Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Florie » Di 5. Mai 2015, 10:24

Hallo!

Ich bin Mitglied in eineem studentischen Projektteam und wir machen eine Art Marktanalyse über die Brot-, Fleisch- und Fischindustrie in Brasilien. Besonders interessant ist die Struktur der Brachen und das Konsumverhalten der Bevölkerung. Gibt es zum Beispiel viele kleine Bäckereien und wird bei dem Bäcker "um die Ecke" gekauft oder geht der Trend zu Großbäckereien wie in Deutschland Kamps oder Backfactory? Hat jemand von euch da Erfahrungen aus dem Lebensalltag? Spannend wäre auch der Fischkonsum. Über dieses Thema habe ich bis jetzt fast nichts herausfinden können.
Ich freue mich auf jegliche Art von Informationen.

Grüße,

Rolf
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Fr 8. Mai 2015, 13:46

Florie hat geschrieben:Hallo!

Ich bin Mitglied in eineem studentischen Projektteam und wir machen eine Art Marktanalyse über die Brot-, Fleisch- und Fischindustrie in Brasilien. Besonders interessant ist die Struktur der Brachen und das Konsumverhalten der Bevölkerung. Gibt es zum Beispiel viele kleine Bäckereien und wird bei dem Bäcker "um die Ecke" gekauft oder geht der Trend zu Großbäckereien wie in Deutschland Kamps oder Backfactory? Hat jemand von euch da Erfahrungen aus dem Lebensalltag? Spannend wäre auch der Fischkonsum. Über dieses Thema habe ich bis jetzt fast nichts herausfinden können.
Ich freue mich auf jegliche Art von Informationen.

Grüße,

Rolf


Rein subjektiv und für mein Bahia (Salvador) gesprochen, man holt sein Brot/Brötchen oder sonstige Backwaren bei Bonpreco oder einer anderen Supermarkt Kette. Der erstgenannte hat einen richtigen Backwarenstand für frische Backwaren in den größeren Filialen und sehr lecker Torten die aber nur aus Zucker bestehen :lol:

Fisch und Meresfrüchte, in allen Formen der Zubereitung. Gekocht und Gebraten oder als große Suppen. Teilweise dann auch richtig teuer, gibt auch 'nen Schnellimbis der sich auf Krabben spezialisiert hat, is nicht so mein Ding :cool:

Andere Regionen oder Städte kann alles anders sein #-o

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Reviersport » Fr 8. Mai 2015, 15:11

Ich antworte für Rio de Janeiro: Normalerweise kaufen wir das Brot und die Pao frances (Brötchen) bei dem Bäcker um die Ecke. Man muss dazu sagen, das die Brötchen eigentlich am besten schmecken, wenn sie frisch sind, sobald sie einen halben Tag alt sind, sind die Dinger weich und haben eine Aehnlichkeit mit Tennisbällen .
Klar gibt es in den Supermärkten auch grosse Brotabteilungen und frische Brotwaren, aber was hilft mir das? Ist weit weg und am Morgen gehe ich halt zum Bäcker um die Ecke (und es gibt genug davon).
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon GatoBahia » Fr 8. Mai 2015, 15:23

Rio ist so europäisch, ok bin schon wieder weg :cool:

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon amazonasklaus » Fr 8. Mai 2015, 17:13

Florie hat geschrieben:Spannend wäre auch der Fischkonsum.

Spannend und lecker, vor allem tucunaré frito und costela de tambaqui grelhada. Jau, den Fischkonsum gibt's definitiv, wobei man schon sagen muss, in manchen Gegenden gibt's mehr, in anderen weniger.
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 8. Mai 2015, 19:56

Florie hat geschrieben:Hallo!
Ich bin Mitglied in eineem studentischen Projektteam und wir machen eine Art Marktanalyse über die Brot-, Fleisch- und Fischindustrie in Brasilien. Besonders interessant ist die Struktur der Brachen und das Konsumverhalten der Bevölkerung. Gibt es zum Beispiel viele kleine Bäckereien und wird bei dem Bäcker "um die Ecke" gekauft oder geht der Trend zu Großbäckereien wie in Deutschland Kamps oder Backfactory? Hat jemand von euch da Erfahrungen aus dem Lebensalltag? Spannend wäre auch der Fischkonsum. Über dieses Thema habe ich bis jetzt fast nichts herausfinden können.
Ich freue mich auf jegliche Art von Informationen.
Grüße,
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Bäckereien unterscheiden sich in Deutschland und Brasilien gewaltig. Abgesehen das "Bäckerei" im Nordosten sich negativ anhört wie auch "FDP", so waren die ersten Bäcker in Brasilien Portugiesen. Die hatten nicht viel Auswahl, waren faul und begnügten sich mit pão frances. Bis heute! Natürlich gibt es wenige Ausnahmen. Durch die vielen Jahrzehnte und die Mißwirtschaft der Militärs haben sich die Brasilianer heute auch auf pão frances, feijão und arroz begnügt. Mehr wird in vielen Haushalten nicht gebraucht. Hinzu kommt, dass in vielen padarias Umsatz mit lunche (X-Burger etc) gemacht wird. Übersüßer Kuchen und klebrige Teig-Stückchen gehören noch zum Repertoire. Backshops habe ich noch nicht entdecken können. Hätten bestimmt Zukunft. Würde ich sofort für Harry aufbauen, wenn sie wollten.

Fisch gehört zum Strand dazu. Beliebter sind für viele aber die camaroes und ein vernünftiges Steak "Baby-Beef oder Chateau Briand, was in Deutschland für zwei Personen gedacht ist. Eigentlich habe ich noch in keiner brasilianischen Familie Fisch als almoço oder jantar gesehen. Aber auf dem Markt sehe ich immer wieder wie viel der gekauft wird. Früher hatte ich auch gerne casquinha de siri gegessen. Ist sehr beliebt. Kann ich aber heute drauf verzichten. Achso.... bei Fisch verstehen viele nur bacalhau (Stockfisch, Kabeljau), als ob er das Beste wäre.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Cheesytom » Sa 9. Mai 2015, 00:53

Selten Sonnenscheiss gelesen.

Ich wette, dass ich irgendwo im Süden sogar Pumpernickel bekomme.

Brasilien ist ein Kontinent.
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Cheesytom » Sa 9. Mai 2015, 00:57

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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Trem Mineiro » Sa 9. Mai 2015, 20:05

BrasilJaneiro hat geschrieben:[
Bäckereien unterscheiden sich in Deutschland und Brasilien gewaltig..


Erinnert mich ein wenig so an die "Berichte aus Berlin"

Ich hab in 20 Jahren Brasilien in Minas völlig andere Erfahrungen mit Bäckereien gemacht. Und natürlich bekomme ich auch Grau-Brot, Mehrkornbrot und Pumpernickel (letzteres sogar im Original) im Besseren Supermarkt. Da konnte ich sogar auch unseren deutschen Bäcker "Neckertal" verzichten. Unser Bäcker an der Ecke backte sogar Brötchen, die stark den deutschen Brötchen ähnelten, alternativ zu den "französischen"

Ich bin zwar seit 9 Monaten nicht mehr vor Ort, aber soviel wird sich nicht geändert haben.

Gruß
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Re: Brot-, Fleisch- und Fischindustrie

Beitragvon Florie » So 10. Mai 2015, 11:37

Vielen Dank für die interessanten Anworten. Wenn ich das richtig verstehe gibt es regional schon starke Unterschiede im Backwarensortiment. Könntet ihr vieleicht ein Paar größe Bäckereien, die auch in Supermärkten verkaufen (Harry in DE), nennen?
Bezüglich des Fischkonsums wäre meine Frage, ob es im ganzen Land frischen Fisch (auf Eis gekühlt) im Supermarkt oder auf dem Markt zu kaufen gibt oder ob der Fischkonsum stark reginal an der Küste ist. Ein weiterer interessanter Punkt wäre, ob die Fischerei von großen Konzernen (wenn ja, wie heißen sie) bestimmt wird.

Danke und Grüße,

Rolf
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