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BeitragVerfasst: 20 Dez 2004 19:59 
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belinda.


Zuletzt geändert von belinda am 07 Sep 2007 05:32, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20 Dez 2004 20:06 
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belinda.


Zuletzt geändert von belinda am 07 Sep 2007 05:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28 Dez 2004 19:05 
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Hi, ich hab „ Elf Minuten“ von Paulo Coelho gelesen, war nicht so mein Ding, kein Abenteuer, keine Spannung. Handelt auch nicht viel von BR. Bei der Gelegenheit möchte ich den ein oder anderen darauf aufmerksam machen, dass man auf meiner HP „Das Feuer Brasiliens“ bestellen kann. Einen Kommentar dazu spare ich mir, würde vielleicht nach aufdringlicher Werbung klingen.
Empfehlen könnte ich noch „Der deutsche Konsul“ von Klaus Barski, hab es schon mehrmals gelesen. BR. spielt da zwar keine Rolle, aber mit etwas Fantasie... Schönen Gruss


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BeitragVerfasst: 04 Feb 2005 01:33 
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Diogo Mainardi: A Tapas E Pontapés (Editora Record / ISBN 8501070815 / 208 Seiten / R$ 28,90)

Bild

Das Buch enthält eine Auswahl der besten (teilweise für dieses Buch überarbeiteten) Kolumnen, die Mainardi in den letzten Jahren für die Wochenzeitung Veja geschrieben hat. Mainardi gilt als Nestbeschmutzer, weil er ständig an den von der Mehrheit der Brasilianer liebevoll gehegten Klischees kratzt und mit spitzer Feder nach wirklich allen Seiten austeilt. Er ist wahrscheinlicher einer der meistgehaßten Autoren Brasiliens und wird nicht selten als reaktionär verunglimpft, obwohl er das nun ganz und gar nicht ist. Die Texte sind im höchsten Maß politisch unkorrekt! Ich kann das Buch jedem, der die absurden Seiten Brasiliens kennenlernen will, nur wärmstens empfehlen. Ebenso wie sein Buch "Contra O Brasil", das 1998 bei der Companhia das Letras erschienen ist.


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BeitragVerfasst: 10 Feb 2005 17:32 
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Hi Leser,

hab über Karneval den "Kulturschock Brasilien" von C. Goerdeler und auch "Unterm Zuckerhut - Brasilianische Abgründe" von K. Hart gelesen.

Der Kulturschock ist etwas allgemeiner gehalten und dient sehr gut als Anleitung für Brasilienneulinge, die mal etwas mehr als nur Strand, Morenas und Churrasco wissen wollen. Der Autor beweist fast durchweg sehr gutes Insiderwissen und erklärt entweder anhand von Buchzitaten oder eigenen Recherchen. Die Prosa ist bestechend gut und passt zum Thema. Ich habe wirklich viele Passagen gefunden, die ein Zitat hier wert sind. Einziger Knackpunkt: einige Sachen wiederholen sich im Laufe des Buches mehrmals. Nota 9 !

Das Hart-Buch ist für hartgesottene Insider ...... solche die vor der harten Realität favela-inside keine Scheu haben. Es ist keine Abrechnung mit der Gewalt, sondern ein pures Augenöffnen, dass auch tiefgründig recherchiert und analysiert - vor allem aber keine Regierung ungeschoren davon kommen lässt. Prima Stoff - perfekte Verarbeitung. Nota 10 !

Interessant wäre mal ein Treffen mit beiden Autoren. Ich kann mir vorstellen, wir würden tage- und nächtelang Stoff zum erzählen haben.

Lemis Buch "Nichts für Pauschaltouristen" wäre rein inhaltlich übrigens eine recht gute Ergänzung, da beide Autoren zwar in die Damenwelt eintauchen, aber wohl nicht genügend Atem hatten, auch lang genug unter Wasser zu bleiben. :wink:



Man sieht sich,
Lemi

http://www.brasilien-forum.net


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BeitragVerfasst: 02 Jun 2005 14:43 
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Ein Buch das ich mir gestern erst gekauft habe, bisher aber ziemlich gut finde, ist 'A Death in Brazil: A Book of Omissions' von Peter Robb. Keine Ahnung, ob es das auch auf deutsch gibt...


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BeitragVerfasst: 02 Jun 2005 17:01 
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Welch Zufall! Gestern habe ich Robb zu Ende gelesen...

Das Buch wechselt zwischen Episoden über Fernando Collor und PC Farias, persönlichen Reiseerlebnissen und tagtäglichen Erfahrungen des Autors sowie brasilianischer Literaturgeschichte.

Streckenweise schwer zu lesen.


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BeitragVerfasst: 10 Jun 2005 11:50 
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Beiträge: 105
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Ich habe Robb jetzt auch zu Ende gelesen. Fand es passagenweise auch eher muehsam aber alles in allem doch sehr empfehlenswert. Robb verbindet seine eigene Eindrucke uber Nordost-Brasilien mit Zitaten aus brasilianischer Literatur und den politischen Ereignissen um PC und Collor. Das Buch endet mit der Wahl Lulas, die Robb als Durchbruch und Neuanfang bewertet. Waere interessant zu wissen, ob er das immer noch so sieht.

Marlen


Zuletzt geändert von Marlen am 27 Jun 2005 16:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 27 Jun 2005 07:57 
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Lemi hat geschrieben:
Hi Leser,

hab über Karneval den "Kulturschock Brasilien" von C. Goerdeler und auch "Unterm Zuckerhut - Brasilianische Abgründe" von K. Hart gelesen.

Der Kulturschock ist etwas allgemeiner gehalten und dient sehr gut als Anleitung für Brasilienneulinge, die mal etwas mehr als nur Strand, Morenas und Churrasco wissen wollen. Der Autor beweist fast durchweg sehr gutes Insiderwissen und erklärt entweder anhand von Buchzitaten oder eigenen Recherchen. Die Prosa ist bestechend gut und passt zum Thema. Ich habe wirklich viele Passagen gefunden, die ein Zitat hier wert sind. Einziger Knackpunkt: einige Sachen wiederholen sich im Laufe des Buches mehrmals. Nota 9 !

Das Hart-Buch ist für hartgesottene Insider ...... solche die vor der harten Realität favela-inside keine Scheu haben. Es ist keine Abrechnung mit der Gewalt, sondern ein pures Augenöffnen, dass auch tiefgründig recherchiert und analysiert - vor allem aber keine Regierung ungeschoren davon kommen lässt. Prima Stoff - perfekte Verarbeitung. Nota 10 !


Ich habe mir die beiden Bücher während meines erzwungenen Aufenthalts in Deutschland auch mal zugelegt. Mein Fazit: Hart tendiert meines Erachtens zu sehr zum Polarisieren und erweckt bei mir auch den Verdacht, nicht immer ganz die Wahrheit zu referieren (d.h. ich vermute, dass manche seiner O-Töne erfunden sind). Ausserdem widerspricht er sich in den Artikeln oft genug selbst. Darüber hinaus scheinen mir seine Portugiesischkenntnisse nicht sonderlich sattelfest zu sein. Bei den eingestreuten portugiesischen Phrasen liegt er mit seinen deutschen Übersetzungen oft daneben (das erschüttert dann doch zu sehr die Glaubwürdigkeit eines sogenannten Insiders!), und Akzente werden beispielsweise fast durchweg falsch gesetzt. Trotzdem Nota 7 (bestenfalls). Goerdeler ist da meines Erachtens sehr viel näher an der Realität dran, weil er die nötige kritische Distanz wahrt und nicht die Hartsche Schwarz-Weiss-Malerei betreibt. Besonders gut gefallen hat mir die feine Ironie, mit der einige brasilianische Mythen betrachtet und als solche enttarnt. Ein Komplettausfall ist hier aber z.B. das Minikapitel über die Musik, das nur so vor Unkenntnis und falschen Namensschreibweisen (Gaetano Veloso, Charlinhos Brown, Tom Jobin... und was ist bitte schön ein Chançon?) strotzt. Das Kapitel und auch einige andere hätte er besser unter den Tisch fallen lassen sollen. Dennoch würde ich dem Buch Nota 9 geben.


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