deinen Bompreco. Und ich kann Dir versichern, das Du Mist verzapfst, denn ich bin sicher mehr in Brasilien rumgekommen als Du.

Da ich dieses Thema jetzt nicht durch den Zank mit Dir verunstalten möchte, ist das Thema hier für mich erledigt.

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Sa 23. Mai 2015, 05:00

Brazil53 hat geschrieben:
GatoBahia hat geschrieben:
Fuldi74 hat geschrieben:
GatoBahia hat geschrieben:
man holt sein Brot/Brötchen oder sonstige Backwaren bei Bonpreco oder einer anderen Supermarkt Kette. :lol:




Was ist an rein subjektiv noch misszuverstehen? Ich stolpere aus der Posauda raus und bin im Bonreco, das ist eben hier in Barra so. Das ich das nicht für ganz Brasilien verallgemeinert hab sollte selbst deiner holen Birne klar werden =D>

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Wer Brasilien nur bis zur nächsten Ecken kennengelernt hat, von dem darf man auch nicht erwarten, dass man einen Bäcker findet. Da findet man schneller eine buntgescheckte Kuh.( um im Jargon von gato zu bleiben)


Ich kenne Brasilien besser als du weil du nie aus deinem Hotel rausgekommen bist =D>

Ich hab ein paar Bilder gepostet, da kannsd du dir Brasilien mal ansehen #-o

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